Aus St.Gallen – aktuelle Neuigkeit: Vorstellung des SHSG-Kandidatenteams: Team Stéphanie Hagmann/Oliver Bucheli

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Vom 25.3.2013 – 28.3.2013 findet die Wahl für die SHSG Präsidentenspitze statt. prisma hat dazu mit den Kandidaten gesprochen, damit Ihr euch ein besseres Bild machen könnt. Am Montag, um 15:00 findet in der Aula eine Diskussionsrunde mit den Kandidaten statt; dort könnt ihr  sie nochmals persönlich mit euren Fragen löchern. Wie Ihr sicherlich merkt, ist das Präsidenteam Team Clemens Kürten/Jakob Scholz mit keinem Interview vertreten. Wir  entschuldigen  uns dafür, das Interview wird noch nachgeholt und kommt dann natürlich ebenfalls. (Nachtrag der Redaktion: Das Interview ist inzwischen ebenfalls online.)

Macht euch ein Bild und vor allem: geht wählen!

Warum kandidiert ihr für die beiden Ämter? Ist jemand von der SHSG auf euch zugekommen?

Stéphanie: Nein, es war eine eigen Entscheidung. Natürlich habe ich mit den jetztigen Vorständen davor geredet. Die Idee kam aber von mir.

Du hast jemanden gesucht und dann auch gefunden. Warum Olivier? War er die erste Wahl?

S: Also er ist nicht der Notnagel (lacht). Ich wollte es zuerst mit einer Kollegin machen, sie war aber schlussendlich nicht so begeistert. Sie hätte es sicher auch gut gemacht, aber ich glaube, sie hätte vielleicht irgendwann dann doch nicht mehr die nötige Lust gehabt. Ich kannte Olivier über seine Freundin. Er wollte etwas machen, ich auch. Deshalb wars perfekt.

Olivier, wolltest du von Anfang an Vize machen oder hättest du dir auch Präsident vorstellen können?

Olivier: Ich konnte mir beides vorstellen. Ich war letztes Jahr im Austausch, hatte damals deshalb keine Gelegenheit. Die Aufgabe hat mich aber interessiert.

Wie sieht der Support aus von Seiten  der Verbindung? In den letzten Jahren war das ein grosses Thema.

O: Es gibt zwei Kandidaten aus unterschiedlichen Verbindungen, demnach ist es dieses Jahr ausgeglichener.

Überspitzt formuliert könnten man jetzt sagen: «Du kommst jetzt quasi aus dem Nichts und willst Chef werden» – warum hast du dich nicht schon früher bei der Studentenschaft engagiert?

O: Berechtigte Frage. Ich war sehr auf die Universität fokussiert, dann noch Verbindung und UniSGolf. Ich war schon in Vereinen engagiert und hatte demnach keine Zeit mehr. Im dritten und vierten Semester war ich noch ein Drittel der Studierendenzeit im WK vom Militär aus, gearbeitet hab ich ebenfalls neben der Universität.

Olivier, arbeitest du neben der Universität?

O: Früher hab ich zu 40% im Golfretail gearbeitet. Jetzt im Kantonsspital Winterthur im Bereich Unternehmensentwicklung, befristet bis Ende Juli.

Willst du nächstes Semester wieder arbeiten?

O: Erst werde ich das Pensum abschätzen. Bachelorarbeit, Arbeiten und die SHSG-Stelle erscheinen mir dann doch aber als ein bisschen viel.

Stéphanie, arbeitest du neben der Universität?

S: Im 3 und 4. Semester habe ich im UniArchiv gearbeitet. Nach einem Praktikum im HR Bereich bei C&A habe ich dort auf 20% Basis weitergearbeitet. Ich werde aber diesen Sommer aufhören. Falls das mit der Wahl klappt, werde ich auch nicht mehr weiter suchen.

Habt ihr schon eine Vorstellung davon, wer sich im Vorstand bewerben sollte?

