Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Ein einzelner Wolf trickst Hunde aus

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

In Flums-Kleinberg hat ein Wolf mehrmals Schafe gerissen. Er griff auch noch an, als bereits Schutzhunde vor Ort waren. Zwölf Schafe sind tot. Reisst der Wolf bis Ende August insgesamt 25 Nutztiere, kommt ein Abschuss in Frage.

FLUMS. Er scheint auf den Geschmack gekommen zu sein: Auf dem Kleinberg in Flums hat ein Wolf seit Anfang August insgesamt zehn Lämmer und zwei Schafe gerissen oder so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten. Am 3. August griff er zum ersten Mal an. «Wie viele einzelne Vorfälle es seither gab, wissen wir nicht», sagt Dominik Thiel, Leiter des St.Galler Amts für Natur, Jagd und Fischerei.

In der Gegend sei mehrmals ein einzelner Wolf gesehen worden. «Wir sind ziemlich sicher, dass dieses Einzeltier die Schafe gerissen hat.» Die Resultate der DNA-Analysen liegen allerdings noch nicht vor.

«Auf Schafe spezialisiert»

Der Wolf schaffte es sogar, nochmals Schafe zu reissen, als bereits Herdenschutzhunde vor Ort waren. «Das Gelände ist felsig, es hat Bäume und Büsche. Da fällt es dem Wolf leicht, die Hunde auszutricksen», sagt Thiel. Dieses Einzeltier scheine sich auf Schafe spezialisiert zu haben. Es sei das erste Mal seit 2012, dass im Kanton St.Gallen ein Wolf eine geschützte Herde angegriffen habe.

Die Massnahmen zum Schutz der Herde wurden sofort nach dem ersten Angriff eingeleitet. Die Nacht verbringen die Schafe in Pferchen. Tagsüber kümmert sich ein Hirte um die Herde. Die Schutzhunde wurden beim Bund angefordert und sind seit rund zehn Tagen auf der Alp. «Das ist das Maximum – mehr können wir nicht machen», sagt Sven Baumgartner, Herdenschutzexperte am Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez. Es dauere jeweils eine Weile, bis sich der Herdenschutz eingespielt habe und seine Wirkung entfalte. «Hirte, Hunde und Schafe müssen sich zuerst aneinander gewöhnen.» Die involvierten Personen auf dem Kleinberg seien aber positiv eingestellt, die Zusammenarbeit funktioniere gut. «Wir hoffen nun, dass die verbleibenden vier Wochen der Alpsaison gut über die Bühne gehen.» Und dann müsse man sich überlegen, welche Massnahmen nächstes Jahr auf dem Kleinberg nötig seien.

Ob es sich beim Wolf um ein einheimisches Tier aus dem Calanda-Rudel handelt, ist noch unklar. «Es ist aber durchaus denkbar», sagt Dominik Thiel. «Wir haben festgestellt, dass manche Jungtiere nicht direkt abwandern, sondern sich noch ein, zwei Jahre lang im weiteren Umkreis des Rudels aufhalten.» Im vergangenen Jahr wurden im Sarganserland fünf Ziegen und ein neugeborenes Kalb gerissen- auch hier dürfte laut den Behörden eine Gruppe von jungen Wölfen am Werk gewesen sein.

Die Regeln für einen Abschuss

Falls in Flums-Kleinberg weitere Schafe gerissen werden und sich bestätigen sollte, dass alle Angriffe auf das Konto desselben Wolfs gehen, könnte dem Tier der Abschuss drohen: Der Kanton kann eine Abschussbewilligung erteilen, wenn ein einzelner Wolf innert eines Monats mindestens 25 Nutztiere oder innert vier Monaten mindestens 35 Nutztiere getötet hat. Eine Zustimmung des Bundes ist nicht notwendig.

In solchen Fällen definiert der Kanton einen Perimeter, also ein bestimmtes Gebiet, in welchem der Wildhüter den Wolf schiessen darf. Die Bewilligung ist auf 60 Tage beschränkt. Allerdings bedeutet eine Bewilligung noch nicht automatisch einen Abschuss: Den Wolf zu erwischen, ist ein schwieriges Unterfangen. Im Kanton Wallis etwa lief im Juni eine Abschussbewilligung gegen einen Wolf ungenutzt ab.


Hier: zum vollständigen Eheringe Report Ein einzelner Wolf trickst Hunde aus

http://www.tagblatt.ch/4723901Ein einzelner Wolf trickst Hunde aus

Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema St.Gallen voll und ganz gerecht zu werden.

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