Frisch aus St.Gallen – topaktuell: Die älteste Pfadi fusioniert

Sehr fundierter Bericht, die Lesezeit ist gut investiert.

Der Pfadfinderbund Pro Patria St. Gallen und die Pfadi St. Otmar stehen vor der Auflösung. Morgen Samstag wollen sie zusammen eine neue Abteilung gründen. Über den Namen wird noch diskutiert.

«Der Grund für die Fusion ist schnell erklärt: Pro Patria hat zu wenig Leiter, St. Otmar zu wenig Kinder. Gemeinsam können wir die Zukunft besser meistern», erklärt Michael Breu, Präsident des Abteilungskomitees Pfadi Pro Patria. Mit dem Zusammenschluss sei gewährleistet, dass wieder für alle Abteilungen – Biber-, Wolf-, Pfadi- und Piostufe – regelmässig Übungen stattfinden könnten. Die neue Abteilung werde aus rund 100 Aktiven bestehen.

Mit 104 Jahren eine der ältesten Pfadis der Schweiz

Die Fusion von Pfadfinder-Abteilungen ist heute aufgrund des rückläufigen Mitgliederbestandes keine Seltenheit mehr. Der aktuell anstehende Zusammenschluss ist deswegen von Bedeutung, weil der Pfadfinderbund Pro Patria St. Gallen eine der ältesten Pfadis der Schweiz und die älteste in der Ostschweiz ist. 1912 gegründet, hat sie im Laufe ihres 104jährigen Bestehens immer wieder turbulente Zeiten erlebt.

Zuerst wird aber in der Vereinsgeschichte von einem «fulminanten Start» berichtet. 1917 habe die Gruppe an der Goldbrunnenstrasse in St. Gallen eine eigene «Pfaderbude» beziehen können. «Auch ein Elternrat wird (…) installiert; ein Gremium, das vor allem in den ersten Jahren entscheidend für die Entwicklung der St. Galler Pfadi ist. Straff geführt von Oberst Philipp Heitz werden Lager in der abgeschiedenen Natur absolviert, eine Wolfsstufe wird gegründet und Theaterstücke werden an öffentlich durchgeführten Veranstaltungen inszeniert.»

In den 1920er-Jahren ist die Pfadi so gross, dass das gemietete Pfaderheim aus allen Nähten platzt. Für eine Lösung bietet nach langen Verhandlungen der Bürgerrat der Stadt St. Gallen Hand: 1928 kann Pro Patria für insgesamt 11 574 Franken am Dreilindenhang Boden kaufen und dort ein Heim bauen.

Immer wieder brodelt es aber auch in der Abteilung. Als Folge gibt es Abspaltungen und Konkurrenz-Abteilungen. Die Jugendunruhen in den 1980er-Jahren bekommen auch die St. Galler Pfadi zu spüren. Bei Pro Patria bricht der Mitgliederbestand um ein Drittel ein; 1984 muss sogar das Sommerlager abgesagt und das zwei Jahre zuvor gegründete Mädchenfähnli wieder aufgelöst werden. Das 100-Jahr-Jubiläum feierte der Pfadfinderbund mit einem grossen Fest auf Drei Weieren.

Aus umstrittener Abspaltung entstanden

Auch die Pfadi St. Otmar blickt auf einige Jahrzehnte Pfadfinderleben zurück. Sie ging aus der 1927 gegründeten Pfadi Gallus hervor, welche als Einzugsgebiet die ganze Stadt St. Gallen umfasste und stetig mit grossem Erfolg wuchs. 1943 begann der Trupp St. Otmar sich selbständig zu machen. «Unter grossem Bedenken wird die Zustimmung dazu erteilt. Das ganze Jahr 1944 über arbeitet die Abteilung alleine und wird nach hitziger Debatte am 18. Februar 1945 in den Kantonalverband aufgenommen», heisst es dazu in den Annalen.

Zusammenarbeit seit zwei Jahren

Gründen die beiden Pfadi morgen Samstag eine neue Abteilung, wissen sie bereits, auf was sie sich einlassen. «Schon seit zwei Jahren besteht eine Zusammenarbeit zwischen uns», erklärt Michael Breu. Abwechslungsweise habe man sich jeweils auf Drei Weieren und im Otmar-Quartier zu gemeinsamen Übungen getroffen.

