Frisch aus St.Gallen – topaktuell: Regierung weist Kritik an Linienflügen zurück

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

Der grüne Kantonsrat Meinrad Gschwend forderte die St.Galler Regierung in einem Vorstoss auf, gegen die neuen Linienflüge Altenrhein-Friedrichshafen-Köln vorzugehen. Diese winkt ab.

KANTON ST.GALLEN. Die St.Galler Regierung ist mit der neuen Linienverbindung der People’s Viennaline von Altenrhein via Friedrichshafen nach Köln einverstanden: Sie sieht keinen Grund, deswegen bei der Fluggesellschaft oder beim Bund zu intervenieren. Dies geht aus ihrer Antwort auf eine Interpellation von Kantonsrat Meinrad Gschwend (Grüne) hervor. Dieser hatte das Angebot scharf kritisiert: Bei Start und Landung seien Treibstoffverbrauch und Emissionen besonders gross, weshalb die Kurzflüge über den See der Bevölkerung und der Umwelt nicht zuzumuten seien.

Die Regierung argumentiert ähnlich wie bereits die Verantwortlichen der Airline und verschiedene Aviatikexperten: Eine alleinige Flugverbindung Altenrhein-Friedrichshafen wäre «ökologisch und ökonomisch ein Unsinn». Da die Linie aber nach Köln weiterführe und der Zwischenstop dazu diene, die notwendige Auslastung zu erbringen, seien die Kurzflüge «nicht zu beanstanden».

«Staatsvertrag lässt neue Destinationen zu»

Gschwend hatte bemängelt, mit der neuen Linie würden frühere Versprechen gebrochen, keine neuen Liniendestinationen ab Altenrhein einzuführen. Solche Versprechen seien ihr nicht bekannt, erwidert die Regierung. Sie habe sich im Gegenteil für zusätzliche Flugverbindungen ausgesprochen. «Selbst der geltende Staatsvertrag mit Österreich sieht vor, dass auch andere Destinationen als Wien für Linienflüge möglich sind.» Das neue Angebot entspreche dem Ansinnen der Regierung, eine gute Verkehrsanbindung der Region an europäische Wirtschaftszentren sicherzustellen. Allerdings sei der Spielraum für zusätzliche Linienflüge in Altenrhein begrenzt, heisst es in der Antwort.

In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Flugbewegungen (Starts und Landungen) jeweils bei knapp 30’000. Als Obergrenze für einen «mittelfristigen, massvollen Ausbau» sind im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt des Bundes 36’500 Bewegungen festgelegt. Dieser Wert ist aber gemäss Daniel Steffen, CEO der People’s Air Group, noch nicht verbindlich, da Österreich die entsprechenden Pläne für die Entwicklung des Flugplatzes ablehne und am Staatsvertrag von 1991 festhalte. «Gemäss diesem Vertrag wären theoretisch 44’000 Flugbewegungen möglich», sagt Steffen. Er erwartet, dass sich die Zahl in den kommenden Jahren zwischen 30’000 und 40’000 einpendeln wird.

Die People’s Viennaline hat inzwischen für die Köln-Flüge ein zweites Flugzeug vom Typ Embraer 170 beschafft, so dass die erste Maschine weiterhin die Strecke nach Wien bedienen kann. Die beiden Flugzeuge bieten Platz für je 76 Passagiere. Der zusätzliche Jet stammt aus der Flotte der Finnair. Er wird in Wien revidiert und soll im Februar einsatzbereit sein. Bis dahin fliegen Maschinen von Helvetic Airways und Denim Air die Linie nach Köln.


Klick HIER: zum umfassenden Originalartikel Regierung weist Kritik an Linienflügen zurück

http://www.tagblatt.ch/4820610Regierung weist Kritik an Linienflügen zurück

Der Autor dieses Textes hat gute Arbeit geleistet: Kurzweilig und doch interessant!

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