Frisch aus St.Gallen – Topnews: «Das wird den Markt verändern»

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

Ab dem neuen Jahr unterrichten Ehrenamtliche in St. Galler Gemeinden Deutsch. Sprachschulen bangen um ihre Kursteilnehmer. Sie argumentieren mit Nachteilen für die Lernenden.

Die Sprachschulen im Kanton St. Gallen fühlen sich «völlig überrumpelt». Das schreiben sie in ihrer Mitteilung von Ende Oktober. An diesem Gefühl hat sich seitdem nichts geändert. Er sei enttäuscht, dass sie so kurzfristig vom Entscheid der Gemeinden erfahren haben, sagt Claudio Altwegg von der Sprachschule Wilingua. Sie hat Niederlassungen in Wil und Kreuzlingen und ist eine von 28 anerkannten Sprachschulen im Kanton St. Gallen.

Diese Schulen haben Ende September ohne Vorwarnung erfahren, dass die Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) im kommenden Jahr keine professionellen Deutschkurse mehr unterstützt (siehe Ausgaben vom 30. September sowie Ausgabe vom 3. November). In diesem Jahr zahlen die Gemeinden den Schulen 1,8 Millionen Franken. Im kommenden möchten sie stattdessen Quartierschulen gründen. Mit der Pädagogischen Hochschule St. Gallen soll gemäss VSGP-Präsident Boris Tschirky ein Konzept erarbeitet werden. Pensionierte Lehrer und Freiwillige sollen in den Quartierschulen auf dem Land Deutsch unterrichten.

Preise der Sprachschulen werden steigen

«Ein kostenloses Angebot wird den Markt verändern», sagt Sprachlehrer Altwegg. «Die Preise der professionellen Sprachschulen werden steigen und für einige Kursteilnehmer zu teuer sein.» Davon geht auch Brigitte Eigenmann, Geschäftsleiterin der «Aida – Die Schule für fremdsprachige Frauen» in St. Gallen aus: «Ab Januar 2017 müssen Fremdsprachige im ganzen Kanton mit höheren Kurskosten für einen Deutschkurs rechnen.» Das sei ein grosses Problem, da viele Fremdsprachige über wenig Einkommen verfügten.

«Eine Quartierschule kann den Unterricht in einer professionellen Sprachschule nicht ersetzen, da sie keine unterschiedlichen Niveaugruppen anbieten kann», sagt Eigenmann. Fremdsprachige müssten auf ihrem jeweiligen Sprachniveau lernen, um ihr Deutsch zu verbessern und ein Zertifikat zu erlangen. Dieses brauchten sie, um ihre Arbeitssituation zu verbessern. Die Integrationsvereinbarungen des Kantons würden das Sprachniveau A2 verlangen, sagt Eigenmann. Die Nachfrage nach professionellen Deutschkursen sei aus diesen Gründen enorm hoch.

Im Gespräch mit Eigenmann und Altwegg wird deutlich: Die Sprachschulen sehen die Quartierschulen als Konkurrenz. Und sie gehen davon aus, dass die Quartierschulen nicht dieselbe Qualität bieten können. «Es ist zu einfach, die Diskussion auf ‹freiwillig› gegen ‹professionell› zu reduzieren», sagt Andreas Härter, Professor für Deutsche Sprache und Literatur und Verantwortlicher für Fremdsprachen an der Universität St. Gallen. Ob jemand nur im Kurs Deutsch höre und spreche oder auch im Alltag, sei entscheidend, ebenso die Motivation, eine Sprache zu lernen, sowie der Zugang zum Angebot. Dies gelte sowohl für die Sprach- als auch für die Quartierschulen. «Das Schlimmste beim Erlernen einer Sprache ist Frustration – auf Seiten der Lernenden wie der Unterrichtenden», sagt Härter. Er finde es deshalb wichtig, dass die Lehrpersonen an den Quartierschulen Schulung und Supervision erhalten. «Auch die Heterogenität der Lernenden könnte zu Problemen führen in den Quartierschulen.» Es sei herausfordernd, wenn Kursteilnehmer mit unterschiedlichen Sprachniveaus, Lernbiographien und kulturellen Voraussetzungen zusammen lernen.

