Frisch aus St.Gallen – Topnews: Kalte Fernwärme wird konkret

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

In rund einem Jahr könnte im Industriegebiet zwischen St. Gallen und Gossau mit dem Bau eines Abwärmenetzes begonnen werden. Der Knackpunkt sind allerdings die Preise.

Das Vorhaben, im Energienetz GSG (Gossau-St. Gallen-Gaiserwald) ein sogenanntes Anergienetz aufzubauen, wird konkret: Läuft alles nach Plan, soll bereits in rund einem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Das teilten die Projektinitianten – die St. Galler Stadtwerke, die Stadtwerke Gossau, die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG und die Gemeinde Gaiserwald – an der Jahresversammlung des Energienetzes GSG vom Freitag mit. Bei einem Anergienetz wird die Abwärme der Betriebe, die heute zum grössten Teil in die Luft abgelassen wird, in ein Netz gespeist, bei Bedarf gespeichert und zum Heizen oder Kühlen der angeschlossenen Gebäude verwendet. Ihre Temperatur liegt zwischen 8 und 20 Grad, sie wird deshalb auch als «kalte Fernwärme» bezeichnet.

Investitionskosten von rund 15 Millionen

In den vergangenen Monaten seien drei mögliche Gebiete auf die technische, wirtschaftliche und ökologische Machbarkeit für ein solches Anergienetz untersucht worden, sagt Marco Huwiler, Leiter Innovation bei den St. Galler Stadtwerken. Der Entscheid fiel schliesslich auf ein rund einen Kilometer langes Areal im Industriegebiet zwischen St. Gallen und Gossau. Geplant ist, zwischen 2018 und 2020 die ersten drei Etappen zu realisieren. Dabei würden die Betriebe Suttero, Steinemann Technology, Schläpfer Altmetall, City-Garage, Max Bersinger und HGC über ein Abwärmenetz miteinander verbunden. Von 2020 bis 2022 ist dann der Ausbau der Etappen vier bis sechs vorgesehen, in dem das Abwärmenetz nach Osten erweitert und unter anderem das Tagblatt-Druckzentrum, die DGS, das Armstrong-Areal oder das Westcenter umfassen würde. Später sollen auch die Wohngebiete in Winkeln ans Netz angeschlossen werden.

Die Investitionskosten beziffert Huwiler auf rund 15 Millionen Franken. Der Knackpunkt für die Realisierung des Projekts dürften jedoch die Preise sein, welche die Betriebe für die Energie aus dem Abwärmenetz bezahlen müssten. Sie liegen nach derzeitigen Berechnungen bei rund 18 Rappen pro Kilowattstunde für den ersten Teil des Netzes und bei 20 Rappen für den zweiten. Zum Vergleich: Mit einer Gasheizung bezahlen die Betriebe für die Kilowattstunde derzeit etwa zwölf Rappen, mit einer Ölheizung knapp elf Rappen. Entscheidend sein werde also, die potenziellen Abnehmer davon zu überzeugen, etwas teurere, aber saubere und lokal produzierte Energie zu beziehen, sagt Huwiler. Bei einer Vollkostenrechnung relativierten sich die Preise jedoch. Denn die Betriebe müssten heute zusätzlich zu den Kosten für die Energie in die Anlagen und deren Unterhalt investieren. Dies würde künftig durch das Energienetz GSG erledigt. Ausserdem spiele die Preisentwicklung für fossile Energien eine Rolle. Würden diese teurer, reduziere sich die Preisdifferenz.

Energiepreis dank Fördermitteln senken

«Wir prüfen derzeit Massnahmen, mit denen wir die Preise reduzieren könnten», sagt Huwiler Das Ziel liege bei 14 bis 16 Rappen pro Kilowattstunde. Die Preissenkung soll dank Fördermitteln aus dem Energiefonds des Kantons St. Gallen oder aus einem Fonds des Bundesamtes für Energie möglich werden.

www.energienetz-gsg.ch/ waermeversorgung


Click: zum Bericht Kalte Fernwärme wird konkret

http://www.tagblatt.ch/4829543Kalte Fernwärme wird konkret

Der Verfasser hat das Topic kurz und doch umfassend beschrieben.

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