Frische St.Gallener – Neuigkeit: Neues Bähnli in neuem Tunnel

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Die Mühleggbahn bekommt in den kommenden Jahren wohl eine neue, grössere Fahrgastkabine. Das hat der Verwaltungsrat der Mühleggbahn AG bekanntgegeben. Noch unklar ist, wie der 123jährige Tunnel saniert werden soll.

Die Mühleggbahn muss in den kommenden Jahren den Tunnel zwischen der südlichen Altstadt und St.Georgen sanieren. An diversen Stellen dringt Wasser durch die Tunnelwand, die teilweise aus natürlichem Fels besteht und seit der Eröffnung der Mühleggbahn vor 123 noch nie umfassend saniert wurde. Schon seit mehreren Jahren prüft der Verwaltungsrat der Mühleggbahn AG mögliche Sanierungsvarianten. In einem Jahr soll nun der definitive Entscheid fallen.

Kapazität des Bähnlis erhöhen

Bei der Eröffnung des sanierten Tunnels kommt wohl auch ein neues Bähnli zum Einsatz. Der Verwaltungsrat möchte eine neue, grössere Fahrgastkabine für rund 600 000 Franken anschaffen. Das sagte Verwaltungsratspräsident Philip Schneider an der Generalversammlung von vergangener Woche. Dies, obwohl die heutige erst seit 2004 im Einsatz ist und eine Betriebsdauer von gut 20 Jahren hat. «Mit einer neuen Kabine könnten wir zum einen die anstehenden Revisionskosten sparen und zum anderen die Unterhaltskosten senken. Ausserdem würden wir die Kapazität erhöhen», sagt Schneider. Denn zu Stosszeiten, wenn viele Personen mit Kinderwagen und Velos die Mühleggbahn benützen, sei die Kapazität der heutigen Kabine «manchmal etwas knapp».

Zwei Kabinen wären zu teuer

Kein Thema mehr ist hingegen die Wiedereinführung des Zwei-Kabinen-Betriebs, zumindest bis auf weiteres. «Wir haben diese Idee geprüft, betriebswirtschaftlich wäre sie nicht zu verantworten», sagt Schneider. Denn sowohl die Investitions- als auch die Betriebs- und Unterhaltskosten seien um ein Vielfaches höher. «Nicht einmal die laufenden Kosten könnte die Mühleggbahn AG aus eigenen Mitteln auf Dauer stemmen.»

Zwei Varianten für den Tunnel

Noch immer ungeklärt ist die Frage, wie der Tunnel saniert werden soll. Zwei Varianten stehen zur Debatte: die Vergrösserung des Tunnelprofils oder der Einbau einer Röhre (Tagblatt vom 16. April). Ein grösseres Tunnelprofil sei für den Bahnbetrieb nicht zwingend notwendig, sagt Schneider. In den vergangenen Jahren seien jedoch neue Vorschriften in Kraft getreten, gemäss denen sich die Sicherheitsabstände zwischen der Kabine und der Tunnelwand beziehungsweise der Decke vergrössert hätten. Im konkreten Fall handle es sich um wenige Zentimeter. «Die Frage ist nun, ob solche Vorschriften auch für unsere über 120 Jahre alte Bahn gelten oder nicht», sagt Schneider. Diese Frage soll Ende Mai bei einer Besichtigung des Tunnels mit dem Bundesamt für Verkehr geklärt werden. Doch selbst wenn die Tunnelvergrösserung nicht aus gesetzlicher Sicht notwendig und obwohl sie mit Kosten von etwa fünf Millionen Franken teurer wäre als die Variante mit der Röhre (circa 4,2 Millionen), bliebe sie allenfalls dennoch eine Option. «Ein grösserer Tunnel würde uns womöglich langfristig mehr Flexibilität beim Betrieb bringen», sagt Schneider.

Die Kredite für die Anschaffung einer neuen Fahrgastkabine sowie für die Tunnelsanierung will der Verwaltungsrat der Mühleggbahn AG an der Generalversammlung 2017 zur Abstimmung bringen.

Neuer Passagierrekord

Die Mühleggbahn AG blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2015 zurück. Für den Erneuerungsfonds konnten Rückstellungen von 183 000 Franken gebildet werden. Am Ende resultierte ein Gewinn von knapp 500 Franken.

Die Mühleggbahn absolvierte 2015 über 100 000 Fahrten und transportierte dabei insgesamt 660 000 Fahrgäste. Das ist neuer Rekord. Der Verkehrsertrag war laut Philip Schneider jedoch aufgrund des verschlechterten Verteilschlüssels im Tarifverbund Ostwind geringer als 2013. «Wir müssen damit rechnen, dass sich dieser Verteilschlüssel in Zukunft zulasten der Mühleggbahn AG noch weiter verschlechtern könnte.»


Klick HIER: ZUM SPANNENDEN EHERINGETIPP Neues Bähnli in neuem Tunnel

http://www.tagblatt.ch/4620781Neues Bähnli in neuem Tunnel

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

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