Frisch aus St.Gallen – topaktuell: 30-Jähriger wegen brutaler Überfälle vor Gericht

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Vor dem Kreisgericht St.Gallen hat am Donnerstag die Hauptverhandlung gegen einen 30-jährigen Mann begonnen, dem unter anderem mehrere brutale Raubüberfälle zur Last gelegt werden. Die meisten bestreitet er. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.

Das Gericht führt das Verfahren in zwei Teilen durch. Im ersten geht es um die Frage, ob der Beschuldigte die ihm vorgeworfenen Taten tatsächlich begangen hat. Steht fest, in welchen Fällen das Gericht zu Schuld− beziehungsweise Freisprüche kommt, geht es in einem zweiten Teil der Verhandlung um das Strafmass.

Mehrere ihm vorgeworfene Raubüberfälle streitet der Beschuldigte ab. Nichts zu tun haben will er etwa mit einem Überfall vom Juni 2013 auf ein Hotel in Uzwil. Zwei Männer passten nach Mitternacht einer Angestellten ab und zwangen sie, das Hotel wieder aufzuschliessen. Im August und November des gleichen Jahres erfolgten bewaffnete Raubüberfalle auf Tankstellenshops in Bronschhofen und Wil.

Ebenfalls im November traf es eine McDonalds-Filiale in Wil. Ein vermummter und bewaffneter Täter bedrohte die Angestellten. Den Schichtleiter zwang er unter Waffendrohung, den Tresor zu öffnen und schlug seinen Kopf gegen die Wand, als er der Aufforderung nicht sofort nachkam.

Einen Monat später suchte erneut ein schwarz gekleideter und vermummter Mann die McDonalds-Filiale in Abtwil heim. Ausgerechnet dort arbeitete mittlerweile der zuvor überfallene Schichtleiter von Wil. Der Täter schoss auf ihn und verletzte ihn am Unterarm.

Erotiksalon überfallen
Zugegeben hat der Beschuldigte einen Überfall auf einen Erotiksalon in Wil am 27. Dezember 2013. Mit einer Waffe bedrohte er die anwesenden Frauen. Eine von ihnen zog sich schwere Verletzungen zu, als sie sich mit einem Sprung aus dem ersten Stock retten wollte. Er habe seit längerem unter Depressionen gelitten und keinen Ausweg aus seiner Situation gesehen, begründete er den Überfall.

Im Jahr 2012 hatte der Beschuldigte als Sicherheitsmann gearbeitet. Zusammen mit zwei Kollegen sollte er einen problematischen Mieter aus dessen Wohnung weisen. Das Opfer wurde gefesselt, gewürgt und brutal geschlagen. Der 30-Jährige gab diesen Vorfall zu, will allerdings nicht selber zugeschlagen haben.

Keine Aussagen wollte er zu einer Straftat im Juli 2012 machen. Laut Anklageschrift bremste er mit seinem Wagen einen vor ihm fahrenden Lenker aus und ging mit einem Sturmgewehr auf ihn los. Der Bedrohte konnte fliehen.

Aus Haft geflohen
Zur Verhaftung kam es am 27. Dezember 2013. Der Polizei, die zu einem Raubüberfall in St.Gallen ausgerückt war, fiel ein Auto auf. Als sie den Fahrer kontrollieren wollten, raste dieser davon und fuhr dabei einem der Polizisten über den Fuss.

Ende August 2014 floh er aus dem Gefängnis, indem er sich aus dem Fenster abseilte. Einige Tage später wurde er erneut festgenommen. Später plante er einen weiteren Fluchtversuch. Mit Mitinsassen wollte er einen Gefangenenbetreuer als Geisel nehmen. (sda)


Hier: zur ausserordentlich tollen Bericht 30-Jähriger wegen brutaler Überfälle vor Gericht

http://www.tagblatt.ch/483422330-Jähriger wegen brutaler Überfälle vor Gericht

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

Nachricht aus St.Gallen: Ärger wegen Polizeieinsatz

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

Am Wochenende fand das Weihern-Open-Air statt. Lärmklagen riefen die Polizei auf den Plan. Während sich der Organisator über «die Schikane» nervt, spricht die Polizei von «viel Wind um wenig».