O: Da bin ich eher vorsicht, fänd das auch etwas dreist. Das sehen wir, wenn wir gewählt sind.

Ein wichtiges Thema in eurem Wahlprogramm ist der Raummangel. Was kann man da machen?

S: Zeiten optimieren, darauf aufmerksam machen, es ist ja eigentlich ein Verwaltungsthema. Uns ist auch bewusst, dass wir da eher wenig Einfluss nehmen können. Was wir aber wollen, ist mit den Verantwortlichen zu diskutieren und die Problemstellung deutlich zu machen.

Ihr wollt das Dienstleistungsangebot erweitern. Pläne?

O: Etwas einfaches, doch sehr hilfreiches, wäre ein Studienplanner. Dieser erlaubt es dann Fächer vorzuplanen, die Wahlpflichtfächer zu erkennen und bereits früh festzustellen, wo es eventuell Überschneidungen gibt. Das kann man sehr gut umsetzen.

Wollt ihr neue Projekte innerhalb der SHSG starten oder ist die Ausgliederung in Vereine und Initativen weiterhin der Kurs?

S: Kein Projekt um des Projektes Willen. Was noch weiter gewünscht wird, werden wir natürlich genau ansehen. Durch die Vereine sind schon relativ viele Interessen abgedeckt. Das Kulturangebot würde ich gern erweitern, davon habe ich selbst immer sehr profitiert. Kino, Jazz an der Uni, da könnten wir wieder aktiver werden.

Interessensvertretung bezüglich Studiengelderhöhung. Ist jemand von euch politisch in der Schweiz verankert?

O: Wir sind beide sehr Politik interessiert.

S: Aber weder Parteien noch politische Interessen spielen eine Rolle. Ich bin zwar Mitgleid einer Partei, CVP, aber nicht im Kanton SG. Aber das beeinflusst die Arbeit nicht. Sollte ich gewählt werden, vertrete ich das Interesse der Studenten, nicht das der Partei.

Studiengebühren – big topic. Wie steht ihr dazu?

O: Der Rahmen der Studenten, selbst mit Lobbying, ist begrenzt. Wir müssten fast im Kantonsrat sitzen.

S: Schlussendlich konnte auch der Rektor nichts ändern. Ich will nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Dennoch werden wir natürlich die studentische Meinung vertreten.

Was ist denn die Meinung der Studentenschaft? Studierendengebühren vermeiden?

S: Letztes Jahr hab ich das so mitbekommen.

O: Schlussendlich ist der gemeinsame Nenner, nicht ob hoch oder niedriger, ob Ausländer oder Schweizer, sondern die Dienstleitung. Und diese darf nicht darunter leiden.

S: Eben, das war auch noch ein weiteres Problem bei dem letzten Enscheid – Man kann nicht auf einmal mehr für weniger zahlen.

Was ist mit mehr für mehr?

S: Das kommt auf die Dienstleistung an. Wenn es z.B. nur dazu benutzt wird, dass das Studierendensekretariat eine Stunde länger geöffnet hat, dann definitiv nein.

Doppelspitze oder klare Kompetenzen?

S: Wir sind ein Co-Präsidium.

Was hat das diesjähirge Team gut gemacht?

O: Gute Projekte angerissen, sehr präsent gewesen und das klar kommuniziert. Die Positionierung der SHSG gegenüber den Studierenden war sehr gut.

S: Auch das Kassensystem im AdHoc ist sehr gut. Es vereinfacht die Abrechnung sehr.

Was hat das diesjährige Team weniger gut gemacht? Was würdet ihr anders machen?

S: Ich hätte mir mehr Projekte im kulturellen Bereich gewünscht.

O: Ich denke, in der Struktur des Vorstandes könnte man Änderungen vornehmen.

Die Zahl der engagierten Studierenden sinkt zum Teil, sei es aufgrund des Bachelors, Notendruck etc. Wie kann man dem Problem entgegenwirken?

