Frisch aus St.Gallen – Topnews: Der Eiertanz der FDP

Topaktueller Text zu einer St.Gallener Frage der heutigen Zeit.

Die Ausgangslage schien geklärt: Zwei Männer stehen in den Startlöchern, um die Leitung der St.Galler Freisinnigen zu übernehmen. Nun funkt eine Frau dazwischen – keine Unbekannte.

ST.GALLEN. Sie hatte nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie gerne Parteipräsidentin der St.Galler Freisinnigen würde. Susanne Vincenz-Stauffacher gehörte zum Kreis der aussichtsreichen Anwärter – doch dann hatten zwei Männer die Nase vor. Vor drei Wochen teilte die Parteileitung mit: Raphael Frei, Rorschacherberg, und Urs Stillhard, Mosnang, bewerben sich ums Präsidium. Von der Abtwiler Rechtsanwältin war keine Rede mehr. Das überraschte und verärgerte manch FDP-Mitglieder. Was war geschehen? Susanne Vincenz hatte klar postuliert und erwartet, dass sich die Parteileitung hinter sie stelle – so sie denn als Kandidatin fürs Präsidium in Frage komme (Ausgaben vom 28. und 29. September).

Die Parteileitung wählte ein anderes Vorgehen: Sie beschloss, den Delegierten eine Auswahl von drei Personen zu präsentieren – ohne Gewichtung oder Priorisierung. Daraufhin schied die einzige Frau als Kandidatin aus.

Regionalpartei bringt Vincenz neu ins Rennen

In vier Tagen nun wählen die FDP-Delegierten ihre neue Rennleitung – und Susanne Vincenz ist wieder dabei im Kandidatenfeld. Dies geht aus einem Schreiben der Kantonalpartei vom Wochenende an die Mitglieder hervor. Darin ist die Rede von drei Personen, die sich fürs Präsidium bewerben: Die beiden bisherigen Kandidaten Raphael Frei und Urs Stillhard – und eben neu auch Susanne Vincenz. Die Abtwilerin zurück ins Rennen gebracht hat die Parteileitung der FDP Region St.Gallen-Gossau. Sie hat vergangene Woche mit «klarem Mehrheitsentscheid» beschlossen, Susanne Vincenz als dritte Kandidatin vorzuschlagen. Die Regionalpartei wurde aktiv, nachdem mehrere Personen – «innerhalb und ausserhalb der FDP» – ihr Bedauern über das Ausscheiden von Susanne Vincenz an sie herangetragen hätten. Daraufhin suchte die «Hauspartei» der Abtwilerin das Gespräch mit ihr – mit Erfolg.

In einer persönlichen Stellungnahme schreibt auch Susanne Vincenz von zahlreichen Rückmeldungen, die sie erhalten habe und die ihr Ausscheiden bedauert hätten. Dies und die Initiative der Regionalpartei habe sie veranlasst, eine «neue Lagebeurteilung» vorzunehmen – und sich der Wahl zu stellen.

«Uneingeschränkter Rückhalt ist unerlässlich»

Damit rückt Susanne Vincenz von ihrer eigenen Bedingung für eine Kandidatur – dem klaren Rückhalt durch die kantonale Parteileitung – ab. Sie weiss darum und hält rückblickend fest: «Ich kann nachvollziehen, dass meine Haltung teilweise auf Unverständnis gestossen ist oder sogar für Irritation gesorgt hat. Für mich war der geforderte Rückhalt zum damaligen Zeitpunkt jedoch wichtig und entscheidend.» Für ein derartiges Amt sei ein «uneingeschränkter Rückhalt unerlässlich». In der neuen Situation fühle sie sich «breit unterstützt und getragen» und stelle sich «sehr gerne und mit Überzeugung» der Wahl.

Wer von den dreien künftig an der Spitze der St.Galler Freisinnigen stehen wird, entscheiden die Delegierten am Donnerstag in Rapperswil – in geheimer Abstimmung. Dann wird sich auch zeigen, ob Raphael Frei, Urs Stillhard und Susanne Vincenz-Stauffacher noch Konkurrenz erwächst. Die Statuten der Kantonalpartei lassen es zu, dass an der Versammlung selber weitere Wahlvorschläge eingebracht werden. Der bisherige FDP-Präsident und ehemalige Banker Marc Mächler ist seit Frühsommer St.Galler Regierungsrat.