Von Donnerstag bis Samstag ging in der Frauenbadi zum fünftenmal das Weihern-Open-Air über die Bühne. 17 Bands spielten am Festival. Manchen ein bisschen zu laut. «Am Freitag hat mir der Lärmschutzbeauftragte der Stadt auf die Mailbox gesprochen, weil viele Klagen eingegangen seien», sagt Organisator Dario Aemisegger. Im Gespräch soll dieser gesagt haben, dies sei die erste Verwarnung, bei der nächsten werde das Festival abgebrochen.

«Grotesk und unverhältnismässig»

In einer emotionsgeladenen Mitteilung bezeichnet Aemisegger die Vorfälle gestern als «groteske Situation und unverhältnismässiges Vorgehen». Einige Stunden nach dem Anruf hätten drei Polizisten auf «eine aggressive Weise und viel Aufmerksamkeit erregend» Zutritt aufs Gelände verlangt. «Der Grund waren angeblich nach 22 Uhr eingereichte Lärmklagen in grosser Zahl. Wir können uns nicht erklären, wie das gehen soll. Wie innert fünf Minuten einerseits eine so grosse Menge an Klagen eingehen kann und wie man so schnell bei uns auffahren kann.» Das werfe Fragen auf. Noch mehr Fragen werfe das Verhalten des Schichtleiters der Patrouille auf. «Seine Aussagen bei Betreten des Geländes liess die Mitarbeiter einen sofortigen Festivalabbruch vermuten.» Dazu sei es nicht gekommen, weil bei Konsultierung der plombierten Messanlage keine Überschreitung festgestellt werden konnte. Aemisegger betont, dass die Bevölkerung sich seines Erachtens durch das Festival nicht belästigt gefühlt und das Ganze akustisch nicht mitbekommen habe. «Die bewilligten Lärmwerte wurden jederzeit eingehalten.»

Ausserdem ärgert sich Aemisegger darüber, dass die Polizei suggeriere, dass er ein grundsätzliches Problem mit ihr habe. «Die Zusammenarbeit mit der Polizei kritisieren wir nicht im Geringsten, sondern schätzen sie sehr.» Ebenfalls werde vorgegaukelt, dass haufenweise Lärmklagen eingegangen seien. «Beide Punkte entbehren jeglicher Grundlage.» Er könne inakzeptable und möglicherweise rechtlich unhaltbare Handlungen nicht unter den Teppich kehren und werde das genauer anschauen.

Gratwanderung bei Lärmklagen

Angesprochen auf diese Vorwürfe, sagt Roman Kohler, Mediensprecher der Stadtpolizei, Aemisegger mache «viel Wind um wenig». «Bei den Einsätzen wegen der Lärmklagen handelt es sich um Routineeinsätze.» Denn das Festival habe sich vermutlich an die vorgeschriebenen Lautstärke gehalten, zusätzlich gelte jedoch das Imissionsschutzreglement. Wenn sich Klagen häufen, könne die Polizei vom Veranstalter verlangen, die Musik leiser zu stellen. «Das ist eine Gratwanderung. Zwar wurde die Veranstaltung bewilligt, trotzdem müssen wir den Klagen nachgehen.»

Wie viele Lärmklagen effektiv eingegangen sind, kann Kohler nicht beziffern, da nicht alle erfasst würden. Er spricht von zwei Klagen über die Einsatzzentrale am Donnerstagabend und einer schriftlichen am Freitagmorgen. Am Freitag und am Samstag seien jeweils eine «Handvoll» eingegangen. «Man kann nicht von einer Schikane sprechen – das ist weit hergeholt, da wir alle Klagen ernst nehmen müssen.» Für Kohler sind Aemiseggers Vorwürfe nicht nachvollziehbar: «Der viele Staub, der nun aufgewirbelt wird, dürfte kaum förderlich für das Image des Festivals sein.» Er hätte es zudem begrüsst, wenn sich Aemisegger direkt an die Polizei gewendet und nicht den Weg über die Presse gewählt hätte.