Deutschkurs-Leiter als Beruf

Eine Einteilung in die richtige Gruppe erachten auch Raffaella Pepe und Kerstin Uetz Billberg vom Arbeitskreis Deutsch als Fremdsprache (Akdaf) für wichtig. Der Akdaf vernetzt schweizweit Personen, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten. «Ungeschultes Personal kann nicht dasselbe leisten wie professionelle Sprachschulen», sagen Pepe und Uetz Billberg. Deutschkurs-Leiter sei ein Beruf. Diesen gelte es – wie andere Berufe auch – zu erlernen. Ungeschultes Personal habe aber zweifelsohne Qualitäten, die ausserhalb des Sprachunterrichts hochwillkommen seien, sagen die beiden. Als Beispiele nennen sie die Einbindung ins Dorf, das Helfen beim Ausfüllen von Formularen oder Kinderbetreuung.


Hier: zum lesenswerten Eheringe-Artikel «Das wird den Markt verändern»

http://www.tagblatt.ch/4834035«Das wird den Markt verändern»

Dem Verfasser des Artikels ist es gelungen das Thema kompetent zu behandeln.

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Frisch aus St.Gallen – Topnews: Kalte Fernwärme wird konkret

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

In rund einem Jahr könnte im Industriegebiet zwischen St. Gallen und Gossau mit dem Bau eines Abwärmenetzes begonnen werden. Der Knackpunkt sind allerdings die Preise.

Das Vorhaben, im Energienetz GSG (Gossau-St. Gallen-Gaiserwald) ein sogenanntes Anergienetz aufzubauen, wird konkret: Läuft alles nach Plan, soll bereits in rund einem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Das teilten die Projektinitianten – die St. Galler Stadtwerke, die Stadtwerke Gossau, die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG und die Gemeinde Gaiserwald – an der Jahresversammlung des Energienetzes GSG vom Freitag mit. Bei einem Anergienetz wird die Abwärme der Betriebe, die heute zum grössten Teil in die Luft abgelassen wird, in ein Netz gespeist, bei Bedarf gespeichert und zum Heizen oder Kühlen der angeschlossenen Gebäude verwendet. Ihre Temperatur liegt zwischen 8 und 20 Grad, sie wird deshalb auch als «kalte Fernwärme» bezeichnet.

Investitionskosten von rund 15 Millionen

In den vergangenen Monaten seien drei mögliche Gebiete auf die technische, wirtschaftliche und ökologische Machbarkeit für ein solches Anergienetz untersucht worden, sagt Marco Huwiler, Leiter Innovation bei den St. Galler Stadtwerken. Der Entscheid fiel schliesslich auf ein rund einen Kilometer langes Areal im Industriegebiet zwischen St. Gallen und Gossau. Geplant ist, zwischen 2018 und 2020 die ersten drei Etappen zu realisieren. Dabei würden die Betriebe Suttero, Steinemann Technology, Schläpfer Altmetall, City-Garage, Max Bersinger und HGC über ein Abwärmenetz miteinander verbunden. Von 2020 bis 2022 ist dann der Ausbau der Etappen vier bis sechs vorgesehen, in dem das Abwärmenetz nach Osten erweitert und unter anderem das Tagblatt-Druckzentrum, die DGS, das Armstrong-Areal oder das Westcenter umfassen würde. Später sollen auch die Wohngebiete in Winkeln ans Netz angeschlossen werden.

Die Investitionskosten beziffert Huwiler auf rund 15 Millionen Franken. Der Knackpunkt für die Realisierung des Projekts dürften jedoch die Preise sein, welche die Betriebe für die Energie aus dem Abwärmenetz bezahlen müssten. Sie liegen nach derzeitigen Berechnungen bei rund 18 Rappen pro Kilowattstunde für den ersten Teil des Netzes und bei 20 Rappen für den zweiten. Zum Vergleich: Mit einer Gasheizung bezahlen die Betriebe für die Kilowattstunde derzeit etwa zwölf Rappen, mit einer Ölheizung knapp elf Rappen. Entscheidend sein werde also, die potenziellen Abnehmer davon zu überzeugen, etwas teurere, aber saubere und lokal produzierte Energie zu beziehen, sagt Huwiler. Bei einer Vollkostenrechnung relativierten sich die Preise jedoch. Denn die Betriebe müssten heute zusätzlich zu den Kosten für die Energie in die Anlagen und deren Unterhalt investieren. Dies würde künftig durch das Energienetz GSG erledigt. Ausserdem spiele die Preisentwicklung für fossile Energien eine Rolle. Würden diese teurer, reduziere sich die Preisdifferenz.