Klick HIER: zur spannenden Quelle des Textes Der Eiertanz der FDP

http://www.tagblatt.ch/4797333Der Eiertanz der FDP

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

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Frische St.Gallener – Neuigkeit: Vergewaltiger muss für acht Jahre ins Gefängnis

Topaktueller Text zu einer St.Gallener Frage der heutigen Zeit.

Ein 51-jähriger Jordanier muss wegen Vergewaltigung acht Jahre ins Gefängnis. Dies hat das St.Galler Kantonsgericht entschieden. Der Verurteilte blieb mit seiner Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz erfolglos.

ST.GALLEN. Das Kantonsgericht reduzierte zwar das Strafmass um zwei Monate. Es bestätigte aber das Urteil der Vorinstanz im wesentlichen, wie es am Montag bekanntgab. Der Jordanier soll eine junge Frau mehrfach vergewaltigt, gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen und sich widerrechtlich in der Schweiz aufgehalten haben.

Dafür hatte ihn das Kreisgericht Toggenburg im April 2015 zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren und zwei Monaten sowie einer Busse von 300 Franken verurteilt. Vor Kantonsgericht St.Gallen verlangte er vergangene Woche Freisprüche und höchstens drei Monate Haft. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf Abweisung der Berufung.

Mit Bajonett bewaffnet
Vorgeworfen wird dem 51-jährigen Jordanier, dass er das junge Opfer mit einem Bajonett bewaffnet mehrfach vergewaltigt hat. Die Tat geschah in der Wohnung ihres Freundes, wo sich auch der Beschuldigte öfters aufhielt. Den Vorwurf der Vergewaltigung wies er weit von sich. Im Umfeld des Paares sei es üblich gewesen, miteinander Sex zu haben. Es sei viel Alkohol getrunken und es seien Drogen genommen worden.

Der Sex mit der Frau sei einvernehmlich passiert, nachdem sie zu dritt vom Ausgang zurückgekehrt seien, erklärte der Jordanier. Der Bekannte sei aufgrund seiner Trunkenheit sofort ins Bett gegangen. Im Wohnzimmer habe sich dann die Frau freiwillig ausgezogen. Er habe schon früher mit der Frau geschlafen, da sie sich an ihn herangemacht habe. Der Sex habe fünf Stunden gedauert. Allein dies beweise, dass die Frau nicht die Wahrheit sage, da eine Vergewaltigung höchstens einige Minuten dauere.

Asylgesuch abgewiesen
Auch vom Vorwurf des widerrechtlichen Aufenthalts wollte er einen Freispruch erwirken. Seinen Ausführungen war zu entnehmen, dass er im Jahre 2003 in die Schweiz kam und einen Asylantrag stellte, der abgewiesen wurde. Mehrmals wurde er aufgefordert die Schweiz zu verlassen und wegen rechtswidrigen Aufenthalts verurteilt. Er habe nicht ausreisen können, weil er entweder im Gefängnis gewesen sei oder aus persönlichen Gründen nicht gewusst habe, wohin er gehen solle, erklärte er.

Einzig den Vorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz liess er gelten. Dafür sei er mit maximal drei Monaten Gefängnis zu verurteilen. Sein Verteidiger betonte, die Vergewaltigung sei nicht bewiesen, weshalb zwingend ein Freispruch erfolgen müsse. Die Rechtsvertreterin des Opfers beantragte die Rückweisung der Berufung. Ihre Mandantin leide noch immer schwer unter der Vergewaltigung.

Das Kantonsgericht glaubte den Beteuerungen des Mannes nicht und bestätigte im wesentlichen das Urteil der Vorinstanz. Dem Opfer sprach es Genugtuung und Schadenersatz zu. Die Kosten des Berufungsverfahrens von über 9000 Franken muss der Beschuldigte bezahlen. (sda)


Click: REPORT Vergewaltiger muss für acht Jahre ins Gefängnis

http://www.tagblatt.ch/4798239Vergewaltiger muss für acht Jahre ins Gefängnis

Dem Autor ist die Kunst gelungen ein komplexes Thema interessant und lehrreich nahe zu bringen.