Für Nino Cozzio, Stadtrat und Direktor Soziales und Sicherheit, hat sich das Festival zu einem guten Kulturangebot gemausert. Dennoch müsse man wegen der Klagen nochmals über die Bücher. «Bewilligungen sind immer des einen Leid, des anderen Freud. Wir müssen für nächstes Jahr eine Lösung finden, die besser passt.» Dass für das Festivalgebiet aber eine Schutzverordnung gelte, erschwere dieses Vorhaben zusätzlich. Zu den Vorwürfen gegen die Polizei sagt Cozzio: «Die Polizei hat die Pflicht zum Ausrücken, auch wenn es sich nur um eine Klage wegen eines Falschparkierers handelt.»

Lärm, aber keine Gratistickets

Der Co-Präsident des Quartiervereins Notkersegg, Andrew Schibli, weiss, dass der Lärm Thema im Quartier war. «Mich persönlich stört das Festival nicht, ich mache einfach meine Fenster zu.» Man habe die Musik aber durchaus gehört. Lärmklagen, die aus seinem Quartier gemacht wurden, erklärt er sich wie folgt: «Viele der älteren Leute waren nicht informiert, dass ein Festival stattfindet. Sie haben gedacht, der Lärm käme von einer Privatparty bei der Linde.» Er glaubt also nicht, dass diese Klagen aufgrund von Boshaftigkeit gemacht wurden. «Ein Wermutstropfen ist, dass das Festival seine Bühne anders ausgerichtet hat, wodurch wir nun mehr Lärm als die Anwohner in St. Georgen haben.» Unter diesen seien Gratisbilletts verlost worden. Nicht aber in Notkersegg. «Wir hatten den Lärm, aber keine Gratistickets.»


Hier: zum spannenden Eheringe Report Ärger wegen Polizeieinsatz

http://www.tagblatt.ch/4759104Ärger wegen Polizeieinsatz

Hoffentlich gibt es bald wieder einenweiteren Artikel zu diesem Topic.

News aus St.Gallen: Geblitzt wird nicht wegen der Finanzen

Fundierter Bericht, das Lesen lohnt sich.

Der Stadt geht es bei Tempokontrollen im Strassenverkehr nicht um möglichst hohe Busseneinnahmen. Dies versichert der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Einfache Anfrage aus dem Parlament. Er liefert viel Zahlenmaterial zur Untermauerung seiner Behauptung.

Tempokontrollen sind im Stadtparlament ein ständiger Zankapfel. Regelmässig haben in den letzten Jahren SVP-Politiker den Einsatz von «Blitzern» kritisiert. Etwa, wenn Budget oder Jahresrechnung diskutiert wurde. Der ständig wiederkehrende Vorwurf von dieser Seite: Die Stadt hat es bei den Kontrollen nur aufs Portemonnaie der Autofahrer abgesehen. Der Stadtrat konterte die Vorwürfe ebenso regelmässig mit der Beteuerung, dass es bei Radarkontrollen nicht um die Stadtkasse, sondern um die Verkehrssicherheit gehe.

Kritik und Antwort darauf

René Neuweiler (SVP) hat im Mai die Kritik an den Tempokontrollen in einer Einfachen Anfrage aufgenommen. Er erkundigt sich beim Stadtrat, ob die lukrativsten Blitzer-Standorte deckungsgleich mit Unfallschwerpunkten im Strassennetz seien. Der Stadtrat hat seine Fragen jetzt beantwortet. Er betont, dass es bei Verkehrskontrollen nicht um die Finanzen gehe, sondern um Verkehrssicherheit.

Bussen und andere Strafen würden verhängt, um bei schwarzen Schafen unter den Autofahrern die Einhaltung der Verkehrsregeln durchzusetzen. Dabei gehe es darum, Unfälle zu verhindern oder sie weniger schwer ausfallen zu lassen. Übersetzte Geschwindigkeit sei eine wichtige Ursache für Verkehrsunfälle, hält der Stadtrat fest. Das Tempo sei zudem ein wichtiger Faktor für die Schwere von Unfällen.