Energiepreis dank Fördermitteln senken

«Wir prüfen derzeit Massnahmen, mit denen wir die Preise reduzieren könnten», sagt Huwiler Das Ziel liege bei 14 bis 16 Rappen pro Kilowattstunde. Die Preissenkung soll dank Fördermitteln aus dem Energiefonds des Kantons St. Gallen oder aus einem Fonds des Bundesamtes für Energie möglich werden.

www.energienetz-gsg.ch/ waermeversorgung


Click: zum Bericht Kalte Fernwärme wird konkret

http://www.tagblatt.ch/4829543Kalte Fernwärme wird konkret

Der Verfasser hat das Topic kurz und doch umfassend beschrieben.

Frische St.Gallener – Neuigkeit: Jetzt wird zuerst weitergezügelt

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

Das neue St. Galler Naturmuseum ist eingeweiht, gestern war es erstmals regulär offen. Jetzt hält im Neubau im Stephanshorn der Alltag Einzug. Aufs Museumsteam wartet weiterhin viel Zusatzarbeit.

Alltag im Naturmuseum. Eine Primarschulklasse aus Rotmonten zieht an der Kasse und am Buffet der Cafeteria vorbei zu den Ausstellungsstücken an der weissen Rückwand des Foyers. Wie viele Jahre hat das hier hängende Krokodil auf dem Buckel, wenn damit 1623 der Grundstein für die naturwissenschaftliche Sammlung der Stadt St. Gallen gelegt wurde? In Hundertersprüngen tasten sich die Schüler ans Resultat – 393 Jahre – heran.

Die ersten zahlenden Gäste und der Quartierkater

An einem Tischchen trinken Museumsdirektor Toni Bürgin und Stiftungspräsident Arno Noger Kaffee mit einem Ehepaar aus Mörschwil: Die beiden waren die ersten zahlenden Gäste am Morgen und damit in der Geschichte des neuen Naturmuseums. Hinter dem Tresen üben zwei Angestellte den Umgang mit der hypermodernen Computerkasse.

Dort, wo sich am Samstag und Sonntag die Publikumsmassen in der Ausstellung drängten, erkunden jetzt einzelne Besucherinnen und Besucher die vielen Details der Ausstellungen. Vor der Fensterfront der Cafeteria inspiziert derweil eine Katze – ein gut genährter Quartierkater mit gelbem Halsband – den Gartensitzplatz. Der Alltag hat im Naturmuseum Einzug gehalten.

Bürgin: «Sensationelles Eröffnungswochenende»

Bisher zog das St. Galler Naturmuseum im Schnitt 30 000 Gäste im Jahr an. Im Neubau, der am Freitag, Samstag und Sonntag eröffnet wurde, sollen es künftig 50 000 sein. Wenn man im laufenden Jahr bereits nahe an diese Marke herankommen sollte, wäre das wohl dem vergangenen Eröffnungswochenende zu verdanken: Am Samstag kamen nämlich exakt 3002, am Sonntag 6028 Personen. Die an den zwei Tagen insgesamt 9030 Personen stellen einen neuen Besucherrekord fürs Museum dar.

Für einige Besucherinnen und Besucher sei der Zustrom am Eröffnungswochenende zu viel des Guten gewesen, räumt Toni Bürgin denn auch ein. Er habe einige Male gehört, man habe einen schnellen Rundgang durchs Gebäude gemacht. Die Details wolle man dann einmal «an einem normalen Tag» in Ruhe erkunden, erzählt Bürgin. Sonst kann der Museumsdirektor nur das wiederholen, was er am Wochenende dutzendfach erzählt hat: Der Neubau hat die Feuerprobe bestanden. Das Konzept «verhebt». Auch ein Massenansturm ist bewältigbar. Nachzubessern sind einzelne Details.

