St.Gallen-News: “Expo – ein Fass ohne Boden”

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Ein Komitee wendet sich gegen den Beitrag von fünf Millionen Franken für die Expo 2027, über welchen die St.Galler Stimmbürger am 5. Juni befinden. Bei der Expo handle es sich um eine Idee aus dem letzten Jahrhundert und einen mit Steuergeld finanzierten Vergnügungspark, argumentiert das Komitee.

“Nein zu einem Fass ohne Boden”: Diesen Titel trägt das Communiqué eines überparteilichen Komitees mit Vertretern von SVP, EDU, CVP, FDP, GLP, Junger SVP, Parteifreien und Jungfreisinnigen. Es stellt sich gegen den Kredit von fünf Millionen Franken, den die St.Galler Stimmberechtigten am 5. Juni durchwinken sollen, wenn es nach dem Regierungsrat geht.

“Nicht mehr zeitgemäss”
In den letzten beiden Jahrhunderten war eine Landesausstellung nach Überzeugung des Komitees durchaus gemeinschaftsstiftend. “Doch damals waren Reisen und Kommunikation viel umständlicher als heute”, heisst es im Communiqué. Das zeige sich auch an den Besucherzahlen: Trotz Bevölkerungswachstum hätten mehr Menschen die Landessausstellung 1939 als die Expo 2002 besucht. “Die Expo02 hat jedoch gezeigt, dass
sich die Idee überholt hat und ein mit Steuergeld finanzierter Vergnügungspark ohne jegliche Nachhaltigkeit nicht mehr zeitgemäss ist.”

“Steuerzahler trägt fast alle Kosten”
Die Verantwortlichen rechnen im Moment mit Kosten von 1,5 bis 2 Milliarden Franken für eine Expo während eines Sommers, wie das Expo-Gegenkomitee weiter schreibt. Der Bund werde davon höchstens 1 Milliarde oder 50 Prozent der Gesamtkosten bezahlen. Den Rest müssten die Trägerkantone und Private beisteuern. “Da auch hinter dem Bundesanteil Steuergelder stehen, trägt der Steuerzahler fast alle Kosten”, so das Komitee. Die Expo im Jahr 2002 habe zudem gezeigt, wie vertrauenswürdig die Kalkulationen seien.

“Auf Kernaufgaben konzentrieren”
Der Kanton St.Gallen steht nach drei Sparpaketen noch immer vor grossen finanziellen Herausforderungen, wie es im Communiqé weiter heisst. Zwar habe die letzte Rechnung infolge ausserordentlicher Erträge positiv abgeschlossen, aber bereits zeichneten sich neue finanzielle Grossaufgaben wie die steigenden Ausgaben im Asylbereich oder die Deckungslücke bei der Pensionskasse des Staatspersonals ab. “Zudem stehen immer noch grosse Investitionen in Bildungs- und Gesundheitsbauten an. Der Kanton St.Gallen sollte sich daher auf seine Kernaufgaben konzentrieren und sich nicht mit unnötigen Projekten in finanzielle Abenteuer stürzen”, findet das Komitee.

Auch aus ökologischer Sicht keine Expo
Ein Anlass in einem Sommer mit Millionen von Besucherinnen und Besuchern bedeutet gemäss dem Komitee Mehrverkehr, Lärm, mehr Umweltbelastung, Abfall und so weiter. Aufgrund der strengen Bau- und Umweltvorschriften würden Bauten nur schwer dauerhaft aufgestellt werden können – “von Nachhaltigkeit keine Spur”, heisst es im Communiqué. Ein nachhaltiger Aufschwung für Gewerbe und Tourismus setze hingegen auf Kontinuität und Innovation sowie staatliche Freiheiten und nicht auf eine Expo als “Fass ohne Boden”.

Es brauch zweimal ein Ja
Gleichzeitig mit St.Gallen stimmt am 5. Juni auch der Kanton Thurgau über einen Planungskredit für die Expo ab. Im Thurgau geht es um drei Millionen Franken. Appenzell Ausserrhoden hat bereits 800’000 Franken gesprochen. Damit die Planung weitergeht, müssen am 5. Juni St.Gallen und der Thurgau beide Ja sagen. (pd/red./sda)


Klick HIER: ZUM UMFASSENDEN EHERINGEARTIKEL “Expo – ein Fass ohne Boden”

http://www.tagblatt.ch/4617775″Expo – ein Fass ohne Boden”

Der Verfasser hat das Topic kurz und doch umfassend beschrieben.

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