Nachricht aus St.Gallen: Mettler lehnt die Wahl ab

Ein lesenswerter Bericht zu St.Gallen.

Die St.Galler Regierung hatte Marianne Mettler zur Präsidentin des Verwaltungsrates der Spitalverbunde gewählt. Jetzt hat sich die Wilerin nach viel Kritik entschieden, die Wahl nicht anzunehmen.

ST.GALLEN. Gemäss der St.Galler Regierung hätte Marianne Mettler den Verwaltungsrat der Spitalverbunde in der Amtsdauer 2016 bis 2020 präsidieren sollen. Dazu kommt es nun nicht: Wie Mettler in einer persönlichen Erklärung mitteilt, lehnt sie die Wahl ab.

Rückblick aufs Auswahlverfahren
“Ich habe mich Anfangs Dezember 2015 auf ein öffentliches Stelleninserat als Verwaltungsratspräsidentin der Spitalverbunde beworben”, schreibt Marianne Mettler in ihrer Erklärung. Die Regierung habe sie nach einem langen Auswahlverfahren als beste Kandidatin beurteilt. “Die Fraktionspräsidenten des St.Galler Kantonsrates wurden darüber informiert. Zwei Wochen später hat mich die St.Galler Regierung zur neuen Verwaltungsratspräsidentin gewählt”, blickt Mettler zurück.

Allen Fraktionen habe sie angeboten, sich rechtzeitig Hearings zu stellen, schreibt Marianne Mettler in ihrer persönlichen Erklärung. “Ich war bereit, mich allen kritischen Fragen der Kantonsräte und -rätinnen persönlich zu stellen.” Aufgrund der Entwicklung der letzten drei Wochen habe sie sich aber entschieden, die Wahl zur Präsidentin des Verwaltungsrates der Spitalverbunde abzulehnen.

Kritik von der SVP…
Nach Bekanntwerden der Wahl der 55-jährigen Marianne Mettlers durch den Regierungsrat war Gegenwind aus dem St.Galler Kantonsparlament aufgekommen, welches die Wahl noch hätte bestätigen müssen. Die Personalie stiess bei FDP und SVP auf Widerstand. Beide Parteien hatten sie für kommenden Montag zu Hearings eingeladen. Erst danach wollten sie entscheiden, ob sie ihre Wahl unterstützen. Nicht hinter den Wahlvorschlag der Regierung stellte sich die CVP: Mettler bringe unbestritten grosse Erfahrung im Gesundheitswesen mit. Im wichtigen Punkt der strategischen Unternehmensführung habe sie in einer Anhörung aber nicht überzeugt, schrieb die neu formierte Fraktion von CVP und GLP.

Insbesondere die SVP war mit einer Reihe von Fragen zur Wahl von Marianne Mettler an die Öffentlichkeit getreten. Die Partei wollte insbesondere mehr über die künftige Strategie des Verwaltungsrates erfahren. Dies, da die Führung der Spitalunternehmen mit der Übertragung der Spitalimmobilien an die vier Spitalverbunde in erheblichem Masse komplexer werde. Regierungsrätin Heidi Hanselmann stellte sich in der Folge öffentlich vor Mettler und sagte, die Bewerberin bringe fundierte Erfahrungen mit, die es zur Realisierung der Spitalneubauten und zur Übertragung der Immobilien brauche. So sei Mettler in ihrer heutigen Funktion am Unispital Zürich in alle Bau- und Umbauprojekte involviert. Zudem sei sie Präsidentin der Bau- und Verkehrskommission der Stadt Wil.

Doch die Kritik ging noch weiter: Im Tagblatt sagte SVP-Fraktionspräsident Michael Götte, er vermisse ausgewiesene Führungsqualitäten bei Marianne Mettler, die wie Heidi Hanselmann der SP angehört. Zudem warf die SVP-Fraktion die Frage auf, ob keine Gefahr von Befangenheit oder Interessenkonflikten bestehe, da Marianne Mettler Mitarbeiterin des Unispitals Zürich sei. Die SVP forderte in der Folge, dass ihre Fragen noch vor der Session beantwortet würden – ansonsten sei eine Ablehnung der Wahl von Marianne Mettler wahrscheinlich, so Götte.