O: Wir hatten auch das Problem in den Verbindungen, aber wir  mussten uns da halt anpassen. Man muss auch an die Leute appelieren; wenn man viele Dienstleistungen nutzt, möchte man doch auch etwas zurück geben.

S: Zum Teil könnte man das Pensum verkleinern und Aufgaben aufteilen. Im ersten Assessmentjahr wurde bei der Arbeit berücksichtigt, dass ich noch im Assessment bin.

Stéphanie, seit – gefühlt  den letzten 50 – Jahren wärst du die erste SHSG Präsidentin. Frauen sind leider an der Universität oft unterrepräsentiert. Magst du da Akzente setzen?

S: Ich will nicht gewählt werden, weil ich eine Frau bin. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob es negativ oder positiv ausgelegt wird, ich denke eher positiv.

Stéphanie, du kennst die SHSG aus StuPa-Sicht. Das Verhältnis ist traditionell angespannt. Denkst du, dass wäre die Möglichkeit, eine neue Ära einzuleiten? Oder wirst du das StuPa ebenfalls so “hassen”?

S: Es kommt sicher der Beziehung zu Gute. Ich kann die Arbeit von einem StuPa-Mitglied anders einschätzen. Es kann der Zusammenarbeit sicher sehr förderlich sein, kommt aber auch drauf an, wie das StuPa zusammegesetzt ist.

O: Die Abneigung ist ja auch traditionell systembedingt. Da hat man halt Exekutive und Legislative.

S: Auch die Grundeinstellung ist wichtig. Wenn man da rein kommt nach dem Motto: “Sind eh alles Idioten.”, dann ist es schwierig. Da wird dann mitunter auf sehr persönlicher Ebene disktuiert. Das war die letzten Jahre nicht sonderlich förderlich.

Warum ihr?

O: Das ist ziemlich einfach. Wir sind ein ausgeglichenes Team. Vom offensichtlichen wie dem Geschlecht und dem Major über unsere Erfahrungen hin. Sie aus dem Inneren der SHSG, ich aus dem äusseren Bereich. Gleichzeitig haben wir schon in verschiedenen Vereinen und Arbeiten gezeigt, dass wir Verantwortung übernehmen können.

______________________________________________

MEHR DAZU

  • Die Wahlprogramme: Team Stéphanie Hagmann/Oliver Bucheli ; Team Clemens Kürten/Jakob Scholz ; Team Patrick Scherrer/Alexander Cochardt
  • Die Kandidaten auf facebook: Team Stéphanie Hagmann/Oliver Bucheli ; Team Clemens Kürten/Jakob Scholz ; Team Patrick Scherrer/Alexander Cochardt
  • Blog: Vorstellung des SHSG-Kandidatenteams “Team Patrick Scherrer/Alexander Cochardt”
  • Blog: Vorstellung des SHSG-Kanidatenteams: Team Clemens Kürten/Jakob Scholz

 

 

 

 

Link zur Quelle:
Prisma Blog

Dem Verfasser des Artikels ist es gelungen das Thema kompetent zu behandeln.

Aus St.Gallen – aktuelle Neuigkeit: Vorstellung des SHSG-Kandidatenteams: Team Patrick Scherrer/Alexander Cochardt

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”



Vom 25.3.2013 – 28.3.2013 findet die Wahl für die SHSG Präsidentenspitze statt. prisma hat dazu mit den Kandidaten gesprochen, damit Ihr euch ein besseres Bild machen könnt. Am Montag, um 15:00 findet in der Aula eine Diskussionsrunde mit den Kandidaten statt; dort könnt ihr  sie nochmals persönlich mit euren Fragen löchern. Wie Ihr sicherlich merkt, ist das Präsidenteam Team Clemens Kürten/Jakob Scholz mit keinem Interview vertreten. Wir  entschuldigen  uns dafür, das Interview wird noch nachgeholt und kommt dann natürlich ebenfalls. (Nachtrag der Redaktion: Das Interview ist inzwischen ebenfalls online.)