Die Arbeitsqualität der Stadtpolizei im Bereich der Verkehrsprävention werde nicht am Erreichen der budgetierten Busseneinnahmen gemessen. Die Budgetierung dieser Einnahmen sei aber finanzrechtlich vorgeschriebenen. Aus Sicht der Sicherheit sei der Idealfall, wenn alle Verkehrsteilnehmer alle Vorschriften einhalten würden, also keine Bussen verhängt werden müssten, schreibt der Stadtrat.

37 000 Bussen, 972 Verfahren

2015 nahm die Stadt 3,1 Millionen Franken aus Tempo- und 205 000 Franken aus Rotlicht-Kontrollen ein. 2010 waren es 3,3 Millionen und 195 000 Franken. Entgegen anderslautenden Behauptungen sei die Tendenz bei den Bussen nicht steigend, hält der Stadtrat fest. 2015 fanden 106 Tempokontrollen an vier Standorten mit stationären Geräten statt. Dazu kamen 382 Kontrollen mit halbstationären Geräten an 21 Standorten sowie 323 mobile Tempomessungen an 60 Kontrollpunkten. Für das Nichteinhalten von Tempolimits und das Überfahren von Rotlichtern wurden 2015 insgesamt 37 000 Ordnungsbussen verteilt sowie 972 Strafverfahren eröffnet. Strafverfahren gibt’s innerorts ab einer Tempoüberschreitung von 16, ausserorts von 21 Stundenkilometern.

Für die Festlegung der Orte von Tempokontrollen sind gemäss Stadtrat verschiedene Faktoren ausschlaggebend. Die Entwicklung des Unfallgeschehens sei einer davon. Zudem gibt die Stadt auf ihrer Homepage die 15 stationären und halbstationären Standorte von Tempokontrollen bekannt. Das zeige auch, dass es der Stadt dabei nicht um die Maximierung der Einnahmen gehe, schreibt der Stadtrat. Zu finden sind die Kontrollstellen auf www.stadt.sg.ch (Stichworte «Mobilität/Verkehr – Sicherheit im Strassenverkehr» und «Regeln im Verkehr»). (vre)


Klick HIER: zur ganzen Quelle des Artikels Geblitzt wird nicht wegen der Finanzen

http://www.tagblatt.ch/4713916Geblitzt wird nicht wegen der Finanzen

Gut geschriebener Artikel! Wir wünschen uns mehr Artikel zu diesem Topic!

Aus St.Gallen – topaktuelle News: Töff-Raser verurteilt – Polizist wegen Amtsmissbrauch angeklagt

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Eine Raserfahrt und die Flucht vor der Polizei kommt einen 42-jährigen Motorradfahrer teuer zu stehen. Der Schweizer ist vom Kreisgericht St.Gallen zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 23 Monaten verurteilt worden. Ein beteiligter Polizist wurde wegen Amtsmissbrauchs angeklagt.

ST.GALLEN. Der Motorradfahrer war vollumfänglich geständig, weshalb ihn die Staatsanwaltschaft im abgekürzten Verfahren anklagte. Sie beantragte eine bedingte Freiheitsstrafe von 23 Monaten mit einer Probezeit von zwei Jahren und eine Busse von 1000 Franken. Ausserdem muss er die Verfahrenskosten von rund 15’000 Franken bezahlen.

Er habe mit einer Töfffahrt den Kopf auslüften wollen, erklärte der Beschuldigte an der Gerichtsverhandlung den Grund für seine Raser− und Fluchtfahrt. Laut seinen Schilderungen belasteten ihn mehrere Vorkommnisse. Wegen eines Burnouts habe er seine Firma verloren und seine Ehe sei in die Brüche gegangen. Die Arbeitslosen-Versicherung habe ihm immer wieder neue Einstelltage auferlegt.

Kurzschlusshandlung
An jenem 1. September 2014 sei wieder die Meldung gekommen, dass er weiter auf Arbeitslosengelder verzichten müsse. Ihm sei auf der Töfffahrt aller Ärger hochgekommen und so habe er Gas gegeben. Als er die Polizei gesehen habe, sei es zu einer Kurzschlusshandlung gekommen.

