Aus St.Gallen – aktuelle Meldung: Mildere Strafe für Cannabishändler

Sehr fundierter Artikel, die für das Lesen investierte Zeit lohnt sich für alle die sich für St.Gallen interessieren.

Das Kantonsgericht St.Gallen hat zwei Hanfdealer zu etwas milderen Strafen als die Vorinstanz verurteilt. Die Männer hatten zwischen 2003 und 2007 ein florierendes Cannabisgeschäft betrieben.

ST.GALLEN. Die heute 33 und 34 Jahre alten Beschuldigten bauten in jungen Jahren ein florierendes Drogengeschäft auf. Zuerst verkauften sie die Drogen selber, später stellten sie in verschiedenen Hanfshops in St.Gallen Verkäufer ein. Die Staatsanwaltschaft bezifferte die Menge der zwischen 2003 und 2007 gehandelten Drogen auf rund 250 Kilogramm Cannabis mit einem Umsatz von über zwei Millionen Franken.

Reduziertes Strafmass

Das Kreisgericht St.Gallen hatte die beiden im Mai 2015 wegen des Hanfhandels und anderer Delikte zu Freiheitsstrafen von viereinhalb Jahren sowie vier Jahren und zehn Monaten verurteilt. Am Dienstag baten sie vor zweiter Instanz um mildere Strafen.

Nun hat das Kantonsgericht St.Gallen das Strafmass um einige Monate reduziert. Der erste Beschuldigte – ein Schweizer mit Wurzeln in Ex-Jugoslawien – wird im Zusatz zum Urteil des Kantonsgerichts vom Dezember 2014 und im teilweisen Zusatz zum Strafbescheid des Untersuchungsamtes St.Gallen vom September 2006 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Er muss zudem drei Fünftel der Kosten des Berufungsverfahrens bezahlen. Sein Anteil beläuft sich auf rund 8000 Franken.

Zusatz zu Strafbescheid
Beim zweiten Beschuldigten handelt es sich um einen seit langem in der Schweiz wohnenden Kroaten. Das Kantonsgericht hat ihn der mehrfachen schweren Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, der Hehlerei, der mehrfachen versuchten Nötigung und der falschen Anschuldigung für schuldig erklärt. Er wird im teilweisen Zusatz zum Strafbescheid des Untersuchungsamtes St.Gallen vom September 2004 zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt.

Die Kosten des Berufungsverfahrens betragen insgesamt 6480 Franken. Davon muss der Beschuldigte drei Viertel bezahlen. Der Rest geht zu Lasten des Staates.

Häuser verwerten
Die Ersatzforderungen, welche die Vorinstanz ausgesprochen hatte, bleiben unverändert. Jedoch wird die entsprechende Ziffer ergänzt. Darin ist enthalten, dass sich die Ersatzforderung entsprechend dem Mindererlös reduziert, falls der Verwertungserlös von Häusern in Bosnien weniger als 240‘000 respektive 270’000 Franken einbringt. Beide Beschuldigten müssen aber mindestens je 20‘000 Franken bezahlen. Die beiden Männer hatten einen Teil ihres Gewinnes aus dem Drogenhandel in Liegenschaften in Bosnien investiert.


Hier: ZUM VOLLSTAENDIGEN BERICHT Mildere Strafe für Cannabishändler

http://www.tagblatt.ch/4778266Mildere Strafe für Cannabishändler

Wir sind schon sehr auf die nächsten Artikel zu diesem interessanten Thema gespannt!

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