Macht euch ein Bild und vor allem: geht wählen!

Warum kandidiert ihr für die beiden Ämter?

Patrick: Ursprünglich war der Gedanke da, dass wir der Universität und unseren Kommilitonen etwas zurückgeben möchten. Das war unser Leitgedanke.

Alexander: Ich hab festgestellt, dass ich am Anfang meines Studiums leider wenig in Kontakt mit der SHSG und den Vereinen kam, was ich schade fand. Mir ist es wichtig, dass so Engagement früher gebildet wird, genauso wie der Kontakt mit den Organisationen.

Wie würdest du das fördern?

A: z.B kurze Factseehts der StuPa-Protokolle, die Traktanden vorstellen etc.

Die Zahl der engagierten Studierenden sinkt zum Teil, sei es aufgrund des Bachelors, Notendruck etc. Wie kann dem Problem entgegengewirkt werden?

A: Ich denke nicht, dass die Leute sich nicht engagieren können, sondern sie kommen einfach zu selten in Kontakt mit den Möglichkeiten, die ihnen offen stehen. Es fehlen etwas die Kanäle, sich zu informieren.

P: Ich bin seit dem dritten Semester in einer Verbindung dabei. Geködert wurde ich mit einem Trick: Pokerabend. Ich wusste gar nicht, dass das ein Verbindungsanlass war. (lacht) Ich bin da so reingerutscht  – aber warum bin ich nicht früher reingegangen? Assessment, dann Bachelor, die schwierigen Kurse etc. Was wir ändern müssen sind diese strukturellen Sachen – das man sich engagiert, dass muss wieder cool werden! Die Leute müssen sich engagieren wollen! Es muss jedem klar werden, dass die Vereine cool sind.

Alexander, arbeitest du neben der Uni?

A: Ich arbeite derzeit am Kompetenzzentrum für Markenführung St.Gallen und nebenher noch bei oikos consulting.

Wie planst du mit der Arbeitsbelastung umzugehen – Doppelbachelor, Beruf, oikos?

A: Gerade bekomme ich es zu spüren, aber ich mache Homeoffice im Beruf. Bei oikos kann ich ebenfalls sehr flexibel arbeiten.

Du wirst also mit nichts aufhören?

A: Erst muss ich das Pensum abschätzen, um zu sehen, ob ich bei den Kursen oder der Arbeit Abstriche machen werde.

Patrick, selbe Frage, arbeitest du neben der Uni?

P: Ich habe ursprünglich eine Lehre gemacht. Von daher gehört das Berufsleben zu meinem Leben dazu. Ich arbeite nebenher als Kursleiter für Erwachsenenbildung im Bereich Betriebswirtschaflehre, arbeite nebenher noch am IWI und leite noch die Spielstunde im Tischtennis am Mittwoch

A: Da bin ich auch Schüler. (lacht)

P: Wegen dem Zurückschrauben: Kein Thema! Da müsste man definitiv zurückschrauben, um alle Meinungen genügend vertreten zu können.

Überspitzt formuliert könnten man jetzt sagen: «Ihr kommt jetzt quasi aus dem Nichts und wollt Chef werden» – warum habt ihr euch früher nicht bei der Studentenschaft engagiert?

P: Das ist eine gute und berechtige Frage. Als wir uns für dieses Amt informiert wollten, wurde uns bewusst, dass wir eigentlich noch nicht so viel über diese Organisation wissen.  Ich denke, die SHSG war nie gross im Fokus, bei  mir war es die Verbindung, das Arbeiten. Ich habe mir dann gedacht, die Uni, und auch die SHSG haben viel für mich gemacht – deshalb würde ich mich wahrscheinlich so oder anders engagieren – auch bei einem der anderen Teams.