Noch ist nicht mit Sicherheit klar, welchen Namen die neue Abteilung tragen wird. Der Vorschlag lautet «Zentrum St. Gallen». «Ich bin sehr gespannt, ob es dazu an der ausserordentlichen Hauptversammlung vom Samstag Diskussionen geben wird», betont der Präsident des Abteilungskomitees Pfadi Pro Patria.

pfadi-propatria.ch www.st-otmar.net


Click: zum Eheringe-Bericht Die älteste Pfadi fusioniert

http://www.tagblatt.ch/4834380Die älteste Pfadi fusioniert

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

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Frisch aus St.Gallen – topaktuell: 30-Jähriger wegen brutaler Überfälle vor Gericht

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Vor dem Kreisgericht St.Gallen hat am Donnerstag die Hauptverhandlung gegen einen 30-jährigen Mann begonnen, dem unter anderem mehrere brutale Raubüberfälle zur Last gelegt werden. Die meisten bestreitet er. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.

Das Gericht führt das Verfahren in zwei Teilen durch. Im ersten geht es um die Frage, ob der Beschuldigte die ihm vorgeworfenen Taten tatsächlich begangen hat. Steht fest, in welchen Fällen das Gericht zu Schuld− beziehungsweise Freisprüche kommt, geht es in einem zweiten Teil der Verhandlung um das Strafmass.

Mehrere ihm vorgeworfene Raubüberfälle streitet der Beschuldigte ab. Nichts zu tun haben will er etwa mit einem Überfall vom Juni 2013 auf ein Hotel in Uzwil. Zwei Männer passten nach Mitternacht einer Angestellten ab und zwangen sie, das Hotel wieder aufzuschliessen. Im August und November des gleichen Jahres erfolgten bewaffnete Raubüberfalle auf Tankstellenshops in Bronschhofen und Wil.

Ebenfalls im November traf es eine McDonalds-Filiale in Wil. Ein vermummter und bewaffneter Täter bedrohte die Angestellten. Den Schichtleiter zwang er unter Waffendrohung, den Tresor zu öffnen und schlug seinen Kopf gegen die Wand, als er der Aufforderung nicht sofort nachkam.

Einen Monat später suchte erneut ein schwarz gekleideter und vermummter Mann die McDonalds-Filiale in Abtwil heim. Ausgerechnet dort arbeitete mittlerweile der zuvor überfallene Schichtleiter von Wil. Der Täter schoss auf ihn und verletzte ihn am Unterarm.

Erotiksalon überfallen
Zugegeben hat der Beschuldigte einen Überfall auf einen Erotiksalon in Wil am 27. Dezember 2013. Mit einer Waffe bedrohte er die anwesenden Frauen. Eine von ihnen zog sich schwere Verletzungen zu, als sie sich mit einem Sprung aus dem ersten Stock retten wollte. Er habe seit längerem unter Depressionen gelitten und keinen Ausweg aus seiner Situation gesehen, begründete er den Überfall.

Im Jahr 2012 hatte der Beschuldigte als Sicherheitsmann gearbeitet. Zusammen mit zwei Kollegen sollte er einen problematischen Mieter aus dessen Wohnung weisen. Das Opfer wurde gefesselt, gewürgt und brutal geschlagen. Der 30-Jährige gab diesen Vorfall zu, will allerdings nicht selber zugeschlagen haben.

Keine Aussagen wollte er zu einer Straftat im Juli 2012 machen. Laut Anklageschrift bremste er mit seinem Wagen einen vor ihm fahrenden Lenker aus und ging mit einem Sturmgewehr auf ihn los. Der Bedrohte konnte fliehen.

Aus Haft geflohen
Zur Verhaftung kam es am 27. Dezember 2013. Der Polizei, die zu einem Raubüberfall in St.Gallen ausgerückt war, fiel ein Auto auf. Als sie den Fahrer kontrollieren wollten, raste dieser davon und fuhr dabei einem der Polizisten über den Fuss.

Ende August 2014 floh er aus dem Gefängnis, indem er sich aus dem Fenster abseilte. Einige Tage später wurde er erneut festgenommen. Später plante er einen weiteren Fluchtversuch. Mit Mitinsassen wollte er einen Gefangenenbetreuer als Geisel nehmen. (sda)


Hier: zur ausserordentlich tollen Bericht 30-Jähriger wegen brutaler Überfälle vor Gericht

http://www.tagblatt.ch/483422330-Jähriger wegen brutaler Überfälle vor Gericht

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

Frisch aus St.Gallen – Topnews: «Das wird den Markt verändern»

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

Ab dem neuen Jahr unterrichten Ehrenamtliche in St. Galler Gemeinden Deutsch. Sprachschulen bangen um ihre Kursteilnehmer. Sie argumentieren mit Nachteilen für die Lernenden.

