News aus St.Gallen: Kein “Freipass für Schnellfahrer”

Lesenswerter Artikel über ein interessantes St.Gallener Topic.

In einer Motion fordert die St.Galler SVP-Fraktion, dass künftig im Kanton mit einer Signalisation vor Radarkontrollen gewarnt werden muss. Die Regierung lehnt den Vorstoss ab.

Trotz gegenteiliger Aussagen der zuständigen Behörden gebe es fiskalische Gründe für die Geschwindigkeitskontrollen, schreibt die SVP in ihrer Motion, die sie in der Septembersession eingereicht hat.

Seit 2015 veröffentlicht die St.Galler Kantonspolizei bereits die Standorte von neun semistationären Messgeräten im Internet und auf Facebook. Angegeben werden jeweils die Gemeinde und die Strasse, an der die Kontrolle stattfindet.

Internetwarnungen genügen nicht
Diese Publikation geht der SVP-Fraktion aber zu wenig weit. Sie verlangt gesetzliche Grundlagen, damit in «angemessenem Abstand» vor sämtlichen Standorten von stationären oder semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen «eine entsprechende Signalisation» angebracht werden muss.

Die St.Galler Regierung lehnt die Motion ab. Überhöhte Geschwindigkeiten seien eine der häufigsten Unfallursachen, argumentiert sie in ihrer Stellungnahme. 2015 habe es deswegen 479 Unfälle mit zwei Toten und 181 Verletzten gegeben.

Ein Grossteil der Bevölkerung begegne Geschwindigkeitskontrollen mit Verständnis, zeigt sich die Regierung überzeugt. Auch Gemeindebehörden verlangten oftmals, an einer bestimmten Stelle die Geschwindigkeiten zu messen.

Ein Zwang zur Ankündigung aller Radarstandorte wäre aus Sicht der Regierung nicht nur ein Freipass für Schnellfahrer, sondern behindere vor allem auch die Prävention von Unfällen durch überhöhte Geschwindigkeiten. Die Motion wird voraussichtlich in der kommenden Novembersession behandelt. (sda)


Hier: ZUM EHERINGEREPORT Kein “Freipass für Schnellfahrer”

http://www.tagblatt.ch/4830525Kein “Freipass für Schnellfahrer”

Dieser kompakte Artikel beleuchtet dieses topaktuelle Thema aus einem interessanten Blickwinkel. Spannend!

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News aus St.Gallen: Kein Geld für Richter aus Bhutan

Ein aktueller Artikel zu diesem aktuellen Thema St.Gallens.

Für ein Projekt in Bhutan hatte das Bundesverwaltungsgericht Gelder aus dem St. Galler Lotteriefonds erhalten. Noch vor dem Entscheid des Kantonsrates wurde das Gesuch wieder zurückgezogen.

Nur noch die Zustimmung des Parlaments fehlte und 40 000 Franken aus dem Lotteriefonds des Kantons St. Gallen wären dem Himalayastaat Bhutan zugutegekommen. Beim Projekt «Human Resource Capacity Development in the Judiciary of Bhutan» wollte das Bundesverwaltungsgericht damit die Entwicklung einer demokratischen und unabhängigen Justiz im asiatischen Land fördern. Das Projekt gibt es schon vier Jahre, bereits hat eine Delegation des höchsten bhutanischen Gerichts die Ostschweiz besucht, während eine St. Galler Delegation in Asien Workshops leitete. Auch die Universität St. Gallen ist beteiligt: Sie führt Masterkurse in internationalem Recht für bhutanische Studentinnen und Studenten durch.

Bisher finanzierte die eidgenössische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit Deza dieses Projekt. Weil diese Unterstützung aber wie vorgesehen im vergangenen Juni ausgelaufen ist, sollte der Lotteriefonds einspringen. «Wir fanden es eine interessante Idee. Und das Projekt hätte eine langfristige Wirkung gehabt», sagt Ursula Badrutt. Dass beim Lotteriefonds Gelder für Entwicklungsprojekte beantragt werden, ist zwar vorgesehen, passiert aber nicht oft. Laut Badrutt, Leiterin der kantonalen Kulturförderung, fallen viele Anfragen weg, weil der Bezug zu St. Gallen fehlt, der in den Richtlinien vorgesehen ist: «Wir können Projekte in Entwicklungszusammenarbeit nur dann unterstützen, wenn es einen klaren Bezug zu unserem Kanton gibt.» Beim Gericht mit Sitz in St. Gallen war dieser gegeben.

