St.Gallen-News: St.Galler CVP fordert höhere Kinderzulagen

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Die CVP will die Kinderzulagen im Kanton St.Gallen schrittweise von 200 auf 250 Franken erhöhen. Die Regierung plant hingegen, die Arbeitgeber mit tieferen Beiträgen zu entlasten. Entscheiden wird der Kantonsrat in der Novembersession.

Die St.Galler Regierung hat dem Kantonsrat ein überarbeitetes Familienzulagen-Gesetz vorgelegt. Darin will sie auf eine Erhöhung der Kinderzulagen von heute 200 Franken verzichten. Die monatlichen Beiträge seien für Familien, die von Armut betroffen sind, «ohnehin nur ein Tropfen auf dem heissen Stein», heisst es in der Stellungnahme.

Spielraum wäre vorhanden: Bis 2040 würde aus den Arbeitgeberbeiträgen ein Überschuss von rund 94 Mio. Franken «erwirtschaftet». Die Regierung rechnet vor: Damit könnten entweder die monatlichen Zulagen um 70 Franken erhöht oder der Beitragssatz der Arbeitgeber von 1,6 auf 1,2 Prozent gesenkt werden. «Nicht zuletzt aus Gründen der Standortattraktivität» ziehe sie die Entlastung der Arbeitgeber vor, argumentierte die Regierung.
Damit ist die CVP nicht einverstanden. In einem Communiqué fordert sie eine schrittweise Erhöhung der Kinderzulagen auf 250 Franken. Die Regierung bringe «das allseits anerkannte und bewährte Instrument der Kinder− und Ausbildungszulagen in Misskredit», kritisierte die Partei.

Alternativen wie Ergänzungsleistungen und Betreuungsgutschriften müssten aus der Staatskasse berappt werden. Die Finanzierbarkeit sei aber wegen der sinkenden Unternehmenssteuern und der ohnehin angespannten Lage der Kantonsfinanzen mehr als fraglich. Mit höheren Kinderzulagen werde nicht nur eine Besserstellung der Familien mit Kindern erreicht, sondern auch der Standort St.Gallen nachhaltig gestärkt, ist die CVP überzeugt. (sda)


Link: zum Text St.Galler CVP fordert höhere Kinderzulagen

http://www.tagblatt.ch/4834167St.Galler CVP fordert höhere Kinderzulagen

Hoffentlich kommmt bald wieder ein Bericht zu diesem Thema

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St.Gallen-News: Startkapital für St. Galler Ärzteausbildung

Ein aktueller Artikel zu diesem aktuellen Thema St.Gallens.

Der Kanton St. Gallen erhält Geld vom Bund für den Aufbau eines Masterstudiengangs in Medizin.

St.Galler Medizinstudenten, die nächsten Herbst in Zürich mit der Ausbildung beginnen, sollen sie 2020 auf Masterstufe in der Ostschweiz fortsetzen können. So will es die St.Galler Regierung. Sie hat sich vor zehn Tagen klar für ein Kooperationsmodell mit Zürich ausgesprochen (Ausgaben vom 8. und 9. November). Das definitive «Go» und die Unterschrift der Zürcher Regierung stehen noch aus. Doch die St.Galler Regierung ist zuversichtlich; im Grundsatz habe es bislang «ein Okay aus Zürich» gegeben.

Auf einer anderen Ebene hat das Kaffeesatzlesen gestern ein Ende genommen: St.Gallen erhält Geld aus Bern für den Aufbau der hiesigen Masterstudienplätze. 7,7 Millionen Franken werden von Bern in die Ostschweiz fliessen – gleich viel wie in die Zentralschweiz. Luzern wie St.Gallen planen je 40 Studien­plätze in Medizin. Der Bundesrat hatte Anfang Jahr eine Anschubfinanzierung von ­ 100 Millionen Franken über die nächsten vier Jahre beschlossen – mit den Ziel, die gegenwärtig knapp 1000 Studienplätze für Mediziner auf dannzumal 1350 schweizweit zu erhöhen.