… und aus Wil
Auch frühere Vertreterinnen des – nicht mehr aktiven – Wiler Frauenforums meldeten sich des Weiteren zu Wort und stellten fest, dass Mettler zum Zeitpunkt des HIV-Skandals am Spital Wil Mitglied der dortigen Spitalkommission gewesen war. Zwei Chefärzte hatten damals einem betagten Patienten eine HIV-Infektion verschwiegen, die er sich durch eine verseuchte Blutkonserve zugezogen hatte. Die Kommission sei damals nicht in der Lage gewesen, eigene Entscheidungen zu fällen, so die Exponentinnen, die sich über Marianne Mettlers Wahl zur Verwaltungsratspräsidentin der Spitalverbunde erstaunt zeigten: “Wir erwarten von einer Führungspersönlichkeit, dass sie schwierige Situationen meistern, Probleme rechtzeitig wahrnehmen und entsprechend handeln kann”, hielten sie fest. Wobei sich weitere ehemals Aktive nicht mit diesen Wortmeldungen identifizieren konnten.

“Entwicklung der letzten Wochen”
SP und Grüne ihrerseits hatten zuletzt ihren Unmut darüber geäussert, dass Mettlers Kandidatur “aus unsachlichen, politischen Überlegungen einzelner bürgerlicher Politiker plötzlich im scharfen Gegenwind” stehe. Dieses politische Spiel schwäche die öffentlichen Spitäler, die im Wettbewerb mit den Privatspitälern stünden. Am Montag kündigten SP und Grüne deshalb eine dringliche Motion an. Sie wollen die Regierung beauftragen, das Gesetz über die Spitalverbunde zu ändern und die Genehmigung der Wahl durch den Kantonsrat aufzuheben. (pd/red./sda)

“Eine Schlammschlacht”

In einem Communiqué äussert sich der kantonale Gewerkschaftsbund St.Gallen zum Verzicht Marianne Mettlers. Er bedauert Mettlers Entscheid und schreibt: “Eine solche Schlammschlacht, wie wir sie in den letzten Wochen gegen Marianne Mettler erleben mussten, hat eine grosse Empörung bei den Frauen hervorgerufen. Wir können den Entscheid von Marianne Mettler, die Wahl nicht anzunehmen, sehr gut verstehen.” Ihre Fähigkeiten seien bereits in Frage gestellt worden, bevor sie sich bei den bürgerlichen Parteien habe vorstellen können. “20 Jahre nach Inkraftsetzung des Gleichstellungsgesetzes wird eine Frau ausgebootet. Die bürgerlichen Parteien inszenieren diese Medienschlacht, um eine ihnen unliebsame, starke, weibliche Besetzung des Verwaltungsrats-Präsidiums zu verhindern”, so der kantonale Gewerkschaftsbund. Kritik kommt auch vom Berufsverband der Pflegefachleute, Sektion St.Gallen, Thurgau, Appenzell: “Einmal mehr beweist sich, dass die gläserne Decke für Frauen tief hängt”, heisst es in einem Communiqué. Mit der öffentlichen Diskreditierung Mettlers werde auch das Vertrauen in die Regierung in Frage gestellt, die Kandidaturen für solch wichtige Posten auf Herz und Nieren prüfe. “Wir erachen es als sehr bedauerlich, dass erfahrene Frauen, die Führungsverantwortung übernehmen wollen, diskreditiert und mit Unwahrheiten seitens bürgerlich geprägter Drahtzieher auf den politischen Scheiterhaufen gestellt werden.” (red.)


