News aus St.Gallen: Kokainhandel, Erpressung und Nötigung: 8,5 Jahre Haft für Serben

Der Text trifft den Nagel auf exakt auf den Kopf

Ein serbischer Staatsangehöriger ist vom Kreisgericht St.Gallen unter anderem wegen Kokainhandels, Erpressung und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von 8,5 Jahren verurteilt worden. An der Gerichtsverhandlung hatte er die meisten Vorwürfe bestritten.

ST.GALLEN. Der 39-jährige Mann stand am 27. Oktober vor dem Kreisgericht St.Gallen. Nun wurde das Urteil veröffentlicht. Das Gericht sprach ihn unter anderem wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Erpressung sowie Nötigung schuldig.

Zur Freiheitsstrafe von 8,5 Jahren kommt eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken sowie eine Busse von 300 Franken. Dem Staat muss er eine Ersatzforderung von 40’000 Franken zahlen, dem Opfer eine Genugtuung von 12’000 Franken. Die Kosten des Verfahrens, die zu seinen Lasten gehen, betragen rund 130’000 Franken.

Kokain aus Holland geschmuggelt
Die Anklage hatte eine Freiheitsstrafe von elf Jahren, dazu Geldstrafe, Busse und eine Ersatzforderung von 100’000 Franken beantragt. Die Verteidigung forderte mehrere Freisprüche sowie eine Freiheitsstrafe von höchstens 33 Monaten.

Der Beschuldigte hat laut Anklageschrift einen Mann dazu angestiftet, nach Amsterdam zu fahren und zwei Kilo Kokain in die Schweiz zu bringen. Auch soll er mehrmals selber nach Holland gereist sein, dort mindestens 1,5 Kilo Kokain erworben und 1,35 Kilo in der Schweiz verkauft haben.

Seine Ex-Freundin beschuldigte ihn, er habe sie und ihren Bruder mit einer Waffe und einem Teppichmesser bedroht. Damit habe er von ihr 100’000 Franken erpressen wollen.

Der Beschuldigte sei nicht davor zurückgeschreckt, Todesdrohungen gegen die Enkelin, eine schwangere Verwandte und andere Familienmitglieder auszustossen, erklärte der Staatsanwalt.

Ausserdem habe er der Ex-Freundin die Pistole an den Kopf geschlagen, sie mit dem Messer an der Stirn verletzt und ihr eine Zigarette auf der Stirne ausgedrückt. Danach sei die Frau bereit gewesen, ihre Wohnung in Serbien zu überschreiben und ihm weitere 30’000 Franken in Bar zu übergeben.

Vorwürfe bestritten
Der Angeklagte bestritt an der Gerichtsverhandlung den Grossteil der Vorwürfe. Er gab zu, nach Amsterdam gereist zu sein, um für den Eigenkonsum Drogen zu kaufen. Auch habe er zweimal 300 Gramm Kokain an Bekannte verkauft. Der Rest entspreche aber nicht der Wahrheit.

Die Vorwürfe seiner Ex-Freundin wies er vehement zurück. Sie sei von vier Männern überfallen worden, denen sie Geld geschuldet habe. Die Frau sei kokain− und spielsüchtig gewesen. Mit den falschen Anschuldigungen habe sie sich gerächt, da er sie habe verlassen wollen.

Seine Verteidigerin hatte eine ganze Palette an Beweisanträgen gestellt und Verfahrensmängel geltend gemacht. Es sei nicht verwunderlich, dass die Aussagen ihres Mandanten nicht immer stimmig seien. Der Beschuldigte sei lange Zeit im Unklaren gelassen worden, wie schwerwiegend die Vorwürfe gegen ihn wirklich seien. Das nun veröffentlichte Urteil des Kreisgerichts ist noch nicht rechtskräftig. (sda)


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http://www.tagblatt.ch/4816121Kokainhandel, Erpressung und Nötigung: 8,5 Jahre Haft für Serben

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

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