News aus St.Gallen: Es wird teurer und dauert länger

Lesenswerter Artikel über ein interessantes St.Gallener Topic.

Das 1968 eröffnete Theater St.Gallen soll umfassend saniert werden. Das kantonale Baudepartement hat soeben die Projektdefinition verabschiedet. Die Sanierung wird wohl teurer als vorgesehen – und dauert voraussichtlich zwei Saisons.

Am Theater, das 2018 sein 50jähriges Bestehen feiert, nagt der Zahn der Zeit: Die Glasfassade ist undicht, die Haustechnik anfällig, die Infrastruktur veraltet – und die Isolierungen sind zum Teil asbesthaltig. Die Planung für eine Sanierung des markanten Gebäudes dauert schon einige Zeit. Die Federführung hat das kantonale Hochbauamt. Es arbeitet mit der St.Galler Gähler Flühler Architekten AG zusammen. Das Baudepartement hat unlängst die Projektdefinition verabschiedet, wie Regierungsrat Marc Mächler, Vorsteher des kantonalen Baudepartements, dem Tagblatt auf die Frage nach dem Stand der Planungsarbeiten antwortete.

Zwei Saisons an anderem Ort

Mächler, der seit dem 1. Juni im Amt ist, bestätigte auch, dass die Sanierung aller Voraussicht nach länger dauern wird, als ursprünglich gedacht war – so lange, dass die Ensembles des Theaters wohl während zweier Spielzeiten an einen anderen Ort ausweichen müssen mit Aufführungen, die nicht in der Lokremise oder in der Tonhalle gezeigt werden können. Noch ist nicht bestimmt, wo dies sein wird, laut Mächler auch der Kosten wegen. Weder der Baudirektor noch Werner Signer, Direktor von Konzert und Theater St.Gallen, sagen, welche Alternativen geprüft werden. Dem Vernehmen nach könnte auf dem Unteren Brühl vor der Tonhalle für zwei Jahre eine provisorische Halle aufgebaut werden, andererseits ist zu hören, die Leitung des Theaters prüfe auch das Mieten einer Halle der Olma Messen für die Zeit der Sanierung des Theaters. Ein Spielbetrieb während des Umbaus im Grossen Haus ist undenkbar, und dass Konzert und Theater St.Gallen den Betrieb während der Umbauarbeiten nicht einstellen will, ist nachvollziehbar – es braucht schliesslich Einnahmen.

Kosten sind im Steigflug

Das Theater St.Gallen, das von 1966 bis 1968 gebaut wurde, ging 2010 von der Stadt an den Kanton St.Gallen über. In der Investitionsplanung 2012 wurde für die umfassende Sanierung des Theaters mit 22 Millionen Franken gerechnet. Zwei Jahre später sagte Werner Signer gegenüber dieser Zeitung, diese Summe werde wohl nicht ausreichen. Baudirektor Marc Mächler sagt, die Projektierung sei ein Prozess, er gebe darum keine «aktuelle Wasserstandsmeldung» durch. Im Aufgaben- und Finanzplan für die Jahre 2017 bis 2019 sind für die Sanierung des Theaters 30 Millionen Franken vorgesehen; der Kantonsrat hat den Finanzplan genehmigt.

Aus Kreisen, die dem Theater nahe stehen, heisst es nun, die Sanierung löse Kosten von schätzungsweise 40 Millionen Franken aus. Weder Theaterdirektor Werner Signer noch Regierungsrat Marc Mächler mögen diese Zahl bestätigen. Mächler: «Es werden Varianten geprüft und es müssen Fragen beantwortet werden». Hiefür arbeiteten Hochbauamt, Architekten und Theater gut zusammen, sagen Mächler und Signer unisono.

Das Ganze braucht viel Zeit

Mächler ist zuversichtlich, dass die Regierung die Theater-Botschaft 2017 verabschieden und dem Kantonsrat zuleiten kann. Stimmt das Parlament dem Sanierungskredit zu, wird es zu einer Volksabstimmung kommen; im Kanton St.Gallen liegt das obligatorische Finanzreferendum bei 15 Millionen Franken. Bis beim Theater die Handwerker vorfahren, dauert’s.


Hier: zur umfassenden Quelle des Artikels Es wird teurer und dauert länger

http://www.tagblatt.ch/4743268Es wird teurer und dauert länger

Dieser kompakte Artikel beleuchtet dieses topaktuelle Thema aus einem interessanten Blickwinkel. Spannend!

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