Der St.Galler Bildungschef Stefan Kölliker – er hat die Federführung für den Medical Master – stellt allerdings klar: Effektiv werden 4,6 Millionen Franken für das neue Studienangebot in der St.Galler Staatskasse verbleiben. Denn: Wer Bachelorstudenten von anderen Universitäten übernimmt, muss ihnen diese zurückvergüten. Für den Kanton St.Gallen heisst dies konkret: Er muss zwei Fünftel des Bundesgeldes der Universität Zürich – seinem Ausbildungspartner – zukommen lassen.

10 bis 12 Millionen Kosten im Vollausbau

Die 4,6 Millionen seien ein «wichtiger Beitrag» für den Aufbau des neuen Masterstudiengangs, sagt Kölliker. Er betont aber gleich: Die Regierung wolle die ­Kosten in der Vorbereitungsphase möglichst tief halten – nicht zuletzt mit Blick auf die Volksabstimmung; das letzte Wort zum St.Galler Medical Master hat nämlich das Volk. Dieses wird 2018 an die Urne gerufen, und dannzumal sollen nicht bereits Millionen für das neue Studien­angebot ausgegeben worden sein.

Kölliker geht davon aus, dass der ­Medical Master im Vollausbau mit 120 Studierenden gesamthaft 10 bis 12 Millionen Franken pro Jahr kosten wird. Die Mehrkosten für den Kanton dürften ­einiges tiefer liegen; sie dürften 6 bis ­ 8 Millionen jährlich betragen. Zum einen kann der Kanton mit Bundesbeiträgen rechnen, zum andern zahlt er heute für St.Galler Masterstudierende an auswärtigen Universitäten; diese Kosten fallen dann weg.

Weitere Massnahmen gegen Ärztemangel notwendig

Hintergrund der «Ausbildungsoffensive für Mediziner» ist der Ärztemangel. Die Ostschweiz ist davon besonders stark ­betroffen. So kommt es, dass 43 Prozent der hier tätigen Ärzte ein ausländisches Diplom haben – damit belegt die Ostschweiz im Vergleich mit den anderen Kantonen einen Spitzenrang. Die Rekrutierung von Ärzten aus dem Ausland ist heute schwieriger geworden, denn die Nachbarländer haben die Arbeitsbedingungen und Einkommen für Ärzte verbessert.

Die St.Galler Regierung hat früh auf diese Entwicklungen reagiert – als von einer Anschubfinanzierung des Bundes noch keine Rede war. So hat sie unter anderem eine Projektstudie zum Aufbau des Medical Masters in Auftrag gegeben. Projektleiter war Peter Suter, Präsident des Swiss Medical Board und ehe­maliger Chefarzt am Universitätsspital Genf. Er wies vor zehn Tagen an einer Medienorientierung in St.Gallen unmissverständlich darauf hin: Um den Ärzte­mangel zu bekämpfen, genüge es nicht, einfach mehr Studienplätze zu schaffen. Es seien weitere Massnahmen not­wendig, etwa um die Zahl der Berufs­aussteiger zu verringern und den Wiedereinstieg zu erleichtern. Dazu gehörten Möglichkeiten von Teilzeitarbeit und Angebote zur Kinderbetreuung. Es müsste aber auch auf strukturelle Entwicklungen reagiert werden: Der Trend gehe klar in Richtung Gruppenpraxen – «Einzelpraxen sind ein Auslaufmodell», so Suter.


Klick HIER: zur ausserordentlich tollen Quelle des Textes Startkapital für St. Galler Ärzteausbildung

http://www.tagblatt.ch/4829203Startkapital für St. Galler Ärzteausbildung

Der Autor hat mit diesem St.Gallener-Artikel gute Arbeit geleistet!

St.Gallen-News: Ein Buch voller Luftschlösser

Ein lesenswerter Bericht zu St.Gallen.

Théo Buff legt wieder einen Band zur Geschichte der Stadt St.Gallen vor. Es ist lokalen Visionen und Projekten gewidmet, die in den letzten rund 170 Jahren gescheitert sind. Und das waren doch etliche.

