Frisch aus St.Gallen – topaktuell: Dumpinglöhne für Ausländer bei acht St.Galler Betrieben

Ein lesenswerter Bericht zu St.Gallen.

Als flankierende Massnahme zum freien Personenverkehr hat die Tripartite Kommission im Kanton St. Gallen im vergangenen Jahr 367 Betriebe mit ausländischen Kurzaufenthaltern kontrolliert. In acht Fällen wurden Dumpinglöhne festgestellt.

ST.GALLEN. Betroffen waren vier ausländische und vier Schweizer Arbeitgeber. Es handelte sich um Betriebe des Baunebengewerbes, Reinigung, Maschinenbau, Handel, Überwachung und Sicherheit, einen Coiffeurbetrieb und einen privaten Haushalt, wie Roland Lippuner, Geschäftsführer der Tripartiten Kommission, am Mittwoch auf Anfrage sagte.

Mit sogenannten Verständigungsverfahren konnte die Kommission bei allen acht Firmen eine Erhöhung der Löhne erwirken. Gemäss einer Mitteilung des Kantons kontrollierte die Kommission insgesamt 367 Betriebe, die total 1500 meldepflichtige Kurzaufenthalter für maximal 90 Tage beschäftigten.

Laut Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) nahm die Zahl solcher Kurzaufenthalter 2015 im Kanton St.Gallen leicht zu. Seit 2013 habe sich die Zahl der Kurzaufenthalter sowohl in St.Gallen als auch gesamtschweizerisch stabilisiert, schreibt der Kanton.

Mehr ausländische Firmen
St.Galler Arbeitgeber beschäftigten 6631 meldepflichtige Kurzaufenthalter, 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der von ausländischen Firmen entsandten Kurzaufenthalter stieg auf 7834 (+16 Prozent), jene der meldepflichtigen ausländischen Selbständigerwerbenden auf 1254 (+2 Prozent).

Im Vergleich zur ansässigen erwerbstätigen Bevölkerung machten die meldepflichtigen Kurzaufenthalter einen Beschäftigungsanteil von 0,6 Prozent aus. Damit komme ihnen nur eine geringe volkswirtschaftliche Bedeutung zu, heisst es.

Die Tripartite Kommission hat die Aufgabe, in Branchen ohne allgemein verbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zu beobachten, ob orts-, berufs− und branchenübliche Löhne bezahlt werden. Die Kommission besteht aus je drei Vertretern der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber und des Kantons.

Baugewerbe im Fokus
Für 2016 hat die Tripartite Kommission des Bundes eine Reihe von «Fokusbranchen festgelegt, in denen wegen des hohen Ausländeranteils Lohndumping eher vermutet wird. Dazu gehören das Bau− und das Baunebengewerbe, das Gastgewerbe, der Personalverleih, das Überwachungs− und Sicherheits− sowie das Reinigungsgewerbe.

Zusätzlich hat die st.gallische Kommission die Pferdepfleger als kantonale Fokusbranche für das laufende Jahr bestimmt. (sda)


Hier: ZUM VOLLSTAENDIGENEHERINGETIPP Dumpinglöhne für Ausländer bei acht St.Galler Betrieben

http://www.tagblatt.ch/4626063Dumpinglöhne für Ausländer bei acht St.Galler Betrieben

Der Autor dieses Textes hat gute Arbeit geleistet: Kurzweilig und doch interessant!

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