Klick HIER: zum interessanten Eheringe Report Mettler lehnt die Wahl ab

http://www.tagblatt.ch/4641256Mettler lehnt die Wahl ab

Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema St.Gallen voll und ganz gerecht zu werden.

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Aus St.Gallen – topaktuelle News: Nicht nur der Grill raucht

Dieser Artikel bringt es genau auf den Punkt.

Wenn draussen Feste gefeiert und Grills angefeuert werden, erhitzt sich auch Nachbars Gemüt besonders schnell. Laut einer Vermittlerin gehen die Emotionen nirgends so hoch wie bei Scheidungen und Nachbarschaftsstreits.

ST.GALLEN. Am vergangenen Freitag rief der Tag der Nachbarn erstmals in der Stadt St.Gallen offiziell dazu auf, sich mit Nachbarinnen und Nachbarn in gemütlicher Runde zu treffen, zu plaudern und sich kennenzulernen. Dass der Aufruf, dem in allen Quartieren der Stadt an vielen privat organisierten Kaffeekränzchen, Mittagessen, Apéros und Grillabenden Folge geleistet wurde, durchaus Sinn macht, zeigt ein Blick auf die weniger schöne Seite des Zusammenlebens, auf Nachbarschaftsstreitigkeiten.

«Das kommt relativ häufig vor»

Streitende Nachbarn sind keine Ausnahmeerscheinung. Immer wieder wenden sich Betroffene an die telefonische Beratung des Mieterinnen- und Mieterverbands Ostschweiz. «Das kommt relativ häufig vor», sagt Rechtsberaterin Anja Müller. Oft sei Lärm die Ursache, dass der Haussegen zwischen Nachbarn schief hängt. Es sind Kleinigkeiten, die Nachbarn in den Wahnsinn treiben – vor allem nachts, wenn sie schlafen wollen.

Anja Müller hört dann Sätze wie: «Die rücken die ganze Nacht Möbel.» Oder: «Die läuft immer in Stöckelschuhen in der Wohnung herum.» Meist handelt es sich um Bewohner älterer, ringhöriger Liegenschaften. Vergangene Woche erhielt sie einen Anruf von einem Mann, der erzählte, er werde von seiner Nachbarin gemobbt. Sie behaupte, er sei zu laut auf der Toilette. Er selbst hält die Nachbarin für «übersensibel» und wollte wissen, was er tun solle.

Für Rechtsberaterin Anja Müller ist es ein typischer Fall eines Nachbarschaftsstreits. Für Aussenstehende klingt er banal, für Betroffene entwickelt er sich zum Nervenkrieg. Und für die Rechtsberaterin ist es keine einfache Angelegenheit. «Es handelt sich nicht um einen Mietstreit im eigentlichen Sinne, sondern um ein zwischenmenschliches Problem», sagt Anja Müller. Sie riet dem Anrufer, sich mit der Nachbarin an einen Tisch zu setzen.

Anrufe bei der Polizei

Oft werde das persönliche Gespräch zu spät oder gar nicht gesucht, sagt sie. Viele Mieter seien der Meinung, es bringe eh nichts. Vor diesem Hintergrund ist ein Tag der Nachbarn, wie er am Freitag stattfand, sinnvoll. Auch Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei, sagt: «Man könnte mehr miteinander reden.» Statt beim Nachbarn zu klingeln, wenn dieser mit seinem Grill Rauchschwaden produziert, rufen manche Leute direkt die Polizei. Besonders im Sommer häufen sich dort entsprechende Anrufe wegen Lärm- und Geruchsbelästigung. In besonders festgefahrenen Fällen müsse die Polizei gar mehrfach zu denselben Nachbarn ausrücken.