A: Bei mir war das im Assessment nicht wirklich im Fokus, deshalb hat sich das erst später ergeben. Und jetzt denke ich mir, dass es ein Vorteil ist, das wir quasi als «Frischlinge» in die Struktur kommen und etwaige «Bürokratiekrankheit» erkennen; vielleicht auch einmal, dass man Investitionen von Grund auf  überdenkt. Das “frischer Wind” gut funktioniert hat sich in den letzten beiden Jahren sehr gut gezeigt.

Wie seid ihr dazu gekommen, euch als Team zu bewerben?

P: Wir kennen uns eigentlich seit der IPL-Gruppenarbeit und haben diese Zusammenarbeit über die Jahre in verschiedenen Kursen gefestigt. Darüber hinaus ergänzen wir uns auch charakterlich sehr gut.

A: Ich als Vize, Patrick als Präsident, das hat sich einfach so ergeben – das war von vorneherein klar. Ich bin eher der Stillere, Überlegtere und Patrick der Repräsentativere.

Doppelspitze oder klare Kompetenzen?

P: Ich denke, im Vorstand ist man immer ein Team; deshalb gehört für mich auch die Integration aller, die bei der SHSG arbeiten, dazu.

Kennt Ihr euch mit den Regularieren des StuPas aus?

P: Mit den Regularien und den Proktollen habe ich mich auseinandergesetzt und mir auch ein Überblick über die Kernthemen geschafft. Aber natürlich kommt eine sehr intensive und wichtige Einarbeitungszeit auf mich zu, in der ich sehr viel lernen werde.

A: Mir geht’s da exakt gleich. Ich denke auch, dass die Einarbeitung das eigentlich wichtige ist.

Kann es nicht auch ein Nachteil sein, dass man einen gewissen Wissenstand nie erreichen kann, wenn man selbst nicht dabei war?

P: Es kann definitiv ein Nachteil sein und wahscheinlich ist es das auch, aber mit der Einstellung erreicht man nichts. Deshalb muss man die Leute miteinbeziehen, man muss es uns erklären, wir müssen uns einarbeiten. Es ist sicherlich eine Schwäche – aber es hält mich nicht davon ab, einen guten Job zu  machen.

Habt ihr schon eine Vorstellung davon, wer sich im Vorstand bewerben sollte?

P: Wir haben einen bestimmten Freundeskreis, aber wir haben das nicht kommuniziert, wir sind  auch nicht sicher, ob wir gewählt werden, denn es wird eine spannende Wahl. Wir wissen ja noch gar nicht, was für Kompetenzen gesucht sein werden für die einzelnen Posten. Dementsprechend müssen wir zuerst einmal schauen: Was braucht die SHSG?

Hast du eine Vernetzung in die kantonale Politik?

P: Die kann ich natürlich nicht veröffentlichen (lacht.). Du sprichst ja hier den Punkt an, dass wir uns in der lokalen Politik stärker positionieren wollen – ich weiss, dass dies möglich ist, es besteht aber noch kein konkreter Kontakt.

Studiengebühren – big topic. Wie steht ihr dazu?

P: Wir sind halt die, die sagen, es ist noch nicht vorbei. Wir sind der Überzeugung, dass wir uns aktiver in der Politik über eine Lobby positionieren müssen. Wir können doch nicht immer einfach abwarten und dann nach ihrer Pfeife tanzen. Wir brauchen einen festen Pool an Leuten, die für uns stimmen.

Wie wollt ihr dieses Lobbying betreiben?

P: Was mir klar ist, dass die SHSG Kontakte pflegt. In einer ersten Phase müssen wir eruieren, welche Leute in der kantonalen Politik sitzen und dann überlegen, welche Strategien es gibt, um die Lobby aufzubauen.

Aber eure Meinung gegenüber den Studiengebühren ist klar?

P: Es kann ja schon eine Erhöhung geben, aber dann muss man Mechanismen schaffen, die es weiterhin intelligenten, aber unter Umständen schlechter begüterten, erlauben, hier zu studieren. Also wenn Studiengebührenerhöhung – dann unbedingt mit Auffangmassnahmen.

