Aus St.Gallen – aktuelle Meldung: Gemeindepräsidenten müssen Löhne offenlegen

Ein sehr lesenswerter Text zu diesem topaktuellen und alle St.Gallener betreffenden Thema,

Weil die Öffentlichkeit Arbeitgeber der Politiker sei, müssten Gemeindepräsidenten über die Höhe ihrer Löhne informieren. Das hat das St. Galler Innendepartement entschieden.

OSTSCHWEIZ. Wie viel verdienen Gemeindepräsidenten und Gemeinderäte im Kanton St. Gallen? Bisher war dies in den meisten Gemeinden – insbesondere im Linthgebiet – ein gut gehütetes Geheimnis. Das dürfte sich nun ändern. Die Gemeinde Gommiswald muss der «Zürichsee-Zeitung» Lohndaten des Gemeindepräsidenten und der Gemeinderäte offenlegen. Dies geht aus einem Entscheid des St. Galler Innendepartements hervor. Die «Zürichsee-Zeitung» hatte im vergangenen Jahr einen Entscheid der Gemeinde angefochten, weil der Gommiswalder Gemeinderat trotz geltendem Öffentlichkeitsgesetz eine Auskunft über die Löhne verweigerte.

Das St. Galler Departement des Innern schreibt im Entscheid: «Behördenmitglieder befinden sich insofern in einer speziellen Situation, als dass sie ihre Arbeitsleistung im Dienst der Öffentlichkeit ausführen.» Ihr Arbeitgeber sei sozusagen die Öffentlichkeit. «Dementsprechend muss auch hinsichtlich ihrer Entlöhnung Transparenz herrschen.» Dieses Allgemeininteresse an der Verwendung öffentlicher Mittel überwiege das private Interesse an der Geheimhaltung der Entschädigungen. «Die Öffentlichkeit hat Anspruch darauf zu erfahren, wie viel Geld in welches Amt fliesst». Bei Gemeinderäten billigt das Departement des Innern der 5000-Einwohner-Gemeinde Gommiswald jedoch zu, dass dies auch ohne Namensnennung des zuständigen Ratsmitgliedes geschehen kann. «Es versteht sich aber von selbst, dass Rückschlüsse auf die einzelnen Personen möglich sind.»

Präzedenzfall für St. Gallen

Nicht gelten lässt das Departement des Innern zudem die Argumentation der Gemeinde Gommiswald, die Herausgabe der Lohndaten an die «Zürichsee-Zeitung» hätte einen «unverhältnismässigen Aufwand» zur Folge. Die Daten müssten aus den Lohnabrechnungen und der Lohnbuchhaltung der Gemeinde ersichtlich sein.

Der Entscheid des Departements des Innern betrifft die Lohndaten 2014 der Gemeinde Gommiswald. Der damalige Gemeindepräsident Peter Göldi (CVP) legte nach dem Rekurs der ZSZ zwar seinen Lohn – 195 000 Franken – an einer Bürgerversammlung offen, das Departement des Innern kommt jedoch zum Schluss, dass dies nicht reicht. «Es ist aus den Akten nicht ersichtlich, worauf seine Angaben an der Bürgerversammlung beruhen.» Der heutige Gemeindepräsident Peter Hüppi (SP) wollte die Offenlegungspflicht gestern nicht kommentieren.

Bei Gommiswald handelt es sich um einen Präzedenzfall im Kanton St. Gallen. Es ist das erste Mal, dass eine Gemeinde Löhne nur aufgrund des Öffentlichkeitsgesetzes und ohne direkten Zusammenhang zu Budgetentscheiden öffentlich machen muss. Der Entscheid des Departements des Innern ist noch nicht rechtskräftig.


Hier: ZUM GANZEN EHERINGETIP Gemeindepräsidenten müssen Löhne offenlegen

http://www.tagblatt.ch/4770573Gemeindepräsidenten müssen Löhne offenlegen

Dieser gelungene Bericht behandelt das Thema in unterhaltsamer und doch lehrreicher Art und Weise.

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Aus St.Gallen – aktuelle Neuigkeit: «Wir müssen uns besser verkaufen»

Ein lesenswerter Bericht für alle St.Gallen-Interessierten.

Er hat eine der schwierigsten Aufgaben in der St. Galler Politlandschaft: Der neue BDP-Präsident Michael Moser muss die serbelnde Kleinpartei wieder auf Kurs bringen. Ein Gespräch über interne Querelen, schlechte Wahlresultate und Eveline Widmer-Schlumpf.