Bis 2011 landeten viele Nachbarschaftsstreitigkeiten beim Vermittleramt St.Gallen, weil dieses auch für kleinere Straffälle zuständig war. Die Vermittlerinnen hatten es mit Beschimpfungen, Drohungen, Ohrfeigen und zerkratzten Autos zu tun. Antje Ziegler, die heutige hauptamtliche Vermittlerin, erinnert sich: «Entweder waren es amüsante oder extrem belastende Fälle. Nirgends gehen die Emotionen so hoch wie bei Scheidungen und Nachbarschaftsstreits.» Da seien immer Verletzungen und enttäuschte Hoffnungen im Spiel. Zuerst freunde man sich an, veranstalte Grillabende – und dann merke man, dass man doch nicht so gut miteinander auskomme. «Dann macht man die Faust im Sack, spricht nicht darüber – bis es ‘tätscht’.» Das komme bei ganz normalen Leuten vor.

Lösungen suchen

Seit die neue Zivilprozessordnung in Kraft ist, kümmert sich das Untersuchungsrichteramt um Nachbarschaftsstreits, die in Straftaten ausarten. Das Vermittleramt ist nur noch für Fragen der Eigentumsrechte zuständig. Die Zahl der Fälle ist dadurch beim Vermittleramt extrem zurückgegangen. Antje Ziegler zählt durchschnittlich noch vier Fälle im Jahr.

Sie vermittelt heute zwischen Nachbarn, die über abgesägte Bäume, zu hohe Zäune, Lärm und rauchende Grills streiten. «Wir urteilen nicht, wir suchen eine Lösung und zeigen die Vorschriften auf», sagt Antje Ziegler. Wer sich ans Vermittleramt wendet, muss eine Klage einreichen und 300 Franken bezahlen.

Krisenherd Waschküche

Manchmal spitzt sich ein Nachbarschaftsstreit derart zu, dass es zu verbalen oder körperlichen Ausfälligkeiten kommt. Dann besteht die Möglichkeit, bei der Polizei Anzeige einzureichen. Um diese Fälle kümmert sich die Staatsanwaltschaft.

Man müsse sich aber bewusst sein, dass man mit einer Anzeige zusätzlich Öl ins Feuer giessen könne, sagt Andreas Baumann, stellvertretender Mediensprecher der Staatsanwaltschaft: Meist handle es sich um kleinere Straftatbestände, Sachbeschädigungen und Tätlichkeiten. Genaue Zahlen werden nicht erhoben. Die Ursachen seien vielfältig. Nicht selten nehme ein Streit in der Waschküche seinen Anfang, wenn etwa Nachbarn gleichzeitig waschen wollen oder sich nicht an die Waschzeiten halten. Das schaukle sich dann hoch – bis es explodiert.


Klick HIER: zur lesenswerten Quelle Nicht nur der Grill raucht

http://www.tagblatt.ch/4639006Nicht nur der Grill raucht

Dem Autor ist die Kunst gelungen ein komplexes Thema interessant und lehrreich nahe zu bringen.

News aus St.Gallen: 200-Millionen-Einlage in St.Galler Pensionskasse verzögert sich

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

Die von der Regierung beantragte Einlage des Kantons von 202,5 Millionen Franken in die Pensionskasse des Staatspersonals kann vom Kantonsrat noch nicht behandelt werden. Die Finanzkommission verlangt von der Regierung und vom Stiftungsrat zusätzliche Informationen.

Die Beratung im Kantonsrat könne erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Zuerst muss die Finanzkommission ihre Beratungen abschliessen.

Deckungslücke schliessen
Die Regierung hatte die Vorlage im April verabschiedet. Mit der Einmaleinlage des Kantons von 202,5 Millionen Franken in die St.Galler Pensionskasse soll eine Deckungslücke geschlossen werden, die sich wegen der Senkung des technischen Zinssatzes von 3,5 auf 3 Prozent ergibt.

Insbesondere will die Regierung die aktiv versicherten Mitarbeitenden entlasten. Andernfalls müssten diese die Kosten mitfinanzieren, die durch die Reduktion des technischen Zinssatzes entstehen, heisst es. Der technische Zinssatz ist ein mitbestimmender Faktor für die Höhe der Renten.

