Aus St.Gallen – topaktuelle News: Baudepartement prüft Carsharing

Ein sehr lesenswerter Text zu diesem topaktuellen und alle St.Gallener betreffenden Thema,

Das St.Galler Baudepartement will mobiler werden, aber keine eigenen Autos kaufen. Vielmehr strebt man für die neue Fahrzeugflotte eine Carsharing-Lösung an.

ST.GALLEN. Das St.Galler Baudepartement will den Mitarbeitern eine Fahrzeugflotte zur Verfügung stellen. Allerdings geht es dabei einen neuen Weg. Statt die Autos am Abend oder während des Wochenendes in der Garage verrosten zu lassen, könnten dann Private das Fahrzeug nutzen. Dieser Plan geht aus einer Ausschreibung auf der Beschaffungsplattform Simap.ch hervor.

«Wir wollen mit dem Projekt eine Vorbildfunktion übernehmen», sagt Pirmin Egger vom kantonalen Baudepartement. Bisher müssten die Mitarbeiter viel auf ihr privates Fahrzeug zurückgreifen. Das ist aus Sicht des Kantons nicht immer zielführend. Stehen Firmenfahrzeuge zur Verfügung, könnten Mitarbeiter etwa mit Zug oder Velo zur Arbeit kommen.

Mit Elektro- und Hybridfahrzeugen

Das Baudepartement strebt eine Fahrzeugflotte von 14 Autos an. Integriert in diese Flotte sollen laut der Ausschreibung acht bestehende Autos des Amtes für Umwelt werden. «Wir möchten umweltbewusst unterwegs sein», sagt Egger. Deshalb sind zwei Elektroautos geplant und auch Hybridfahrzeuge sollen geprüft werden. In der bisherigen Flotte sind ebenfalls bereits Hybridfahrzeuge im Einsatz. Bedingung ist, dass der zukünftige Anbieter das vollständige Flottenmanagement anbietet. Dazu gehören etwa die Beschaffung der Fahrzeuge, die Reinigung, der Service und die Rechnungsstellung von Fahrten oder Versicherungsleistungen. Der Kanton erwartet, dass das Reservationssystem für die Autos auf einer Internetplattform und einer Smartphone-App abrufbar ist. Prominenter Anbieter von solchen Carsharing-Lösungen ist Mobility. Laut Egger stand man mit der Firma schon in Kontakt. Aber: «Wir wollen mit unserer Ausschreibung herausfinden, ob Mobility tatsächlich der einzige Anbieter für eine solche Mobilitätslösung ist.» Ämter sind verpflichtet, bei Dienstleistungen, die einen gewissen Betrag übersteigen, diese öffentlich auszuschreiben. Das Baudepartement betont jedoch, dass derzeit erst eine Marktanalyse vorgenommen wird.

Fahrzeuge zu teilen, gehört heute zum ökologischen Bewusstsein. Auch deshalb kann sich das Baudepartement vorstellen, die Autos ausserhalb der Bürozeiten – von 18 bis 6 Uhr – Privaten zur Verfügung zu stellen. So steht es zumindest in der Ausschreibung. Fragen gibt es dennoch zu klären, sagt Egger. Stehen die Fahrzeuge etwa in der Tiefgarage der kantonalen Verwaltung, wäre der Zugang für Externe aus Sicherheitsgründen schwieriger. Die Fahrzeuge könnten dann auch nicht unter der Flagge des Baudepartements unterwegs sein, sondern in neutraler Farbe. Auch dies wird in der Ausschreibung aber erlaubt. Egger ergänzt, man könne sich aber vorstellen, zwei bis drei Autos auf einem einfacher zugänglichen Aussenparkplatz zu stationieren.

Nicht in Frage kommt für das Departement aber eine andere Carsharing-Lösung, die im Schweizer Markt auftritt: Sharoo. Während bei Mobility die Fahrzeuge Mobility selbst gehören, vermietet Sharoo die Autos von Privatpersonen und Unternehmen einfach weiter.

Mögliches Vorbild für andere Amtsstellen

Egger sagt dazu: «Wir haben den Grundsatzentscheid gefällt, dass wir keine eigenen Fahrzeuge betreiben wollen.» Nebst den Kosten für den Kauf müsste das Departement dann nämlich auch das Management selbst übernehmen: Versicherungsleistungen koordinieren oder ein Reservationssystem betreiben. Das wollen sie beim Kanton nicht.

Ob das System dereinst für andere Amtsstellen Vorbild sein könnte, steht noch in den Sternen. Einzelne Dienststellen im Kanton hätten bereits normale Mobility-Abos im Einsatz, sagt Egger. Ein gesamtkantonales Mobilitätsmanagement für die Verwaltung wurde jedoch immer wieder zurückgestellt. Auch aus diesem Grund geht das Baudepartement nun in die Offensive.


Click: zur umfassenden Eheringe-News Baudepartement prüft Carsharing

http://www.tagblatt.ch/4808389Baudepartement prüft Carsharing

Dem Autor ist die Kunst gelungen ein komplexes Thema interessant und lehrreich nahe zu bringen.

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