Die Sprachschulen im Kanton St. Gallen fühlen sich «völlig überrumpelt». Das schreiben sie in ihrer Mitteilung von Ende Oktober. An diesem Gefühl hat sich seitdem nichts geändert. Er sei enttäuscht, dass sie so kurzfristig vom Entscheid der Gemeinden erfahren haben, sagt Claudio Altwegg von der Sprachschule Wilingua. Sie hat Niederlassungen in Wil und Kreuzlingen und ist eine von 28 anerkannten Sprachschulen im Kanton St. Gallen.

Diese Schulen haben Ende September ohne Vorwarnung erfahren, dass die Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) im kommenden Jahr keine professionellen Deutschkurse mehr unterstützt (siehe Ausgaben vom 30. September sowie Ausgabe vom 3. November). In diesem Jahr zahlen die Gemeinden den Schulen 1,8 Millionen Franken. Im kommenden möchten sie stattdessen Quartierschulen gründen. Mit der Pädagogischen Hochschule St. Gallen soll gemäss VSGP-Präsident Boris Tschirky ein Konzept erarbeitet werden. Pensionierte Lehrer und Freiwillige sollen in den Quartierschulen auf dem Land Deutsch unterrichten.

Preise der Sprachschulen werden steigen

«Ein kostenloses Angebot wird den Markt verändern», sagt Sprachlehrer Altwegg. «Die Preise der professionellen Sprachschulen werden steigen und für einige Kursteilnehmer zu teuer sein.» Davon geht auch Brigitte Eigenmann, Geschäftsleiterin der «Aida – Die Schule für fremdsprachige Frauen» in St. Gallen aus: «Ab Januar 2017 müssen Fremdsprachige im ganzen Kanton mit höheren Kurskosten für einen Deutschkurs rechnen.» Das sei ein grosses Problem, da viele Fremdsprachige über wenig Einkommen verfügten.

«Eine Quartierschule kann den Unterricht in einer professionellen Sprachschule nicht ersetzen, da sie keine unterschiedlichen Niveaugruppen anbieten kann», sagt Eigenmann. Fremdsprachige müssten auf ihrem jeweiligen Sprachniveau lernen, um ihr Deutsch zu verbessern und ein Zertifikat zu erlangen. Dieses brauchten sie, um ihre Arbeitssituation zu verbessern. Die Integrationsvereinbarungen des Kantons würden das Sprachniveau A2 verlangen, sagt Eigenmann. Die Nachfrage nach professionellen Deutschkursen sei aus diesen Gründen enorm hoch.

Im Gespräch mit Eigenmann und Altwegg wird deutlich: Die Sprachschulen sehen die Quartierschulen als Konkurrenz. Und sie gehen davon aus, dass die Quartierschulen nicht dieselbe Qualität bieten können. «Es ist zu einfach, die Diskussion auf ‹freiwillig› gegen ‹professionell› zu reduzieren», sagt Andreas Härter, Professor für Deutsche Sprache und Literatur und Verantwortlicher für Fremdsprachen an der Universität St. Gallen. Ob jemand nur im Kurs Deutsch höre und spreche oder auch im Alltag, sei entscheidend, ebenso die Motivation, eine Sprache zu lernen, sowie der Zugang zum Angebot. Dies gelte sowohl für die Sprach- als auch für die Quartierschulen. «Das Schlimmste beim Erlernen einer Sprache ist Frustration – auf Seiten der Lernenden wie der Unterrichtenden», sagt Härter. Er finde es deshalb wichtig, dass die Lehrpersonen an den Quartierschulen Schulung und Supervision erhalten. «Auch die Heterogenität der Lernenden könnte zu Problemen führen in den Quartierschulen.» Es sei herausfordernd, wenn Kursteilnehmer mit unterschiedlichen Sprachniveaus, Lernbiographien und kulturellen Voraussetzungen zusammen lernen.