Du hast ja bei deiner Schwäche aufgeschrieben, du bist konservativ- wie äussert sich das? Frauen an den Herd?

P: Ich sehe «konservativ» als wertebewusst an. Das man nicht einfach Schnellschüsse wagt, sondern ein gewisses Wertemuster hat, und dieses auch an die Studenten heranbringt.

Und wieso ist dies eine Schwäche?

S: Jede Stärke ist eine Schwäche und umgekehrt. Vielleicht ein böses Wort dafür wäre starsinnig – wenn ich ein Ziel habe, will ich euch davon überzeugen. Deshalb ist es nicht immer ein Vorteil, wenn man konservativ ist. Aber damit lernt man umzugehen.

Was hat das diesjährige Team gut gemacht?

A: Ich denke, sie haben sehr viel richtig angepackt – gerade das Thema mit den Studiengebühren. Das war keine einfache Verhandlungsbasis!

Was hat das diesjährige Team weniger gut gemacht? Was würdet ihr anders machen?

A: Ich denke, es ist fehl am Platz, da Aussagen drüber zu machen.
P: Dem stimme ich zu.

Zulassungsbeschränung beim Master ist ein weiteres Thema in eurem Wahlprogramm. Was wollt ihr dort machen?

A: Gerade beim MBF krieg ich es jetzt selber mit. Man hat eine Massnahme getroffen, die die exzellenten HSG-Studierenden fördern soll – also neu kann man sich als HSGler die Note stärker anrechnen lassen und muss somit den GMAT/GRE nicht mehr machen. Dies fördert aber nur die Überflieger und nicht die normalen Studenten; wenn man so sagen will, stehen diese schlechter da als zuvor. Ein weiterer Ansatzpunkt ist, dass z.B. Noten von deutschen Studierenden, die den Bachelor in Deutschland machen, anders berücksichtigt werden sollten. Es wäre wichtig, da es  in der Strenge der Benotung zwischen einzelnen Universitäten Unterschiede gibt.

Die SHSG ist ja auch immer ein Inkubator für verschiedenes Projekt, viele davon wurden aber ausgelagert – werdet ihr dies fortfahren oder habt ihr Ideen für neue Projekte?

P: Wir wollen diese Politik weiterführen. Das heisst aber nicht, dass wir jedes Projekt kategorisch ausschliessen. Ich denke, dass kommt immer darauf an, wie es den Anliegen der Studenten entspricht.

Eine Frage an dich – Patrick bringt die «Swissness» und du die «Deutschness» – die «Swissness» ist in eurem Wahlprogramm sehr passend erläutert; die «Deutschness» nicht. Was bringst du denn da genau mit?

A: Organisatorische Fähigkeiten und Belastbarkeit – aus dem was ich mache neben dem Studium und im Studium. Man muss Prioritäten setzen und das ist, glaube ich, eine meiner Kernkompetenzen. Man muss anpacken.

Was haltet ihr von den anderen Teams?

A: Ich kannte sie nicht wirklich, aber ich schätze sie als Team und als Konkurrenz. Sicherlich ein spannender Wahlkampf!

P: Das ist das Tolle, das Teams da sind, die Potenziale haben, zu gewinnen. Ausserdem nimmt man dadurch auch Erfahrung mit, bzw. sieht noch andere Perspektiven. Man schaut ihre Punkte an, war an Präsentationen und überlegt dann selber noch weiter – deshalb auch ein Dankeschön an die Beiden.

 Warum ihr?

P: Weil wir als kerniges Team schon gemeinsam und einzeln zahlreiche Erfahrungen sammeln konnten und nicht nur den status quo weiterführen, sondern auch konketere Ideen haben, wie wir in die Zukunft schreiten. Mit unseren Werten, Ideen und Hintergründen, ein Abbild sind, um alle Studentinnen und Studenten glaubhaft zu vertreten.

