Frisch aus St.Gallen – Topnews: Stadt will 75,3 Millionen vergraben

Topaktueller Text zu einer St.Gallener Frage der heutigen Zeit.

Die Stadt muss Kanal- und Werkleitungen sanieren. Dafür beantragt sie beim Stadtparlament Rahmenkredite von insgesamt 75,3 Millionen Franken für 2017 bis 2020. Ins Gewicht fallen vor allem die maroden Wasserleitungen.

Das Stadtparlament hat an seiner gestrigen Sitzung über einen grossen finanziellen Brocken abgestimmt. Sechs Rahmenkredite für Kanal- und Werkleitungssanierungen in der Höhe von 75,3 Millionen Franken hat der Stadtrat dem Parlament beantragt. Diese sollen Sanierungsarbeiten in der nächsten Legislatur sicherstellen. Nur für die maroden Wasserleitungen reicht der Rahmenkredit noch nicht.

Schlechte Qualität kommt teuer

Wasserleitungen, die zwischen 1964 und 1973 verlegt wurden, sind von schlechter Qualität. Überdurchschnittlich oft kommt es bei diesen Leitungen zu Brüchen. Aktuell sind von den mangelhaften Leitungen noch rund 28 Kilometer im Wassernetz vorhanden (siehe Zweittext). Der vom Stadtrat veranschlagte Rahmenkredit von 10,6 Millionen reicht daher nur für die Jahre 2017/2018. Für die Jahre 2019/2020 müsse voraussichtlich ein weiterer Rahmenkredit gesprochen werden, schreibt der Stadtrat in der Vorlage. Spätestens zum Ende der Legislatur sollen die schlechten Rohre aber komplett ersetzt worden sein. Für die Legislatur 2020/24 werde daher ein Rahmenkredit für die Wasserleitungen genügen.

Weniger Vorlagen dank Kredit

Das System der Rahmenkredite habe sich in den vergangenen Legislaturen bewährt, schreibt der Stadtrat in der Vorlage ans Parlament. Der administrative Aufwand konnte damit wesentlich reduziert werden. Dank der Rahmenkredite für eine ganze Legislatur müssen nicht alle Sanierungsarbeiten einzeln beim Parlament beantragt werden. Oder wie es Peter Jans, Direktor Technische Betriebe, an die Parlamentarier gewandt formulierte: «So bleiben sie von unzähligen unbestrittenen Vorlagen verschont.»

75,3 Millionen, das ist kein Betrag, den das Stadtparlament so einfach abtut. Wohl war die Notwendigkeit des Rahmenkredits unbestritten – das zeigte auch die einstimmige Annahme des Kreditantrags -, kritisch betrachtet wurde er allemal. Etwa durch die CVP/EVP-Fraktion, die bemängelte, dass der Rahmenkredit für die Wasserleitungen nur für zwei Jahre beantragt wurde und nicht für die ganze Legislatur. Da alleine in diesem Jahr bereits zwei Nachtragskredite zur Sanierung maroder Wasserleitungen beantragt wurden, hofft die CVP/EVP-Fraktion, dass der aktuelle Rahmenkredit besser kalkuliert sei als der für die laufende Amtsperiode.

Synergien bleiben ewiges Thema

Kritisiert wurden «unnötige Doppelspurigkeiten» bei Strassen- und Werkleitungsarbeiten. Etwa von der Fraktion Grüne/ Junge Grüne/Grünliberale. Thomas Brunner (GLP): «Wir sind nicht zufrieden, wie Synergien in der Praxis häufig ungenutzt bleiben.» Ein Thema, das auch Peter Jans beschäftigt. Koordination im Strassenbau sei ein ewiges Problem, das nicht immer glücklich gelöst werden könne.


Click: ZUM AUSSERORDENTLICH TOLLEN EHERINGEBERICHT Stadt will 75,3 Millionen vergraben

http://www.tagblatt.ch/4665766Stadt will 75,3 Millionen vergraben

Der Verfasser des Artikels hat geschafft uns zum nachdenken anzuregen. Danke!

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