Ab nächster Woche wird weiter gezügelt

Auf das Museumsteam wartet jetzt allerdings nicht der Alltag, sondern weiterhin viel Arbeit. Da sind zum einen die Sammlungsstücke, die immer noch im Kulturgüterschutzraum im Stadtpark eingelagert sind. Am alten Standort warten unter anderem 4500 ausgestopfte Vögel und 500 Säugetiere, darunter grosse und schwere Objekte, auf die Möbelpacker. Ebenfalls noch nicht umgezogen sind Schmetterlinge, Käfer und Muscheln; alles in allem rund 10 000 Einzelobjekte. Und ebenfalls auf den Transport in den Osten warten Steinproben, Mineralien und Fossilien, die ebenfalls viel Gewicht auf die Waage bringen. Die Zügelaktion wird schon nächste Woche fortgesetzt und soll Ende Juni 2017 abgeschlossen sein.

Neue Möglichkeiten für den Betrieb ausloten

Gefordert sein wird das Team des Naturmuseums aber auch durch die Aufnahme des Betriebs am neuen Standort. Jetzt gilt es, die Möglichkeiten, die das neue Haus bietet, auch zu nutzen. Es sei eine grosse Herausforderung, in Zukunft Jahr für Jahr 50 000 Personen ins Naturmuseum zu locken, gibt Toni Bürgin zu. Dies auch, weil das neue Haus nicht mehr an zentraler Lage in der Stadt stehe. Wenn der Neuheitsbonus abflaue, müsse man dies mit Ausstellungen, Anlässen und Werbung erreichen. Dabei werde man sicher die Synergien mit dem benachbarten Botanischen Garten nutzen.

Das neue Haus biete gegenüber dem alten Standort neue Möglichkeiten. Für Sonderausstellungen stehe mit rund 2000 Quadratmetern rund die doppelte Fläche als bisher zur Verfügung. Zudem habe man mehr Personal. Und eine Cafeteria, die viele Besucher im Stadtpark vermisst hätten. Die ersten Sonderausstellungen sind bereits in Planung: Ab Anfang März wird die traditionelle Eier-Ausstellung zu sehen sein – «grösser, schöner, attraktiver als bisher». Ab Mai wird die Helvetas-Ausstellung «Wir essen die Welt» gezeigt. Bei den Anlässen wird 2017 ausgelotet und ausprobiert, was im neuen Haus funktioniert, was neben dem bisherigen Programm angeboten werden könnte.

Alle wollen eine Führung

Derzeit ist der Neubau des Naturmuseums aber auch ein beliebtes Ziel für Hausführungen. Vereine, Clubs, Organisationen und Institutionen geben sich die Klinke in die Hand. Bis Weihnachten sind etwa drei Dutzend solcher Privatanlässe gebucht, darunter auch Weihnachtsessen. Damit, so sagt Toni Bürgin, sei eine Grenze erreicht; einzelne Anfragen habe man bereits abschlägig beantworten müssen. Für jene, die es heuer nicht schaffen, bleibt ein Trost: 2017 ist auch noch ein Jahr für einen Rundgang im Museum.


Hier: ZUM SPANNENDEN TEXT Jetzt wird zuerst weitergezügelt

http://www.tagblatt.ch/4824475Jetzt wird zuerst weitergezügelt

Sehr gut und kompakt geschriebener Text. Ein spannendes Thema gebührend beschrieben.

Aus St.Gallen – aktuelle Neuigkeit: St. Galler Naturmuseum wird eröffnet

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

In der Stadt St. Gallen wird am Wochenende das neue Naturmuseum eröffnet. Der 39,8 Mio. Franken teure Neubau nach einem Entwurf des Zürcher Büros Meier Hug und Semadeni liegt neben dem Botanischen Garten am Stadtrand.

ST.GALLEN. Die Eröffnung sei “ein Meilenstein für die St. Galler Museumsgeschichte”, sagte Toni Bürgin, Direktor des Naturmuseums, am Donnerstag gegenüber den Medien.