Normalerweise werden Politiker, Architekten und Planer an dem gemessen, was sie auf die Beine gestellt haben. Kaum jemand interessiert sich im Nachhinein mehr für ihre nie umgesetzten Ideen, Visionen und Projekte. Weil diese Bau-, Verkehrs- und anderen Vorhaben immer mit dem Scheitern verbunden sind, ist es Akteuren und Drahtziehern oft sogar unangenehm, darüber zu sprechen, geschweige denn zu schreiben. Was schade ist. Gerade kontroverse Ideen, die nach langen öffentlichen Diskussionen bachab gegangen sind, sagen nämlich viel über den jeweiligen Zeitgeist und die Stimmung während einer Epoche in einer Stadt aus.

Die Vernissage in der Tiefgarage

Nach einigen gescheiterten Anläufen in der Vergangenheit gibt es jetzt ein Buch über St.Gallen als Stadt, wie sie nie gebaut wurde. Autor Théo Buff, der Verlagsgenossenschaft St.Gallen (VGS) und der Stadt St.Gallen sei Dank. Der Band hatte am Donnerstagabend Premiere. An einem genau so überraschenden wie zum Thema passenden Ort, in der Tiefgarage unter dem Blumenmarkt. Das Taubenloch ist die ehemalige Garage der Stadtpolizei. Dass die Amtsstellen der Stadtverwaltung aus dem Amtshaus hier weiterhin ihre Dienstfahrzeuge einstellen, hängt mit einem 2015 in der Volksabstimmung gescheiterten Projekt zusammen. Der zweite Anlauf zur Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt sah vor, das Taubenloch baulich zu sanieren und in einen Kulturraum zu verwandeln.

Durch die Ansprachen an der Vernissage des Bandes «St.Gallen – eine Stadt, wie sie nie gebaut wurde» zogen sich wie ein roter Faden Aussagen zur Bedeutung des Scheiterns, aber auch zur Bedeutung von gescheiterten Projekten für die Stadtentwicklung. Sie alle hätten die Stadt letztlich weitergebracht, sagte Stadträtin Patrizia Adam schon in ihrer Begrüssung. Über die Vorhaben sei gesprochen und gestritten worden. Und oft habe die Auseinandersetzung zu etwas Besserem geführt. Projekte der Stadtentwicklung scheiterten bis heute an drei Hauptgründen, sagte Adam: Oft fehle einfach das Geld für eine Realisierung. Manchmal überhole sich aber der Zeitgeist auch selber und lasse eine Idee hinfällig werden. Manche Idee, über die man seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in St. Gallen diskutiert habe, sei aber auch zu wild gewesen, andere seien einfach zu früh auf den Tisch gelegt worden.

Die wenigsten Menschen sind Visionäre

Kantonsbaumeister Werner Binotto ging an der Vernissage im Taubenloch den Schwierigkeiten nach, in einer Stadt zu bauen. Der Mensch sei nicht wirklich für Visionen geboren, stellte er dabei fest. Die Mehrheit lebe in der Gegenwart und in der eigenen Geschichte, in den eigenen Erinnerungen. Viele reagierten sehr sensibel auf Veränderungen im direkten Umfeld. Als Gesellschaft müssten wir uns aber nicht vor der Zukunft oder vor der Geschichte scheuen. Wir dürften gross denken. Damit Veränderungen möglich seien, dürften wir aber unsere Gegenwart nicht überbewerten. Die Erfahrung zeige, dass sie jeweils sehr rasch wieder Geschichte sei. Diese Sicht, so versicherte Werner Binotto, erleichtere einem das Leben. Es erleichtere aber auch den Spagat zwischen dem Gestern und dem Morgen.

