News aus St.Gallen: Klöti nimmt das Tempo raus

Lesenswerter Text zu diesem spannendem Thema aus St.Gallen.

Im Toggenburg engagiert sich eine Interessengemeinschaft für das Kulturprojekt. Der Regierung ist es recht. Sie hat keine Eile – nicht mehr.

ST.GALLEN. Die Regierung sei in die Überarbeitung des Klanghauses Toggenburg nicht involviert, sagt Matthias Müller, Stadtpräsident von Lichtensteig. Derzeit, fügt der Präsident von Klangwelt Toggenburg an, jedenfalls nicht bis Anfang nächsten Jahres. Dannzumal will eine regionale Interessengemeinschaft – mit der Bezeichnung Task-Force Klanghaus 2.0 – der Regierung ein angepasstes Projekt vorlegen (Ausgabe vom 12. September). Es fällt nicht einfach zu glauben, dass Regierungsrat Martin Klöti das Klanghaus losgelassen haben soll – auch nicht vorübergehend. Der Kulturminister hat viel Herzblut an das Projekt am Schwendisee oberhalb von Unterwasser vergossen – zu viel, wie einzelne Kritiker moniert hatten. 19 Millionen Franken hätte das Kantonsparlament im März für das Klanghaus Toggenburg sprechen sollen – und tat es nicht.

Wenige Tage später teilte die Regierung mit, sie wolle das Projekt noch einmal prüfen und nach den Sommerferien definitiv entscheiden, ob ein neuer Anlauf unternommen werde. Und nun hat sie das Interesse verloren? Klöti winkt ab. Dem sei nicht so. Aber: «Es ist keine Eile angesagt.»

Private Trägerschaft denkbar?

Es seien jetzt erst einmal verschiedene Institutionen im Toggenburg aktiv geworden; das sei gut so. Er müsse dieses nicht führen, und das Tal müsse das Projekt wollen. Die Regierung schalte sich später wieder zu. Es sei sehr in seinem Sinne, dass das Ganze «etwas nüchterner» angegangen werde. Einzelne Kritiker hatten Klöti für das Scheitern mitverantwortlich gemacht und ihm vorgeworfen, er würde das Klanghaus aus Eigennutz forcieren. Klar ist: Wann das Vorhaben auch immer eine Neuauflage erlebt, es muss erneut den parlamentarischen Prozess durchlaufen. In einem Vorstoss wollten BDP und Grünliberale im Frühling wissen, ob es rechtlich möglich ist, dass der Kanton das Projekt an eine private Trägerschaft abtritt. Das wäre zulässig, schreibt nun die Regierung in ihrer Antwort an die Parlamentarier. Und sie äussert sich auch zu den bereits entstandenen Kosten. Insgesamt hat sie bislang 3,9 Millionen Franken für das Klanghaus ausgegeben; 1,6 Millionen zahlte sie für die Liegenschaft Seegüetli am Schwendisee; 2,3 Millionen gab sie für Planungsarbeiten Dritter aus. Die Staatsverwaltung wendete bisher 7000 Arbeitsstunden für das Projekt auf; sie sind in der Rechnung nicht enthalten.


Hier: Zur Ganzen Textquelle Klöti nimmt das Tempo raus

http://www.tagblatt.ch/4752565Klöti nimmt das Tempo raus

Der Autor hat mit diesem St.Gallener-Artikel gute Arbeit geleistet!

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