Der Neubau an der Ausfahrtstrasse in Richtung Rorschach besteht aus einer Folge von fünf Gebäudetrakten mit Oberlichtdächern. Die Betonfassade wird von grossflächigen Fenstern durchbrochen. “Wir wollten viel Tageslicht, weil es das beste und schönste Licht ist”, kommentierte der St. Galler Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner.

Noch nicht fertig ist die Gestaltung des Aussenraums. Dort soll es einen kleinen Park geben, dessen Bepflanzung Rücksicht auf den Autobahntunnel unter dem Areal nehmen muss. Aussenraum sei auch Ausstellungsraum, hiess es dazu.

Im Reich des Bären

Im Innern befindet sich ein Museumscafé mit Ausblick in den noch nicht existierenden Park, bevor es einen Stock höher in die grosszügigen Ausstellungsräume geht. Wer die Treppe hochsteigt, tritt direkt ins “Reich des Bären”. Dem St. Galler Wappentier ist eine kleine Dauerausstellung gewidmet. Dazu gehört auch das Skelett eines Höhlenbärs, “eine der Kostbarkeiten, die wir lange nicht zeigen konnten”, so Bürgin.

Auf dem Rundgang durch die Museumsräume ergeben sich immer wieder Möglichkeiten, zu experimentieren oder auszuprobieren. Eine Ausstellung widmet sich technischen Erfindungen, denen die Natur Pate stand. Dort wird etwa der Schwarze Kiefernpachtkäfer vorgestellt, der als Brandmelder funktionieren könnte.

Gezeigt werden vor allem Tiere, manchmal nur als Skelette oder in Form von Versteinerungen wie diejenige eines Haifisches, gefunden auf dem Hinterrugg (Churfirsten). Lebendige Tiere gibt es natürlich auch: Ameisen, Eidechsen oder eine Unke.

Stadt, Stiftung und Kanton

Gekostet hat der Neubau 39,8 Mio. Franken. Den Hauptteil zahlte die Stadt St. Gallen. Die Walter und Verena Spühl-Stiftung steuerte 13 Mio. bei, der Kanton 7 Mio. Franken. Den Wettbewerb mit 127 Entwürfen hatten die Zürcher Architekten Meier Hug und Semadeni gewonnen, für die szenografische Gestaltung ist das Büro 2nd West aus Rapperswil-Jona verantwortlich.

Am Wochenende vom 12. bis 13. November steht das neue Naturmuseum der Bevölkerung bei freiem Eintritt zur Besichtigung offen. (sda)


Hier: zur Textquelle St. Galler Naturmuseum wird eröffnet

http://www.tagblatt.ch/4819083St. Galler Naturmuseum wird eröffnet

Dieser kompakte Artikel beleuchtet dieses topaktuelle Thema aus einem interessanten Blickwinkel. Spannend!

Aus St.Gallen – topaktuelle News: Pfarreistreit: Der Graben wird tiefer und tiefer

Der Text trifft den Nagel auf exakt auf den Kopf

Der Pfarreirat Zuzwil-Züberwangen tritt aus Solidarität mit dem gekündigten Pfarrer Simon Niederer per sofort zurück. Währenddessen erhält der Zuzwiler Kirchenverwaltungsrat die vorbehaltlose Unterstützung der anderen Räte in der Seelsorgeeinheit.

ZUZWIL. Der Graben, der sich durch die Katholische Kirchgemeinde Zuzwil-Züberwangen zieht, wird immer tiefer. Auf der einen Seite stehen der Kirchenverwaltungsrat und die Kritiker von Pfarrer Simon Niederer, auf der anderen Seite dieser selbst und seine Befürworter. Mit aller Deutlichkeit hinter den Pfarrer stellt sich nun auch der Pfarreirat Zuzwil-Züberwangen. Er tritt geschlossen und per sofort zurück – aus Entsetzen über die Kündigung, die der Kirchenverwaltungsrat gegenüber Pfarrer Niederer ausgesprochen hat.
«Wir sind überzeugt, dass unser Pfarrer ein ausgezeichneter Seelsorger ist und sehr gut für die Gläubigen arbeitet», schreibt der Pfarreirat in einer Stellungnahme. Die Zusammenarbeit mit ihm sei stets angenehm und sachlich gewesen. Auf einzelne Mitglieder des Kirchenverwaltungsrats treffe das hingegen nicht zu. So habe man mehrfach erlebt, «wie respektlos und auf unterster Schublade argumentierend» diese gegenüber Simon Niederer aufgetreten seien.

