Frisch aus St.Gallen – topaktuell: Die älteste Pfadi fusioniert

Sehr fundierter Bericht, die Lesezeit ist gut investiert.

Der Pfadfinderbund Pro Patria St. Gallen und die Pfadi St. Otmar stehen vor der Auflösung. Morgen Samstag wollen sie zusammen eine neue Abteilung gründen. Über den Namen wird noch diskutiert.

«Der Grund für die Fusion ist schnell erklärt: Pro Patria hat zu wenig Leiter, St. Otmar zu wenig Kinder. Gemeinsam können wir die Zukunft besser meistern», erklärt Michael Breu, Präsident des Abteilungskomitees Pfadi Pro Patria. Mit dem Zusammenschluss sei gewährleistet, dass wieder für alle Abteilungen – Biber-, Wolf-, Pfadi- und Piostufe – regelmässig Übungen stattfinden könnten. Die neue Abteilung werde aus rund 100 Aktiven bestehen.

Mit 104 Jahren eine der ältesten Pfadis der Schweiz

Die Fusion von Pfadfinder-Abteilungen ist heute aufgrund des rückläufigen Mitgliederbestandes keine Seltenheit mehr. Der aktuell anstehende Zusammenschluss ist deswegen von Bedeutung, weil der Pfadfinderbund Pro Patria St. Gallen eine der ältesten Pfadis der Schweiz und die älteste in der Ostschweiz ist. 1912 gegründet, hat sie im Laufe ihres 104jährigen Bestehens immer wieder turbulente Zeiten erlebt.

Zuerst wird aber in der Vereinsgeschichte von einem «fulminanten Start» berichtet. 1917 habe die Gruppe an der Goldbrunnenstrasse in St. Gallen eine eigene «Pfaderbude» beziehen können. «Auch ein Elternrat wird (…) installiert; ein Gremium, das vor allem in den ersten Jahren entscheidend für die Entwicklung der St. Galler Pfadi ist. Straff geführt von Oberst Philipp Heitz werden Lager in der abgeschiedenen Natur absolviert, eine Wolfsstufe wird gegründet und Theaterstücke werden an öffentlich durchgeführten Veranstaltungen inszeniert.»

In den 1920er-Jahren ist die Pfadi so gross, dass das gemietete Pfaderheim aus allen Nähten platzt. Für eine Lösung bietet nach langen Verhandlungen der Bürgerrat der Stadt St. Gallen Hand: 1928 kann Pro Patria für insgesamt 11 574 Franken am Dreilindenhang Boden kaufen und dort ein Heim bauen.

Immer wieder brodelt es aber auch in der Abteilung. Als Folge gibt es Abspaltungen und Konkurrenz-Abteilungen. Die Jugendunruhen in den 1980er-Jahren bekommen auch die St. Galler Pfadi zu spüren. Bei Pro Patria bricht der Mitgliederbestand um ein Drittel ein; 1984 muss sogar das Sommerlager abgesagt und das zwei Jahre zuvor gegründete Mädchenfähnli wieder aufgelöst werden. Das 100-Jahr-Jubiläum feierte der Pfadfinderbund mit einem grossen Fest auf Drei Weieren.

Aus umstrittener Abspaltung entstanden

Auch die Pfadi St. Otmar blickt auf einige Jahrzehnte Pfadfinderleben zurück. Sie ging aus der 1927 gegründeten Pfadi Gallus hervor, welche als Einzugsgebiet die ganze Stadt St. Gallen umfasste und stetig mit grossem Erfolg wuchs. 1943 begann der Trupp St. Otmar sich selbständig zu machen. «Unter grossem Bedenken wird die Zustimmung dazu erteilt. Das ganze Jahr 1944 über arbeitet die Abteilung alleine und wird nach hitziger Debatte am 18. Februar 1945 in den Kantonalverband aufgenommen», heisst es dazu in den Annalen.