Nun wird doch nichts daraus: Die Broschüre des Lotteriefonds war bereits gedruckt, als das St. Galler Amt für Kultur Ende letzter Woche einen Brief des Bundesverwaltungsgerichts erhielt. «Wir haben das Gesuch an den Lotteriefonds wieder zurück gezogen», bestätigt Mediensprecher Rocco Maglio. Das Gericht habe seine Prioritäten neu definiert: «Und das ist zuerst einmal die Rechtsprechung.»

Aufwand am Ende doch zu gross

Obwohl es sich beim Austausch mit Bhutan um ein gutes und wichtiges Projekt gehandelt habe, sei der Aufwand nach dem Ende der Deza-Beteiligung doch zu gross. Mit dem Rückzug des Gerichts ist auch die Beteiligung der Universität vorbei. «Obwohl man die bhutanischen Studierenden als grosse Bereicherung empfunden hat, fehlt damit die Grundlage für das Ausbildungsprogramm», sagt Marius Hasenböhler-Backes, Leiter Kommunikation. Insgesamt besuchten seit 2014 acht Juristinnen und Juristen aus Bhutan das Master-Programm in Internationalem Recht – die letzten zwei schliessen im Frühjahr 2017 ihre Ausbildung ab.

Das Königreich der Glücklichen

Bhutan, das «Land des Donnerdrachens», bleibt für viele Westeuropäer ein Geheimnis, denn die Regierung beschränkt die Zahl der Touristinnen und Touristen. Auf eigene Faust kommt niemand hinein, die organisierten Touren kosten zwischen 200 und 290 Dollar pro Tag. Das Land wurde weltweit berühmt, weil der König ein «Bruttonationalglück» in der Verfassung festlegte: Die wirtschaftliche und politische Entwicklung soll damit dem Streben nach Glück unterstellt werden. Obwohl es seit 1953 über ein Parlament verfügt, fanden die ersten freien Wahlen erst 2008 statt. Bis dahin blieben Parteien verboten. Der entwicklungspolitische Einsatz der Deza konzentrierte sich in den letzten Jahren denn auch auf die Demokratisierung des Landes.

Laut Ursula Badrutt bleiben die 40 000 Franken im Lotteriefonds und werden nächstes Jahr für andere Projekte zur Verfügung stehen.


Hier: ZUR AUSSERORDENTLICH TOLLEN EHERINGENEWS Kein Geld für Richter aus Bhutan

http://www.tagblatt.ch/4827123Kein Geld für Richter aus Bhutan

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

News aus St.Gallen: St.Galler Regierung hat nichts gegen kürzesten Linienflug

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

Die St.Galler Regierung hat sich hinter den «kürzesten internationalen Linienflug der Welt» von Altenrhein nach Friedrichshafen gestellt und die Kritik des Grünen Kantonsrats Meinrad Gschwend zurückgewiesen.

ST.GALLEN. Ihr seien keine Versprechen bekannt, wonach es neben den bestehenden Destinationen keine weiteren Flüge ab Altenrhein geben solle, schreibt die St.Galler Regierung in ihrer Antwort auf eine Interpellation von Kantonsrat Meinrad Gschwend. Der Parlamentarier der Grünen hatte das Angebot der People’s Viennaline kritisiert. Seit November wird zweimal täglich eine Verbindung von Altenrhein mit Zwischenstopp Friedrichshafen nach Köln angeboten. Dabei kann auch nur die Kurzstrecke über den Bodensee gebucht werden. Es handle sich um den «kürzesten internationalen Linienflug der Welt», wirbt die Fluglinie.

Schädlich für die Umwelt
In seinem Vorstoss hatte Geschwend ökologische Argumente ins Feld geführt: Es sei allgemein bekannt, dass für Kurzstrecken der öffentliche Verkehr dem Flugverkehr vorzuziehen sei. Er sieht das Angebot im Widerspruch zur Kantonsverfassung. Dort heisse es: «Der Staat setzt sich zum Ziel, dass der Mensch und die natürliche Umwelt vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen bewahrt werden».