Von Luftseilbahnen, Bären, Türmen und Autos

Im neuen Band, der ab sofort im Buchhandel erhältlich ist, geht Théo Buff in fünf grossen Kapiteln nie realisierten Projekten in der Stadt St.Gallen nach. Da kommen Luftseilbahn-Ideen genau so zur Sprache wie die verschiedenen Anläufe, ein Bären- oder Löwengehege anzulegen. Oder es geht um Visionen fürs künftige Wohnen in Türmen, um Projekte für öffentliche Gebäude, die zeitweise in schneller Folge auftauchten, um genau so schnell wieder in Verwaltungsschubladen zu verschwinden. Und natürlich geht’s um Schnellstrassen, Autobahnen und – wie könnte es in St. Gallen anders sein – um ober- und unterirdische Abstellplätze für Autos. Dabei will die Neuerscheinung kein Inventar gescheiterter Bau- und Verkehrsvorhaben sein. Ein solches würde sowieso ganze Büchergestelle füllen. Vielmehr legt Buff ein Lesebuch vor. Eine gut verdauliche Lektüre fürs Nachttischchen – gespickt aber mit vielen Daten, überraschenden Fakten und Anekdoten.


Click: ZUM EHERINGE-ARTIKEL Ein Buch voller Luftschlösser

http://www.tagblatt.ch/4828289Ein Buch voller Luftschlösser

Der Autor dieses Textes hat gute Arbeit geleistet: Kurzweilig und doch interessant!

St.Gallen-News: Für mehr Autoverkehr – Mobilitäts-Initiative eingereicht

Ein sehr lesenswerter Text zu diesem topaktuellen und alle St.Gallener betreffenden Thema,

Ein Komitee von bürgerlichen Parteien und verschiedenen Verbänden hat in der Stadt St.Gallen die Mobilitäts-Initiative eingereicht. Diese fordert, dass der Autoverkehr in der Stadt wieder zunehmen darf.

1750 Personen haben die Initiative unterschrieben, wie das Komitee am Mittwoch mitteilte. Damit können sich die Stimmberechtigten voraussichtlich 2017 oder 2018 nochmals zur Verkehrspolitik äussern.

Derzeit gilt in St. Gallen ein Reglement für nachhaltige Verkehrsentwicklung, das 2010 vom Volk mit der Annahme der Städteinitiative gutgeheissen wurde. Seither muss das Wachstum des Verkehrs in der Stadt durch den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr (Velo und Fussgänger) aufgefangen werden.

Diese Bestimmung wollen FDP, CVP, SVP, der Hauseigentümerverband HEV, der Gewerbeverband, Pro City, Wirtschaft Region St. Gallen sowie ACS und TCS wieder aufheben. Die neu angestrebte Fassung des Verkehrsreglements formuliere den Schutzgedanken viel umfassender, schreiben die Initianten. Auf eine Plafonierung sei zu verzichten. (sda)


Click: Text Für mehr Autoverkehr – Mobilitäts-Initiative eingereicht

http://www.tagblatt.ch/4825518Für mehr Autoverkehr – Mobilitäts-Initiative eingereicht

Dem Verfasser des Artikels ist es gelungen das Thema kompetent zu behandeln.

St.Gallen-News: “Nora” ist da

Der Text trifft den Nagel auf exakt auf den Kopf

Die People’s Viennaline ist im Besitz ihres zweiten Embraer-170-Jets. Das Unternehmen hat ihn im englischen Norwich übernommen und nach Wien überführt.

ALTENRHEIN. In Wien erfolgt zunächst ein umfassendes Wartungsprogramm sowie im Januar die Neulackierung der baugleichen Embraer 170, wie People’s Viennaline in einem Communiqué schreibt. Definitiv in Betrieb genommen wird das Flugzeug Anfang Februar kommenden Jahres.

Die zweite Embraer 170 ist für die neue Strecke Altenrhein – Friedrichshafen – Köln/Bonn vorgesehen, die im Winterflugplan noch mit einer eingemieteten Embraer 145 von Denim Air bedient wird. Daniel Steffen, CEO der People’s Air Group lässt sich zum neuen Jet wie folgt zitieren: “Wir sind stolz darauf, mit dem zweiten Flugzeug der Bodenseeregion neue Flugverbindungen mit dem bewährten und beliebten People’s-Jet-Produkt und hohen Service-Standards bieten zu können.”

Die zweite Embraer 170 stammt ebenfalls aus der Finnair-Flotte und hat 76 Ledersitze. Getauft wird der Flieger Anfang nächsten Jahres auf den Namen “Nora”. “Somit haben Laura und Nora, die beiden Töchter von Firmengründer Markus Kopf, je einen eigenen Flieger”, wie es im Communiqué heisst. (pd/red.)


