Frisch aus St.Gallen – Topnews: Berufsfachschulen unterrichten Asylsuchende

Sehr fundierter Bericht, die Lesezeit ist gut investiert.

Integrationswillige Ausländer haben seit dem neuen Schuljahr die Möglichkeit, einen Integrationsförderkurs an kantonalen Berufsfachschulen zu besuchen. Voraussetzung sind Motivation, Vorwissen in Mathematik und elementare Deutschkenntnisse.

ST.GALLEN. Eine Arbeitsgruppe im Kanton St.Gallen hat ein neues Integrationsangebot definiert für Asylsuchende mit Aufenthaltsstatus N sowie für junge Erwachsene mit Status B (anerkannte Flüchtlinge) oder F (vorläufig Aufgenommene). In der Arbeitsgruppe hatten Vertreter des Sicherheits- und Justizdepartementes, des Departementes des Innern, der Vereinigung St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) und des Bildungsdepartementes Einsitz. Das neue Angebot wird vom Bildungsdepartement bereitgestellt, wie es in einem Communiqué der St.Galler Staatskanzlei heisst.

Auch Selbststudium möglich
Mit Beginn des neuen Schuljahres erhalten nun 75 integrationswillige Asylsuchende, Flüchtlinge beziehungsweise vorläufig aufgenommene Personen zwischen 15 und 24 Jahren die Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse in Bezug auf das Alltagsgeschehen zu verbessern. Zusätzlich steht die Infrastruktur für 16 Lektionen Selbststudium zur Verfügung. “Ziel des neuen Integrationsangebotes ist der Übertritt in ein kantonales Brückenangebot und in der Folge die Befähigung für den Übertritt in eine Berufsausbildung mit eidgenössischem Abschluss.”

Synergien der Brückenangebote werden genutzt
“Nach minimaler Vorlaufzeit wurden auf Beginn des Schuljahres 2016/17 an drei Berufsfachschulstandorten insgesamt fünf Klassen ‘Integrationsförderkurs’ eröffnet”, schreibt die Staatskanzlei in ihrer Mitteilung weiter. Am Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen (GBS) werden drei, am Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs (bzb Buchs) und am Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg (BWZT) je eine Klasse geführt. Damit können laut der Mitteilung Synergien, die aufgrund der an diesen Standorten angebotenen Brückenangebote (Vorlehre, Berufsvorbereitungsjahr) bestehen, genutzt werden.

Grosses Interesse
Ende Juli waren 149 Anmeldungen für das neue Integrationsangebot eingegangen. “Gemeinden und Bildungsdepartement haben anhand der Bleibewahrscheinlichkeit und der Deutschkenntnisse eine Vorselektion getroffen, bei der bei Bedarf auch von den festgelegten Altersgrenzen abgewichen werden konnte”, so die Staatskanzlei. In den anschliessenden Eintrittsgesprächen an den Berufsfachschulen wurden die Motivation sowie das Vorwissen in Mathematik und der deutschen Sprache abgeklärt. Aufgrund der grossen Nachfrage wird laut den Verantwortlichen eine Warteliste geführt.

Bisher kein Angebot für diese Zielgruppe
Die Schaffung eines neuen Integrationsangebotes ist laut der Staatskanzlei nötig. Dies deshalb, weil die kantonalen Brückenangebote auf Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren ausgerichtet seien, die überdies über einen Aufenthaltsstatus B oder F verfügten. Träger des neuen Integrationsangebotes sind die Gemeinden, welche – unter Einbezug allfälliger Integrationspauschalen des Bundes – auch die Finanzierung sicherstellen. Die Möglichkeit der Einführung von weitergehenden Angeboten wird gemäss dem Communiqué zurzeit abgeklärt. (pd/red.)


Klick HIER: zum Eheringe-Text Berufsfachschulen unterrichten Asylsuchende

http://www.tagblatt.ch/4740159Berufsfachschulen unterrichten Asylsuchende

Hoffentlich gibt es bald wieder einenweiteren Artikel zu diesem Topic.

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