Frisch aus St.Gallen – Topnews: Quartier wehrt sich für seine Passerelle

Ein aktueller Artikel zu diesem aktuellen Thema St.Gallens.

Seit 2007 überspannt eine Passerelle die Teufener Strasse im Riethüsli. Die Stadt will das Provisorium 2018 oder 2019 abräumen. Jetzt wehrt sich das Quartier erneut für seine sichere Fussgängerverbindung. Mit einer Umfrage und einer Podiumsdiskussion.

Sie ist ein hässliches, nach Meinung des Quartiers aber sehr nützliches Ding, die Fussgängerbrücke, die die Teufener Strasse beim Schulhaus Riethüsli überspannt. Keine Schönheit ist das Bauwerk, weil es als Provisorium geplant wurde. Die Stadt will es abbrechen, sobald der Ruckhaldetunnel der Appenzeller Bahnen (AB) in Betrieb geht und die Teufener Strasse neu gestaltet werden kann. Gemäss Planung dürfte es 2018 oder 2019 soweit sein. 2019 laufe gemäss Stadt aus Sicherheitsgründen die maximal mögliche Benutzungsdauer des Stegs sowieso aus, schreibt der Quartierverein Riethüsli in einem aktuellen Newsletter.

Einsprache weiterhin hängig

Der Verein will sich jetzt nochmals aktiv für den Erhalt der Passerelle einsetzen. Das Provisorium soll seiner Meinung nach durch eine definitive, auch rollstuhlgängige Fussgängerbrücke ersetzt werden. Die Stadt hingegen will die Überquerung der Teufener Strasse durch teilweise mit Lichtsignalen ausgestattete Fussgängerstreifen sicherstellen. Mit dem Wegfall der AB-Gleise entlang der Strasse im Riethüsli ist dies nach Meinung der Fachleute ausreichend. Gegen das entsprechende Projekt hat der Quartierverein 2011 Einsprache eingelegt. Er hat diese 2012 auch nicht zurückgezogen. Dies, weil die Stadt in den Einspracheverhandlungen nicht bereit war, eine verbindliche Zusage zur Zukunft der Passerelle zu machen. Die Einsprache des Quartiers ist derzeit immer noch bei der ersten Instanz hängig.

Umfrage und Diskussion

Jetzt steigt der Quartierverein Riethüsli wieder für seinen Fussgängersteg in die Hosen. Er hat im Internet eine Umfrage dazu lanciert. 2011 hatte sich in einer ersten Quartierbefragung eine knappe Mehrheit von 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Fussgängerbrücke ausgesprochen. Im Weiteren ist für den 1. September, 19 Uhr, eine öffentliche Veranstaltung in der evangelischen Kirche geplant. Dannzumal im Wahlkampf stehende Mitglieder der Stadtregierung und des Stadtparlaments sollen das Thema mit Vertreterinnen und Vertretern des Quartiers diskutieren.

Verkehrsgraben überbrücken

Die Argumente des Quartiers für die Beibehaltung der Passerelle sind seit Jahren die gleichen. Der Übergang biete Schülern und anderen Fussgängern 100 Prozent Sicherheit. Sie werde eine optimale Verbindung zwischen dem geplanten Alterszentrum und der Kirche sein. Zudem soll die Passerelle gemäss Newsletter des Quartiervereins als «verbindendes Element» die Probleme «des verkehrsgeplagten und geteilten Quartiers» mit der Hauptstrasse, die es weiterhin zerschneidet, wenigstens etwas lindern.

Eine lange Vorgeschichte

Die Fussgängerpasserelle im Riethüsli hatte schon Ende 2007, als sie eröffnet wurde, eine lange Vorgeschichte. Seit Ende der 1990er-Jahre gab es kaum eine Versammlung des Quartiervereins, an der nicht wenigstens am Rande über das Thema diskutiert worden wäre. Dies vor allem in Zusammenhang mit dem Thema Schulwegsicherheit.

Schliesslich gleiste die Stadt das Projekt für die Fussgängerpasserelle 2006/07 auf. Auf eine definitive Lösung wurde verzichtet, weil nicht klar war, ob der Ruckhalde-Eisenbahntunnel gebaut würde. Werde dieses Projekt realisiert, müsse man den Bedarf nach der Passerelle erneut abklären, hielt der Stadtrat schon 2007 fest. Gebaut wurde der Fussgängersteg aus – gemieteten – Stahlelementen und Material, wie es im Gerüst- oder Tribünenbau verwendet wird. (vre)

riethüsli.ch


Klick HIER: zur vollständigen Reportage Quartier wehrt sich für seine Passerelle

http://www.tagblatt.ch/4712737Quartier wehrt sich für seine Passerelle

Dem Autor ist die Kunst gelungen ein komplexes Thema interessant und lehrreich nahe zu bringen.

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