Aus St.Gallen – aktuelle Neuigkeit: Kesb-Kritiker Bruno Hug gibt den Ton an

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Erich Zoller, CVP-Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, muss mit einer Abwahl rechnen. Nach dem ersten Wahlgang liegt er überraschend deutlich hinter dem parteilosen Verleger Bruno Hug. Der Kesb-Kritiker fordert nun von der FDP einen Kandidaten.

RAPPERSWIL-JONA. Herausforderer Bruno Hug holte im ersten Wahlgang 3929, der amtierende Stadtpräsident Erich Zoller nur gerade 2431, also knapp 1500 Stimmen weniger als der parteilose Kampfkandidat. Keiner der vier Kandidaten erreichte das absolute Mehr von 4487 Stimmen. Am 6. November muss ein zweiter Wahlgang eine Entscheidung bringen.

Der 62-jährige Bruno Hug ist Verleger und Chefredaktor der wöchentlich erscheinenden Gratiszeitung «Obersee-Nachrichten». Die «Obersee-Nachrichten» und die Stadt Rapperswil-Jona sind seit Monaten im Clinch. Die Stadt reichte Anfang August gegen die «Obersee Nachrichten» Klage wegen Persönlichkeitsverletzung ein. Grund ist die kritische Berichterstattung über die Kindes− und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Linth.

In erster Linie ging es Hug und den beiden anderen parteilosen Kandidaten Felix Hof (1819 Stimmen) und Stefan Ritz (557 Stimmen) mit ihrer Kandidatur und dem gemeinsam geführten Wahlkampf darum, die Wiederwahl von Erich Zoller zu verhindern.

Klares Votum der Bevölkerung
Das gute Resultat aus dem ersten Wahlgang sei aber eine Verpflichtung, sagte Hug am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Ob er nochmals antrete, hänge von den Gesprächen mit den Parteien ab. «Ich will die beste Lösung für Rapperswil-Jona», sagt er. Auf dem neuen Wahlzettel müsse nicht zwingend sein Name stehen, falls die FDP einen valablen Kandidaten bringe.

Schon vor seiner Wahl in den Stadtrat war der Name von FDP-Mann Martin Stöckling ins Spiel gebracht worden. «Mich würde das Amt des Stadtpräsidenten reizen», sagt der Sohn von alt Regierungsrat Hans Ulrich Stöckling. Bereits sein Vater war von 1977 bis 1988 Gemeindeammann von Jona.

Das Wahlresultat sei ein klares Votum der Bevölkerung, sagt 42-jährige Anwalt. Beim Strassentunnel und bei der Finanzpolitik der Stadt müsse endlich etwas gehen. Für die FDP bestehe nach dem guten Abschneiden bei den Stadtratswahlen aber kein Handlungsbedarf beim Stadtpräsidium; neben Martin Stöckling wurde Schulratspräsident Thomas Rüegg deutlich wiedergewählt. Der FDP-Politiker erhielt 7415 Stimmen, an Vereinzelte gingen 237 Stimmen.

Schlammschlacht
Eines ist auf jeden Fall sicher: Bei den Parteien laufen die Drähte heiss. Und natürlich auch bei den drei parteilosen Kampfkandidaten. «Ich bin mit verschiedenen Parteien im Gespräch», sagt Felix Hof auf Anfrage. Er sei aber keiner Gruppierung verpflichtet und werde sich ohne Not auch keiner Partei anschliessen. Ob er nochmals kandidiere werde sich in den nächsten Tagen zeigen.

Enttäuscht über das schlechte Abschneiden und die Nichtwahl ist nicht nur Erich Zoller, sondern auch seine Partei: «Offenbar hat die monatelange Schlammschlacht gegen ihn bewirkt, dass die Stimmbürger sich davon beeinflussen liessen», heisst es in einem Communiqué der CVP Rapperswil-Jona. Es gelte nun eine Auslegeordnung zu machen.

Die weiteren Schritte seien massgeblich abhängig von Bruno Hug, dem Kandidaten mit der höchsten Stimmenzahl. «Der Satz im Communiqué sei missverständlich», sagt Thomas Hofstetter, Präsident der CVP Rapperswil-Jona. Wenn Erich Zoller sich entschliesse, nochmals anzutreten, werde er von der CVP unterstützt. «Wir wollen den Kandidaten nicht wechseln», so Hofstetter. (sda)


Hier: ZUM GANZEN EHERINGEBERICHT Kesb-Kritiker Bruno Hug gibt den Ton an

http://www.tagblatt.ch/4767701Kesb-Kritiker Bruno Hug gibt den Ton an

Der Verfasser des Artikels hat geschafft uns zum nachdenken anzuregen. Danke!

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