Herr Moser, lieben Sie Schleudersitze?

Michael Moser: Ich mag Herausforderungen.

Die BDP St. Gallen gibt es seit sieben Jahren. Sie sind bereits der fünfte Präsident.

Moser: Es ist zugegeben eine spezielle Ausgangslage, doch ich und der Vorstand sind sehr motiviert. Ich möchte die Strukturen so erneuern, dass die Partei langfristig Bestand hat.

Bis jetzt schrieb die BDP St. Gallen vor allem wegen interner Querelen Schlagzeilen.

Moser: Es gab in den Anfängen eine gewisse Unbeständigkeit, die dem Ruf der Partei nicht förderlich war. Doch mit meinem Vorgänger Richard Ammann hatten wir einen Garanten für eine verlässliche Sachpolitik. Er brachte Ruhe in die Partei.

Trotzdem: Sie führen eine Partei, die sich im Abstieg befindet.

Moser: Die Wahlresultate waren nicht berauschend. Dennoch haben wir es in wenigen Jahren geschafft, eine Bundeshausfraktion und 16 kantonale Parteien zu bilden, vier kantonale Regierungsmitglieder, 70 kantonale und 500 kommunale Mandate zu holen. Es ist nicht so, dass wir gar nicht mitwirken können.

Im Kanton St. Gallen hat die BDP ihre beiden Sitze im Kantonsparlament verloren.

Moser: Wir konnten uns zu wenig profilieren. Wir haben es nicht geschafft, unsere Arbeit so zu vermitteln, dass sie von den Wählern wahrgenommen wird.

Was machen Sie falsch?

Moser: Wir fallen nicht mit polarisierenden Aussagen auf. Wir betreiben eine lösungsorientierte Sachpolitik. Das ist weniger spannend für die Medien. Wir müssen lernen, unsere Ideen besser zu verkaufen.

Man kann es auch anders sehen: Es braucht die BDP nicht mehr.

Moser: Da bin ich klar anderer Meinung. Die BDP hat ihren Platz in der Parteienlandschaft. Es geht darum, dies der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Ihre Partei zeigt aber Auflösungserscheinungen: In St. Gallen und Gossau tritt sie zu den Parlamentswahlen nicht an, die einzige St. Galler Stadtparlamentarierin läuft zur CVP über, die Ortspartei Wittenbach löst sich auf.

Moser: Es ist richtig, dass wir in den erwähnten Orten nicht mehr gleich präsent sind wie in den vergangenen Jahren. Es ist aber nicht so, dass es uns dort nicht mehr gäbe. Es geht nun primär darum, seriöse Basisarbeit zu leisten.

Das vermittelt nicht den Eindruck grosser Kampfeslust.

Moser: Das kann man aktuell so sehen, doch wir orientieren uns langfristig.

Als die BDP gegründet wurde, war die Rede von einem «Fanclub» für die damalige Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Mittlerweile ist Widmer-Schlumpf weg, die Partei aber noch nicht so professionalisiert, dass sie grosse Kampagnen und Wahlkämpfe betreiben könnte. Eine gefährliche Situation.

Moser: Daher ist jetzt auch Basisarbeit notwendig. Wir sind von oben nach unten gewachsen, uns fehlt daher die Basis. Das ist nun unsere Herausforderung. Es muss eine Pyramide entstehen, die breit abgestützt den Kopf trägt, ohne zu wanken.

Wie gross ist die Basis im Kanton?

Moser: Wir haben kantonsweit etwas über hundert Mitglieder. Die Zahl steigt immer noch an, nicht mehr derart stark wie zu Beginn. Ausser in den Wahlkreisen Rheintal und Rorschach sind wir überall präsent.

Sie sind 29 und damit nicht auf der Eveline-Widmer-Schlumpf-Welle zur BDP gekommen. Stehen Sie für einen Generationenwechsel?

Moser: Ich interessierte mich schon als Jugendlicher für Politik. Zur BDP stiess ich vor drei Jahren, als die Kreispartei Werdenberg gegründet wurde. Meine Wahl zum Kantonalpräsidenten kann als Generationenwechsel gedeutet werden – ohne damit die Arbeit der Vorgänger zu werten.

Ihr Vorgänger stammt aus städtischem Gebiet, Sie kommen vom Land. Ein bewusster Entscheid?

Moser: Nein, das ist Zufall. Wir hatten bislang in ländlichen Regionen einen schwierigeren Stand. Da können sich künftig Chancen auftun. Tatsache ist: Der Kreis St. Gallen ist ein gewichtiges Gebiet für uns; rund ein Drittel der Mitglieder stammt aus der Stadt St. Gallen.