Versprechungen von 2013
Die Finanzkommission des Kantonsrats diskutierte unter anderem über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Finanzierung der beruflichen Vorsorge und über 2013 gemachte Versprechungen des Kantons für eine zusätzliche Beteiligung. 2013 war es um die Ausfinanzierung der Pensionskasse gegangen.

Die Regierung und der Stiftungsrat müssen nun zusätzliche Informationen liefern: So will die Finanzkommission Klarheit über die zu erwartende finanzielle Entwicklung der Pensionskasse, den mutmasslichen Mittelbedarf und über die möglichen Strategien zur Finanzierung und Sanierung.

Dabei sollen die Auswirkungen auf die Arbeitgeber, die Mitarbeitenden und den Kantonshaushalt mit und ohne die 200-Millionen-Einlage detailliert aufgezeigt werden. Erst danach will die Finanzkommission ihre Beratungen fortsetzen. (sda)


Hier: ZUM AUSSERORDENTLICH TOLLEN EHERINGETEXT 200-Millionen-Einlage in St.Galler Pensionskasse verzögert sich

http://www.tagblatt.ch/4637204200-Millionen-Einlage in St.Galler Pensionskasse verzögert sich

Dem Verfasser des Artikels ist es gelungen das Thema kompetent zu behandeln.

Betrifft St.Gallen: Es rumort in den Schulen

Ein lesenswerter Bericht zu St.Gallen.

Die Lehrerinnen und Lehrer in der Stadt St.Gallen wollen mehr Mitsprache bei der Schulentwicklung. Die Hauptversammlung des Verbands Lehrpersonen Sektion St.Gallen hat beschlossen, eine Initiative zu lancieren.

ST.GALLEN. Die Hauptversammlung fand am Samstag vergangener Woche statt. Sie war sehr gut besucht, wie es in einer Mitteilung des Verbands Lehrpersonen der Sektion St.Gallen (VLSG) heisst. In der Sektion organisiert sind die Lehrerinnen und Lehrer aus der Stadt St.Gallen inklusive der Katholischen Kantonssekundarschule Flade sowie die Lehrpersonen aus den Gemeinden Wittenbach, Muolen und Häggenschwil. Präsident des VLSG ist Gion T. Berther. Im Jahresbericht des Präsidiums kam gemäss Communiqué die Sorge über die schwierige Zusammenarbeit mit dem Schulamt der Stadt St.Gallen zur Sprache. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die jetzige Organisation der Schulbehörde unbefriedigend sei und Lücken habe, sei an der Hauptversammlung des VLSG immer wieder bemängelt worden. Was heisst das konkret?

«Es gibt Reibungsflächen»

«Wir Lehrer sind in der Stadt St.Gallen nicht in die Schulentwicklung eingebunden», sagt Berther. Im Schulamt werde entschieden, der Entscheid dann den Schulleitern mitgeteilt, und die Lehrer schliesslich könnten diese Entscheide nur noch umsetzen. Als Beispiel nennt Berther die aktuelle Diskussion um die Schulnoten. Der Kanton sage im laufenden Konsultationsverfahren dezidiert, er überlasse es nicht den Schulgemeinden, die Noten 1 und 2 abzuschaffen und nur noch ganze Noten in die Zeugnisse zu schreiben. Doch das Schulamt der Stadt St.Gallen presche hier vor und habe die Schulleiter angehalten, an der Unterstufe bereits im Zeugnis für das laufende Semester auf halbe Noten zu verzichten und nur noch ganze zu geben.

