Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Wenig Chancen für neue Staatsstellen im Kantonsrat

Dieser Artikel bringt es genau auf den Punkt.

In der Novembersession des St.Galler Kantonsrats stehen das Budget für 2017 sowie die Revision der Sozialhilfe im Vordergrund. Bei den Personalausgaben gibt es Differenzen zwischen Regierung und rechtsbürgerlicher Mehrheit: 40 beantragte Stellen sollen abgelehnt werden.

Neben den grossen Themen Budget und Sozialhilfe wird es in der kommenden Session des St.Galler Kantonsrats am 28. und 29. November nochmals um die Verwaltungsjustiz gehen, nachdem der Rat der Vorlage im September bereits in erster Lesung zugestimmt hatte.

Die CVP-GLP-Fraktion sieht die Chance, den von ihr bekämpften Ausbau der Rekursinstanzen doch noch zu verhindern. Auch die Finanzkommission wolle die Kredite für die Verwaltungsrekurskommission streichen, heisst es in einer Mitteilung. Die Fraktion werde deshalb beantragen, «die Aufblähung des Staatsapparats zu stoppen». Kein Gehör dafür hat unter anderem die SVP-Fraktion: Sie werde der Gesetzesrevision zustimmen, teilte die Partei mit.

Budgetberatung im Zentrum
Im Zentrum der Session dürfte allerdings die Beratung des Budgets stehen. Die Regierung veranschlagt bei einem Aufwand von 4,91 Milliarden Franken einen Ertragsüberschuss von 284,7 Millionen Franken. Grund für das positive Ergebnis ist die Übertragung der Spitalimmobilien auf die Spitalverbünde in der Höhe von 305 Millionen Franken. Lässt man diesen einmaligen Effekt weg, dann entspricht der Voranschlag einem Minus von 38,1 Millionen Franken.

Bereits im Frühjahr hatte der Kantonsrat vorgegeben, der Personalaufwand für 2017 müsse auf 730 Millionen Franken plafoniert bleiben. Von dieser Vorgabe wich die Regierung in ihrem Budgetvorschlag ab und beantragte eine Erhöhung der Personalausgaben um 12,4 Millionen Franken.

Wie schon vor einem Jahr will die Finanzkommission die meisten der neuen Stellen nicht bewilligen − unabhängig davon, ob sie von Dritten wie beispielsweise dem Bund finanziert würden.

Vorauseilender Gehorsam
Dem Rotstift der Kommission fiel etwa ein zusätzlicher Arbeitsmarktinspektor zum Opfer. Er wäre für die Bekämpfung von Lohndumping und Schwarzarbeit vorgesehen. Sein Gehalt hätte zu 50 Prozent der Bund übernommen. Auch der Posten für einen zusätzlichen Waffenmechaniker, der vom Bund finanziert worden wäre oder die 80 Stellenprozente für die Tabakprävention mit Jugendlichen als Zielpublikum − bezahlt aus Interreg-Geldern − sollen nicht bewilligt werden.

Die Fraktionen von CVP-GLP, FDP und SVP mit ihrer klaren Mehrheit von rund drei Vierteln der Stimmen haben angekündigt, dass sie die Anträge der Finanzkommission durchwegs unterstützen werden. Die Regierung hat dazu nur einige wenige Gegenanträge gestellt.

Kritik gibt es dazu von der SP-Grünen-Fraktion. Die Regierung lasse «in vorauseilendem Gehorsam jeglichen Einsatz für das eigene Personal vermissen», heisst es in einer Mitteilung. Die Fraktion betont, dass für neue Aufgaben auch zusätzliche Stellen geschaffen werden müssten.