Click: zum spannenden Eheringe-Tipp “Nora” ist da

http://www.tagblatt.ch/4820290″Nora” ist da

Der Autor dieses Textes hat gute Arbeit geleistet: Kurzweilig und doch interessant!

St.Gallen-News: Kein Kreativzentrum im St.Galler Zeughaus

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Für die St. Galler Regierung hat es im Zeughaus in St. Gallen keinen Platz für eine eigenständige Ostschweizer Kreativschule. In einem Vorstoss aus dem St.Galler Kantonsrat war dieser Standort vorgeschlagen worden.

ST.GALLEN. Ein Ergebnis der Diskussionen um die Sparpakete sei die Vision einer eigenständigen Kreativschule gewesen, heisst es in einem Vorstoss der beiden SP-Kantonsparlamentarier Bettina Surber und Max Lemmenmeier.

Als Standort für «eine starke und eigenständige Kreativschule für die Ostschweiz mit Standort St. Gallen» schlugen sie das von der Armee nicht mehr benötigte Zeughaus in St. Gallen neben der Kreuzbleiche vor. Schulräume, Ateliers und Werkstätten der Schule für Gestaltung (GBS) könnten dort konzentriert werden. Aktuell seien diese in der ganzen Stadt «verzettelt».

Anziehungskraft unbestritten
In ihrer Stellungnahme hält die Regierung fest, der Wert einer starken Schule der Gestaltung sei gross. Daran sei nicht nur das angestammte St. Galler Gewerbe interessiert. Vielmehr profitierten auch zahlreiche IT-Unternehmen von den kreativen und innovativen Leistungen der visuellen Gestalter, Fotografen oder Interactive Media Designer.

Es sei unbestritten, dass die Anziehungskraft einer Schule für Gestaltung auch von der räumlichen Schulumgebung abhänge. Die Kantone Luzern, Basel und Zürich hätten zuletzt erhebliche Investitionen in ihre Kreativschulen gesteckt.

Der vorgeschlagene Standort sei bereits überprüft worden: Weil eine Gesamtsanierung des Hauptgebäudes der GBS an der Demutstrasse anstehe, seien Alternativen für eine vorübergehende oder definitive Nutzung abgeklärt worden – unter anderem auch das Zeughaus.

Entscheid gegen Zeughaus
Das Gebäude würde über eine ausreichende Grösse wie auch über eine passende Struktur verfügen, die für das kreative Arbeiten vorteilhaft wäre, schreibt die Regierung.

Aber: Das Zeughaus sei belegt, für die hauptsächlichen Nutzer der Räumlichkeiten wie das Amt für Militär und Zivilschutz und das eidgenössische Departement für Verteidigung, gebe es auch keine Alternativen an einem anderen Ort.

Deshalb habe die Regierung entschieden, dass die GBS künftig an ihrem Hauptstandort an der Demutstrasse konzentriert werden solle. (sda)


Hier: zum gut gelungenen Originalbericht Kein Kreativzentrum im St.Galler Zeughaus

http://www.tagblatt.ch/4819192Kein Kreativzentrum im St.Galler Zeughaus

Der Verfasser hat das Topic kurz und doch umfassend beschrieben.

St.Gallen-News: Polenta auf Mehlwurm

Topaktueller Text zu einer St.Gallener Frage der heutigen Zeit.

Das Start-up Essento um den Mörschwiler Matthias Grawehr hat ein Insekten-Kochbuch herausgebracht. Es soll Anreiz sein, bei Coop Grillen zu kaufen.

Ein Aufstrich aus Heuschrecken, Teigwaren aus Mehlwurm oder ein Burger aus Grillen: Wer möchte, kann bald solche Produkte auf seinen Einkaufszettel schreiben. Ab Frühling 2017 wird Coop Insektenspezialitäten des Start-ups Essento ins Sortiment aufnehmen. Bis dann wird auch das neue Lebensmittelgesetz in Kraft sein, das Insekten als Lebensmittel zulässt. Für Essento rund um den Mörschwiler Geschäftsführer und Mitbegründer Matthias Grawehr ist das ein Meilenstein. Seit der Gründung 2013 verfolgt die Firma das Ziel, den Menschen Insekten als Nahrungsmittel schmackhaft zu machen. Gelingen soll das nun auch dank des neuen Kochbuchs «Grillen, Heuschrecken & Co.».

