Aus St.Gallen – aktuelle Meldung: Keine Forfait-Niederlagen für FC St.Margrethen

Lesenswerter Artikel über ein interessantes St.Gallener Topic.

Der FC St.Margrethen hat fünf ausländische Spieler ohne Arbeitsbewilligung eingesetzt. Vom Ostschweizer Fussballverband muss der Verein – anders als von den Behörden – keine Konsequenzen befürchten. Verbandspräsident Stephan Häuselmann zeigt sich sogar irritiert über das Vorgehen der Behörden.

Seit wann wissen Sie vom Skandal rund um den FC St.Margrethen?
Stephan Häuselmann:
Erst seit Mittwoch. Ich habe von der Geschichte, wie alle anderen auch, aus den Medien erfahren.

Und wie könnten die Behörden von der ganzen Sache Wind bekommen haben?
Häuselmann:
Da kann ich nur eine Vermutung äussern. Die Behörden müssen wohl von einem Gegner, Spielbeobachter oder Zuschauer darauf aufmerksam gemacht worden sein.
Zurzeit laufen behördliche Untersuchungen gegen die Verantwortlichen des Clubs. Mit welchen Konsequenzen muss der FC St.Margrethen seitens des Verbands rechnen?
Häuselmann:
Für den Verband ist lediglich wichtig, ob die Spieler eine gültige Lizenz besitzen. Dies scheint der Fall gewesen zu sein. Deshalb gibt es keine sportlichen Konsequenzen für den FC St.Margrethen – zumindest nicht vom Verband.

Die Vorwürfe der St.Galler Behörden haben demnach keinen Einfluss auf den Punktestand des Clubs?
Häuselmann:
Ja, sofern keine Lizenzverstösse vorliegen, werden keine nachträglichen Forfait-Niederlagen ausgesprochen. Ich frage mich ohnehin, wieso eine Arbeitsbewilligung einen Einfluss haben soll. Es ist und bleibt Amateurfussball, sprich ein Hobby.

Die Staatsanwaltschaft St.Gallen spricht aber von Lohnzahlungen.
Häuselmann:
Wenn wir davon ausgehen, dass die Spieler monatlich 300 Franken erhalten haben, so wie es der Präsident des FC St.Margrethen gesagt hat, dann ist dies meiner Meinung nach kein Lohn – eher eine Spesenentschädigung. Und dies kommt auch in anderen Vereinen vor.

Wie meinen Sie das?
Häuselmann:
Wenn ein Spieler nicht im eigenen Dorf spielt, kommt es vor, dass der Club dem Betroffenen eine gewisse Reiseentschädigung bezahlt.

Sie zeigen durchaus Verständnis für die Argumentation des FC St.Margrethen.
Häuselmann:
Wie gesagt, wir sprechen hier von Amateurfussball. Falls die Aussagen des Präsidenten über die Entschädigungen stimmen, kann ich das Handeln der Behörden nicht wirklich nachvollziehen. Ich kenne aber die Details zum Fall nicht.

Das wirft die Frage auf, wo die Grenze zwischen Entschädigungs- und Lohnzahlung gezogen wird.
Häuselmann:
Das ist so. Wenn diese kleinen Reisebeträge plötzlich als Lohnzahlungen gelten, müssen wir schauen, was mit den anderen Vereinen passiert.

Grosser Spieleinfluss der Ausländer

Der FC St.Margrethen hat die betreffenden fünf Spieler in sechs von acht Meisterschaftspartien eingesetzt – erstmals in der zweiten Runde. Dabei holten die Rheintaler vier Punkte. Den bisher einzigen Saisonsieg gab es beim 3:1 in der fünften Runde gegen den FC Sirnach. Pikant: Von den drei Rheintaler Toren wurden zwei von den betroffenen Ausländern erzielt. Mehr noch, von den insgesamt zehn Saisontreffern gehen deren fünf auf das Konto der besagten Spieler. (tn)


Hier: ZUR UMFASSENDEN QUELLE Keine Forfait-Niederlagen für FC St.Margrethen

http://www.tagblatt.ch/4779303Keine Forfait-Niederlagen für FC St.Margrethen

Der Verfasser des Artikels hat geschafft uns zum nachdenken anzuregen. Danke!

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