St.Gallen-News: «Prima i nostri» für St. Gallen

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Genf kennt die Bevorzugung arbeitsuchender Inländer bereits. Das Tessin hat dazu kürzlich Ja gesagt. Die St.Galler SVP bastelt ebenfalls an einer kantonalen Zuwanderungs-Initiative.

ST.GALLEN. «Prima i nostri – zuerst die Unsrigen». Das war der Name jener Volksinitiative, die die Tessiner Stimmberechtigten am 25. September angenommen haben. Lanciert hatte sie die kantonale SVP. 58 Prozent der Stimmenden sagten Ja dazu. Ein Gegenvorschlag der Regierung wurde gleichentags verworfen. Ebenso die Initiative «Schluss mit dem Lohndumping», lanciert von der Bewegung für den Sozialismus.

Würde die Tessiner Initiative umgesetzt, müsste in einem Bewerbungsverfahren bei gleicher Qualifikation künftig jener Bewerber den Zuschlag erhalten, der im Kanton wohnhaft ist. Tessiner dürften zudem nicht mehr entlassen werden, nur weil für denselben Job eine billigere Arbeitskraft zur Verfügung steht. Und schliesslich dürften einheimische Arbeitnehmer wegen der billigeren ausländischen Konkurrenz nicht unter Lohndruck gesetzt werden.

Genfer Modell ist erfolgreich

«Prima i nostri» wird die St.Galler SVP ihr Begehren nicht taufen – aber es hat dieselbe Stossrichtung. Zuerst will es die Partei Ende November mit einer Motion im Kantonsrat versuchen. Allzu optimistisch ist Kantonalpräsident Walter Gartmann allerdings nicht: «Wir werden wohl eher scheitern als durchkommen.» Trifft das ein, wird die Partei nächstes Jahr eine Initiative lancieren, die kantonale Zuwanderungsregeln verlangt und umschreibt.

Laut Gartmann berät eine Arbeitsgruppe derzeit, wie die Motion und eine allfällige Initiative formuliert sein sollen. An der Vorstandssitzung vom 16. November werden die Entwürfe zur Diskussion gestellt.

Offen ist gemäss SVP-Präsident insbesondere, ob sich die St.Galler Variante eher am Tessiner oder am Genfer Modell orientieren wird. Genf kennt die «préférence indigène» bereits seit 2012. Zuerst galt sie nur für die Verwaltung und öffentliche Institutionen. Seit vergangenem Jahr sind ihr auch staatlich subventionierte Unternehmen und Stiftungen unterworfen. Betroffen ist beispielsweise das Universitätsspital. Offene Stellen sind in Genf dem Arbeitslosenamt zu melden, das Kandidaten vorschlagen kann. Passt deren Profil, müssen sie zu einem Anstellungsgespräch eingeladen werden. Erhält nach der öffentlichen Ausschreibung dennoch ein Bewerber aus dem Ausland die Stelle, kann das Departement für Arbeit und Soziales Einsprache erheben.

Eine aufwendige Angelegenheit, die laut «NZZ» aber Erfolg zeitigt. In der Verwaltung sowie bei den subventionierten Einrichtungen konnte im Jahr 2015 eine deutliche Mehrheit der offenen Stellen mit Interessenten besetzt werden, die das Arbeitslosenamt ins Spiel gebracht hatte. Hinter dem Genfer Modell steht explizit auch die Kantonsregierung.