Sehen Sie die BDP als städtische Partei?

Moser: Ich will die Stadt nicht gegen das Land ausspielen. Ziel ist, im ganzen Kanton neue Mitglieder zu werben.

Sie haben noch knapp vier Jahre bis zu den nächsten kantonalen Wahlen. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Moser: Wir wollen dann soweit gestärkt sein, dass wir aktiv in den Wahlkampf eingreifen können. Wir werden arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten…

Was macht die BDP besser als die anderen Mitteparteien?

Moser: Die Mitte wurde in den Wahlen im Herbst 2015 geschwächt und dürfte neu zu verorten sein. Die jüngere Vergangenheit zeigt nun auch, dass sich CVP, FDP und SVP regelmässig absprechen. So öffnet sich der BDP ein breites Feld, um sich in der Mitte zu profilieren.

Sie sehen die BDP also links von der CVP?

Moser: Ja, je nach Thema.

Können Sie konkret Positionen nennen, in denen Sie sich von der CVP unterscheiden?

Moser: Dazu möchte ich mich noch nicht äussern.

Eine Fusion mit der CVP, wie sie auf nationaler Ebene immer wieder thematisiert wird, ist im Kanton St. Gallen kein Thema?

Moser: Es sind derzeit keine derartigen Schritte geplant.

Mit welchen Themen will die BDP verlorenes Terrain wettmachen?

Moser: Unser Antrieb ist klar: Wir sind bürgerlich und fortschrittlich. Wir wollen Lösungen präsentieren, die auch für die nachfolgenden Generationen verträglich sind, etwa bei der Altersvorsorge oder bei der Bildung.

Sie sind Finanzfachmann. In welche Richtung soll sich der Steuerfuss bewegen – rauf oder runter?

Moser: Ich habe gewisse Vorstellungen. Dabei ist auch ein ausgeglichener Finanzhaushalt ein zentrales Thema.

Gibt es andere Schwerpunkte, die Sie setzen wollen?

Moser: Die BDP ist erwiesenermassen eine der wirtschaftsfreundlichsten Parteien. Wir wollen wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und gute Beziehungen zu unseren Nachbarstaaten. Wir wollen aktiv auf Gewerbetreibende und Unternehmer zugehen und sie davon überzeugen, welchen Nutzen sie von der BDP haben.

Die Wirtschaft hat bislang nicht gemerkt, was sie an Ihnen hat?

Moser: Ich möchte der Wirtschaft keinen Vorwurf machen. Vielleicht haben wir es nicht geschafft, den Unternehmern aufzuzeigen, wie sie von uns profitieren könnten. Das werden wir ändern.


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http://www.tagblatt.ch/4733741«Wir müssen uns besser verkaufen»

Der Autor dieses Textes hat gute Arbeit geleistet: Kurzweilig und doch interessant!

Frische St.Gallener – Neuigkeit: «Wir müssen die Kräfte in der Ostschweiz bündeln»

Lesenswerter Artikel über ein interessantes St.Gallener Topic.

Die Empa feiert das 20-Jahr-Jubiläum ihres Standorts in St.?Gallen-West. Für Empa-Direktor Gian-Luca Bona und ETH-Ratspräsident Fritz Schiesser sind die Möglichkeiten der Ostschweiz in der Forschung und Entwicklung noch lange nicht ausgeschöpft – trotz harter globaler Konkurrenz.

St.Gallen. «Jeder Kanton macht etwas für sich», sagt ETH-Ratspräsident Fritz Schiesser im Interview – und spricht damit die Situation der Ostschweiz als Forschungsplatz an. «Eine übergreifende Unterstützung für Forschung und Innovation sehe ich nicht.» In der Westschweiz, wo sich die ETH Lausanne (EPFL) in den vergangenen Jahren enorm entwickelt habe, sei das anders. Die Ostschweiz hat laut Schiesser mit der Universität St.Gallen eine der besten Universitäten und zudem die Empa sowie die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). «Man hätte auch die Option, mit Liechtenstein zusammenzuarbeiten. Ich denke, die Ostschweiz ist sich ihrer Möglichkeiten zu wenig bewusst.»

Auch Empa-Direktor Gian-Luca Bona sagt: «Die Ostschweiz stellt manchmal ihr Licht zu sehr unter den Scheffel.» Die Empa will nun die Kräfte verschiedener Institutionen in der Region stärker bündeln. So gibt es Pläne für einen Ausbau im Bereich Medizinaltechnik.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 19. August.