Landlehrer hätten es besser

Solche Beispiele gebe es weitere, sagt Berther. In Gesprächen mit Lehrern aus Muolen, Wittenbach oder Häggenschwil würden die Stadtsanktgaller Lehrer immer wieder erfahren, dass ihre Kollegen auf dem Lande stärker in die Schulentwicklung eingebunden würden. «In der Stadt entstehe die Schulentwicklung nicht an der Basis, sagt Berther. Mit grosser Mehrheit sei der VLSG-Vorstand darum beauftragt worden, eine Volksinitiative zu lancieren mit dem Ziel, eine Verbesserung zu erreichen und mehr Mitsprache bei der Schulentwicklung zu erwirken. Dass es die Lehrer im Grünen Ring diesbezüglich besser hätten, habe damit zu tun, dass die gewählte Schulbehörde, der Schulrat, dort näher an der Basis sei, wie es Gion T. Berther formuliert.

Kritik am Führungsstil

Viele Lehrpersonen in der Stadt seien verunsichert. Gemäss VLSG-Communiqué hätten sie sich im vergangenen Schuljahr deshalb an den Verband gewandt. Bewusst habe der VLSG darum darauf verzichtet, Behördenmitglieder zur Hauptversammlung einzuladen, um den Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen vorzubringen. Woher rührt diese Verunsicherung? VLSG-Präsident Gion T. Berther: «Auslöser sind weiche Faktoren, die schwierig zu fassen und benennen sind.» Erst auf Nachfragen wird Berther konkret und bringt es auf den Punkt: Vieles habe mit dem Führungsstil von Mitarbeitenden des städtischen Schulamtes zu tun.


Hier: zum ganzen Eheringe-Tipp Es rumort in den Schulen

http://www.tagblatt.ch/4636218Es rumort in den Schulen

Dem Autor ist die Kunst gelungen ein komplexes Thema interessant und lehrreich nahe zu bringen.

Frisch aus St.Gallen – Topnews: VRSG mit Umsatzplus dank neuen Kunden

Sehr fundierter Artikel, die für das Lesen investierte Zeit lohnt sich für alle die sich für St.Gallen interessieren.

Die Verwaltungsrechenzentrum AG St.Gallen (VRSG), Anbieterin von IT-Dienstleistungen für öffentliche Verwaltungen, hat im vergangenen Jahr neue Kunden gewonnen. Der Umsatz stieg dadurch um knapp 14 Prozent.

Der Unternehmensgewinn war mit 498’000 Franken praktisch gleich hoch wie im Vorjahr, wie die VRSG am Freitag mitteilte. Der Umsatz stieg auf 64,5 Millionen Franken. Die Neukunden auf kommunaler und kantonaler Ebene wurden über öffentliche Ausschreibungen gewonnen.

Die 1973 gegründete VRSG AG mit Sitz in St.Gallen beschäftigt 330 Mitarbeitende. Sie erbringt IT-Gesamtdienstleistungen für öffentliche Verwaltungen. Am Aktienkapital sind die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Thurgau und Zürich sowie rund 130 Städte und Gemeinden beteiligt. (sda)


Klick HIER: ZUM GUT GELUNGENEN ORIGINALTEXT VRSG mit Umsatzplus dank neuen Kunden

http://www.tagblatt.ch/4637322VRSG mit Umsatzplus dank neuen Kunden

Der Verfasser des Artikels hat geschafft uns zum nachdenken anzuregen. Danke!

News aus St.Gallen: Bombendrohung im Neumarkt war gar keine

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Grosse Aufregung gab es am Donnerstag im Neumarkt 1 in St.Gallen. Ein Mann drohte angeblich, dass eine Bombe explodieren würde. Nun stellt sich heraus, dass alles ein Missverständnis war.

ST.GALLEN. Zwei Jugendliche hatten am frühen Donnerstagabend nach eigenen Angaben gehört, wie ein Mann die Detonation eines Sprengsatzes ankündigt hatte. Gleich darauf ergriff der Mann die Flucht. Der 14-Jährige und sein Kollege alarmierten die Polizei, die umgehend den ersten Stock des Neumarkt 1 evakuierte.

