St.Gallen-News: Der Wolfganghof wird aufgefrischt

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Die Siedlung Wolfganghof in Bruggen ist in die Jahre gekommen. Die ältesten 124 Wohnungen werden bis 2018 komplett saniert und den heutigen Bedürfnissen angepasst. Dazu gehören neue Küchen und pro Wohnung ein Bad mehr.

ST.GALLEN. In einer Abfallmulde vor einem Mehrfamilienhaus im Wolfganghof stapeln sich alte Badewannen. Im Innern des Hauses dröhnt ein Presslufthammer, Bauarbeiter tragen Schutt in Kübeln nach draussen. In der Wohnung wird gerade eine Wand herausgebrochen. «Das ist Knochenarbeit», sagt Wolfgang Federer, stellvertretender Leiter der Immobilienanlagen bei der St.Galler Pensionskasse. Als Eigentümerin und Verwalterin der Siedlung in Haggen lässt die Pensionskasse derzeit die Überbauung Wolfganghof sanieren und investiert dafür 17,5 Millionen Franken. Es ist die erste grössere Erneuerung der Wohnungen, seit sie gebaut wurden.

Sanierung in drei Etappen

Die markante rote Backsteinsiedlung im Westen der Stadt wurde in drei Etappen gebaut. Ab 1982 entstanden die ersten 124 Wohnungen, ab 1990 kamen weitere 92 dazu, und ab 1993 wurden 43 Reiheneinfamilienhäuser gebaut. Jetzt werden die ältesten 124 Wohnungen komplett saniert und erhalten eine neue Haustechnik, neue Fenster, neue Küchen und neue Badezimmer. Dies geschieht in drei Etappen bis 2018, jeweils von April bis September. «Wir sanieren sozusagen von hinten nach vorne. So, wie die Wohnhäuser gebaut wurden», sagt Federer. Derzeit läuft die erste Sanierungsetappe mit 38 Wohnungen in der südwestlichen Ecke der Siedlung. Nächstes Jahr folgen 52 weitere Wohnungen und im Sommer 2018 die letzten 34.

«Viele Wohnungen sind nicht mehr zeitgemäss», sagt Federer. Beispielsweise sei nur ein WC für eine 41/2-Zimmer-Wohnung heute zu wenig. Deshalb habe man sich entschieden, die Nasszellen zu vergrössern, auf Kosten einiger Quadratmeter Zimmerfläche. Statt nur einem separatem WC und einem Bad gibt es künftig zwei Nasszellen: Eine mit Dusche und WC sowie eine mit Badewanne und WC.

Auch die Balkone sind im Verhältnis zur Wohnfläche nach heutigem Massstab zu klein. Wo möglich, werden sie deshalb deutlich verbreitert.

Drei Wochen pro Wohnung

Die Mieter müssen während der Bauarbeiten einige Umtriebe in Kauf nehmen. Denn für die Sanierung müssen Teile der Wohnung geräumt sein. «Wir sanieren in bewohntem Zustand», sagt Federer. Die Pensionskasse komme den Bewohnern mit einer Mietzinsentschädigung entgegen und stelle ihnen wenn möglich eine andere, leere Wohnung im Wolfganghof zur Verfügung. Rund drei Wochen dauert es, bis eine Wohnung saniert ist. Einige Mieter nutzen laut Federer die Gelegenheit für zusätzliche Erneuerungen an Boden- und Wandbelägen. «Einzelne Bewohner haben den Mietvertrag auch gekündigt. Eine Sanierung ist immer mit Lärm und Unannehmlichkeiten verbunden, das wollten einige nicht mitmachen.»

Der Charakter bleibt

Von aussen sieht man den Wohnhäusern die Sanierung kaum an – abgesehen von den breiteren Balkonen. «Wir wollen den Charakter der Siedlung beibehalten», sagt Federer. Auch der Aussenbereich mit den Gemeinschafts- und Spielplätzen und den Schrebergärten ist von der Sanierung nicht betroffen. Ebenso wenig die Pavillons, wo unter anderem zwei Kindergärten, eine Musikschule und ein Supermarkt untergebracht sind.


Klick HIER: ZUM GUT GELUNGENEN ARTIKEL Der Wolfganghof wird aufgefrischt

http://www.tagblatt.ch/4739191Der Wolfganghof wird aufgefrischt

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

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