Aus St.Gallen – topaktuelle News: SG Komitee gegen HarmoS-Austritt befürchtet Bundesdiktat

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Tritt der Kanton St.Gallen aus dem HarmoS-Konkordat aus, dann kann der Bund die Harmonisierung der Volksschule diktieren. Dies will ein überparteiliches Komitee verhindern. Es empfiehlt deshalb am 25. September ein Nein zum HarmoS-Austritt.

Die Initiative stösst bei den Parteien, mit Ausnahme der SVP, auf geschlossene Ablehnung, wie Kantonsrat Thomas Rüegg (FDP) vom Nein-Komitee am Dienstag erklärte. Auch die Regierung, der Kantonsrat, der Lehrerverband KLV, der Gewerbeverband und eine Reihe weiterer Organisationen sind gegen einen HarmoS-Ausstieg.

Kantone in der Pflicht
Die Pflicht der Kantone, ihre Schulen in Eckpunkten zu harmonisieren, steht seit 2006 im Bildungsartikel in der Bundesverfassung. Die Vereinbarung HarmoS regelt das Schuleintrittsalter, die Schulpflicht, die Dauer und die Ziele der Bildungsstufen sowie deren Übergänge.

15 Kantone, darunter auch St.Gallen, stimmten dem Konkordat zu, sieben Kantone lehnten es ab. HarmoS gelte für 76 Prozent der Schweizer Bevölkerung, hiess es an der Medienkonferenz. Der Bund habe klar gemacht, dass er wenn nötig eingreifen werde. Das Nein-Komitee warnt deshalb vor einem «drohenden Bundesdiktat».

Gleiche Chancen und Mobilität
HarmoS sei ein Erfolgsmodell, sagte Claudia Frei, Co-Präsidentin des Kantonalen Lehrerinnen− und Lehrerverbands (KLV). «HarmoS sichert den Kindern Chancengleichheit und garantiert den Familien Mobilität.» Nach einem Austritt könnten weitere Forderungen nach einer Rückwärts-Entwicklung der Schule folgen, fürchtet Frei.

Für SP-Kantonsrat Daniel Baumgartner schiesst die Initiative «am Ziel vorbei und macht falsche Versprechen, die in die Sackgasse führen würden». Falsch sei vor allem, dass HarmoS dem Kanton Fremdsprachen und Lehrpläne aufzwinge. HarmoS habe nur die Sprachenstrategie übernommen, die St.Gallen schon vorher im Volksschulgesetz definiert habe.

Flexibles Modell
Auch für CVP-Kantonsrat Andreas Widmer ist HarmoS flexibel, etwa bei der Grösse der Schulen und Klassen, was gerade in ländlichen Regionen entscheidend sei. Das Modell habe sich bewährt. Die Kantone behielten die Schulhoheit, nach dem Prinzip «so viel Koordination wie nötig, so viel Autonomie wie möglich».

Hinter der Initiative zum HarmoS-Austritt steht die Vereinigung «Starke Volksschule St.Gallen». Die Initiative richtet sich nicht nur gegen das Konkordat, sondern indirekt auch gegen den Lehrplan 21 und dagegen, dass in der Primarschule zwei Fremdsprachen unterrichtet werden. (sda)


Click: zum Bericht SG Komitee gegen HarmoS-Austritt befürchtet Bundesdiktat

http://www.tagblatt.ch/4727962SG Komitee gegen HarmoS-Austritt befürchtet Bundesdiktat

Der Verfasser des Artikels hat geschafft uns zum nachdenken anzuregen. Danke!

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