______________________________________________

MEHR DAZU

  • Die Wahlprogramme: Team Stéphanie Hagmann/Oliver Bucheli ; Team Clemens Kürten/Jakob Scholz ; Team Patrick Scherrer/Alexander Cochardt
  • Die Kandidaten auf facebook: Team Stéphanie Hagmann/Oliver Bucheli ; Team Clemens Kürten/Jakob Scholz ; Team Patrick Scherrer/Alexander Cochardt
  • Blog: Vorstellung des SHSG-Kandidatenteams “Team Stéphanie Hagmann/Oliver Bucheli”
  • Blog: Vorstellung des SHSG-Kanidatenteams: Team Clemens Kürten/Jakob Scholz

Hier der Link zum Ursprung des Artikels:
Prisma Blog

Dem Autor ist es gelungen den Text kurz und doch umfassend zu verfassen.

St.Gallen: Performance-News von der Uni

Neben der HSG ist auch die Universität in St.Gallen eine Perle des Bildungswesens. Insbesonders auch basiernd auf ihrem kuturellen Engagement für welches wir hier ein schönes Beispiel haben:

«Performance» analysieren

«Performance» aus verschiedensten Blickwinkeln ist das Thema der Haniel Seminare vom 2 bis 12. April 2013 an der HSG. Öffentlich sind drei Filmbesprechungen im Kinok und eine Podiumsdiskussion in der Kunsthalle.

Haniel-Seminare über Performance an der HSG

27. März 2013. «Performance» eignet sich als Schlüsselbegriff unserer Zeit gut als Diskussionsthema für die zehnte Ausgabe der fachübergreifend ausgerichteten Haniel Seminare. Parallel zu den Bachelor- und Masterseminaren an der HSG vom 2. bis 12. April 2013 finden öffentliche Veranstaltungen statt.

Am Dienstag, 2. April 2013, 19.30, zeigt das St.Galler Cinema in der Lokremise, Kinok, den Film «Man for a Day». Performance-Künstlerin und Hauptdarstellerin Diane Torr diskutiert im Anschluss ab 21 Uhr mit dem Publikum über den Film. Die schottische Autorin veranschaulicht in dem Dokumentarfilm die Themen «Gender & Diversity».

Dogma-Film «Das Fest»
Am Montag, 8. April 2013, 20 Uhr, gibt Prof. Dr. Harald Welzer Einblick in Thomas Vinterbergs Dogma-Film «Festen» (Das Fest, D/S 1998). Der deutsche Sozialpsychologe beleuchtet in seiner Filmanalyse die rituellen Aspekte gesellschaftlicher Gewalt. Das Werk schildert die schmerzhafte Geschichte einer familiären Aufarbeitung von Kindesmissbrauch durch den Vater. An der HSG diskutiert Welzer mit Studierenden über das Thema «Permanently on Stage: Das Selbst im öffentlichen Austausch».

Dokumentarfilm «Work in Progress: Alphabet»
Am Mittwoch, 10. April 2013, 20 Uhr, stellt der österreichische Dokumentarfilmmacher Erwin Wagenhofer Ausschnitte seines neuen Films «Alphabet» im Kinok vor. Der Film setzt sich mit Bildungssystemen und Möglichkeiten des Lernens auseinander. Noch ist die Dokumentation in Produktion, ab Herbst soll sie regulär im Kino zu sehen sein. Im Kinok diskutiert Wagenhofer mit den Gästen darüber, warum hoch entwickelte Gesellschaften in den Strudel von gewaltigen Krisen geraten und weshalb Menschen unglücklich sind, obwohl sie scheinbar alles haben.

Podiumsdiskussion in der Kunsthalle
Eine öffentliche Podiumsdiskussion über Wirtschaft und Kunst rundet die Haniel Seminare ab. Die Diskussion findet am Donnerstag, 11. April 2013, 18.30 Uhr, in der……
zum ganzen Bericht geht es hier.

Dem Author ist es mit diesem Artikel gut gelungen das Spannungsfeld von Geld, Wirtschaft, Emotion und Glücksgefühl aufzuzeigen. Lesenswert!