Druck ist nicht in allen Regionen gleich hoch

In der Tessiner wie der Genfer Wirtschaft spielen Grenzgänger eine wichtige Rolle. Ein Drittel aller Einpendler in die Schweiz arbeitet in der Genferseeregion, ein Fünftel im Tessin. Der Kanton St.Gallen zählt knapp 10 000 Grenzgänger, der Thurgau 4500. In Ausser- und Innerrhoden zusammen sind es wenige hundert. All jene, die als Fachkräfte in Industrie und Gewerbe gefragt sind, stören Gartmann nicht. Ein Dorn im Auge sind ihm kurzfristig gegründete Firmen, die öffentliche und private Aufträge abholen und die Arbeiten dann von Subunternehmen mit ausländischen Arbeitern ausführen lassen. «Um zu sehen, wie das läuft, muss man nur das Amtsblatt zur Hand nehmen.» Da würden noch und noch neue Firmen angemeldet und wieder gelöscht. Besonders stark betroffen sei das Baugewerbe, in dem Gartmann mit seinem Unternehmen für Baumontagen selber tätig ist. «In Wil mag der Druck weniger stark sein. Aber im Rheintal, im Werdenberg und im Sarganserland ist er massiv zu spüren», sagt der SVP-Präsident.

Zweifel an der Umsetzbarkeit

Der Tessiner Kantonsrat hatte im Vorfeld der Abstimmung den weniger einschneidend formulierten Gegenvorschlag der Regierung zur Annahme empfohlen. Zum einen, weil das SVP-Modell schwierig umsetzbar sei, zum andern, weil es wohl mit übergeordnetem Recht kollidiere. Es gibt denn auch Zweifel, dass Bundesrat und Parlament den Entscheid der Tessiner absegnen werden. Solche Vorbehalte bremsen Gartmann nicht. Er ist überzeugt: «Das Anliegen ist auch im Kanton St.Gallen mehrheitsfähig.» Bedenken könne man immer haben. «Aber was jetzt in Bern mit der Masseneinwanderungs-Initiative passiert und wie die Zweitwohnungs-Initiative im Nachhinein verwässert wurde, darf nicht sein.»


Hier: ZUM GANZEN EHERINGETEXT «Prima i nostri» für St. Gallen

http://www.tagblatt.ch/4805675«Prima i nostri» für St. Gallen

Wir sind schon sehr auf die nächsten Artikel zu diesem interessanten Thema gespannt!

Frisch aus St.Gallen – Topnews: «Die Geschlechterdebatte bringt nichts»

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Als 20-Jähriger forderte Raphael Frei möglichst wenig Staat und möglichst viel Freiheit. Jetzt ist er Präsident der St. Galler FDP-Kantonalpartei. Sein Denken habe sich nicht verändert – aber er sei pragmatischer geworden.

Raphael Frei, wollen Sie die FDP zu Fall bringen?

Wie kommen Sie darauf?

An der Delegiertenversammlung haben Sie die Mitglieder mit Dominosteinen verglichen.

Ich wollte damit zeigen, was wir erreichen können, wenn wir alle in die gleiche Richtung schauen.

In welche Richtung?

Die FDP hat ein klares Profil: Freiheit, Gemeinsinn, Fortschritt. Diese Begriffe kennt man von uns. Das sollen aber nicht nur Worthülsen sein. Wir wollen sie mit Inhalt füllen.

2015 haben Sie sich mit einem innovativen Wahlkampf ins Gespräch gebracht. Von Ihnen erwartet man mehr als die herkömmlichen Parolen.

Das ist mir bewusst. Ich will aber nicht mit effekthascherischen Auftritten punkten. Schon als 20-Jähriger wollte ich möglichst wenig Staat und möglichst viel Freiheit. Freiheit ist aber auch eine Verpflichtung. Ich will Lösungen präsentieren. Und diese kann ich nicht allein erarbeiten. Wir haben viele gute Strömungen in der Partei. Meine Aufgabe ist es, diese Strömungen zu bündeln.

Meinen Sie damit die Jungfreisinnigen und die Frauen?

Ja. Wir ziehen zwar alle am gleichen Strick. Aber innerhalb der Partei gibt es eine Vielfalt von Ideen.

Was sind denn die Besonderheiten der FDP-Frauen?

Unsere Frauen sind es gewohnt, für etwas einzustehen und zu kämpfen.

Die Männer nicht?

Doch, natürlich. Ich finde diese Geschlechterdebatte nicht zielführend.