Deutschkurs-Leiter als Beruf

Eine Einteilung in die richtige Gruppe erachten auch Raffaella Pepe und Kerstin Uetz Billberg vom Arbeitskreis Deutsch als Fremdsprache (Akdaf) für wichtig. Der Akdaf vernetzt schweizweit Personen, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten. «Ungeschultes Personal kann nicht dasselbe leisten wie professionelle Sprachschulen», sagen Pepe und Uetz Billberg. Deutschkurs-Leiter sei ein Beruf. Diesen gelte es – wie andere Berufe auch – zu erlernen. Ungeschultes Personal habe aber zweifelsohne Qualitäten, die ausserhalb des Sprachunterrichts hochwillkommen seien, sagen die beiden. Als Beispiele nennen sie die Einbindung ins Dorf, das Helfen beim Ausfüllen von Formularen oder Kinderbetreuung.


Hier: zum lesenswerten Eheringe-Artikel «Das wird den Markt verändern»

http://www.tagblatt.ch/4834035«Das wird den Markt verändern»

Dem Verfasser des Artikels ist es gelungen das Thema kompetent zu behandeln.

Frisch aus St.Gallen – topaktuell: Vater wehrt sich gegen Inzestvorwurf

Fundierter Artikel, Lesen und Geniessen!

Ein deutscher Staatsangehöriger hat sich am Montag wegen sexueller Handlungen mit einem Kind, Inzest und Pornografie vor dem Kantonsgericht St.Gallen verantworten müssen. Er bestritt in der Berufungsverhandlung sämtliche Vorwürfe. Das Urteil steht noch aus.

Das Kreisgericht Sarganserland-Werdenberg sah es im Mai 2015 als erwiesen an, dass der 44-jährige Beschuldigte seine damals zwischen acht und neun Jahre alte Tochter mehrfach sexuell missbraucht, Inzest begangen und pornografische Bildaufnahmen besessen hat. Es verurteilte ihn zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren.

Ein Jahr sollte er im Gefängnis verbringen. Die restlichen zwei Jahre und eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 200 Franken sprach das Gericht mit einer Probezeit von zwei Jahren bedingt aus.

Video der nackten Tochter
Gegen dieses Urteil legte der sechsfache Vater Berufung ein und verlangte einen Freispruch von Schuld und Strafe. Er frage sich jeden Tag, weshalb die Tochter diese Geschichten erzählt habe. Nachdem er mit seiner zweiten Frau in die Schweiz gezogen sei, hätten sei beide gearbeitet und zur Betreuung der drei gemeinsamen Kinder ein Au-pair-Mädchen eingestellt. Der Umzug in die Schweiz habe der Tochter Probleme bereitet. Sie sei in ihrer Entwicklung zurück geblieben, habe ins Bett gemacht und sich zur Einzelgängerin entwickelt.

Sowohl die Vorwürfe gegen ihn als auch die pornografischen Bilder auf dem Laptop könne er sich nicht erklären. Seine Tochter habe das Gerät von den Schwiegereltern geschenkt bekommen. Es sei gut möglich, dass sich die Aufnahmen bereits auf dem Computer befunden hätten. Das Video, das seine Tochter nackt auf dem Sofa zeige, sei möglicherweise von den Kindern erstellt worden, als sie mit dem Au-Pair-Mädchen alleine zu Hause gewesen seien.

Aussagen in Zweifel gezogen
Niemand könne mit Sicherheit sagen, wann die Bilder auf den Computer geladen worden seien, betonte seine Verteidigerin. Die unerlaubten pornografischen Abbildungen könnten sich bereits auf dem Computer befunden haben, als er gebraucht in den Besitz der Familie gekommen sei.

Der Vater habe Schicht gearbeitet und gar keine Gelegenheit gehabt, die Tochter zu missbrauchen, da sowohl die kleineren Geschwister als auch das Au-pair-Mädchen bei Abwesenheit der Mutter im Hause gewesen seien. An den Aussagen des Kindes gebe es berechtigte Zweifel.

Die Anklage plädierte nicht nur auf Abweisung der Berufung, sondern beantragte auch eine Erhöhung der Freiheitsstrafe auf vier Jahre. Das Opfer leide zwar an einer Entwicklungsverzögerung, aber nicht an einer Wahrnehmungsstörung, betonte die Staatsanwältin.