Klick HIER: zur lesenswerten Eheringe-News «Wir müssen die Kräfte in der Ostschweiz bündeln»

http://www.tagblatt.ch/4722463«Wir müssen die Kräfte in der Ostschweiz bündeln»

Hoffentlich gibt es bald wieder einenweiteren Artikel zu diesem Topic.

News aus St.Gallen: Gärtner müssen Wiese teilen

Lesenswerter Text zu diesem spannendem Thema aus St.Gallen.

Die IG Familiengarten Wienerberg kämpft um ihren Platz auf dem Gelände der Universität. Sie hat sogar eine Studie in Auftrag gegeben, um die Situation auf dem Girtannersberg zu analysieren. Das Verdikt: Die Gärten müssen sich öffnen.

ST.GALLEN. Im April hat die Universität St. Gallen eine Mitteilung verschickt, in der sie die nächsten Schritte ihrer baulichen Erweiterung bekanntgibt. Die Erweiterung der Bibliothek auf dem Rosenberg wird prioritär vorangetrieben. Und die Bewirtschafter der Familiengärten müssen diese räumen, doch soll ihnen bei der Suche nach einer Alternative geholfen werden, heisst es.

Neue Ideen einbringen

Die IG Wienerberg, welche den Familiengarten auf dem HSG-Campus betreibt, ist nicht glücklich über dieses Vorgehen der Universität. Mit allen Mitteln setzt sich die IG für die Beibehaltung der Familiengärten auf dem Girtannersberg ein. Mit dem Erweiterungsbau der Bibliothek müssen die Gärten weichen. Der Universität schwebt an dieser Stelle ein Campus für die Studierenden vor.

Dass auch anderes auf der Wiese Platz haben könnte, davon geht die IG Wienerberg aus. Um Ideen zu entwickeln, hat die IG letztes Jahr eine Befragung und Inhaltsanalyse bei der Fachhochschule St. Gallen (FHS) in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse hat die IG bereits der Bauherrschaft präsentiert. Mittlerweile sind die Ergebnisse öffentlich auf der Homepage «Familiengarten Wienerberg» einsehbar. «Wir wissen, dass wir nichts erzwingen können, aber wir würden gerne ein paar Gedanken anregen», sagt Mariann Baschnonga, Vizepräsidentin Familiengartenverein Wienerberg.

Öffentliche Nutzung erwünscht

Dass der Familiengarten, so wie er jetzt dasteht, nicht weiter- geführt werden kann, ist Baschnonga klar. Die Wiese, auf welcher der Erweiterungsbau zu stehen kommt, ist eine Baulandreserve der Universität. Von Beginn an wurde den Gärtnern klar kommuniziert, dass sie weichen müssen, sollte die Universität dereinst ausbauen wollen. Dennoch erhofft sich die IG Wienerberg, in irgendeiner Form auf der Wiese weiter gärtnern zu dürfen. Der Projektbericht der FHS hat einige unkonventionelle Vorschläge erarbeitet, aber macht auch deutlich: Nicht nur die Gärtner haben Anspruch auf die Wiese. Studierende und die Anwohner aus dem Quartier wollen eine öffentliche Nutzung. Sie fordern eine Öffnung der Gärten. Die FHS schlägt basierend auf der Umfrage vier Ideen vor. Alle haben gemeinsam: die Gärtner werden «ihren» Garten nicht mehr für sich alleine haben.

Vorschlag 1: Dachgärten

Zumindest auf dem Dach des Erweiterungsbaus könnte ein Dachgarten entstehen. Positiver Nebenaspekt: Dachgärten kühlen im Sommer das Gebäude.

Vorschlag 2: Selbstverwaltete öffentliche Garten

Als Beispiel zieht die FHS-Studie die Laskerwiese in Berlin heran. Ein Verein bewirtschaftet ein zuvor unbenutztes Areal. Es werden Nutzpflanzen und Gemüse gemeinschaftlich angebaut.

Vorschlag 3: Hochbeete

Als Vorlage dieser Idee dient «Frau Gerolds Garten» in Zürich. In einer urbanen Umgebung wird in Hochbeeten eine Vielzahl an Gemüsesorten, Kräutern und Früchten angebaut. Beim Anbau können alle mithelfen, die Freude an der Gartenarbeit haben. Denkbar wäre gemäss Studie auch eine Verpachtung der Hochbeete.

