Aus St.Gallen – topaktuelle News: Debattieren wie Luther und Zwingli

Ein sehr lesenswerter Text zu diesem topaktuellen und alle St.Gallener betreffenden Thema,

Im Herbst 1517 formulierte Martin Luther seine 95 Thesen. Zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation sind nächstes Jahr im Kanton St.Gallen diverse Anlässe geplant, darunter ein Musical, öffentliche Feste und Vorlesungen.

ST.GALLEN. In ziemlich genau einem Jahr beginnt das Reformationsjubiläum. In der Stadt St.Gallen wird das am 5. November 2017, dem Reformationssonntag, mit einem Fest für die Bevölkerung mit Essen, Musik, Begegnungen und einem Gottesdienst gefeiert. Den Abschluss des Jubiläums bildet ein Jahr später erneut der Reformationssonntag, dann allerdings in Wildhaus. «St.Gallen und Wildhaus sind im Kanton St.Gallen die beiden Reformationsorte», sagte Daniel Schmid Holz, Geschäftsführer des Reformationsjubiläums, gestern an einer Medienorientierung. Von St.Gallen aus wirkte Vadian; Wildhaus ist der Geburtsort von Huldrych Zwingli. Was bedeutete die Reformation damals? Und wofür steht sie heute? Über diese Fragen soll sich während des Reformationsjahres eine Diskussion entspannen. Im ganzen Kanton sind zwischen dem Auftaktfest und dem Schlussfest Aktionen und Veranstaltungen geplant.

Mit einer mobilen Bar unterwegs

In verschiedenen Gemeinden wird eine «Reformierbar» – ein Fahrzeug auf drei Rädern – Halt machen. Bei Kaffee und Kuchen können die Passanten dort miteinander ins Gespräch kommen. In St.Gallen wird ein Reformationsmusical aufgeführt, in Sargans wird die Bevölkerung gemeinsam ihre Kirche renovieren, und in Wildhaus wird ein Garten mit Getreidesorten wie vor 500 Jahren angepflanzt. Zudem zeigt das Historische und Völkerkundemuseum in St.Gallen eine Ausstellung über die Reformation, in Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen werden Vorlesungen und Referate angeboten. In St.Gallen soll an einem langen Tisch, der von der Vadian-Statue bis zum Dom hinaufführt, gemeinsam gegessen und getrunken werden. Ein Reformationsweg, der durch die St.Galler Innenstadt führt, mit passender App wurde bereits im Sommer eröffnet.

Geld aus dem Wartensee-Verkauf

Über zwei Millionen Franken stehen für das Jubiläum zur Verfügung. Mit 700 000 Franken beteiligt sich die Stadt St.Gallen, hinzu kommen ein Beitrag aus dem Lotteriefonds sowie eine Million Franken, die das Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen gesprochen hat. «Diesen Betrag konnten wir dank des Verkaufs des Schloss Wartensee aufbringen», sagte Martin Schmidt, Präsident des Kirchenrates der Evangelisch-reformierten Kirche. Das Wichtigste für ihn ist, dass während des Reformationsjubiläums auf Gemeinsamkeiten und die verbindenden Elemente in der Gesellschaft gesetzt wird. Daher besteht das Patronatskomitee für das Jubiläum auch aus Vertretern aus Politik, Bildung und Evangelisch-reformierter sowie katholischer Kirche.

«Quer denken, frei handeln, neu glauben» lautet das Motto des Reformationsjubiläums. Gerade in diesem Zusammenhang sei es eine grosse Freude, was für eine Vielfalt an Ideen in den einzelnen Kirchgemeinden derzeit entstünden, sagt Schmidt. «Alle haben erkannt, dass das Reformationsjubiläum eine riesige Chance ist.» In Wildhaus geht es bereits in diesem Winter mit einem konkreten Projekt los. Vom 21. bis 23. Dezember kommt der «Europäische Stationenweg» mit einem Reformations-Lastwagen in den Toggenburger Ort. Während drei Tagen werden in Wildhaus lokale und regionale Beziehungen zur Reformation beleuchtet. Auch Lesungen und ein Fest sind geplant – ein Vorgeschmack auf das Jubiläumsjahr.


Klick HIER: zur gesamten Reportage Debattieren wie Luther und Zwingli

http://www.tagblatt.ch/4810932Debattieren wie Luther und Zwingli

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

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