Mutterschaftsbeiträge bleiben
Diskussionen dürfte es weiter um die Revision der Sozialhilfe geben. Die SVP verlangt zusätzliche Verschärfungen. Die Regierung hat vorgeschlagen, dass bei unkooperativem Verhalten eine maximale Kürzung des Grundbeitrags um 30 Prozent möglich sein soll. Die SVP will bis zu 50 Prozent kürzen können.
Beigelegt sind wohl die Auseinandersetzungen um die Mutterschaftsbeiträge, die ersatzlos aufgehoben werden sollten. Nachdem die vorberatende Kommission sich einstimmig gegen die Streichung ausgesprochen hatte, machte die Regierung einen Rückzieher und will nun nicht mehr daran festhalten. (sda)


Klick HIER: zum gut gelungenen Originalbericht Wenig Chancen für neue Staatsstellen im Kantonsrat

http://www.tagblatt.ch/4831471Wenig Chancen für neue Staatsstellen im Kantonsrat

Wir sind schon sehr auf die nächsten Artikel zu diesem interessanten Thema gespannt!

Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: “Verdammte huere Chrüppel”: Polizist freigesprochen

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Das Kreisgericht hat einen St.Galler Stadtpolizisten vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs freigesprochen. Der Mann hatte einen Töff-Rowdy bei der Festnahme beschimpft und bedroht.

“Du huere Sau!”, “Du Chrüppel, du verdammte!”, “I rupf dir de Grind us”: Ein St.Galler Stadtpolizist vergriff sich völlig im Ton, als er und ein Kollege im September 2014 einen Töfffahrer verhafteten. Der Motorradlenker war ohne Kontrollschilder und mit bis zu 100 km/h durch die Stadt gebrettert. Er entwischte der Polizeipatrouille immer wieder – erst als der Töff-Rowdy im Osten der Stadt stürzte und sich dabei leicht verletzte, gelang es den beiden Beamten, den Mann dingfest zu machen.

Jener Polizist, der bei der Verhaftung verbal ausfällig wurde, stand am Donnerstag vor dem St.Galler Kreisgericht. Und wurde vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs freigesprochen. Die Kosten von 4500 Franken trägt der Staat.

Der Antrag der Staatsanwaltschaft
Angeklagt war der Beamte, weil er den Töfffahrer bei der Verhaftung beschimpft und bedroht hatte, wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift festhielt. Beantragt war eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 170 Franken – bedingt ausgesetzt bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem forderte die Staatsanwaltschaft eine Busse von 800 Franken und die Übernahme der Verfahrenskosten durch den Polizisten.

Mit Helmkamera aufgenommen
Publik geworden war die wilde Verfolgungsjagd durch St.Gallen im Sommer 2015. Die Helmkamera des Töfffahrers hatte sowohl dessen Fahrt als auch die Verhaftung aufgenommen, und der Töff-Rowdy stellte das entsprechende Video auf Youtube. Die Aufnahmen dokumentieren, dass der Töfffahrer den später angeklagten Beamten zunächst als “Arschloch” und “Drecksau” betitelte. In der Folge beschimpfte der entsprechende Polizist den Mann unter anderem als “verdammte huere Chrüppel”, “Latschi” oder “Ratte”. Die Lage beruhigte sich erst, als der Widerstand des Töfflenkers gegen die Festnahme gebrochen war.

Töfffahrer bereits verurteilt
Nach seiner Fahrt durch St.Gallen, mit der er auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht hatte, argumentierte der Mann im “Blick”, er habe eine Stinkwut auf die Behörden gehabt. Diese hätten ihm das Leben schon mehrfach schwer gemacht. Der Mann wurde im vergangenen Frühling im abgekürzten Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten, bedingt ausgesetzt auf zwei Jahre, und einer Busse von 1000 Franken verurteilt worden. Dies unter anderem wegen mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln (Raser-Tatbestand) und Fahrens ohne Kontrollschilder.


Click: ZUM INTERESSANTEN EHERINGE-ARTIKEL “Verdammte huere Chrüppel”: Polizist freigesprochen

http://www.tagblatt.ch/4826795″Verdammte huere Chrüppel”: Polizist freigesprochen

Hoffentlich kommmt bald wieder ein Bericht zu diesem Thema

Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Die Toten Hosen als erster Headliner!