Vorschlage 4: Interkulturelle Gärten

Ein interkultureller Garten soll Migranten und die lokale Bevölkerung über die gemeinsame Gartenarbeit zusammenbringen. Das Augenmerk liegt dabei auf der Integration.

Gärtner müssen umdenken

Baschnongas Wunsch ist, dass die Ideen aus der Studie in den zu erwartenden Projektierungswettbewerb für die neue Bibliothek einfliessen werden. «Dann hätten wir einen konzeptionell durchdachten Vorschlag, den wir unseren Mitgliedern präsentieren und sie so überzeugen könnten.» Denn viele wollen die geliebten Familiengärten in bisheriger Form beibehalten. Aber, dessen ist sich Baschnonga bewusst, das wird kaum möglich sein.


Klick HIER: ZUR SPANNENDEN TEXTQUELLE Gärtner müssen Wiese teilen

http://www.tagblatt.ch/4625068Gärtner müssen Wiese teilen

Dieser kompakte Artikel beleuchtet dieses topaktuelle Thema aus einem interessanten Blickwinkel. Spannend!

Betrifft St.Gallen: Richter und Staatsanwälte müssen Interessenbindungen offenlegen

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Der St.Galler Kantonsrat hat eine Motion überwiesen, die die Offenlegung der Interessenbindungen von Richtern und Staatsanwälten verlangt. Damit solle mehr Transparenz geschaffen werden.

ST.GALLEN. Seit Juni 2015 müssten im Kanton Zürich die Mitglieder der Gerichte und der Staatsanwaltschaft ihre Interessenbindungen in einem via Internet zugänglichen Register offenlegen, heisst es in der Motion, die von zwei CVP− und einem SVP-Mitgliedern eingereicht wurde.

Ein solches Register solle es künftig auch im Kanton St.Gallen geben. Nebenbeschäftigungen, Führungs− und Aufsichtstätigkeiten, Beratungsfunktionen und Parteimitgliedschaften müssten dort eingetragen werden. Durch ein solches Register werde Transparenz geschaffen, Interessenkonflikte seien für jedermann erkennbar, argumentierten die Motionäre.

Die Regierung hatte die Motion abgelehnt. Die bestehenden Ausstandsregelungen wie auch die Vorschriften über die Meldung von Nebenbeschäftigungen seien ausreichend, und es gebe keine Notwendigkeit, neue Vorschriften zu erlassen.

Der Kantonsrat folgte der Argumentation der Regierung nicht und hiess die Motion mit 63 zu 42 Stimmen bei einer Enthaltungen gut. (sda)

TRAURINGE – Richter und Staatsanwälte müssen Interessenbindungen offenlegen

http://www.tagblatt.ch/4603034Richter und Staatsanwälte müssen Interessenbindungen offenlegen

Dem Author ist es gelungen ein schwieriges St.Gallen-Thema ansprechend und interessant zu besprechen

News aus St.Gallen: Wakeboarder müssen warten

Lesenswerter Text zu diesem spannendem Thema aus St.Gallen.

WEESEN. Das St.Galler Baudepartement bremst die Betreiber der Wakeboard-Anlage beim Walensee aus. Es gibt den Anwohnern, die Beschwerde einreichten, recht und wirft dem Gemeindepräsidenten von Weesen Befangenheit vor.

Der Wassersportanlass «Wake the Lake» im Hafenbecken von Weesen erfreut sich seit 2010 wachsender Beliebtheit. Aus diesem Grund hatten die Verantwortlichen – der Verein Wake the Lake – entschieden, den Betrieb ihres Wakeboard-Lifts auszudehnen. Dafür strebten sie eine Baubewilligung für die nächsten fünf Jahre an. Die Gemeinde unterstützte das Vorhaben und erteilte die Bewilligung im Frühling dieses Jahres. Zwei Anwohner, welche sich an den Lärmemissionen des Liftbetriebs störten, reichten daraufhin Rekurs gegen die Baubewilligung ein. Wegen der Einsprachen wurde der Event in diesem Jahr abgesagt. Der Gemeinderat und die Betreiberfirma suchten in der Folge das Gespräch mit den Rekurrenten. Da keine Einigung erzielt werden konnte, wurde das Geschäft an den Rechtsdienst des kantonalen Baudepartements weitergeleitet. Dieser hat nun den Rekurrenten recht gegeben.

