St.Gallen-News: Wenig Stauraum für Stau auf der Teufener Strasse

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

Autos von Teufen nach St.Gallen stauen sich in der Stadt. Diese will die stehende Kolonnen ins Ausserrhodische verlegen – zum Unmut der Teufener.

ST.GALLEN. Das Verkehrschaos auf der Teufener Strasse ist sowohl den St.Gallern als auch den Appenzellern ein Dorn im Auge. Die Stadt plant eine Pförtneranlage in der Liebegg, um den Stau aus dem Wohngebiet zu verbannen (Ausgabe vom 1. September). Der Stauraum zwischen diesem Lichtsignal bis zur Ausfahrt der Umfahrungsstrasse in der Lustmühle ist jedoch beschränkt.

Trotzdem ist Christian Hasler, Bereichsleiter Verkehr beim Tiefbauamt der Stadt St.Gallen, zuversichtlich, dass sich die Autos auch mit einer Pförtneranlage weder zurück in die Umfahrungsstrasse noch ins Siedlungsgebiet in der Lustmühle stauen werden. «Im Notfall können wir Autos weiterfahren lassen, auch wenn in der Stadt eigentlich zu viel Verkehr herrscht», sagt Hasler. Denn aus Sicherheitsgründen dürfe sich auf der Umfahrungsstrasse kein Stau bilden. So könne auch vermieden werden, dass sich der Verkehr bis zur Lustmühle staut.

Eine überregionale Lösung suchen

Die Idee der St.Galler stösst jedoch in der Person von Markus Bänziger, Teufner Gemeindepräsident ad interim, auf Gegenwehr. Dieser sieht dem Projekt Pförtneranlage in der Liebegg kritisch entgegen. Gegen den Bau einer solchen Anlage werde er wohl intervenieren. «Wir setzten uns für einen raschen Zugang zu den Nationalstrassen aus dem Appenzellerland ein», sagt er.

Den Stau einfach ins Ausserrhodische zu verlegen, kommt für Bänziger so nicht in Frage. Er verstehe zwar die St.Galler, dass sie den Verkehr aus ihren Wohngebieten haben wollten. Aber: «Wir brauchen eine überregionale Lösung, die für alle passt.» Eine Pförtneranlage löse das Problem nicht, sie verschiebe es lediglich. Für Bänziger gibt es nur einen Weg: Der Bau der Teilspange von der Stadtautobahn via Güterbahnhof in die Liebegg müsse rasch vorangetrieben werden. «Wir sind nicht glücklich, dass der Baubeginn dafür erst in 15 bis 20 Jahren sein soll ist.»

Pförtneranlage als Argument gegen Spange?

Beim Bau der Pförtneranlage sieht Markus Bänziger gleich zwei Gefahren. Nämlich dass sich Autos bis nach Niederteufen stauen könnten und dass «die Pförtneranlage als Argument gegen den Bau der Teilspange missbraucht wird». Laut Hasler eine unberechtigte Befürchtung: «Wir haben von Anfang an gesagt, dass es sich bei den Pförtneranlagen nur um mittelfristige Lösungen handelt.» Auch er stehe voll und ganz hinter der Teilspange, die unbedingt nötig sei.

Dass es auf der Teufener Strasse zu Stau kommt, sei «der verfehlten Verkehrspolitik in der Stadt St.Gallen» zu verdanken, bemängelte kürzlich ein Leserbriefschreiber aus Gais. Denn der Verkehr sei seit 20 Jahren stabil. «Der Verkehr hat nicht stark zugenommen, für den Stau gibt es aber eine einfache Erklärung», sagt Hasler. Er sei eine Folge der Sperrung der Ruhbergstrasse. «Wir wägten ab, ob die Wohnbevölkerung im Quartier oder Verkehr auf der Teufener Strasse bevorzugt werden. Der Entscheid fiel klar zugunsten der Bewohner des Quartiers.» Weiter schreibt der Leser, dass städtische Beamte den Verkehr vom und ins Appenzellerland dosieren würden. Dem widerspricht Hasler: « Stau gibt es bis zur Realisierung der Teilspange sowieso.» Es gehe lediglich darum, den Stau in unbewohntes Land zu verlegen – egal ob auf St.Gallischem oder ausserrhodischem Boden.

«Postauto kann nicht ewig im Stau stecken»

Von der Pförtneranlage wären auch die Steiner betroffen. Da der Bau einer Busspur auf dem betroffenen Abschnitt der Teufener Strasse nicht möglich ist, müsste die Postautolinie 180 von Stein nach St.Gallen neu bei der Lustmühle wenden. «Eine bedenkliche Entwicklung», sagt Gemeindepräsident Siegfried Dörig. Es sei viel einfacher, ohne Umstieg nach St.Gallen zu fahren. «Wenn die Pförtneranlage wirklich kommt, wird das wohl die einzige Lösung sein, denn das Postauto kann natürlich nicht ewig im Stau stecken bleiben.»


Klick HIER: ZUM EHERINGEBERICHT Wenig Stauraum für Stau auf der Teufener Strasse

http://www.tagblatt.ch/4755366Wenig Stauraum für Stau auf der Teufener Strasse

Der Autor hat mit diesem St.Gallener-Artikel gute Arbeit geleistet!

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