Kirchenverwaltungsräte halten zusammen
Gemäss dem Kirchenverwaltungsrat war es jedoch der Pfarrer, der sich ehrverletzend verhalten hat. Schon länger gibt es Spannungen zwischen den Behörden und dem Geistlichen. Die Ereignisse der letzten Wochen brachten das Fass zum Überlaufen. Per Inserat, Plakat und Flugblatt stellten der Pfarrer und eine neugegründete IG «Transparenz und Menschlichkeit in der Pfarrei» den Kirchenverwaltungsrat öffentlich an den Pranger, weil dieser der Pfarreisekretärin Sandra Monsorno gekündigt hatte. Mit Pfarrer Niederers Gang an die Öffentlichkeit habe die Situation auch für die Kirchgemeinden Niederhelfenschwil-Zuckenriet und Lenggenwil belastende Formen angenommen, schreiben deren Verwaltungsräte in einer gemeinsamen Stellungnahme. Diese benachbarten Kirchgemeinden gehören seit 2015 zusammen mit Zuzwil-Züberwangen zur Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland, weshalb Simon Niederer auch dort als Seelsorger wirkt. «Mit seinen ehrverletzenden Aussagen gegenüber der Arbeit der Kirchenverwaltungsräte hat er auch bei uns einen irreparablen Schaden verursacht», ist in der Stellungnahme festgehalten. Die Kirchenverwaltungsräte sind sich einig, dass eine Lösung des Konflikts ohne personelle Veränderung als «illusorisch zu betrachten ist». Sie unterstützen das Vorgehen des KVR Zuzwil-Züberwangen bezüglich der Kündigung von Pfarrer Niederer deshalb vorbehaltlos und sind überzeugt, dass der von Bischof Markus vorgeschlagene Stellenwechsel «der richtige Weg ist».

Bei der Errichtung der neuen Seelsorgeeinheit habe man die Zusammenarbeit mit Simon Niederer unbefangen angehen wollen, betonen sowohl die Kirchenverwaltungsräte Niederhelfenschwil-Zuckenriet und Lenggenwil als auch der Kirchenverwaltungsrat Zuzwil-Züberwangen. Letzterer schreibt in einer Medienmitteilung, dass man schnell habe erkennen müssen «wie schwierig und wenig konstruktiv» sich die Zusammenarbeit mit Niederer gestalte.


Click: ZUM EHERINGEARTIKEL Pfarreistreit: Der Graben wird tiefer und tiefer

http://www.tagblatt.ch/4795648Pfarreistreit: Der Graben wird tiefer und tiefer

Hoffentlich gibt es bald wieder einenweiteren Artikel zu diesem Topic.

Nachricht aus St.Gallen: Die Oase wird entrümpelt

Sehr fundierter Artikel, die für das Lesen investierte Zeit lohnt sich für alle die sich für St.Gallen interessieren.

Fassaden, Leitungen und Brunnenanlage im inneren Klosterhof sollen saniert werden. Das Projekt ist komplex, denn der Hof dient einerseits der Erschliessung, anderseits ist er ein Ort der Ruhe.

ST.GALLEN. In stoischer Ruhe stehen Desiderius und Mauritius im inneren Klosterhof. Die beiden Heiligenfiguren flankieren den Eingang zur Galluskapelle und blicken in den Hof, das wohl ruhigste Areal im Stiftsbezirk, das den Klosterhof mit dem Platz zwischen Stiftsbibliothek und Klosterbistro verbindet. Das einzige Geräusch ist meist das Plätschern des kleinen Springbrunnens.