Laut Anklageschrift fuhr der Beschuldigte von Wittenbach Richtung St.Gallen, als er einer Polizeipatrouille auffiel. Er überholte waghalsig andere Fahrzeuge und verursachte übermässigen Lärm. Als er die Polizei bemerkte, versuchte er sich der drohenden Kontrolle durch eine Fluchtfahrt zu entziehen.

83 Verfehlungen
Auf der Flucht beging er nicht weniger als neun qualifizierte grobe, 46 grobe und 28 einfache Verletzungen der Verkehrsregeln. Mehrmals missachtete er ein Rotlicht und fuhr links an Fussgängerschutzinseln vorbei. Manchmal gab er heftig Gas, damit das Motorrad nur noch auf dem Hinterrad fuhr. Als er seine Fahrt wegen eines Hindernisses auf 15 km/h verlangsamen musste, schloss die Polizei auf gleiche Höhe auf und zwang ihn anzuhalten. Beim Anhaltemanöver stürzte der Beschuldigte in ein Wiesenbord.
Nach seiner Verhaftung beschlagnahmte die Polizei seine Helmkamera, die auf der Fluchtfahrt eingeschaltet war. Die Kamera hatte nicht nur die aktuellen Verletzungen der Verkehrsregeln, sondern auch Verfehlungen einer Töfffahrt vom 19. Juli 2014 aufgezeichnet.

Massive Beschimpfungen
Verschiedene Online-Medien veröffentlichten das Video der Verfolgungsjagd. Zu hören sind darauf massive Beschimpfungen − auch seitens der Beamten. Die Stadtpolizei informierte danach, dass gegen die beiden beteiligten Polizisten ein Verfahren laufe.

«Die Staatsanwaltschaft hat im März 2016 gegen einen der beiden Polizisten Anklage wegen Amtsmissbrauch erhoben», sagte Andreas Baumann, Sprecher St.Galler Staatsanwaltschaft, am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.
Wann diese Verhandlung vor Kreisgericht St.Gallen stattfinden wird, ist noch offen. Das Verfahren gegen den zweiten Polizisten ist eingestellt worden. Das komme einem Freispruch gleich, sagte Baumann. (sda)


Hier: zum umfassenden Originaltext Töff-Raser verurteilt – Polizist wegen Amtsmissbrauch angeklagt

http://www.tagblatt.ch/4603074Töff-Raser verurteilt – Polizist wegen Amtsmissbrauch angeklagt

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

Frisch aus St.Gallen – Topnews: Busse wegen Sturmgewehr

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

Weil er mit dem Sturmgewehr im Kofferraum nach Deutschland einreiste und später wieder ausreisen wollte, hat ein Gericht in Lörrach (D) einen Schweizer verurteilt: Der Mann aus dem Kanton St.Gallen muss eine Geldstrafe von 8100 Euro bezahlen.

Verurteilt wurde der 24-Jährige wegen eines fahrlässigen Verstosses gegen das deutsche Kriegswaffenkontrollgesetz, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag Medienberichte bestätigte. Das Gericht in Lörrach sprach als erste Instanz eine Strafe von 90 Tagsätzen à 90 Euro aus. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.

Der Mann war im Oktober 2014 auf dem Rückweg eines Ausflugs in den Europapark mit Freunden am Autobahnzoll Weil am Rhein (D) bei Basel kontrolliert worden. Dabei wurde das Sturmgewehr entdeckt, das in eine Wolldecke eingewickelt war. Der Mann gab an, die Armeewaffe nach einem Feldschiessen gut eine Woche zuvor im Auto vergessen zu haben.

Der deutsche Zoll beschlagnahmte das Gewehr in der Folge – als Ausrüstung eines Dienstpflichtigen ist es Eigentum der Schweizer Armee. Mit der Einfuhr einer Waffe nach Deutschland, dem Mitführen eines Gewehres ausserhalb abgeschlossener Gebäude und dem Versuch damit wieder auszureisen, hatte sich der Mann gleich mehrfach strafbar gemacht.