Verfahrensleitung abgegeben

«Mit diesem Entscheid haben wir so nicht gerechnet», sagt Gemeindepräsident Mario Fedi. Sowohl das Amt für Raumplanung und Geoinformation und das Amt für Natur, Jagd und Fischerei als auch die Denkmalpflege und der Kanton Glarus hätten das Projekt gestützt. «Der Gemeinderat ist sehr erstaunt darüber, dass sich das Baudepartement dennoch gegen die Bewilligung entschieden hat, obschon die kantonalen Fachstellen allesamt das Projekt unterstützen.» Man werde sich aber nicht weiter aktiv am Verfahren beteiligen, sagt der Gemeindepräsident, der die Verfahrensleitung per sofort an den Vizepräsidenten abgegeben hat. Grund dafür ist der Vorwurf, der Gemeindepräsident habe die Einwände der Rekurrenten nicht mit der nötigen Distanz beurteilt. Den Rekurrenten sei es gelungen, bei der zuständigen Instanz den Anschein der Befangenheit des Gemeindepräsidenten zu erwecken, sagt Fedi. «Mir wird vorgeworfen, ich hätte mich zu fest für diese touristisch bedeutsame Anlage engagiert.» Da bereits der Anschein eines solchen Vorwurfes ausreiche, habe die Gemeinde entschieden, das Verfahren nicht weiter zu belasten.

Anlage ist zonenfremd

Dieser formelle Aspekt sei aber nicht der einzige Grund gewesen, weshalb man die Baubewilligung aufgehoben habe, teilte der Rechtsdienst des kantonalen Baudepartements auf Anfrage mit. Die Plazierung der Abstützvorrichtungen des Lifts sei ausserhalb der Bauzone vorgesehen. Zudem werde der Mindestabstand zum See nicht eingehalten. Damit stellt der Wakeboard-Lift eine sogenannte zonenfremde Anlage dar. Solche könnten zwar als standortgebunden bewilligt werden, allerdings nur wenn sie auf den fraglichen Standort angewiesen seien. Das Baudepartement habe eine solche Standortgebundenheit ausgeschlossen.

Die Organisatoren des Wassersportevents geben aber nicht auf. Sie haben gemäss Vereinsleiter Tobias Müller entschieden, Beschwerde gegen den Entscheid des Baudepartements einzureichen. Nun wird also das St. Galler Verwaltungsgericht über die Sache beraten müssen.

Für die Attraktivität von Weesen

Ob der Anlass nächstes Jahr wieder stattfinden kann, steht zurzeit nicht fest. Für die Attraktivität von Weesen wäre es wünschenswert, wenn der Wakeboard-Lift 2016 mindestens wie bisher betrieben werden könnte, sagt Thomas Exposito, Geschäftsführer von Amden-Weesen Tourismus.


Hier: zum ausserordentlich tollen Eheringe Report Wakeboarder müssen warten

http://www.tagblatt.ch/4466230Wakeboarder müssen warten

Dem Author ist es gelungen ein schwieriges St.Gallen-Thema ansprechend und interessant zu besprechen

St.Gallen-News: «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht unglaubwürdig werden»

Lesenswerter Text zu diesem spannendem Thema aus St.Gallen.

Bevor der St. Galler Bischof Markus Büchel von der Spitze der Bischofskonferenz abtritt, spricht er über Vitus Huonder – und über die Distanz zwischen der kirchlichen Lehre und der Lebensrealität der Menschen.

Bischof Markus Büchel, diese Woche ging ein Bild um die Welt. Es zeigt den leblosen Körper eines Buben, der in der Türkei an Land gespült wurde. Was haben Sie beim Betrachten empfunden?

Bischof Markus Büchel: Das Bild hat mich sehr erschüttert. Ich spüre auch Ohnmacht und Überforderung. Es ist unerhört, dass es ein solches Bild braucht, damit die Menschen emotional berührt werden.

Der Bub stammte aus Syrien. Dort tobt seit Jahren ein höllischer Bürgerkrieg – und dies ist nur einer von vielen aktuellen Konfliktherden. Glauben Sie noch an das Gute im Menschen?

Büchel: Ja, daran glaube ich noch. Wir sind aber immer wieder in einer Negativspirale gefangen, aus der wir schwer wieder herauskommen. Doch gerade in Kriegen bricht aus Menschen viel Gutes hervor. Neben dem eigenen Überlebenskampf sorgen sie füreinander, die gegenseitige Hilfe und Solidarität in Flüchtlingslagern ist ungeheuer.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 6. September.


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Dem Autor ist es gelungen den Text kurz und doch umfassend zu verfassen.