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Sie tun’s wieder: Nach fünf Jahren beehren Die Toten Hosen das Sittertobel erneut! Authentisch, witzig, aber auch mit ernsthaften Texten sorgen Die Toten Hosen immer wieder für Kontroversen und Jubel. Bekannt für ihre fulminanten Bühnenshows rockt die Band am OpenAir St.Gallen 2017 die Sitterbühne. Wir freuen uns auf den erfolgreichsten deutschen Musikexport!


Hier: zum Eheringe-Artikel Die Toten Hosen als erster Headliner!

http://www.openairsg.ch/2016/11/16/die-toten-hosen-als-erster-headliner/Die Toten Hosen als erster Headliner!

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

Aus St.Gallen – topaktuelle News: “Du huere Chrüppel”: Stadtpolizist vor Gericht

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Ein St.Galler Stadtpolizist muss sich am Donnerstag wegen eines Ausrasters vor Gericht verantworten. Er hatte einen Töff-Rowdy bei der Festnahme beschimpft und bedroht – Amtsmissbrauch, findet die Anklage und fordert eine Geldstrafe von 8500 Franken für den Mann.

“Wildwest in der Ostschweiz”, “St.Galler Polizist: ‘I mach di kaputt’”: Der Vorfall, der am Donnerstag vor dem St.Galler Kreisgericht verhandelt wird, sorgte vor eineinhalb Jahren für zahlreiche Schlagzeilen. Ein Töfffahrer war massiv zu schnell durch die Stadt St.Gallen gefahren. Als ihn eine Patrouille der Stadtpolizei stellte, stiess einer der beiden Beamten reihenweise Beschimpfungen aus: Er nannte den Mann unter anderem “Chrüppel”, “Latschi” und “Ratte”.

Die Helmkamera, mit welcher der Töfflenker seine wilde Fahrt aufgenommen hatte, zeichnete die üblen Worte des Beamten auf. Der Skandal war perfekt, als der Töfffahrer das Video auf Youtube hochlud und die Medien darauf aufmerksam wurden. Nun steht der betreffende Polizist vor Gericht – die Anklage wirft ihm Amtsmissbrauch vor.

Verfolgung aufgenommen
Die Anklageschrift geht detailliert auf die Geschehnisse ein, die sich bereits am 1. September 2014 zutrugen, aber erst durch das Youtube-Video im Juni 2015 an die Öffentlichkeit gelangten. Der Töff-Lenker war auf der Langgasse stadteinwärts unterwegs – mit lautem Motor und ohne Kontrollschild. Die zweiköpfige Patrouille der St.Galler Stadtpolizei nahm mit Blaulicht und Sirene die Verfolgung des Mannes auf, der in halsbrecherischer Fahrt davonfuhr. Dabei missachtete der Töfflenker zahlreiche Verkehrsregeln – er war mit bis zu 100 km/h nicht nur massiv zu schnell unterwegs, sondern überfuhr auch Rotlichter, überholte rechts oder drängte entgegenkommende Fahrzeuge ab.

“I rupf dir de Grind us”
“Zeitweilig erfolgte die Fahrt in einem eigentlichen Katz- und Mausspiel”, heisst es in der Anklageschrift. So habe der Motorradlenker die Polizisten teils aufschliessen lassen, um ihnen sogleich wieder zu entwischen. An der Verzweigung Tablatstrasse – Rehetobelstrasse im Osten der Stadt spitzten sich die Geschehnisse dann zu: Der Töfflenker stürzte ins Wiesenbord und widersetzte sich der drohenden Verhaftung. Zunächst drückte einer der Polizisten dem Motorradlenker laut Anklageschrift den Helm mehrmals stark nach hinten ins Genick, um dem Mann “die Luft abzuschneiden und ihn zur Aufgabe seines Widerstandes zu veranlassen”. In der Folge kam es zu den üblen Beschimpfungen zwischen dem Töfffahrer und dem Polizisten.