Zusammenarbeit seit zwei Jahren

Gründen die beiden Pfadi morgen Samstag eine neue Abteilung, wissen sie bereits, auf was sie sich einlassen. «Schon seit zwei Jahren besteht eine Zusammenarbeit zwischen uns», erklärt Michael Breu. Abwechslungsweise habe man sich jeweils auf Drei Weieren und im Otmar-Quartier zu gemeinsamen Übungen getroffen.

Noch ist nicht mit Sicherheit klar, welchen Namen die neue Abteilung tragen wird. Der Vorschlag lautet «Zentrum St. Gallen». «Ich bin sehr gespannt, ob es dazu an der ausserordentlichen Hauptversammlung vom Samstag Diskussionen geben wird», betont der Präsident des Abteilungskomitees Pfadi Pro Patria.

pfadi-propatria.ch www.st-otmar.net


Click: zum Eheringe-Bericht Die älteste Pfadi fusioniert

http://www.tagblatt.ch/4834380Die älteste Pfadi fusioniert

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

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Frisch aus St.Gallen – topaktuell: 30-Jähriger wegen brutaler Überfälle vor Gericht

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Vor dem Kreisgericht St.Gallen hat am Donnerstag die Hauptverhandlung gegen einen 30-jährigen Mann begonnen, dem unter anderem mehrere brutale Raubüberfälle zur Last gelegt werden. Die meisten bestreitet er. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.

Das Gericht führt das Verfahren in zwei Teilen durch. Im ersten geht es um die Frage, ob der Beschuldigte die ihm vorgeworfenen Taten tatsächlich begangen hat. Steht fest, in welchen Fällen das Gericht zu Schuld− beziehungsweise Freisprüche kommt, geht es in einem zweiten Teil der Verhandlung um das Strafmass.

Mehrere ihm vorgeworfene Raubüberfälle streitet der Beschuldigte ab. Nichts zu tun haben will er etwa mit einem Überfall vom Juni 2013 auf ein Hotel in Uzwil. Zwei Männer passten nach Mitternacht einer Angestellten ab und zwangen sie, das Hotel wieder aufzuschliessen. Im August und November des gleichen Jahres erfolgten bewaffnete Raubüberfalle auf Tankstellenshops in Bronschhofen und Wil.

Ebenfalls im November traf es eine McDonalds-Filiale in Wil. Ein vermummter und bewaffneter Täter bedrohte die Angestellten. Den Schichtleiter zwang er unter Waffendrohung, den Tresor zu öffnen und schlug seinen Kopf gegen die Wand, als er der Aufforderung nicht sofort nachkam.

Einen Monat später suchte erneut ein schwarz gekleideter und vermummter Mann die McDonalds-Filiale in Abtwil heim. Ausgerechnet dort arbeitete mittlerweile der zuvor überfallene Schichtleiter von Wil. Der Täter schoss auf ihn und verletzte ihn am Unterarm.

Erotiksalon überfallen
Zugegeben hat der Beschuldigte einen Überfall auf einen Erotiksalon in Wil am 27. Dezember 2013. Mit einer Waffe bedrohte er die anwesenden Frauen. Eine von ihnen zog sich schwere Verletzungen zu, als sie sich mit einem Sprung aus dem ersten Stock retten wollte. Er habe seit längerem unter Depressionen gelitten und keinen Ausweg aus seiner Situation gesehen, begründete er den Überfall.

Im Jahr 2012 hatte der Beschuldigte als Sicherheitsmann gearbeitet. Zusammen mit zwei Kollegen sollte er einen problematischen Mieter aus dessen Wohnung weisen. Das Opfer wurde gefesselt, gewürgt und brutal geschlagen. Der 30-Jährige gab diesen Vorfall zu, will allerdings nicht selber zugeschlagen haben.

Keine Aussagen wollte er zu einer Straftat im Juli 2012 machen. Laut Anklageschrift bremste er mit seinem Wagen einen vor ihm fahrenden Lenker aus und ging mit einem Sturmgewehr auf ihn los. Der Bedrohte konnte fliehen.

