News aus St.Gallen: Kokainhandel und Erpressung – Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Ein aktueller Artikel zu diesem aktuellen Thema St.Gallens.

Die St.Galler Staatsanwaltschaft hat einen serbischen Staatsangehörigen wegen Kokainhandels, Erpressung und Raub angeklagt und eine Freiheitsstrafe von elf Jahren gefordert. Der Mann bestritt am Donnerstag vor dem Kreisgericht St.Gallen die meisten Vorwürfe.

ST.GALLEN. Die Anklage wirft dem 39-jährigen Serben Kokainhandel, Drogenkonsum, Erpressung, Raub, Nötigung, Vergehen gegen das Waffengesetz und grobe Verletzung der Verkehrsregeln vor. Sie beantragt eine Freiheitsstrafe von elf Jahren, eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken, eine Busse von 300 Franken und eine Ersatzforderung von 100’000 Franken. Die Verteidigung fordert im Gegenzug mehrere Freisprüche und eine Freiheitsstrafe von höchstens 33 Monaten. Die Ersatzforderung solle 1500 Euro betragen.

Kokain aus Holland geschmuggelt
Der Beschuldigte hat laut Anklageschrift einen Mann dazu angestiftet, nach Amsterdam zu fahren und zwei Kilo Kokain in die Schweiz zu bringen. Auch soll er mehrmals selber nach Holland gereist sein, dort mindestens 1,5 Kilo Kokain erworben und 1,35 Kilo in der Schweiz verkauft haben.

Seine Ex-Freundin beschuldigte ihn zudem, er habe sie und ihren Bruder mit einer Waffe und einem Teppichmesser bedroht. Damit habe er von ihr 100’000 Franken erpressen wollen. Der Angeklagte sei nicht davor zurückgeschreckt, Todesdrohungen gegen die Enkelin, eine schwangere Verwandte und andere Familienmitglieder auszustossen, erklärte der Staatsanwalt.

Ausserdem habe er der Ex-Freundin die Pistole an den Kopf geschlagen, sie mit dem Messer an der Stirn verletzt und ihr eine Zigarette auf der Stirne ausgedrückt. Danach sei die Frau bereit gewesen, ihre Wohnung in Serbien zu überschreiben und ihm weitere 30’000 Franken in bar zu übergeben.

Vorwürfe bestritten
Der Serbe bestritt den Grossteil der Vorwürfe. Er gab zu, nach Amsterdam gereist zu sein, um für den Eigenkonsum Drogen zu kaufen. Auch habe er zweimal 300 Gramm Kokain an Bekannte verkauft. Der Rest aber entspreche nicht der Wahrheit.

Die Vorwürfe seiner Ex-Freundin wies er ebenfalls vehement zurück. Sie sei von vier Männern überfallen worden, denen sie Geld geschuldet habe. Die Frau sei kokain− und spielsüchtig gewesen. Mit den falschen Anschuldigungen habe sie sich gerächt, da er sie habe verlassen wollen.

Seine Verteidigerin stellte eine ganze Reihe von Beweisanträgen und machte Verfahrensmängel geltend. Es sei nicht verwunderlich, dass die Aussagen ihres Mandanten nicht immer stimmig seien. Der Beschuldigte sei lange Zeit im Unklaren gelassen worden, wie schwerwiegend die Vorwürfe gegen ihn wirklich seien.
Das Urteil des Kreisgerichts St.Gallen wird in den nächsten Tagen erwartet. (sda)


Hier: zur interessanten Eheringe-News Kokainhandel und Erpressung – Angeklagter bestreitet Vorwürfe

http://www.tagblatt.ch/4802541Kokainhandel und Erpressung – Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Wir sind schon sehr auf die nächsten Artikel zu diesem interessanten Thema gespannt!

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