Der Motorradlenker betitelte den Beamten zunächst als “Arschloch!” und “Drecksau!”. Der Polizist reagierte darauf mit Äusserungen wie “Du huere Sau!”, “Du Chrüppel, du verdammte!”, “I rupf dir de Grind us, du!”, “Du verdammte huere Chrüppel, du elende, du!”,”No eimol wehre, du, und i mach di kaputt!”, “Du huere Latschi, du!” oder “Wa hemmer denn do für e huere Ratte!” Erst nachdem es den Polizisten gelungen war, dem Mann Handfesseln anzulegen und ihm den Helm abzuziehen, beruhigte sich die Situation.

“Alles panierte Bünzli-Bürger!”
Er habe eine Stinkwut auf die Behörden gehabt, gab der Töff-Rowdy nach dem Vorfall gegenüber dem “Blick” zu Protokoll. Schon mehrmals hätten ihm die Behörden das Leben schwer gemacht – nach einem Burnout sowie einem Konkurs habe er nichts mehr zu essen für die Familie gehabt und von den Behörden keinen Franken erhalten. Er zeigte sich zwar reuig, bezeichnete seine Fahrt aber auch als Hilferuf in der Not: “Die von der Behörde sind einfach alles panierte Bünzli-Bürger!”, sagte der Mann dem “Blick”.

Das Verhalten der Polizei bei seiner Festnahme bezeichnete der Töff-Lenker einerseits als unprofessionell. Andererseits äusserte er aber auch Verständnis dafür: “Wäre ich einer der Polizisten gewesen, hätte ich mir wohl auch ein paar aufs Dach gegeben”, so der Mann. Er war im vergangenen Frühling im abgekürzten Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten, bedingt ausgesetzt auf zwei Jahre, und einer Busse von 1000 Franken verurteilt worden – unter anderem wegen mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln (Raser-Tatbestand) und Fahrens ohne Kontrollschilder.

Probezeit von zwei Jahren beantragt
Laut der nun vorliegenden Anklageschrift gegen den Polizisten hat der Beamte durch sein Verhalten gegenüber dem Töfffahrer Amtsmissbrauch begangen – “insbesondere, indem er diesen beschimpfte und bedrohte”. Nach dem Willen der Anklage soll der Polizist eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 170 Franken zahlen – dies bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem sind eine Busse von 800 Franken und die Übernahme der Verfahrenskosten beantragt.


Click: zum ausserordentlich tollen Eheringe Report “Du huere Chrüppel”: Stadtpolizist vor Gericht

http://www.tagblatt.ch/4824373″Du huere Chrüppel”: Stadtpolizist vor Gericht

Dieser gelungene Bericht behandelt das Thema in unterhaltsamer und doch lehrreicher Art und Weise.

Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Was in der Stadt kreucht und fleucht

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Wenn es dunkel wird, gehen sie auf die Pirsch, jene Wildtiere, die im Siedlungsraum leben. Die Aktion Stadtwildtiere spürte den vierbeinigen St. Gallern nach. Mit Fotofallen und überraschenden Resultaten.

Füchse, so die Bestätigung einer bekannten Tatsache, sind die häufigsten grossen Wildtiere im Siedlungsgebiet der Stadt St. Gallen. Dachse kommen überraschend häufig vor; sie sind bis an den Rand der Altstadt unterwegs. Rehe sind Stadtrandbewohner. Zu Besorgnis geben zwei kleinere Wildtierarten Anlass: Igel kommen in der Gallusstadt erstaunlich selten vor. Auch Eichhörnchen werden seltener beobachtet, als Fachleute erwartet haben.

Das sind knapp zusammengefasst die Erkenntnisse einer Untersuchung der Aktion Stadtwildtiere St. Gallen. Sie basieren einerseits auf Beobachtungen, die Bewohnerinnen und Bewohner im Internetauftritt der Aktion seit 2015 gemeldet haben. Anderseits wurde den Wildtieren von Mai bis September 2016 mit Fotofallen nachgespürt. Die Auswertung von Meldungen und Bildern liegt jetzt vor.