Aus Haft geflohen
Zur Verhaftung kam es am 27. Dezember 2013. Der Polizei, die zu einem Raubüberfall in St.Gallen ausgerückt war, fiel ein Auto auf. Als sie den Fahrer kontrollieren wollten, raste dieser davon und fuhr dabei einem der Polizisten über den Fuss.

Ende August 2014 floh er aus dem Gefängnis, indem er sich aus dem Fenster abseilte. Einige Tage später wurde er erneut festgenommen. Später plante er einen weiteren Fluchtversuch. Mit Mitinsassen wollte er einen Gefangenenbetreuer als Geisel nehmen. (sda)


Hier: zur ausserordentlich tollen Bericht 30-Jähriger wegen brutaler Überfälle vor Gericht

http://www.tagblatt.ch/483422330-Jähriger wegen brutaler Überfälle vor Gericht

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

Frisch aus St.Gallen – topaktuell: Vater wehrt sich gegen Inzestvorwurf

Fundierter Artikel, Lesen und Geniessen!

Ein deutscher Staatsangehöriger hat sich am Montag wegen sexueller Handlungen mit einem Kind, Inzest und Pornografie vor dem Kantonsgericht St.Gallen verantworten müssen. Er bestritt in der Berufungsverhandlung sämtliche Vorwürfe. Das Urteil steht noch aus.

Das Kreisgericht Sarganserland-Werdenberg sah es im Mai 2015 als erwiesen an, dass der 44-jährige Beschuldigte seine damals zwischen acht und neun Jahre alte Tochter mehrfach sexuell missbraucht, Inzest begangen und pornografische Bildaufnahmen besessen hat. Es verurteilte ihn zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren.

Ein Jahr sollte er im Gefängnis verbringen. Die restlichen zwei Jahre und eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 200 Franken sprach das Gericht mit einer Probezeit von zwei Jahren bedingt aus.

Video der nackten Tochter
Gegen dieses Urteil legte der sechsfache Vater Berufung ein und verlangte einen Freispruch von Schuld und Strafe. Er frage sich jeden Tag, weshalb die Tochter diese Geschichten erzählt habe. Nachdem er mit seiner zweiten Frau in die Schweiz gezogen sei, hätten sei beide gearbeitet und zur Betreuung der drei gemeinsamen Kinder ein Au-pair-Mädchen eingestellt. Der Umzug in die Schweiz habe der Tochter Probleme bereitet. Sie sei in ihrer Entwicklung zurück geblieben, habe ins Bett gemacht und sich zur Einzelgängerin entwickelt.

Sowohl die Vorwürfe gegen ihn als auch die pornografischen Bilder auf dem Laptop könne er sich nicht erklären. Seine Tochter habe das Gerät von den Schwiegereltern geschenkt bekommen. Es sei gut möglich, dass sich die Aufnahmen bereits auf dem Computer befunden hätten. Das Video, das seine Tochter nackt auf dem Sofa zeige, sei möglicherweise von den Kindern erstellt worden, als sie mit dem Au-Pair-Mädchen alleine zu Hause gewesen seien.

Aussagen in Zweifel gezogen
Niemand könne mit Sicherheit sagen, wann die Bilder auf den Computer geladen worden seien, betonte seine Verteidigerin. Die unerlaubten pornografischen Abbildungen könnten sich bereits auf dem Computer befunden haben, als er gebraucht in den Besitz der Familie gekommen sei.

Der Vater habe Schicht gearbeitet und gar keine Gelegenheit gehabt, die Tochter zu missbrauchen, da sowohl die kleineren Geschwister als auch das Au-pair-Mädchen bei Abwesenheit der Mutter im Hause gewesen seien. An den Aussagen des Kindes gebe es berechtigte Zweifel.