Ist dieser Schluss nicht etwas voreilig? Die Analyse der Wahlen 2015 hat gezeigt, dass gerade die FDP das Wählerpotenzial bei den Frauen noch nicht ausgeschöpft hat.

Ja. Wir müssen aufzeigen, dass wir keine «Männerpolitik» betreiben, sondern für den gesellschaftlichen Fortschritt einstehen. Die FDP hat sehr gute Frauen wie zum Beispiel Karin Keller-Sutter. Mit ihnen müssen wir weiter punkten. So können wir weitere Wählerinnen gewinnen.

Sie bezeichnen die Jungfreisinnigen als «liberale Speerspitze der FDP». Ist die Jungpartei liberaler als die Mutterpartei?

Damit meine ich, dass die Jungfreisinnigen auch einmal Positionen einnehmen dürfen, die etwas pointierter und kompromissloser sind. Das ist nicht nur bei unserer Jungpartei so, sondern auch bei der politischen Konkurrenz.

Waren Sie als Jungfreisinniger liberaler?

Nein, mein Denken hat sich nicht verändert. Ich bin immer noch für möglichst wenig Staat und möglichst viel Freiheit. Ich denke heute aber mehr auch an die Konsequenzen.

Wo zum Beispiel?

Als Jungfreisinniger war ich für eine bedingungslose freie Schulwahl. Heute sehe ich das pragmatischer. Die freie Schulwahl ist eine mögliche Variante, aber auch das aktuelle System funktioniert. Ich bin jedoch immer noch dafür, dass man den Schulen die grösstmögliche Autonomie gibt.

Wollen Sie die Bildung zum Kernthema der FDP machen?

Wir wollen sicher auch in der Bildung wieder vermehrt Akzente setzen. Das steht aber in einem engen Zusammenhang mit unseren anderen Kernthemen. Die Wirtschaft zum Beispiel benötigt sehr gut ausgebildete Leute. Deshalb wollen wir Themen wie Wirtschaft und Bildung stärker verknüpfen.

Sie sind Stabsoffizier in der Armee. Muss sich die Partei auf einen militärischen Führungsstil gefasst machen?

Mein Führungsstil ist kooperativ und integrierend. Aber ich werde sicher Aufträge erteilen und Forderungen stellen. Ich habe eine klare Vision und ein Ziel. Man ist nicht in einer Partei, damit man ein bisschen dabei ist, sondern weil man etwas gesellschaftspolitisch gestalten will.

Was wollen Sie in der FDP verändern?

Wir müssen die Partei sicher nicht umbauen. Meine Vorgänger Marc Mächler und Sven Bradke haben sehr gute Arbeit geleistet. Ich will aber den Fachausschüssen mehr Gewicht geben. Dort ist viel Know-how vorhanden. Wir haben Leute, die sich in einem Thema enorm gut auskennen, zum Beispiel in der Landwirtschaft oder im Gesundheitswesen. Diese Fachausschüsse sollen deshalb vermehrt auch Inputs für unsere Politik liefern.

Wollen Sie neue Fachausschüsse schaffen?

Derzeit sind alle Themen abgedeckt. Das kann sich aber je nach politischer Aktualität wieder ändern.

Ein Megathema sind derzeit Religion und Extremismus. Ausgerechnet dazu hat die FDP aber keinen Fachausschuss.

Das stimmt. Aber auch dieses Thema wird in der Parteileitung und der Fraktion regelmässig diskutiert.

Wirklich? In der Kopftuch-Debatte war kaum eine Partei so schweigsam wie die FDP.

In diesem Thema wird viel polemisiert. So kommen wir nicht weiter. Man darf nicht alles staatlich regeln.

Gibt es in Ihrer Schule in Waldkirch Kopftücher?

Nein. Wir haben Schülerinnen, die ausserhalb der Schule Kopftuch tragen. In der Schule gilt ein Kopfbedeckungsverbot. Aber wie gesagt: Das kann man den Schulen überlassen. Dafür braucht es den Staat nicht.

Wo braucht es den Staat?

Dort, wo die untersten Ebenen nicht mehr allein funktionieren können. Ein Beispiel: Ein privates Polizeiwesen funktioniert nicht. Das muss eine Staatsaufgabe sein.