In ihrer Antwort weist die St.Galler Regierung die Kritik zurück. Sie begrüsse das Engagement, den Flugplatz rentabel zu betreiben und damit als Standortfaktor für den Kanton zu erhalten. Die Flugverbindung nach Köln entspreche ihrem Ansinnen, eine gute Verkehrsverbindung der Region in europäische Wirtschaftszentren sicherzustellen. Der Zwischenhalt in Friedrichshafen diene dazu, die notwendigen Auslastung zu bringen, und sei vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden. Die Regierung teile allerdings die Ansicht des Interpellanten, dass eine Flugverbindung ausschliesslich von Altenrhein nach Friedrichshafen und zurück «ökologisch und ökonomisch ein Unsinn» wäre und einer nachhaltigen Entwicklung zuwiderlaufen würde. (SDA-ATS/ka/ny)


Click: REPORTAGE St.Galler Regierung hat nichts gegen kürzesten Linienflug

http://www.tagblatt.ch/4824395St.Galler Regierung hat nichts gegen kürzesten Linienflug

Dem Author ist es gelungen ein schwieriges St.Gallen-Thema ansprechend und interessant zu besprechen

Aus St.Gallen – topaktuelle News: “Du huere Chrüppel”: Stadtpolizist vor Gericht

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Ein St.Galler Stadtpolizist muss sich am Donnerstag wegen eines Ausrasters vor Gericht verantworten. Er hatte einen Töff-Rowdy bei der Festnahme beschimpft und bedroht – Amtsmissbrauch, findet die Anklage und fordert eine Geldstrafe von 8500 Franken für den Mann.

“Wildwest in der Ostschweiz”, “St.Galler Polizist: ‘I mach di kaputt’”: Der Vorfall, der am Donnerstag vor dem St.Galler Kreisgericht verhandelt wird, sorgte vor eineinhalb Jahren für zahlreiche Schlagzeilen. Ein Töfffahrer war massiv zu schnell durch die Stadt St.Gallen gefahren. Als ihn eine Patrouille der Stadtpolizei stellte, stiess einer der beiden Beamten reihenweise Beschimpfungen aus: Er nannte den Mann unter anderem “Chrüppel”, “Latschi” und “Ratte”.

Die Helmkamera, mit welcher der Töfflenker seine wilde Fahrt aufgenommen hatte, zeichnete die üblen Worte des Beamten auf. Der Skandal war perfekt, als der Töfffahrer das Video auf Youtube hochlud und die Medien darauf aufmerksam wurden. Nun steht der betreffende Polizist vor Gericht – die Anklage wirft ihm Amtsmissbrauch vor.

Verfolgung aufgenommen
Die Anklageschrift geht detailliert auf die Geschehnisse ein, die sich bereits am 1. September 2014 zutrugen, aber erst durch das Youtube-Video im Juni 2015 an die Öffentlichkeit gelangten. Der Töff-Lenker war auf der Langgasse stadteinwärts unterwegs – mit lautem Motor und ohne Kontrollschild. Die zweiköpfige Patrouille der St.Galler Stadtpolizei nahm mit Blaulicht und Sirene die Verfolgung des Mannes auf, der in halsbrecherischer Fahrt davonfuhr. Dabei missachtete der Töfflenker zahlreiche Verkehrsregeln – er war mit bis zu 100 km/h nicht nur massiv zu schnell unterwegs, sondern überfuhr auch Rotlichter, überholte rechts oder drängte entgegenkommende Fahrzeuge ab.

“I rupf dir de Grind us”
“Zeitweilig erfolgte die Fahrt in einem eigentlichen Katz- und Mausspiel”, heisst es in der Anklageschrift. So habe der Motorradlenker die Polizisten teils aufschliessen lassen, um ihnen sogleich wieder zu entwischen. An der Verzweigung Tablatstrasse – Rehetobelstrasse im Osten der Stadt spitzten sich die Geschehnisse dann zu: Der Töfflenker stürzte ins Wiesenbord und widersetzte sich der drohenden Verhaftung. Zunächst drückte einer der Polizisten dem Motorradlenker laut Anklageschrift den Helm mehrmals stark nach hinten ins Genick, um dem Mann “die Luft abzuschneiden und ihn zur Aufgabe seines Widerstandes zu veranlassen”. In der Folge kam es zu den üblen Beschimpfungen zwischen dem Töfffahrer und dem Polizisten.

Der Motorradlenker betitelte den Beamten zunächst als “Arschloch!” und “Drecksau!”. Der Polizist reagierte darauf mit Äusserungen wie “Du huere Sau!”, “Du Chrüppel, du verdammte!”, “I rupf dir de Grind us, du!”, “Du verdammte huere Chrüppel, du elende, du!”,”No eimol wehre, du, und i mach di kaputt!”, “Du huere Latschi, du!” oder “Wa hemmer denn do für e huere Ratte!” Erst nachdem es den Polizisten gelungen war, dem Mann Handfesseln anzulegen und ihm den Helm abzuziehen, beruhigte sich die Situation.