Möglicherweise wird der Trip in den deutschen Vergnügungspark aber noch teurer: Die Militärjustiz prüft gemäss einem Sprecher in einem solchen Fall, ob der Armeeangehörige sich der unsorgfältigen Aufbewahrung der Waffe schuldig gemacht hat.

Wenn der Mann dafür bereits anderweitig bestraft wurde, würde dies berücksichtigt, und er könnte möglicherweise gar nicht mehr bestraft werden oder nur noch disziplinarisch. Dabei droht schlimmstenfalls eine Busse bis 1000 Franken. (sda)


Hier: zum umfassenden Eheringe-Tipp Busse wegen Sturmgewehr

http://www.tagblatt.ch/4582269Busse wegen Sturmgewehr

Der Autor hat mit diesem St.Gallener-Artikel gute Arbeit geleistet!

Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Fleischskandal im Toggenburg

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Mehrere Metzgereien im Kanton St.Gallen werden verdächtigt, Fleischwaren falsch deklariert zu haben. Schaffleisch soll als einheimisches Wild verkauft worden sein. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft St.Gallen laufen.

Steht auf der Fleischverpackungen in Ostschweizer Metzgereien nicht drauf, was wirklich drin ist? «Es gibt Unregelmässigkeiten bei der Fleischdeklaration», bestätigt Roman Dobler, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft St.Gallen. Demnach wurde in einer Toggenburger Metzgerei Fleisch vom Schaf als Wild verkauft. Auf dem Markt gilt Schaffleisch als rund dreimal günstiger als Wild. In der Schweiz wurden in den vergangenen Jahren mehrfach falsch angeschriebene Fleischwaren verkauft (siehe Infobox).

Ein Konsument hatte dem kantonalen Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen (Avsv) einen Hinweis gegeben, wie das Onlineportal von «20 Minuten» meldete. «Das ist richtig», sagt Roman Dobler von der Staatsanwaltschaft. Das Avsv habe anschliessend bei der Staatsanwaltschaft Anzeige eingereicht und für die Konsumenten hätte keine Gefahr bestanden.

Diverse Hausdurchsuchungen
Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft mit Hilfe von Spezialisten des Avsv und Beamten der Kantonspolizei St.Gallen in mehreren Metzgereien im Kanton St.Gallen sowie auf Märkten im Kanton Zürich Hausdurchsuchungen durchgeführt. Bei den Untersuchungen stellten sie an verschiedenen Standorten Fleisch als Beweismaterial sicher.

«Woher das Fleisch stammt und von wem es falsch deklariert wurde, ist noch unklar», sagt Dobler. Das sei momentan Gegenstand aktueller Ermittlungen. Es bestehe aber der Verdacht auf Betrug, mehrfacher Urkundenfälschung und Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz. «Bisher gilt aber die Unschuldsvermutung», sagt Dobler.

Keine Stellungnahme des Chefs
Bei der betroffenen Metzgerei im Toggenburg wollte zu den Vorwürfen niemand Stellung nehmen. Der Inhaber der Metzgerei weilt nach Aussagen der Ladenverkäuferin in den Ferien. «Er ist erst nächste Woche wieder da», sagt sie.

Skandale von Findus-Lasagne bis zu Carna Grischa

In jüngster Vergangenheit sorgten in der Schweiz mehrere Fleischskandale für Furore. 2013 wurde aufgedeckt, dass in die Lasagne von Findus Pferde- anstatt Rindfleisch verarbeitet wurde. 2014 wurde der Fall des Fleischlieferanten Carna Grischa publik. Dieser hatte über Jahre falsch deklariertes Fleisch verkauft und Verfallsdaten manipuliert. (sko)


Hier: ZUR VOLLSTAENDIGEN QUELLE Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Fleischskandal im Toggenburg

http://www.tagblatt.ch/4424348Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Fleischskandal im Toggenburg

Dem Verfasser des Artikels ist es gelungen das Thema kompetent zu behandeln.

