Frisch aus St.Gallen – Topnews: Aus zwei Parkhäusern mach eins

Fundierter Artikel, Lesen und Geniessen!

Im Frühjahr 2019 ist die Eröffnung des erweiterten Parkhauses «UG 25» am Unteren Graben geplant. Im Zuge der Einspracheverhandlungen mit dem VCS ist das Projekt in mehreren Punkten angepasst worden. Dieser hofft nun, ein weiteres Parkhaus in der Innenstadt verhindern zu können.

ST.GALLEN. Die Erweiterung des Parkhauses «UG 25» (ehemals «UG 24») ist auf der Zielgeraden. Letzte Woche hat die städtische Baubewilligungskommission dem Vorhaben grünes Licht gegeben (Tagblatt vom 24. Mai). Die Baubewilligung ist am vergangenen Donnerstag eröffnet worden. Seither läuft die 14tägige Rekursfrist. Gestern, etwas mehr als ein Jahr nach der öffentlichen Auflage des Baugesuchs, haben die Bauherren sowie Vertreter der VCS-Sektion St. Gallen-Appenzell vor den Medien über den Stand des Projekts informiert.

Bedarf der HSG decken

Die drei Einsprachen von Nachbarn habe man schnell bereinigen können, sagte Iso Senn, Projektleiter und Verwaltungsrat der Bauherrin Senn Resources AG. Die Einsprache des VCS hingegen habe «lange, intensive und harte Verhandlungen» erfordert. Anfang April habe man sich schliesslich geeinigt. «Die Forderungen des VCS haben uns teilweise weh getan, letztlich aber das Projekt verbessert.» Ein grosser Dorn im Auge war dem VCS die Zahl der Parkplätze im «UG 25». «531 neue Parkplätze sind für uns viel zu viele und nicht zielführend», sagte Ruedi Blumer, Co-Präsident des VCS.

Das Total von 733 Parkplätzen bleibt. Zu den bestehenden 202 Parkplätzen (davon 92 öffentlich bewirtschaftete) kommen 531 neue hinzu. 100 zusätzliche öffentliche entstehen durch die Aufhebung oberirdischer Parkplätze in der nördlichen Altstadt. 431 Parkplätze werden privat bewirtschaftet. Bei diesen wird die Zahl der Kunden- und Besucherparkplätze von 122 auf 92 reduziert, jene für Mitarbeiter und Bewohner im Gegenzug um 30 Parkplätze von 309 auf 339 erhöht. Von diesen sollen wiederum 150 für den neuen Campus der Universität St. Gallen am Platztor zur Verfügung gestellt werden. Dies sei «die eigentliche Verhandlungsleistung des VCS», sagte Senn. Denn da die Erschliessung von mehr als 50 Parkplätzen am Platztor – benötigt werden etwa 200 – verkehrstechnisch «höchst problematisch» und nur über die Böcklinstrasse möglich wäre, habe sich die Stadt als (Noch-)Grundeigentümerin gegen eine Parkgarage ausgesprochen.

Damit dürfte auch die Frage geklärt sein, warum Iso Senn von Anfang an ein Parkhaus dieser Dimension plante. Als Vertreter der zweiten Grundeigentümerin am Platztor, der Senn Resources AG, war er über die Pläne für die Überbauung und deren Erschliessung frühzeitig im Bild. Senn räumte ein, diese Überlegungen «im Hintergrund» gemacht zu haben.

Parkplatzzahlen nicht definitiv

Die Zahl der öffentlich und privat bewirtschafteten Parkplätze ist damit aber immer noch nicht in Stein gemeisselt: Gemäss Ruedi Blumer will der VCS erreichen, dass 92 der 130 im neuen Parkhaus Schibenertor geplanten öffentlichen Parkplätze ins «UG 25» «transferiert» werden – und das Parkhaus Schibenertor dadurch verhindert wird (siehe Text «Transfer vom Schibenertor ins <UG 25>»).

Langsamverkehr profitiert

Der VCS hat mit der Einsprache auch Verbesserungen für den Langsamverkehr erreicht. Sowohl während der verschiedenen Bauphasen (siehe Text «Eröffnung Anfang 2019») als auch danach wird das Trottoir auf der Nordseite des Unteren Grabens verbreitert beziehungsweise ein Durchkommen erst ermöglicht. Die Fussgängerverbindung auf der Südseite durch den St. Mangen-Park wird mit einem Treppenlift am östlichen Ende des Wegs aufgewertet.

Ausserdem ist am Platztor eine direkte Veloverbindung von der St. Jakob-Strasse in die Goliathgasse vorgesehen, die bis zur Fertigstellung des Uni-Campus bestehen bleiben soll.

Noch keine Investoren

Investoren für das Parkhaus gebe es noch keine, sagte Iso Senn. Diese würden erst dann ins Boot geholt, wenn die rechtskräftige Baubewilligung sowie das Detailprojekt inklusive Kostenvoranschlag vorliegen. Senn schätzt die Kosten für die Erweiterung des «UG 25» auf rund 40 Millionen Franken. Er habe keine Bedenken wegen der Finanzierung, sagte Senn. «Notfalls könnten wir selber investieren.»


Click: Zur Ganzen Textquelle Aus zwei Parkhäusern mach eins

http://www.tagblatt.ch/4643017Aus zwei Parkhäusern mach eins

Gut geschriebener Artikel! Wir wünschen uns mehr Artikel zu diesem Topic!

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