St.Gallen-News: Flüchtlinge in den HSG-Hörsälen

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Die Flüchtlingskrise beschäftigt auch die Universität St.Gallen. Im öffentlichen Programm des Herbstsemesters widmen sich mehrere Vorlesungen den Themen Migration und Flucht. Nicht nur Erwachsene, auch Kinder sind angesprochen.

Was tut man, wenn man mit Flüchtlingen konfrontiert wird? Mit fremden Menschen aus fremden Ländern? Hat man Verständnis und fühlt mit oder geht man auf Distanz? Zu diesen Fragen suchen verschiedene Dozentinnen und Dozenten an der Universität St. Gallen nach Antworten. Titel der öffentlichen Vorlesungsreihe: «Das Fremde in uns – das Fremde um uns. Faszination und Angst». Es geht also um den Umgang mit dem Unbekannten, und zum Auftakt stellt Wirtschaftsethik-Professor Florian Wettstein am 18. Oktober eine «wirtschaftsethische Reflexion zur Zuwanderung» an, wie es im öffentlichen Vorlesungsprogramm der Universität St. Gallen heisst.

Warum Kinder fliehen müssen

Es ist nicht die einzige öffentliche Veranstaltung des kommenden Herbstsemesters, die sich den Themen Migration und Flucht widmet. Auch in der Kinderuni geht es um Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten: In der dritten von vier Vorlesungen erzählt Politikwissenschafter Christoph Frei am Beispiel von Karim und Samira, warum es auch Kinder gibt, die flüchten.

Trauer und Popmusik

Flucht ist auch mit Verlust und Trauer verbunden. Die Psychologin Verena Kast analysiert daher in vier öffentlichen Vorlesungen des HSG-Herbstsemesters den Prozess des Trauerns. Dabei werden verschiedene Verlustsituationen diskutiert.

Wer flieht, nimmt auch die Kultur und die Musik der Heimat mit. Martin Schäfer, langjähriger Musikredaktor bei Radio SRF und Dozent an der Hochschule für Musik in Basel, veranschaulicht dies am Beispiel der Juden in den USA: In der Ankündigung seiner Vorlesung «Rhythm & Jews» bezeichnet er den jüdischen Beitrag zur amerikanischen Popmusik «vielleicht gar als das wichtigste einzelne Element für die Entstehung dessen, was wir als Pop kennen».

Passend zu diesen Themen ist auch die Broschüre der öffentlichen Vorlesungen in diesem Herbst bebildert: Der Fotograf Hannes Thalmann hat im Solidaritätshaus St. Gallen Flüchtlinge aus verschiedenen Weltgegenden porträtiert.

Was Völkerrecht genau ist

Neben dem Schwerpunktthema bietet das öffentliche Vorlesungsprogramm der HSG wie üblich eine breite Palette an Themen, von Politik, Recht und Wirtschaft über Literatur- und Kulturgeschichte bis zu Soziologie, Geographie, Psychologie und Theologie. So erklärt Thomas Burri, Assistenzprofessor für Völker- und Europarecht, einen Begriff, der im Moment in der Innenpolitik diskutiert wird: das Völkerrecht. Er möchte gemäss Ankündigung über die Eigenheiten des Völkerrechts informieren und Unsicherheiten klären.

Anlässlich des 20jährigen Bestehens des Schweizer Bundesgesetzes über die Gleichstellung fragen sich Christa Binswanger und Sonja Rüegg, inwieweit die Chancengleichheit heute Realität ist. Expertinnen und Experten von Schweizer Hochschulen kommen zu Wort. In der abschliessenden Podiumsdiskussion am 1. Dezember ist auch Margrith Bigler-Eggenberger zu Gast, die erste Bundesrichterin der Schweiz.

«Hamlet» in der Lokremise

Zusammen mit dem Theater St. Gallen veranstaltet die HSG drei öffentliche Vorlesungen in der Lokremise. Es geht um den Shakespeare-Klassiker «Hamlet», um Hintergründe der drei «Hamlet»-Inszenierungen am Theater St. Gallen und aktuelle Entwicklungen in der deutschsprachigen Theaterlandschaft.


Klick HIER: zum ganzen Eheringe-Tipp Flüchtlinge in den HSG-Hörsälen

http://www.tagblatt.ch/4733869Flüchtlinge in den HSG-Hörsälen

Dem Autor ist die Kunst gelungen ein komplexes Thema interessant und lehrreich nahe zu bringen.

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