Aus St.Gallen – aktuelle Meldung: St.Galler Schweinemäster wegen Betrugs vor Gericht

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

Ein Schweinemäster aus dem Linthgebiet soll im grossen Stil das Qualitätslabel “QM Schweizer Fleisch” missbraucht und so seine Abnehmer betrogen haben. Zudem wird ihm Tierquälerei vorgeworfen. Am Dienstag stand der 48-Jährige in Uznach vor dem Kreisgericht.

Der Staatsanwalt forderte eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren, eine Geldstrafe von 31’500 Franken und eine Busse. Er warf dem Mäster vor, rund 9300 Schlachtsauen unter dem Label “QM Schweizer Fleisch” des Schweizer Bauernverbands verkauft zu haben, obwohl die Tiere nicht aus zertifizierten Betrieben stammten.

Die Tiere wurden mit irreführenden Vignetten an Schlachthöfe geliefert. Abnehmer des falschen QM-Fleisches waren die Bell Schweiz AG und andere Verarbeiter. Laut dem Staatsanwalt erzielte der Mäster in den Jahren 2007 bis 2009 unrechtmässige Gewinne in Höhe von 156’000 Franken. Dieser Betrag sei als Ersatzforderung einzuziehen.

Neben gewerbsmässigen Betrugs und Urkundenfälschung warf die Anklage dem Mäster auch Tierquälerei vor: Viele Schweine aus seinen Betrieben sollen bei der Anlieferung an die Schlachthöfe Verletzungen, abgebissene Schwänze und Zeichen von Vernachlässigung aufgewiesen haben.

Verteidiger fordert Freispruch

Der Angeklagte wies vor dem Kreisgericht See-Gaster die Vorwürfe zurück. Er habe “nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt”, beteuerte er. Die verletzten Tiere habe er von anderen Betrieben übernommen. Er habe als “Auffangstation” gedient, wenn Schweine anderswo ausgesondert werden mussten.

So übernahm der Beschuldigte im Jahr 2008 von einem anderen Betrieb über 1000 Tiere, die mit der Seuche EP (Enzootische Pneumonie) infiziert waren, um sie schlachten zu lassen. Das Gericht befragte in diesem Zusammenhang einen Mitarbeiter des Veterinäramts des Kantons St. Gallen als Zeugen.

Der Verteidiger forderte einen Freispruch in allen wichtigen Punkten. Er wies darauf hin, dass ein Teil der Vorwürfe verjährt sei. Zudem sei kein Schaden entstanden, denn die Abnehmer hätten das Fleisch verkauft.

Wortkarger Gehilfe

Zusammen mit dem Schweinemäster stand auch ein Angestellter vor Kreisgericht, der als Tierbetreuer an den Delikten beteiligt gewesen sein soll.

Für ihn, der nur eine untergeordnete Rolle spielte, beantragte der Staatsanwalt eine bedingte Freiheitsstrafe. Der Mann zeigte sich in der Verhandlung wortkarg: Auf die meisten Fragen des Gerichts antwortete er nur mit “keine Ahnung” oder “Ich weiss es nicht mehr”.

Nebenkläger in diesem Fall ist der Schweizer Bauernverband (SBV). In einer Medienmitteilung verurteilte der SBV den Missbrauch seines Programms “QM Schweizer Fleisch”. Die “kriminellen Machenschaften” des Schweinemästers schadeten dem Ruf der Branche und von “QM Schweizer Fleisch”, schreibt der Verband.

Freispruch vom Käseschwindel

Das Urteil des Kreisgerichts steht noch aus. Der beschuldigte Schweinemäster stand bereits 2007 einmal vor Gericht: Damals wurde ihm als Käseproduzent Etikettenschwindel mit einem AOC-Gütesiegel vorgeworfen.

Er wurde aber freigesprochen. Für Unmut sorgte damals, dass der Käsermeister vielen Bauern Geld für Milchlieferung schuldig blieb. Nach Konkursen mussten die Bauern Millionen abschreiben. (sda)


Click: zur ganzen Quelle des Textes St.Galler Schweinemäster wegen Betrugs vor Gericht

http://www.tagblatt.ch/4365460St.Galler Schweinemäster wegen Betrugs vor Gericht

Wir sind schon sehr auf die nächsten Artikel zu diesem interessanten Thema gespannt!