In den nächsten Jahren jedoch wird die Ruhe von Desiderius und Mauritius gestört sein. Im inneren Klosterhof stehen Sanierungsarbeiten an, das Katholische Kollegium hat in seiner Sitzung vom 15. November über einen Kredit von 2,9 Millionen Franken zu befinden. Thomas Franck, der Verwaltungsdirektor des katholischen Konfessionsteils, spricht von einer «komplexen Baustelle».

Unter dem Platz kreuzen sich unzählige Leitungen

Dass Sanierungsbedarf besteht, bekommen Passanten vor allem bei Regenwetter mit. Da entstehen auf dem schadhaften Bodenbelag rasch grössere Pfützen. Aber auch bei trockenem Wetter sind die Platten und das Kopfsteinpflaster zu Stolpersteinen geworden. Das Projekt sieht eine einheitliche, ruhige Pflästerung vor. Ausserdem wird der Hof entrümpelt, wie Franck bei einer Begehung erläutert. Die Betonblumenkübel verschwinden, stattdessen sollen kleine Bäume gepflanzt werden. «Es werden schlanke, lichte Zierbäume sein, damit die Wirkung des Hofraums erhalten bleibt. Eine Buche oder eine Linde wären hier fehl am Platz», sagt Franck.

Das zentrale Gestaltungselement, der Springbrunnen, bleibt erhalten. «Auf Plänen kann man bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen, dass da immer ein Springbrunnen war», sagt Franck. Neu gestaltet wird jedoch die kreisförmige Anlage um den Brunnen. Sie wird offener sein, das Mäuerchen wird abgesenkt und auf vier Seiten geöffnet, so entstehen neue Sitzgelegenheiten.

Grosse Arbeiten stehen auch quasi eine Etage tiefer an. Unter dem Pflaster des inneren Klosterhofs kreuzen sich die verschiedensten Leitungen, es gibt sogar einen 250jährigen Stollen, durch den einst die Abwasser des Klosters zur Steinach geleitet wurden. Im Zug der Sanierungen sollen bestehende Leitungen entflochten und erneuert werden.

Das dritte Teilpaket betrifft die Fassaden der verschiedenen Flügel, in denen sich die Galluskapelle, die Bischofswohnung und -büros, die Verwaltung der diözesanen Musikschule, das Bischöfliche Ordinariat, die Büros der Katholischen Administration, das Generalvikariat sowie die Wohnungen des Dompfarrers, des Sakristans und des Generalvikars befinden.

Abschluss der Sanierungsstafette

Ein grosser Posten bei der Fassadensanierung sind die Fenster. 119 Fenster, die meist aus den 1950er-Jahren stammen und den energetischen Anforderungen nicht mehr genügen, müssen nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erneuert werden. Die Bemalung des Sandsteins der Fensterstürze wird entfernt.

Der innere Klosterhof sei ein Platz, bei dem auf vieles Rücksicht genommen werden müsse, sagt Franck: «Einerseits ist das ein funktionaler Platz, über den die verschiedenen Flügel erschlossen werden. Anderseits ist es ein Ort der Ruhe.» Das Projekt respektiert die Tatsache, dass die einzelnen Flügel aus verschiedenen Jahrhunderten stammen. Insgesamt soll der Hof freundlicher wirken, das «etwas Kasernenhafte», wie Franck sagt, soll eliminiert werden.

Weil nur in der warmen Jahreszeit gearbeitet werden kann und der Hof ununterbrochen zugänglich sein muss, erfolgt die Sanierung in drei Etappen. Nächstes Jahr wird mit dem Untergrund begonnen, 2018 folgen die Fassaden, 2019 die eigentliche Platzgestaltung. Dann wird die Stafette grösserer Sanierungen im Stiftsbezirk abgeschlossen sein.


Click: Zum ORIGINAL Die Oase wird entrümpelt

http://www.tagblatt.ch/4789944Die Oase wird entrümpelt

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

News aus St.Gallen: Es wird teurer und dauert länger

Lesenswerter Artikel über ein interessantes St.Gallener Topic.

Das 1968 eröffnete Theater St.Gallen soll umfassend saniert werden. Das kantonale Baudepartement hat soeben die Projektdefinition verabschiedet. Die Sanierung wird wohl teurer als vorgesehen – und dauert voraussichtlich zwei Saisons.