Beobachtungen und Fotos von Wildtieren analysiert

Seit Mai 2015 haben St. Gallerinnen und St. Galler 217 Beobachtungen von Fuchs, Dachs, Reh, Igel und Eichhörnchen gemeldet. Vom 3. Mai bis 14. September diesen Jahres wurden zusätzlich an 73 Stellen verteilt über die ganze Stadt Fotofallen aufgestellt. Dabei handelt es sich um mit einem Bewegungsmelder ausgerüstete Kameras mit Infrarot-Blitz. Montiert wurden sie hauptsächlich in Privatgärten.

Die Fotofallen waren pro Standort 7 bis 14 Tage im Einsatz. Insgesamt aktiv waren sie an 790 Tagen. Dabei lösten sie 4607mal aus, wobei auf 1637 Bildern keine Tiere zu sehen waren. Auf 260 Bildern gab’s dagegen Füchse, auf 106 Dachse, auf 810 Igel, auf 20 Rehe, auf 44 Marder, auf fünf Mäuse und auf neun Amseln zu bewundern. Teilweise wurden dabei einzelne Exemplare mehrfach abgelichtet. An 29 Standorten wurden Füchse, an 18 Standorten Dachse, an nur elf Standorten Igel und an vier Standorten Rehe nachgewiesen. Keine Bilder aus den Fotofallen gab’s von Eichhörnchen.

Welche Probleme hat der Igel mit dem Stadtleben?

Die Fachleute der Aktion Stadtwildtiere beschäftigen vor allem die Resultate für Igel und Eichhörnchen. Beide Arten sind in der Stadt St. Gallen weniger stark verbreitet als ursprünglich gedacht. Dass die Zahl der Igel abnimmt, war allerdings in den letzten Jahren auch in anderen Städten, insbesondere in Zürich, zu beobachten. Die Ursachen dafür sind nicht erforscht. Die Aktion Stadtwildtier will ihnen bei einer nächsten Schwerpunktaktion deshalb nachgehen.

Mögliche Ursachen für die Abnahme der Zahl der Igel in der Stadt gibt es verschiedene. Ein hohes Verkehrsaufkommen, der Einsatz von Giften im Garten, der Einsatz von Motorsensen und Mährobotern, die bauliche Verdichtung und die zunehmende Bodenversiegelung, Fallen wie steilwandige Schwimmbecken und Gartenteiche oder die Zunahme der Dachspopulation können dazu beigetragen haben. Dass die Zahl der Eichhörnchen abnimmt, könnte auf das Verschwinden alter Baumbestände in der Stadt zurückzuführen sein. Allerdings muss auch diese Entwicklung noch vertieft untersucht werden, um wirklich Aussagen machen zu können.

Die Aktion Stadtwildtiere St. Gallen läuft auf jeden Fall weiter. Beobachtungen von Wildtieren können weiterhin im Internet gemeldet werden. Getragen wird das Projekt in der Gallusstadt von der Stadt St. Gallen (Aktion Natur findet Stadt), vom WWF, von Pro Natura und vom Naturmuseum.


Click: ZUM LESENSWERTEN EHERINGETIP Was in der Stadt kreucht und fleucht

http://www.tagblatt.ch/4822010Was in der Stadt kreucht und fleucht

Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema St.Gallen voll und ganz gerecht zu werden.

Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Zügeln geht in die Knochen

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

Morgen wird das neue Naturmuseum in St.Gallen eröffnet. Die naturwissenschaftliche Sammlung erhält damit zum ersten Mal in ihrer fast 400jährigen Geschichte ein eigenes Haus.

ST.GALLEN. Es begann mit einem Krokodil: Im Jahr 1623 gelangte das vier Meter lange, präparierte Tier in die St. Galler Stadtbibliothek im ehemaligen Kloster St. Katharinen. Ulrich Krumm, ein St. Galler Bürger, hatte es aus Ägypten in die Schweiz gebracht und dann einem Freund namens Daniel Studer verkauft. Studer seinerseits vermachte das Präparat der Bibliothek – für die sich damit eine völlig neue Welt auftat: Nicht nur Bücher wollten die Bibliothekare fortan sammeln, sondern auch Raritäten aus Natur und Kunst. 1644 wurden weitere Exponate gekauft: Die Skelette eines Menschen und eines Hundes, das Rückgrat eines Wals und eine Stück von einem Schwertfisch. Dieses «Naturaliencabinet» war die Keimzelle des heutigen Naturmuseums.