Die Anklage plädierte nicht nur auf Abweisung der Berufung, sondern beantragte auch eine Erhöhung der Freiheitsstrafe auf vier Jahre. Das Opfer leide zwar an einer Entwicklungsverzögerung, aber nicht an einer Wahrnehmungsstörung, betonte die Staatsanwältin.

Schutzbehauptungen
Das Mädchen habe detailliert geschildert, was sich zugetragen habe. Nie sei von einem anderen Mann die Rede gewesen. Immer habe sie vom Vater gesprochen. Die vielen Erklärungsversuche des Vaters, warum seine Tochter die Vorwürfe gegen ihn erhebe, müsse man als Schutzbehauptung sehen.

Die Rechtsvertreterin betonte, das Kind habe nach dem Missbrauch ein stark auffälliges Verhalten gezeigt. Es habe therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Das Urteil des Kantonsgerichts wird in den nächsten Tagen erwartet. (sda)


Klick HIER: Zur Ganzen Textquelle Vater wehrt sich gegen Inzestvorwurf

http://www.tagblatt.ch/4830496Vater wehrt sich gegen Inzestvorwurf

Sehr gut und kompakt geschriebener Text. Ein spannendes Thema gebührend beschrieben.

Frisch aus St.Gallen – topaktuell: European Talent Exchange Programm – Neuentdeckungen fürs OASG Line-up

Lesenswerter Artikel über ein interessantes St.Gallener Topic.

Das diesjährige OpenAir St.Gallen war bereits Anfang Jahr ausverkauft. Zum 40. Geburtstag schenkte das OpenAir St.Gallen sich und seinen Besuchern die Wunschheadliner Radiohead und Mumford & Sons. Trotz Ausverkauf ist die Veränderung des Musik- und Festivalmarktes spürbar.  Deshalb ist Zusammenarbeit gefragt, vor allem in Europa. Das European Talent Exchange Programm (ETEP) fördert diese Zusammenarbeit auf Seiten der Künstler, Festivals und Radios in ganz Europa. Auch das OpenAir St.Gallen gehört seit Beginn dazu und verdankt dem Programm so einige spannende Neuentdeckungen, die das Line-Up schon bereichert haben.

ETEP_Medienmitteilung


Klick HIER: zum vollständigen Eheringe-Text European Talent Exchange Programm – Neuentdeckungen fürs OASG Line-up

http://www.openairsg.ch/2016/11/21/european-talent-exchange-programm-neuentdeckungen-fuers-oasg-line-up/European Talent Exchange Programm – Neuentdeckungen fürs OASG Line-up

Wir sind schon sehr auf die nächsten Artikel zu diesem interessanten Thema gespannt!

Frisch aus St.Gallen – topaktuell: Lust auf ein unverwechselbares Ereignis?

Ein lesenswerter Bericht zu St.Gallen.

Auch dieses Jahr erhaltet ihr die Möglichkeit, ein ganz spezielles Mittagessen oder einen Abend in unserem Restaurant Bloom zu verbringen. Das Restaurant und die Bar bestechen durch ihr besonderes Interieur, das mit viel Liebe zum Detail eingerichtet wurde.  Egal ob mit Kunden, Mitarbeitenden, Club- oder Vereinsmitgliedern – unsere exklusive Eventplattform Bloom bietet euch ein unvergessliches Erlebnis!

Alle Möglichkeiten und Preise findet ihr im Flyer: Bloom-Flyer-2017


Hier: zum interessanten Originaltext Lust auf ein unverwechselbares Ereignis?

http://www.openairsg.ch/2016/11/16/lust-auf-ein-unverwechselbares-ereignis/Lust auf ein unverwechselbares Ereignis?

Der Autor dieses Textes hat gute Arbeit geleistet: Kurzweilig und doch interessant!