Die Sozialhilfe ist Ihnen ebenfalls ein Anliegen.

Genau. Das heutige Giesskannenprinzip ist unbefriedigend. Die Sozialhilfegelder sollten dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Wird am falschen Ort gezahlt?

Es wird jedenfalls sehr grossflächig Sozialhilfe gezahlt. Diese Mittel müssen effizienter eingesetzt werden.

Wie denn?

Ich möchte, dass wir bei diesem Thema hinschauen und selbstverständlich nach Lösungen suchen.

Kommen Sie damit nicht etwas spät? Die Sozialhilfe war in den vergangenen Jahren ein grosses Thema, die Ansätze wurden überarbeitet.

So kann man bei jedem Thema argumentieren. Man hat ja über alles schon mal gesprochen. In der Politik stehen wir in einem permanenten Wandel. Deshalb ist es auch richtig, immer wieder hinzuschauen und nachzubessern.

Sie sind Schulleiter, Parteipräsident und Hauptmann. Ein ziemlich dichtes Programm …

Ich war schon immer ziemlich «umtriebig». Wäre ich nicht Parteipräsident geworden, hätte ich bestimmt etwas anderes gemacht.

Und nach dem Präsidium?

Ich mache keine Karriereplanung. Ich bin nicht Parteipräsident geworden, weil ich ein höheres Amt im Visier habe. Was ich mache, mache ich mit Herzblut – hier, jetzt und auch zukünftig.


Click: ZUR GUT GELUNGENEN QUELLE DES TEXTES «Die Geschlechterdebatte bringt nichts»

http://www.tagblatt.ch/4806035«Die Geschlechterdebatte bringt nichts»

Hoffentlich kommmt bald wieder ein Bericht zu diesem Thema

Aus St.Gallen – aktuelle Neuigkeit: SP beschliesst Stimmfreigabe für zweiten Wahlgang

Sehr fundierter Bericht, die Lesezeit ist gut investiert.

Im Rennen um das Stadtpräsidium in Rapperswil-Jona dürfte es für Erich Zoller noch schwieriger werden die Wiederwahl zu schaffen. Am Montagabend beschloss die SP zwar Stimmfreigabe für den zweiten Wahlgang. Allerdings bevorzugt sie Zollers parteiinternen Rivalen.

RAPPERSWIL-JONA. Die SP Rapperswil-Jona hörte sich alle Kandidierenden fürs Stadtpräsidium an. In der anschliessenden Diskussion hätten die anwesenden Mitglieder Stimmfreigabe beschlossen, schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Dennoch erachtet sie einige Kandidaten als geeigneter für das Amt des Stadtpräsidenten. Als Favoriten sieht sie Rahel Würmli von der Gruppe UGS (unabhängig, grün, sozial) und Peter Göldi (CVP). «Die anderen Kandidaten konnten die Anwesenden hingegen nicht überzeugen», heisst es weiter.

Göldi war nach dem schlechten Abschneiden des amtierenden Stadtpräsidenten Erich Zoller von der CVP nominiert worden. Die Partei liess Zoller dagegen fallen. Dieser tritt aber trotzdem zum zweiten Wahlgang an.
Am 6. November kommt es damit zur Ausmarchung zwischen Zoller, Göldi, Martin Stöckling (FDP), Rahel Würmli (UGS) und Hubert Zeis (parteilos). Ausser Zoller trat keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang an. Martin Stöckling wurde im ersten Wahlgang als Stadtrat bestätigt.

Erich Zoller, der seit fünf Jahren an der Spitze der zweitgrössten St.Galler Gemeinde steht, erreichte im ersten Wahlgang vom 25. September 1500 Stimmen weniger als sein Herausforderer Bruno Hug. Der Verleger und Chefredaktor der Gratiszeitung «Obersee-Nachrichten» tritt nicht zum zweiten Wahlgang an. (sda)


Link: Originalartikel SP beschliesst Stimmfreigabe für zweiten Wahlgang

http://www.tagblatt.ch/4798449SP beschliesst Stimmfreigabe für zweiten Wahlgang

Der Autor hat mit diesem St.Gallener-Artikel gute Arbeit geleistet!

Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Polizei-Notruf 117 war überlastet

Lesenswerter Text zu diesem spannendem Thema aus St.Gallen.

Weil sich trotz mehrmaliger Versuche unter der Notrufnummer 117 niemand gemeldet hatte, beschwerte sich ein St.Galler auf seinem Blog bei der Stadtpolizei. Nun hat diese Stellung genommen.

ST.GALLEN. Der St.Galler Blogger Eric-Oliver Mächler hat am Donnerstag seinem Ärger Luft verschafft, weil sein Anruf bei der Notrufnummer 117 nicht erwidert wurde. Wie Tagblatt Online berichtete, hatten sich seine Nachbarn am Tag zuvor heftig gestritten, weshalb er den Notruf wählte. Drei bis vier Minuten habe er es läuten lassen, doch niemand habe seinen Anruf angenommen. Es folgte ein zweiter Versuch, und auch seine Nachbarin probierte es – immer ohne Erfolg.

Auf den Blogeintrag reagierte die Stadtpolizei St.Gallen prompt: “Wir klären das ab und geben baldmöglichst eine Rückmeldung.” Diese folgte am Donnerstagabend, wie das Nachrichtenportal “FM1today” berichtet. Auch Eric-Oliver Mächler teilte die Stellungnahme auf seinem Blog. Darin schreibt die Polizei, dass der Vorfall an der Felsenstrasse bereits vor Mächlers Anruf bekannt gewesen sei. Ausserdem stellt sie eine Auflistung von Mächlers Anrufen zur Verfügung, die belegt, dass er es nicht drei bis vier Minuten hat läuten lassen, sondern das erste Mal nach 31,7 Sekunden, das zweite Mal nach 25,67 Sekunden wieder aufgelegt hat. Weiter schreibt die Polizei: “Notrufe werden bei uns prioritär behandelt, d.h. vor allen anderen eingehenden Anrufen und so schnell wie möglich entgegengenommen. Wenn jedoch mehrere Notrufe zeitgleich eingehen, wie bei diesem Vorfall, dann können unsere 2-3 Mitarbeitenden nur einen Anruf nach dem anderen entgegennehmen und behandeln.”

Ein Problem sei zudem, dass immer wieder Personen den Notruf 117 für allgemeine Auskünfte wählten. Das verzögere die Annahme von tatsächlichen Notrufen. “Deshalb ist es wichtig, die Nummer 117 nur zu wählen, wenn es sich auch wirklich um einen Notruf handelt.” (jmw)


Klick HIER: ZUM AUSSERORDENTLICH TOLLEN EHERINGEREPORT Polizei-Notruf 117 war überlastet

http://www.tagblatt.ch/4803790Polizei-Notruf 117 war überlastet

Dem Autor ist es gelungen den Text kurz und doch umfassend zu verfassen.

Betrifft St.Gallen: Osterwalder geht in Pension

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Der langjährige Chefarzt der Zentralen Notfallaufnahme des Kantonsspitals St.Gallen, Joseph Osterwalder, tritt per Ende Februar 2017 ab. Als Nachfolger wurde Robert Sieber bestimmt.

ST.GALLEN. Der neu gewählte Chefarzt Robert Sieber kann auf mehrere Stationen im Ausland zurückblicken. Von 1999 bis 2001 arbeitete er in der Notfallaufnahme eines Spitals in Manchester. Anschliessend heuerte Sieber erstmals im Kantonsspital St.Gallen an, bevor er 2003 bis 2010 ins Tessin wechselte. Seit 2010 ist Sieber wieder zurück in der Ostschweiz und arbeitete als leitender Arzt der Zentralen Notfallaufnahme in St.Gallen. (pd/red.)


Klick HIER: ZUM LESENSWERTEN BERICHT Osterwalder geht in Pension

http://www.tagblatt.ch/4799628Osterwalder geht in Pension

Dieser gelungene Bericht behandelt das Thema in unterhaltsamer und doch lehrreicher Art und Weise.