Schutzbehauptungen
Das Mädchen habe detailliert geschildert, was sich zugetragen habe. Nie sei von einem anderen Mann die Rede gewesen. Immer habe sie vom Vater gesprochen. Die vielen Erklärungsversuche des Vaters, warum seine Tochter die Vorwürfe gegen ihn erhebe, müsse man als Schutzbehauptung sehen.

Die Rechtsvertreterin betonte, das Kind habe nach dem Missbrauch ein stark auffälliges Verhalten gezeigt. Es habe therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Das Urteil des Kantonsgerichts wird in den nächsten Tagen erwartet. (sda)


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http://www.tagblatt.ch/4830496Vater wehrt sich gegen Inzestvorwurf

Sehr gut und kompakt geschriebener Text. Ein spannendes Thema gebührend beschrieben.

Frisch aus St.Gallen – topaktuell: European Talent Exchange Programm – Neuentdeckungen fürs OASG Line-up

Lesenswerter Artikel über ein interessantes St.Gallener Topic.

Das diesjährige OpenAir St.Gallen war bereits Anfang Jahr ausverkauft. Zum 40. Geburtstag schenkte das OpenAir St.Gallen sich und seinen Besuchern die Wunschheadliner Radiohead und Mumford & Sons. Trotz Ausverkauf ist die Veränderung des Musik- und Festivalmarktes spürbar.  Deshalb ist Zusammenarbeit gefragt, vor allem in Europa. Das European Talent Exchange Programm (ETEP) fördert diese Zusammenarbeit auf Seiten der Künstler, Festivals und Radios in ganz Europa. Auch das OpenAir St.Gallen gehört seit Beginn dazu und verdankt dem Programm so einige spannende Neuentdeckungen, die das Line-Up schon bereichert haben.

ETEP_Medienmitteilung


Klick HIER: zum vollständigen Eheringe-Text European Talent Exchange Programm – Neuentdeckungen fürs OASG Line-up

http://www.openairsg.ch/2016/11/21/european-talent-exchange-programm-neuentdeckungen-fuers-oasg-line-up/European Talent Exchange Programm – Neuentdeckungen fürs OASG Line-up

Wir sind schon sehr auf die nächsten Artikel zu diesem interessanten Thema gespannt!

Frisch aus St.Gallen – Topnews: Kalte Fernwärme wird konkret

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

In rund einem Jahr könnte im Industriegebiet zwischen St. Gallen und Gossau mit dem Bau eines Abwärmenetzes begonnen werden. Der Knackpunkt sind allerdings die Preise.

Das Vorhaben, im Energienetz GSG (Gossau-St. Gallen-Gaiserwald) ein sogenanntes Anergienetz aufzubauen, wird konkret: Läuft alles nach Plan, soll bereits in rund einem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Das teilten die Projektinitianten – die St. Galler Stadtwerke, die Stadtwerke Gossau, die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG und die Gemeinde Gaiserwald – an der Jahresversammlung des Energienetzes GSG vom Freitag mit. Bei einem Anergienetz wird die Abwärme der Betriebe, die heute zum grössten Teil in die Luft abgelassen wird, in ein Netz gespeist, bei Bedarf gespeichert und zum Heizen oder Kühlen der angeschlossenen Gebäude verwendet. Ihre Temperatur liegt zwischen 8 und 20 Grad, sie wird deshalb auch als «kalte Fernwärme» bezeichnet.

Investitionskosten von rund 15 Millionen

In den vergangenen Monaten seien drei mögliche Gebiete auf die technische, wirtschaftliche und ökologische Machbarkeit für ein solches Anergienetz untersucht worden, sagt Marco Huwiler, Leiter Innovation bei den St. Galler Stadtwerken. Der Entscheid fiel schliesslich auf ein rund einen Kilometer langes Areal im Industriegebiet zwischen St. Gallen und Gossau. Geplant ist, zwischen 2018 und 2020 die ersten drei Etappen zu realisieren. Dabei würden die Betriebe Suttero, Steinemann Technology, Schläpfer Altmetall, City-Garage, Max Bersinger und HGC über ein Abwärmenetz miteinander verbunden. Von 2020 bis 2022 ist dann der Ausbau der Etappen vier bis sechs vorgesehen, in dem das Abwärmenetz nach Osten erweitert und unter anderem das Tagblatt-Druckzentrum, die DGS, das Armstrong-Areal oder das Westcenter umfassen würde. Später sollen auch die Wohngebiete in Winkeln ans Netz angeschlossen werden.

