Nachricht aus St.Gallen: “Das T-Shirt war blutdurchtränkt”

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Um 14.25 Uhr traf eine Frau aus Sennwald beim Bahnhof Salez ein, um auf den Zug Richtung Buchs zu warten. Doch es kam anders. Aus nächster Nähe musste sie die Zug-Tragödie mitansehen. Als Augenzeugin berichtet sie über die erlebten Geschehnisse.

SALEZ. “Als erstes nahm ich den Rauchgeruch wahr. Zudem sah ich auch, dass es aus dem Zug rauchte. Da ich dachte es sei eine Feuerwehrübung oder ein Papierkorb, der im Waggon brannte, ging ich nichts ahnend nach vorne um ein Billett zu lösen”, sagt die Augenzeugin.

Auf dem Bahnsteig sah sie dann eine verletzte Person. Das T-Shirt sei blutdurchtränkt gewesen. Da bereits Helfer bei der verletzten Person standen, ging sie nicht näher ran. “Zu diesem Zeitpunkt vermutete ich immer noch – oder zumindest hoffte ich – dass es sich nur um eine Übung handelte. Ich fühlte mich nicht in Gefahr.”

Feuerlöscher nicht auf Anhieb gefunden
Doch plötzlich sah die Augenzeugin einen jüngeren Mann auf sie zu rennen, der ihr entgegen rief, wo der Feuerlöscher sei. “Im Innern des Zuges hantierten sie bereits mit Feuerlöschern, die sie offenbar im Zug fanden. Aber anscheinend genügte dies nicht”, schildert sie die weiteren Ereignisse. Sie habe sich am dann Bahnhof umgesehen, ob es noch mehr Feuerlöscher habe, fand aber auf Anhieb keinen.

“Meiner Meinung nach sollte bei einem Bahnhof ein Feuerlöscher und allenfalls ein Erste-Hilfe-Kasten so gut situiert sein, dass Menschen in Panik ihn ohne Suchen sofort finden. Das war nicht der Fall.”

Da sie nun nicht mehr sicher war, ob es sich um eine Übung handelte, wollte die Augenzeugin die Feuerwehr und die Polizei alarmieren, doch im nächsten Moment hörte sie bereits die Sirenen. Ein kleines Feuerwehrauto und die Polizei fuhren auf den Platz. Das sei zwei bis drei Minuten nach ihrem Eintreffen gewesen. Ein paar Minuten später fuhr auch noch ein grosses Feuerwehrauto zum Bahnhof. Zudem sah sie ein Ambulanzfahrzeug kommen, sowie zwei Regahelikopter, welche auf der Wiese gegenüber dem Bahnhof landeten.

Da die Hilfe nun organisiert war, wollte die Frau aus Sennwald nicht im Weg stehen und entfernte sich ein paar Meter von der Unglücksstelle. Später eintreffende Helikopter, Polizei- und Feuerwehrautos habe sie darum nicht mehr genau wahrgenommen.

“Es macht mich betroffener”
Etwa 50 Personen seien am Samstagnachmittag gegen halb drei Uhr am Bahnhof Salez gewesen. Schaulustige habe es laut der Augenzeugin praktisch nicht gegeben. Die Personen stiegen entweder aus dem Zug oder wollten einsteigen. “Die unverletzten Passagiere, die aus dem Unglückszug ausstiegen waren nicht in Panik, wohl aber schockiert. Man sah einigen von ihnen die Hilfslosigkeit an. Ich gehe davon aus, dass viele das Unglück nicht richtig einordnen konnten.” Die Polizei habe die Unverletzten zu den Bussen geleitet. Auch die Augenzeugin sei nach etwa 20 Minuten mit dem Bus weiter gereist.

Erst zu Hause habe sie aus dem Internet erfahren, was sich in Salez genau abgespielt hatte. “Da habe ich mir schon Gedanken gemacht und gehofft, dass die Personen nicht schwer verletzt sind. Da ich das Ereignis teilweise miterlebt habe, macht mich das Ganze natürlich betroffener.”

* Name der Redaktion bekannt


Hier: ZUR GUT GELUNGENEN EHERINGENEWS “Das T-Shirt war blutdurchtränkt”

http://www.tagblatt.ch/4717612″Das T-Shirt war blutdurchtränkt”

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

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