Wie der Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, Gian Andrea Rezzoli, auf Anfrage sagt, handelte es sich beim Vorfall um ein Missverständnis. Es sei nie eine Bombendrohung ausgesprochen worden. Die Jugendlichen hätten die Situation falsch interpretiert. Um einen Scherz oder Bubenstreich handle es sich aber nicht, und die Jugendlichen hätten keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten. Auch nach dem Mann, der die Drohung ausgesprochen haben soll, suchte die Polizei nicht weiter. “Der Fall ist abgeschlossen”, so Rezzoli, mehr könne er dazu nicht sagen.

Die Drohung sei von der Polizei durchaus ernst genommen worden. Die Suche nach einem verdächtigen Gegenstand blieb am Donnerstag ergebnislos. Unter anderem war ein Sprengstoff-Suchhund im Einsatz. Gegen 18.35 Uhr wurde der gesperrte Bereich laut der Stadtpolizei St.Gallen wieder freigegeben. Die Migros im Untergeschoss blieb während der ganzen Zeit uneingeschränkt zugänglich. (kapo/jor)


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http://www.tagblatt.ch/4637336Bombendrohung im Neumarkt war gar keine

Klar und deutlich. Guter Artikel welcher der anspruchsvollen Thematik absolut gerecht wird.

Frische St.Gallener – Neuigkeit: Kinder missioniert: Spielnachmittag wird abgeschafft

Ein lesenswerter Bericht zu St.Gallen.

Sie wurden schon einmal von der Schule verwarnt: Die Leiterinnen des Spielnachmittags hätten Primarschüler mit Spielen und Zvieri angelockt und für die Freikirche missionieren wollen. Nun zieht die Schulleitung einen Schlussstrich – der Spielnachmittag wird abgeschafft.

ST.GALLEN. Primarschüler würden laut einer besorgten Mutter in einem Spielnachmittag missioniert. Die Mutter einer achtjährigen Tochter hatte sich diesbezüglich bei “20 Minuten” gemeldet. Besonders happig: Sie sei weder seitens der Schule noch von den Veranstaltern über diesen Spielnachmittag informiert worden. Die Co-Leiterin des Spielnachmittags, Agnes Loebel, wies die Vorwürfe zurück, man hätte den Kindern einen Flyer mitgegeben.

Nun wird den Leiterinnen die Bewilligung für den Spielnachmittag, der jeweils freitags zwischen 17 und 19 Uhr stattgefunden hat, per sofort entzogen. Hanspeter Krüsi, Schulleiter der Primarschule Heimat Buchwald, hat mit den Leiterinnen des Spielnachmittags das Gespräch gesucht, wie “20 Minuten” schreibt. Der Spielnachmittag wird von Agnes Loebel und ihrer Schwester bereits seit 15 Jahren in einem gemieteten Schulzimmer durchgeführt.

“Im Reglement über die Benützung von Schulräumen steht geschrieben, dass für Veranstaltungen religiöser Organisationen keine Bewilligung erteilt wird”, lässt sich Krüsi von “20 Minuten” zitieren. Er räumt nach dem Gespräch mit den Veranstalterinnen jedoch ein: “Wir waren uns alle einig, dass am Spielenachmittag zwar Bibelverse vorgelesen worden sind, Kinder aber nie missioniert wurden.” Auch die Aufmerksamkeit in den Medien habe dazu geführt, dass man das Mietverhältnis beendet habe.

Den Spielnachmittag können Agnes Loebel und ihre Schwester nun in der evangelischen Kirche Heiligkreuz weiterführen. Die besorgte Mutter ist mit dem Entscheid und dem konsequenten Handeln der Schule zufrieden. (jor)


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http://www.tagblatt.ch/4637143Kinder missioniert: Spielnachmittag wird abgeschafft

Der Verfasser des Artikels hat geschafft uns zum nachdenken anzuregen. Danke!