Frisch aus St.Gallen – topaktuell: Regierung weist Kritik an Linienflügen zurück

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

Der grüne Kantonsrat Meinrad Gschwend forderte die St.Galler Regierung in einem Vorstoss auf, gegen die neuen Linienflüge Altenrhein-Friedrichshafen-Köln vorzugehen. Diese winkt ab.

KANTON ST.GALLEN. Die St.Galler Regierung ist mit der neuen Linienverbindung der People’s Viennaline von Altenrhein via Friedrichshafen nach Köln einverstanden: Sie sieht keinen Grund, deswegen bei der Fluggesellschaft oder beim Bund zu intervenieren. Dies geht aus ihrer Antwort auf eine Interpellation von Kantonsrat Meinrad Gschwend (Grüne) hervor. Dieser hatte das Angebot scharf kritisiert: Bei Start und Landung seien Treibstoffverbrauch und Emissionen besonders gross, weshalb die Kurzflüge über den See der Bevölkerung und der Umwelt nicht zuzumuten seien.

Die Regierung argumentiert ähnlich wie bereits die Verantwortlichen der Airline und verschiedene Aviatikexperten: Eine alleinige Flugverbindung Altenrhein-Friedrichshafen wäre «ökologisch und ökonomisch ein Unsinn». Da die Linie aber nach Köln weiterführe und der Zwischenstop dazu diene, die notwendige Auslastung zu erbringen, seien die Kurzflüge «nicht zu beanstanden».

«Staatsvertrag lässt neue Destinationen zu»

Gschwend hatte bemängelt, mit der neuen Linie würden frühere Versprechen gebrochen, keine neuen Liniendestinationen ab Altenrhein einzuführen. Solche Versprechen seien ihr nicht bekannt, erwidert die Regierung. Sie habe sich im Gegenteil für zusätzliche Flugverbindungen ausgesprochen. «Selbst der geltende Staatsvertrag mit Österreich sieht vor, dass auch andere Destinationen als Wien für Linienflüge möglich sind.» Das neue Angebot entspreche dem Ansinnen der Regierung, eine gute Verkehrsanbindung der Region an europäische Wirtschaftszentren sicherzustellen. Allerdings sei der Spielraum für zusätzliche Linienflüge in Altenrhein begrenzt, heisst es in der Antwort.

In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Flugbewegungen (Starts und Landungen) jeweils bei knapp 30’000. Als Obergrenze für einen «mittelfristigen, massvollen Ausbau» sind im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt des Bundes 36’500 Bewegungen festgelegt. Dieser Wert ist aber gemäss Daniel Steffen, CEO der People’s Air Group, noch nicht verbindlich, da Österreich die entsprechenden Pläne für die Entwicklung des Flugplatzes ablehne und am Staatsvertrag von 1991 festhalte. «Gemäss diesem Vertrag wären theoretisch 44’000 Flugbewegungen möglich», sagt Steffen. Er erwartet, dass sich die Zahl in den kommenden Jahren zwischen 30’000 und 40’000 einpendeln wird.

Die People’s Viennaline hat inzwischen für die Köln-Flüge ein zweites Flugzeug vom Typ Embraer 170 beschafft, so dass die erste Maschine weiterhin die Strecke nach Wien bedienen kann. Die beiden Flugzeuge bieten Platz für je 76 Passagiere. Der zusätzliche Jet stammt aus der Flotte der Finnair. Er wird in Wien revidiert und soll im Februar einsatzbereit sein. Bis dahin fliegen Maschinen von Helvetic Airways und Denim Air die Linie nach Köln.


Klick HIER: zum umfassenden Originalartikel Regierung weist Kritik an Linienflügen zurück

http://www.tagblatt.ch/4820610Regierung weist Kritik an Linienflügen zurück

Der Autor dieses Textes hat gute Arbeit geleistet: Kurzweilig und doch interessant!

Frisch aus St.Gallen – topaktuell: «Die Amerikaner sind politikmüde»

Ein lesenswerter Bericht zu St.Gallen.

