Frisch aus St.Gallen – Topnews: Veit Rausch zieht Kandidatur zurück

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Der Grünliberale Veit Rausch will nicht mehr Stadtpräsident von St.Gallen werden. Er fühle sich nicht berufen, zum jetzigen Zeitpunkt in ein politisches Spiel einzutreten, begründet er.

ST.GALLEN. Am Dienstagabend sass der Grünliberale Veit Rausch im Kugl noch an einer Podiumsdiskussion – und zwar als Herausforderer des St.Galler Stadtpräsidenten Thomas Scheitlin von der FDP. Nun streckt der 54-jährige Bildhauer, Architekt, Designer und Philosoph die Waffen im Wahlkampf vorzeitig. Wie er in einem Communiqué mitteilt, zieht er sich aus dem Rennen um das Amt zurück.

“Kein Oppositionspolitiker”
“Ich fühle mich nicht berufen, zum jetzigen Zeitpunkt in ein politisches Spiel einzutreten. Ich bin kein Oppositionspolitiker, sondern ein Bürger, der sich proaktiv der Ohnmacht von St.Gallen entgegenstellt”, schreibt Veit Rausch in seinem Communiqué. Die Kandidatur zum Stadtpräsidenten von St.Gallen sei entstanden aus einer jahrelangen Beobachtung des Umganges mit der Stadt, hält Rausch fest.

Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten des Gemeinwesens, wie Veit Rausch in seinem Communiqué in Erinnerung ruft. “Jegliche Einflussnahme, Gestaltung und Durchsetzung von Forderungen, Zielen und Rahmenbedingungen ist Politik. Wir können innerhalb eines Abstimmungsprozedere zur Zeit keine philosophischen Fragen lösen. Es geht bei Abstimmungen immer um Details oder pragmatische Fragen”, stellt Rausch fest. “Wir verwenden Begriffe, formulieren Ziele und vernachlässigen die Voraussetzungen für die ganzheitliche Erfüllung dieser Ziele.”

“Noch nicht geglückt”
Sozialkompetenz und die Fähigkeit, Themen und Menschen zu bewegen, werden laut Veit Rausch entscheidend sein für die Zukunft. “Unsere Politik ist ein Abbild unserer Charaktereigenschaften. Ebenso wie die gebaute Stadt, zeigt auch die politische Landschaft unsere Denkmuster auf. Die vor uns stehenden Veränderungen kann unser politisches System nicht mehr ohne philosophische Dimension lösen.” Solche Aspekte gehörten in Zukunft in die politische Diskussion, so Rausch. “Mein Versuch, die bestehende Stadtplanung zu hinterfragen, ist noch nicht geglückt. Die letzten zehn Jahre der Stadtplanung und Stadtentwicklung zeigen auf, dass wir keine Erfolge vorweisen können. Im Gegenteil, wir müssen uns Sorgen machen.”

“St.Gallen hat mehr Potential”
“Ich hoffe die Einwohner von St.Gallen erkennen bald, dass wir jetzt gute Ideen brauchen und unsere Stadt mehr Potential hat, als die Verantwortlichen uns heute mit ihrem planerischerischen Denken offerieren”, schreibt Veit Rausch im Communiqué zu seinem Rückzugsentscheid. (pd/red.)


Klick HIER: zum vollständigen Originalartikel Veit Rausch zieht Kandidatur zurück

http://www.tagblatt.ch/4740260Veit Rausch zieht Kandidatur zurück

Sehr gut und kompakt geschriebener Text. Ein spannendes Thema gebührend beschrieben.

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