Aus St.Gallen – aktuelle Meldung: Abfuhr für die Harmos-Gegner

Dieser Artikel bringt es genau auf den Punkt.

Der Kanton St.Gallen hält an der Harmonisierung der Volksschule fest. Die St. Galler Stimmberechtigten schickten eine Initiative zum Ausstieg aus dem Harmos-Schulkonkordat mit knapp 70 Prozent Nein-Stimmen bachab.

KANTON ST.GALLEN. Die Initiative des Vereins «Starke Volksschule St.Gallen» wurde mit 92’046 zu 40’240 Stimmen abgelehnt. Die Stimmbeteiligung betrug 43,4 Prozent. Sehr hoch fiel das Nein in der Stadt St.Gallen aus mit 15’270 zu 4122 Stimmen.

Kölliker: «Starkes Zeichen nach Bern»

Der St. Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker (SVP) sprach von einem «ausserordentlich starken Zeichen nach Bundesbern». Die Zustimmung zu Harmos bestätige den Weg der Schul-Harmonisierung unter den Kantonen und zeige, «dass eine Bundes-Intervention keinesfalls angebracht ist», sagte Kölliker.

Erfreut zeigte sich der Präsident der Erziehungsdirektoren-Konferenz EDK, Christoph Eymann. Der Entscheid in St.Gallen sei «ein gutes Signal im Prozess des Harmonisierungsauftrags durch die Kantone», wurde Eymann im Communiqué der EDK zitiert.

Die Harmonisierung der obligatorischen Schule sei weit fortgeschritten und gehe in die vereinbarte Richtung weiter. Die EDK habe festgestellt, dass «einzig im Bereich des Sprachenunterrichts Abweichungen nicht ausgeschlossen werden», heisst es.

Gegen zweite Fremdsprache

Das Volksbegehren richtete sich gegen die Einführung des Lehrplans 21 und vor allem gegen den Unterricht einer zweiten Fremdsprache in der Primarschule. St.Gallen wäre im Fall einer Annahme der Initiative als erster Kanton aus dem Harmos-Konkordat wieder ausgestiegen. Die Abstimmung stiess deshalb landesweit auf Interesse.

Die Initiative wurde von allen Parteien, mit Ausnahme der SVP, abgelehnt. Die St.Galler Regierung, der Kantonsrat, der kantonale Lehrerverband KLV und die Gewerkschaft VPOD waren ebenfalls geschlossen gegen einen Harmos-Ausstieg.

Das Konkordat sichere den Kindern Chancengleichheit und garantiere den Familien Mobilität, argumentierten sie. Harmos sei ein Erfolgsmodell. Im Fall eines St.Galler Ausstiegs befürchteten die Gegner ein Bundes-Diktat.

Für das Komitee «Ja zum Harmos-Ausstieg» bedeutet der Verbleib St.Gallens im Konkordat «keinen Freipass für weitere schädliche Schulreformen». Die Regierung müsse jetzt ihre Versprechungen einhalten und auch mit Harmos das Kind in den Mittelpunkt stellen, die Lehrer-Schüler-Beziehung stärken und den Lehrkräften die Methodenfreiheit lassen. Nach viel Unruhe solle «die Reformwut beendet und endlich wieder einmal Ruhe in die Schulpolitik gebracht werden», teilte das Komitee mit.

15 Harmos-Kantone

Der 2006 angenommene Bildungsartikel in der Bundesverfassung verpflichtet die Kantone, ihre Schulen zu harmonisieren. Die Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (Harmos) regelt das Schuleintrittsalter, die Schulpflicht, die Dauer und die Ziele der Bildungsstufen sowie deren Übergänge.

15 Kantone gehören dem Konkordat an. Sieben Kantone lehnten es ab. Im Kanton Schaffhausen lehnten die Stimmberechtigten 2010 eine Initiative zum Austritt aus Harmos ab. (sda)

Hier geht es zum Kommentar von Ostschweiz-Redaktorin Marion Loher zum Verbleib im Harmos-Konkordat.


Click: zur spannenden Eheringe-News Abfuhr für die Harmos-Gegner

http://www.tagblatt.ch/4766189Abfuhr für die Harmos-Gegner

Dem Autor ist es gelungen den Text kurz und doch umfassend zu verfassen.

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