Die Investitionskosten beziffert Huwiler auf rund 15 Millionen Franken. Der Knackpunkt für die Realisierung des Projekts dürften jedoch die Preise sein, welche die Betriebe für die Energie aus dem Abwärmenetz bezahlen müssten. Sie liegen nach derzeitigen Berechnungen bei rund 18 Rappen pro Kilowattstunde für den ersten Teil des Netzes und bei 20 Rappen für den zweiten. Zum Vergleich: Mit einer Gasheizung bezahlen die Betriebe für die Kilowattstunde derzeit etwa zwölf Rappen, mit einer Ölheizung knapp elf Rappen. Entscheidend sein werde also, die potenziellen Abnehmer davon zu überzeugen, etwas teurere, aber saubere und lokal produzierte Energie zu beziehen, sagt Huwiler. Bei einer Vollkostenrechnung relativierten sich die Preise jedoch. Denn die Betriebe müssten heute zusätzlich zu den Kosten für die Energie in die Anlagen und deren Unterhalt investieren. Dies würde künftig durch das Energienetz GSG erledigt. Ausserdem spiele die Preisentwicklung für fossile Energien eine Rolle. Würden diese teurer, reduziere sich die Preisdifferenz.

Energiepreis dank Fördermitteln senken

«Wir prüfen derzeit Massnahmen, mit denen wir die Preise reduzieren könnten», sagt Huwiler Das Ziel liege bei 14 bis 16 Rappen pro Kilowattstunde. Die Preissenkung soll dank Fördermitteln aus dem Energiefonds des Kantons St. Gallen oder aus einem Fonds des Bundesamtes für Energie möglich werden.

www.energienetz-gsg.ch/ waermeversorgung


Click: zum Bericht Kalte Fernwärme wird konkret

http://www.tagblatt.ch/4829543Kalte Fernwärme wird konkret

Der Verfasser hat das Topic kurz und doch umfassend beschrieben.

Frisch aus St.Gallen – Topnews: Sonntagsverkauf: Migros erneut abgeblitzt

Ein sehr lesenswerter Text zu diesem topaktuellen und alle St.Gallener betreffenden Thema,

Der M-Express in Rapperswil-Jona muss auch künftig sonntags geschlossen bleiben. Die St.Galler Verwaltungsrekurskommission hat einen Rekurs der Migros Zürich abgewiesen. Der Grossverteiler erhält keine Ausnahmebewilligung für Sonntagsverkäufe.

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit hatte im März 2015 entschieden, der M-Express in Rapperswil-Jona erfülle die Bedingungen für Ladenöffnungszeiten am Sonntag nicht. Die Genossenschaft Migros Zürich reagierte mit einem Rekurs auf die Verfügung des Kantons St.Gallen. Der Grossverteiler ist nun laut einer Meldung der “Zürichsee-Zeitung” erneut abgeblitzt.

Die Altstadt von Rapperswil-Jona sei zwar ein Ausflugsort, beim M-Express handle es sich aber nicht um einen Betrieb, welcher der Befriedigung spezifischer Bedürfnisse der Touristen diene, heisst es im Entscheid der Verwaltungrekurskommission. Damit gelte das Sonntagsarbeitsverbot gemäss Arbeitsgesetz. Die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung seien nicht erfüllt.

Der Entscheid hat bereits eine längere Vorgeschichte: Der M-Express am Rande der Altstadt von Rapperswil-Jona war seit 1997 auch an Sonntagen geöffnet. Gegen die Sonntagsverkäufe dieser Migros-Filiale wehrte sich die Gewerkschaft Unia durch alle Instanzen − und erhielt vor Bundesgericht Recht.

Der Fall ging zurück ans St.Galler Verwaltungsgericht und von dort zum Amt für Arbeit und Wirtschaft, welche eine Verfügung erliess. Die Genossenschaft Migros Zürich focht die Verfügung an. Der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission ist noch nicht rechtskräftig. Er kann ans Verwaltungsgericht weitergezogen werden. (sda)


Click: ZUR VOLLSTàNDIGEN REPORTAGE Sonntagsverkauf: Migros erneut abgeblitzt

http://www.tagblatt.ch/4826854Sonntagsverkauf: Migros erneut abgeblitzt

Dem Autor ist es gelungen den Text kurz und doch umfassend zu verfassen.