«Wir haben darauf geachtet, dass es sowohl Rezepte für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene gibt», sagt Grawehr. Denn gerade Insekteneinsteiger müssten sich wohl erst langsam an die neuen Gerichte herantasten. Die Frischkäsepralinés im Mehlwurm-Knuspermantel etwa könnte wohl jeder problemlos essen, vor allem wenn er nicht weiss, dass der Knuspermantel aus zerbröselten Mehlwürmern besteht. Die Pralinés sehen harmlos aus, wie Falafel. Auch die Mehlwurm-Bolognese gleicht optisch dem Original. Schwieriger wird es beim italienischen Brotsalat mit Heuschrecken oder der Polenta mit Mehlwurm-Pilz-Ragout. Die Insekten sind als Ganzes zu erkennen und schwimmen in der Sauce.

In Afrika teurer als Rindfleisch

Im Frühling 2015 hatte Essento erstmals die Idee für ein Insektenkochbuch. «Wir Europäer sind es uns nicht mehr gewöhnt, Insekten zu essen», sagt Grawehr. «So kamen wir darauf, dass wir mit einem Kochbuch die Insekten von einer anderen Seite beleuchten könnten.» Darauf recherchierte das Essento-Team mehrere Wochen und fragte Experten, ob sie Beiträge schreiben wollen. Zu Wort kommen nun unter anderen ein Foodhistoriker, ein Agronom, ein Gastrokritiker und Trendforscherin Hanni Rützel. Ein Grossteil der Insekten gehöre zu den wertvollsten Nahrungsmitteln bezüglich Proteingehalt, Vitaminen und Mineralien, schreibt sie. Insekten seien sogar Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen und Sprossen überlegen. Überall auf der Welt ausser im westlichen Kulturkreis gehörten Insekten zum Essensalltag. In Uganda sind Heuschrecken laut Rützel gar einen Drittel teurer als Rindfleisch. Und in Mittel- und Südamerika würden die Eier der Wasserwanzen teuer als «Mexikanischer Kaviar» gehandelt.

Basler Mehlwurmsuppe als Lieblingsrezept

Rund 50 Rezepte enthält das Kochbuch. Darunter Kreationen von sechs Schweizer Gourmetköchen wie Pralinés mit in Goldblatt gekleidetem Mehlwurm, Nussbutter-Mehlwurm-Glace oder Basler Mehlwurmsuppe. Letztere gehört zu Grawehrs Lieblingsrezepten. «Die Suppe schmeckt einfach toll und es ist spannend, wie man aus der berühmten Basler Suppe eine Mehlwurmsuppe machen kann», sagt er. Grawehr ist vom Erfolg des Buchs und der Essento-Produkte überzeugt. «Künftig wird man oft Insekten statt konventionelles Fleisch essen.» Dass auch andere so denken, habe sich beim Crowdfunding gezeigt: 12 000 Franken kamen für den Druck des Kochbuchs zusammen. Welche Insekten-Produkte ab 2017 im Coop erhältlich sein werden, muss noch ausgehandelt werden. Dann wird sich auch zeigen, ob sie überhaupt gekauft werden. Grawehr denkt hingegen schon weiter. Derzeit muss seine Firma die Insekten aus Holland beziehen, weil es in der Schweiz keine Züchter gibt. «Mittelfristig wollen wir das ändern.»

«Grillen, Heuschrecken & Co.», erschienen im AT-Verlag, ISBN 978-3-03800-923-8


Hier: ZUM INTERESSANTEN ARTIKEL Polenta auf Mehlwurm

http://www.tagblatt.ch/4817875Polenta auf Mehlwurm

Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema St.Gallen voll und ganz gerecht zu werden.