Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Harmos-Konkordat: St.Galler Modell bewährt sich

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Der Kanton St. Gallen stimmt am 25. September als erster Kanton über den Austritt aus dem HarmoS-Konkordat ab. Die St. Galler Regierung wirbt für ein Nein zur Initiative und warnt vor dem Verlust der kantonalen Schulhoheit. Die Kantone sind verfassungsmässig zur Harmonisierung des Schulwesens verpflichtet.

ST.GALLEN. Mit der Initiative «Ja zum Ausstieg aus dem Harmos-Konkordat» will die Vereinigung «Starke Volksschule St.Gallen» die Einführung des Lehrplans 21 sowie vor allem den Unterricht einer zweiten Fremdsprache in der Primarschule verhindern. Die St.Galler Regierung und der Kantonsrat (78 zu 30 Stimmen) lehnen die Volksinitiative ab.

Ein Austritt aus dem HarmoS-Konkordat bringe nicht die vom Initiativkomitee angestrebte Freiheit, sagte der St.Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker am Montag in St.Gallen vor den Medien. Die Initiative greife die Schule als Ganzes an, vermische Themen und zeichne ein verzerrtes Bild.

Die Bundesverfassung verpflichtet die Kantone seit dem Jahr 2006, die Schule in den wichtigsten Eckpunkten zu harmonisieren. Die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS) regelt das Schuleintrittsalter, die Schulpflicht, die Dauer und die Ziele der Bildungsstufen sowie deren Übergänge.

Die Pflicht zur Harmonisierung gelte für alle Kantone, unabhängig von einer Mitgliedschaft im HarmoS-Konkordat, sagte der Bildungsdirektor. Im November 2008 beschloss das St.Galler Stimmvolk den Beitritt zum HarmoS-Konkordat. 14 weitere Kantone haben dem Beitritt inzwischen zugestimmt, sieben Kantone lehnten ihn ab.

Kantone behalten Autonomie
Der Beitritt habe im Kanton St.Gallen keine Reformen ausgelöst, sagte Kölliker. Das St.Galler Modell sei schon vor dem Beitritt «HarmoS-kompatibel» gewesen. Zu den Lehrplänen enthalte das Konkordat keine Vorschriften. HarmoS garantiere die Mobilität der Bevölkerung. «Ziel des Konkordats ist keine Gleichschaltung, sondern einen Annäherung», sagte Kölliker.

Die Kantone behielten ihre Autonomie etwa bei der Festlegung der Anzahl Lektionen oder bei der Methodenfreiheit der Lehrpersonen. Ein Austritt wäre ein Angriff auf den Inhalt des kantonalen Volksschulgesetzes und würde unnötige Verunsicherung bringen.

Bund könnte intervenieren
Grosser Streitpunkt ist das Sprachenkonzept. Es sieht den Unterricht in zwei Fremdsprachen, darunter eine zweite Landessprache, in der Primarschule vor. Der Kanton St.Gallen halte sich wie der überwiegende Teil der Kantone an das Sprachenkonzept, auf welche sich die Bildungsdirektoren bereits 2004 geeinigt hätten, sagte Kölliker.

Der Kanton Thurgau etwa könnte die gemeinsamen Bildungsziele nicht erreichen, wenn der Französisch-Unterricht erst in der Oberstufe beginne. «Der Bund könnte intervenieren», sagte Kölliker. Es drohten Rückschritte in der Harmonisierung.

Eine zweite Fremdsprache in der Primarschule sei eine Herausforderung, räumte der St.Galler Bildungschef ein. Er stellte ein neues Lehrmittel und Halb-Klassenunterricht in Aussicht. «Wir erhoffen uns davon riesige Fortschritte im Französisch-Unterricht», so Kölliker. (sda)


Klick HIER: ZUM INTERESSANTEN BERICHT Harmos-Konkordat: St.Galler Modell bewährt sich

http://www.tagblatt.ch/4726676Harmos-Konkordat: St.Galler Modell bewährt sich

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s