“Alles panierte Bünzli-Bürger!”
Er habe eine Stinkwut auf die Behörden gehabt, gab der Töff-Rowdy nach dem Vorfall gegenüber dem “Blick” zu Protokoll. Schon mehrmals hätten ihm die Behörden das Leben schwer gemacht – nach einem Burnout sowie einem Konkurs habe er nichts mehr zu essen für die Familie gehabt und von den Behörden keinen Franken erhalten. Er zeigte sich zwar reuig, bezeichnete seine Fahrt aber auch als Hilferuf in der Not: “Die von der Behörde sind einfach alles panierte Bünzli-Bürger!”, sagte der Mann dem “Blick”.

Das Verhalten der Polizei bei seiner Festnahme bezeichnete der Töff-Lenker einerseits als unprofessionell. Andererseits äusserte er aber auch Verständnis dafür: “Wäre ich einer der Polizisten gewesen, hätte ich mir wohl auch ein paar aufs Dach gegeben”, so der Mann. Er war im vergangenen Frühling im abgekürzten Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von 23 Monaten, bedingt ausgesetzt auf zwei Jahre, und einer Busse von 1000 Franken verurteilt worden – unter anderem wegen mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln (Raser-Tatbestand) und Fahrens ohne Kontrollschilder.

Probezeit von zwei Jahren beantragt
Laut der nun vorliegenden Anklageschrift gegen den Polizisten hat der Beamte durch sein Verhalten gegenüber dem Töfffahrer Amtsmissbrauch begangen – “insbesondere, indem er diesen beschimpfte und bedrohte”. Nach dem Willen der Anklage soll der Polizist eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 170 Franken zahlen – dies bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem sind eine Busse von 800 Franken und die Übernahme der Verfahrenskosten beantragt.


Click: zum ausserordentlich tollen Eheringe Report “Du huere Chrüppel”: Stadtpolizist vor Gericht

http://www.tagblatt.ch/4824373″Du huere Chrüppel”: Stadtpolizist vor Gericht

Dieser gelungene Bericht behandelt das Thema in unterhaltsamer und doch lehrreicher Art und Weise.

News aus St.Gallen: Über 9000 kamen ins neue Museum

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Eröffnung Nach einem Festakt mit geladenen Gästen am vergangenen Freitag war am Wochenende das neue Naturmuseum im Osten der Stadt St. Gallen erstmals fürs breite Publikum geöffnet. Und der Andrang fiel rekordverdächtig aus: Am Samstag kamen 3002 Besucherinnen und Besucher, am Sonntag waren es nochmals 6020. Die insgesamt 9000 Gäste des Eröffnungswochenendes stellen fürs Museum einen Publikumsrekord daher: So viele Eintritte wurden im alten Natur- und Kunstmuseum im Stadtpark nie erreicht.

Museumsdirektor Toni Bürgin zeigte sich am Sonntagabend sehr zufrieden mit dem Eröffnungswochenende. Die Reaktionen der Besucherinnen und Besucher seien durchwegs positiv ausgefallen. Das Museumsteam habe viele Komplimente für das neue Haus und die neue Dauerausstellung entgegennehmen dürfen. Ein besonderer Anziehungspunkt im neuen Haus waren das grosse vom Bodensee bis ins Churer Rheintal reichende Landschaftsrelief mit seinen interaktiven Fernrohren. Aber auch der Bärenwald, die Mineralienschau und die Ausstellung mit den Dinosauriern seien gut angekommen, zieht Toni Bürgin eine erste Bilanz. (vre) 30, 31


Click: zum ausserordentlich tollen Eheringe-Text Über 9000 kamen ins neue Museum

http://www.tagblatt.ch/4822004Über 9000 kamen ins neue Museum

Dem Autor ist es gelungen den Text kurz und doch umfassend zu verfassen.

News aus St.Gallen: Kokainhandel, Erpressung und Nötigung: 8,5 Jahre Haft für Serben

Der Text trifft den Nagel auf exakt auf den Kopf

Ein serbischer Staatsangehöriger ist vom Kreisgericht St.Gallen unter anderem wegen Kokainhandels, Erpressung und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von 8,5 Jahren verurteilt worden. An der Gerichtsverhandlung hatte er die meisten Vorwürfe bestritten.

ST.GALLEN. Der 39-jährige Mann stand am 27. Oktober vor dem Kreisgericht St.Gallen. Nun wurde das Urteil veröffentlicht. Das Gericht sprach ihn unter anderem wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Erpressung sowie Nötigung schuldig.