Am Theater, das 2018 sein 50jähriges Bestehen feiert, nagt der Zahn der Zeit: Die Glasfassade ist undicht, die Haustechnik anfällig, die Infrastruktur veraltet – und die Isolierungen sind zum Teil asbesthaltig. Die Planung für eine Sanierung des markanten Gebäudes dauert schon einige Zeit. Die Federführung hat das kantonale Hochbauamt. Es arbeitet mit der St.Galler Gähler Flühler Architekten AG zusammen. Das Baudepartement hat unlängst die Projektdefinition verabschiedet, wie Regierungsrat Marc Mächler, Vorsteher des kantonalen Baudepartements, dem Tagblatt auf die Frage nach dem Stand der Planungsarbeiten antwortete.

Zwei Saisons an anderem Ort

Mächler, der seit dem 1. Juni im Amt ist, bestätigte auch, dass die Sanierung aller Voraussicht nach länger dauern wird, als ursprünglich gedacht war – so lange, dass die Ensembles des Theaters wohl während zweier Spielzeiten an einen anderen Ort ausweichen müssen mit Aufführungen, die nicht in der Lokremise oder in der Tonhalle gezeigt werden können. Noch ist nicht bestimmt, wo dies sein wird, laut Mächler auch der Kosten wegen. Weder der Baudirektor noch Werner Signer, Direktor von Konzert und Theater St.Gallen, sagen, welche Alternativen geprüft werden. Dem Vernehmen nach könnte auf dem Unteren Brühl vor der Tonhalle für zwei Jahre eine provisorische Halle aufgebaut werden, andererseits ist zu hören, die Leitung des Theaters prüfe auch das Mieten einer Halle der Olma Messen für die Zeit der Sanierung des Theaters. Ein Spielbetrieb während des Umbaus im Grossen Haus ist undenkbar, und dass Konzert und Theater St.Gallen den Betrieb während der Umbauarbeiten nicht einstellen will, ist nachvollziehbar – es braucht schliesslich Einnahmen.

Kosten sind im Steigflug

Das Theater St.Gallen, das von 1966 bis 1968 gebaut wurde, ging 2010 von der Stadt an den Kanton St.Gallen über. In der Investitionsplanung 2012 wurde für die umfassende Sanierung des Theaters mit 22 Millionen Franken gerechnet. Zwei Jahre später sagte Werner Signer gegenüber dieser Zeitung, diese Summe werde wohl nicht ausreichen. Baudirektor Marc Mächler sagt, die Projektierung sei ein Prozess, er gebe darum keine «aktuelle Wasserstandsmeldung» durch. Im Aufgaben- und Finanzplan für die Jahre 2017 bis 2019 sind für die Sanierung des Theaters 30 Millionen Franken vorgesehen; der Kantonsrat hat den Finanzplan genehmigt.

Aus Kreisen, die dem Theater nahe stehen, heisst es nun, die Sanierung löse Kosten von schätzungsweise 40 Millionen Franken aus. Weder Theaterdirektor Werner Signer noch Regierungsrat Marc Mächler mögen diese Zahl bestätigen. Mächler: «Es werden Varianten geprüft und es müssen Fragen beantwortet werden». Hiefür arbeiteten Hochbauamt, Architekten und Theater gut zusammen, sagen Mächler und Signer unisono.

Das Ganze braucht viel Zeit

Mächler ist zuversichtlich, dass die Regierung die Theater-Botschaft 2017 verabschieden und dem Kantonsrat zuleiten kann. Stimmt das Parlament dem Sanierungskredit zu, wird es zu einer Volksabstimmung kommen; im Kanton St.Gallen liegt das obligatorische Finanzreferendum bei 15 Millionen Franken. Bis beim Theater die Handwerker vorfahren, dauert’s.


Hier: zur umfassenden Quelle des Artikels Es wird teurer und dauert länger

http://www.tagblatt.ch/4743268Es wird teurer und dauert länger

Dieser kompakte Artikel beleuchtet dieses topaktuelle Thema aus einem interessanten Blickwinkel. Spannend!