Pilzbefall und Platzmangel

Apropos Keimzelle: Die Naturalien wurden gegenüber den Büchern in der Stadtbibliothek arg vernachlässigt, wie Hans Heierli in seiner Geschichte des Naturmuseums (1996) schreibt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stellte man fest, dass die Objekte unter Feuchtigkeit, Insekten- und Pilzbefall litten. 1819 wurde das Naturalienkabinett in einem Zimmer im Rathaus untergebracht – zusammen mit einer weiteren Sammlung, welche die St. Gallische Naturwissenschaftliche Gesellschaft angelegt hatte. Doch der Platz reichte bald nicht mehr aus, und in den folgenden Jahrzehnten mussten die Naturalien ständig von einem Standort zum nächsten gezügelt werden.

Dennoch war es den St. Gallern ernst mit dieser Sache: 1846 wurde das «St. Gallische naturwissenschaftliche Museum» gegründet. Die Statuten sahen vor, dass die Sammlung für das Publikum zugänglich sein müsse – zunächst jeweils an Sonntagvormittagen. Das Raumproblem war allerdings weiterhin ungelöst. Ein erster Ausweg fand sich mit dem Bau der heutigen Kantonsschule am Brühl. 1855 wurde die naturwissenschaftliche Sammlung dorthin verlegt. Im selben Haus waren Gymnasium, Stadtbibliothek sowie die Bestände des Kunstvereins und des Historischen Vereins untergebracht. Die Schülerzahlen stiegen, die Sammlungen wuchsen – auch hier wurde der Platz rasch knapp.

Ein Museum mit undichtem Dach

Es war Zeit für einen eigentlichen Museumsbau: 1877 wurde das Museum im Stadtpark eröffnet. Die naturwissenschaftliche Sammlung war im Erdgeschoss ausgebreitet, die historische und die Kunstausstellung befanden sich im Obergeschoss. Dieses erste Museumsgebäude, entworfen von Johann Christoph Kunkler, bedeutete einen Quantensprung – doch der Platzbedarf nahm weiter zu. 1921 zog die historische Sammlung ins «Neue Museum» nebenan.

Am Kunkler-Bau zeigten sich bald erhebliche Baumängel. Zum Beispiel war das Dach undicht. 1971 musste das Haus aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Schon drohte der Abbruch – da legten der städtische Bauvorstand und die Denkmalpfleger das Veto ein. Das Volk stimmte schliesslich einer Gesamtsanierung zu – 1987 wurde das renovierte Gebäude wiedereröffnet. 1991 kam eines der bis heute bekanntesten naturwissenschaftlichen Objekte hinzu – ein sieben Meter langes Skelett eines Anatosauriers aus den USA, das Urzeitforscher Urs Oberli direkt im Museum präparierte.

Auf die Dauer hatten Kunst und Natur im aufgeteilten «Alten Museum» nicht genügend Raum. Doch einer Erweiterung des Kunstmuseums kam ausgerechnet die Natur ins Gehege: Das Stimmvolk verwarf die Vorlage im Jahr 2003, weil dafür ein Teil des Stadtparks hätte geopfert werden müssen. Von nun an diskutierte man über einen Neubau für das Naturmuseum- an einem anderen Standort.

Vadiana – Kornhaus – Botanischer Garten

Schon 2004 sprachen die Behörden vom Gelände beim Botanischen Garten als Bauplatz. Fest stand aber noch nichts. 2007, in der Debatte um die neue St. Galler Bibliothek, tauchte plötzlich die Idee auf, das Naturmuseum könnte dereinst ins Vadiana-Gebäude einziehen. Eine HSG-Studie brachte auch das Rorschacher Kornhaus ins Spiel. Ein Jahr später war dann aber klar: Der Standort beim Botanischen Garten ist fix. Am Architekturwettbewerb für den Neubau beteiligten sich 215 Teams. Die Zürcher Planungsgemeinschaft Meier Hug Architekten und Semadeni Architekten machte das Rennen.