Zur Freiheitsstrafe von 8,5 Jahren kommt eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken sowie eine Busse von 300 Franken. Dem Staat muss er eine Ersatzforderung von 40’000 Franken zahlen, dem Opfer eine Genugtuung von 12’000 Franken. Die Kosten des Verfahrens, die zu seinen Lasten gehen, betragen rund 130’000 Franken.

Kokain aus Holland geschmuggelt
Die Anklage hatte eine Freiheitsstrafe von elf Jahren, dazu Geldstrafe, Busse und eine Ersatzforderung von 100’000 Franken beantragt. Die Verteidigung forderte mehrere Freisprüche sowie eine Freiheitsstrafe von höchstens 33 Monaten.

Der Beschuldigte hat laut Anklageschrift einen Mann dazu angestiftet, nach Amsterdam zu fahren und zwei Kilo Kokain in die Schweiz zu bringen. Auch soll er mehrmals selber nach Holland gereist sein, dort mindestens 1,5 Kilo Kokain erworben und 1,35 Kilo in der Schweiz verkauft haben.

Seine Ex-Freundin beschuldigte ihn, er habe sie und ihren Bruder mit einer Waffe und einem Teppichmesser bedroht. Damit habe er von ihr 100’000 Franken erpressen wollen.

Der Beschuldigte sei nicht davor zurückgeschreckt, Todesdrohungen gegen die Enkelin, eine schwangere Verwandte und andere Familienmitglieder auszustossen, erklärte der Staatsanwalt.

Ausserdem habe er der Ex-Freundin die Pistole an den Kopf geschlagen, sie mit dem Messer an der Stirn verletzt und ihr eine Zigarette auf der Stirne ausgedrückt. Danach sei die Frau bereit gewesen, ihre Wohnung in Serbien zu überschreiben und ihm weitere 30’000 Franken in Bar zu übergeben.

Vorwürfe bestritten
Der Angeklagte bestritt an der Gerichtsverhandlung den Grossteil der Vorwürfe. Er gab zu, nach Amsterdam gereist zu sein, um für den Eigenkonsum Drogen zu kaufen. Auch habe er zweimal 300 Gramm Kokain an Bekannte verkauft. Der Rest entspreche aber nicht der Wahrheit.

Die Vorwürfe seiner Ex-Freundin wies er vehement zurück. Sie sei von vier Männern überfallen worden, denen sie Geld geschuldet habe. Die Frau sei kokain− und spielsüchtig gewesen. Mit den falschen Anschuldigungen habe sie sich gerächt, da er sie habe verlassen wollen.

Seine Verteidigerin hatte eine ganze Palette an Beweisanträgen gestellt und Verfahrensmängel geltend gemacht. Es sei nicht verwunderlich, dass die Aussagen ihres Mandanten nicht immer stimmig seien. Der Beschuldigte sei lange Zeit im Unklaren gelassen worden, wie schwerwiegend die Vorwürfe gegen ihn wirklich seien. Das nun veröffentlichte Urteil des Kreisgerichts ist noch nicht rechtskräftig. (sda)


Click: zum gut gelungenen Eheringe-Text Kokainhandel, Erpressung und Nötigung: 8,5 Jahre Haft für Serben

http://www.tagblatt.ch/4816121Kokainhandel, Erpressung und Nötigung: 8,5 Jahre Haft für Serben

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

News aus St.Gallen: Der neue Bushof nimmt Gestalt an

Ein lesenswerter Bericht für alle St.Gallen-Interessierten.

Das Skelett einer der beiden neuen Haltestellen auf dem Bahnhofplatz ist montiert. Der neue Bushof wird im Herbst 2017 in Betrieb genommen.

Langsam zeichnet sich ab, wie der neue Bushof auf dem Bahnhofplatz dereinst aussehen wird. In den vergangenen Tagen ist das Grundgerüst der westlichen der beiden neuen Haltestellen in der Mitte des Platzes aufgestellt worden. Die neuen Dächer sind deutlich höher und breiter als die alten. Ihre Gestaltung ist an jene der Unterstände an der Kornhausstrasse angelehnt, die im Mai fertiggestellt wurden. In den kommenden Wochen wird die östliche Haltestelle in Angriff genommen. Bis die Busse den Bahnhofplatz befahren, dauert es aber noch ein Weilchen: Läuft alles nach Plan, wird der neue Bushof im Herbst 2017 eröffnet. (dag)


Klick HIER: zum umfassenden Originaltext Der neue Bushof nimmt Gestalt an

http://www.tagblatt.ch/4814844Der neue Bushof nimmt Gestalt an

Gut geschriebener Artikel! Wir wünschen uns mehr Artikel zu diesem Topic!