Im Auftrag der OSZE ist Stephan Ziegler, Leiter Wahlen und Abstimmungen des Kantons St. Gallen, in die USA gereist und hat die Wahlen beaufsichtigt.

Wie ist die Stimmung bei Ihnen in Indiana?

Die Stimmung vor und während dieser Tage war eine «Election Fatigue», eine Wahlmüdigkeit. Die Amerikaner sind politikmüde. 600 Tage Wahlkampf sind eine lange Zeit – das wirkt sich auch negativ auf die Stimmbeteiligung aus. Diese ist nach 2012 nochmals gesunken.

Haben Sie auch mit Wählern geredet?

Wir haben mit Wählern nur über den Wahlprozess, das heisst, über die Vorgänge im Wahllokal oder über die Registrierung gesprochen – aber auch das nur am Rande. Wir sprechen hauptsächlich mit dem Wahlpersonal. In Indiana waren die Leute mit der administrativen und technischen Abwicklung des Prozederes zufrieden. Indiana hat zudem seit einem Monat «Early Voting» angeboten, die frühzeitige Stimmabgabe. Dort, wo ich war, hat die Mehrheit der Leute früh gewählt und nicht am Wahltag selber.

Auffällig für uns sind die langen Schlangen vor den Wahllokalen. Weshalb ist das so?

Man muss berücksichtigen, dass die Amerikaner nicht nur den Präsidenten gewählt haben, sondern auch viele Ämter auf verschiedenen Ebenen besetzen mussten. Dazu kamen einige Sachvorlagen. In Indiana waren es zum Teil zwanzig verschiedene Geschäfte, Wahlen und Sachvorlagen. Jeder Wähler braucht im Durchschnitt fünf Minuten, um alles zu lesen und auszufüllen.

Gab es zu wenig Wahlmaschinen?

Damit liesse sich nicht alles lösen. Es ist zuerst eine Kostenfrage. Diese Maschinen sind teuer und der Unterhalt nicht zu unterschätzen. Ein Landkreis, eine County, trägt diese Kosten selber, ohne vom Bundesstaat oder der Zentralregierung unterstützt zu werden. Und in den USA gibt es eine ähnliche Kultur des Schlangestehens wie in Grossbritannien. An den Orten, an denen ich war, gab es teilweise Wartezeiten von dreissig Minuten und mehr. Dies wird als normal erachtet. Die Wahllokale waren gut organisiert und der Ablauf war flüssig, nur zu Stosszeiten war es voll.

Warum wird überhaupt mit Maschinen gewählt? Ist das sicherer?

Es geht nicht in erster Linie um die Sicherheit, sondern um den zeitlichen und personellen Aufwand bei der Identifizierung und Überprüfung der Wähler, des korrekten Ausfüllens des Wahlzettels sowie natürlich der Auszählung. Von Hand auszuzählen wäre sehr aufwendig und zudem auch fehleranfällig. Sicherheit und Nachvollziehbarkeit sind natürlich wichtige Parameter. Jeder Einsatz von Maschinen und technischen Hilfsmitteln ruht aber auf dem Vertrauen der Bevölkerung in den gesamten Prozess und nicht zuletzt in die eigenen Wahlbehörden vor Ort.

War zu erwarten, dass in verschiedenen Staaten Rekurse eingereicht würden?

Ich bin zurzeit nicht in der Lage, dies einzuschätzen. Aber ja, wahlbezogene Rekurse gibt es in den USA oft, auf allen Ebenen. Es ist einfach, eine administrative oder rechtliche Beschwerde einzureichen. Landesweit habe ich allerdings nicht von vielen Rekursen gehört.


Klick HIER: ZUM AUSSERORDENTLICH TOLLEN ORIGINALBERICHT «Die Amerikaner sind politikmüde»

http://www.tagblatt.ch/4818024«Die Amerikaner sind politikmüde»

Dem Author ist es gelungen ein schwieriges St.Gallen-Thema ansprechend und interessant zu besprechen