St.Gallen-News: St.Galler Maturitätsquote: Erhöhung mit Informationskampagne

Topaktueller Text zu einer St.Gallener Frage der heutigen Zeit.

Die St.Galler Regierung hat in einem Bericht die Gründe für die tiefe Maturitätsquote dargelegt und Massnahmen für eine Erhöhung vorgestellt. Der Kantonsrat begrüsste die Schlussfolgerungen, wollte aber für die Umsetzung keine zusätzlichen Stellenprozente bewilligen.

Mit ihrem Bericht über die Perspektiven der Mittelschule reagiert die Regierung auf ein Postulat über die Entwicklung der Maturitätsquote im Kanton St.Gallen. Sie gibt darin auch Auskünfte über laufende Projekte an den Gymnasien, den Fachmittelschulen und der Wirtschaftsmittelschulen.

Die tiefe Maturitätsquote erklärt sich die Regierung unter anderem mit dem hohen Stellenwert der dualen Berufsbildung. Dazu komme eine «kulturelle Distanz zum Gymnasium», die in vielen Elternhäusern nach wie vor bestehe.

Es gebe zwar Hinweise, dass die tiefe Maturitätsquote mit einem höheren Studienerfolg einhergehe, doch bestehe auch die Gefahr, dass aufgrund der tiefen Quote das Bildungspotential nicht ausgeschöpft werde.

Mangel an hochqualifizierten Arbeitnehmenden
Bereits heute liege der Anteil an Hochqualifizierten im Kanton St.Gallen unter dem schweizerischen Mittel. Ein Blick auf den Arbeitsmarkt zeige, dass in einigen Branchen ein Mangel an hochqualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bestehe.

Die Regierung hält deshalb «eine massvolle Erhöhung» der Anzahl der Maturitäten für «erstrebenswert». Das Potenzial werde nicht optimal ausgeschöpft. Einen Zielwert für eine künftige Maturitätsquote will sie aber nicht festlegen.

Informationskampagne angekündigt
Die wichtigsten Mittel für eine Erhöhung seien Information und Beratung, heisst es im Bericht. Die Eintrittsprozeduren und das Aufnahmeverfahren würden durch eine Arbeitsgruppe des Erziehungsrates überprüft. Weiter könnten progymnasiale Ausbildungsgänge auch ausserhalb der Stadt St.Gallen geschaffen werden.

Die vorberatende Kommission schlug zusätzlich vor, die Pensen der Schulleitungen der Mittelschulen im Umfang von zusätzlichen 250 Stellenprozenten in der Führung und von 250 Stellenprozenten in der Verwaltung zu erhöhen. Für die angekündigte Informationskampagne seien zudem die nötigen Mittel bereit zu stellen.

Zusätzliche Stellen abgelehnt
Im Rat wurden in einzelnen Voten grössere Anstrengungen für eine höhere Maturitätsquote gefordert. Zusätzliche Stellenprozente lehnten die Fraktionen von CVP-EVP und FDP hingegen ab. Die FDP forderte, dass die Informationskampagne «kostenneutral» umgesetzt werden solle.

Der Antrag für zusätzliche Stellenprozente wurde klar mit 92 gegen 10 Stimmen bei zwei Enthaltungen abgelehnt. Danach wies die Mehrheit des Rats die Forderung einer kostenneutralen Umsetzung der Informationskampagne zurück (69 gegen 39 Stimmen). Ein Antrag der SVP, die Informationskampagne ganz zu streichen, scheiterte schliesslich nur knapp: mit 55 gegen 53 Stimmen. (sda)


Hier: zum ganzen Artikel St.Galler Maturitätsquote: Erhöhung mit Informationskampagne

http://www.tagblatt.ch/4603062St.Galler Maturitätsquote: Erhöhung mit Informationskampagne

Dieser kompakte Artikel beleuchtet dieses topaktuelle Thema aus einem interessanten Blickwinkel. Spannend!

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