Die knapp 40 Millionen Franken Baukosten wurden aufgeteilt: 19,8 Millionen Franken sollte die Stadt, 7 Millionen der Kanton übernehmen. Die Walter-und-Verena-Spühl-Stiftung steuerte 13 Millionen Franken bei. Im Stadt- und Kantonsparlament leistete lediglich die SVP Widerstand: Der Neubau sei «keineswegs notwendig». Das städtische Stimmvolk war anderer Meinung. Es befürwortete den Neubau im November 2012 mit 59,3 Prozent Ja-Stimmen. 2014 starteten die Bauarbeiten am Botanischen Garten, im Mai dieses Jahres wurde das Gebäude offiziell übergeben.

Das 400jährige Krokodil übrigens gibt es immer noch. Es hängt an der Wand im Foyer des neuen Museums und begrüsst dort das Publikum.


Klick HIER: zum spannenden Eheringe Report Zügeln geht in die Knochen

http://www.tagblatt.ch/4817989Zügeln geht in die Knochen

Hoffentlich gibt es bald wieder einenweiteren Artikel zu diesem Topic.

Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: St. Gallen fordert 1,8 Mio. Franken von Gefängnisausbrecher

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Im aktuellen Amtsblatt findet sich ein Zahlungsbefehl in der Höhe von 1,79 Mio. Franken. Gläubiger ist der Kanton St. Gallen, Schuldner ein Mann, der wegen Immobilienbetrugs bis August in der Strafanstalt Gmünden eine Strafe absass, danach aber türmte.

ST.GALLEN. Grundlage für die ungewöhnlich hohe Forderung sind mehrere Gerichtsurteile. Das St.Galler Kantonsgericht hatte im Januar 2015 eine Ersatzforderung von 1,7 Mio. Franken festgelegt. Kleinere Beträge stammen aus einem Verfahren am Kreisgericht Wil sowie aus einem Urteil, das 2013 wiederum das Kantonsgericht gefällt hat.

Unter dem Strich ergibt sich daraus eine Forderung von 1’796’949 Franken, nebst Zins zu 5 Prozent seit Oktober 2016. Dieses Geld versucht der Kanton St.Gallen nun über ein Betreibungsverfahren und via Amtsblatt einzutreiben. Das Problem: Der Schuldner ist flüchtig. Im August ist er aus dem Ausgang nicht mehr in die Strafanstalt Gmünden zurückgekehrt und seither auch nicht wieder aufgetaucht.

Zugriff auf Konten
Im Amtsblatt wurde nicht nur ein Zahlungsbefehl, sondern auch ein Arrestbefehl über den gleichen Betrag veröffentlicht. Aufgeführt sind mehrere Konten, die dem geflohenen Häftling gehören. Dabei gehe es um eine Sicherungsmassnahme, erklärte Luigi Perone, Leiter des zuständigen Betreibungsamtes Kirchberg.

Der Kanton St. Gallen wolle den Zugriff auf die Vermögenswerte auf den Konten sicherstellen. Dies sei das übliche Verfahren, wenn ein Schuldner unbekannten Aufenthaltes sei. Wenn die Arresturkunde nicht persönlich übergeben werden könne, müsse sie im Amtsblatt veröffentlicht werden, so Perone. (sda)


Hier: ZUM LESENSWERTEN ORIGINALTEXT St. Gallen fordert 1,8 Mio. Franken von Gefängnisausbrecher

http://www.tagblatt.ch/4816709St. Gallen fordert 1,8 Mio. Franken von Gefängnisausbrecher

Der Verfasser des Artikels hat geschafft uns zum nachdenken anzuregen. Danke!