Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Mehr als nur ein Frühlingsputz

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

In der Kathedrale sind Reinigungsarbeiten und der Einbau einer neuen Beleuchtung im Gang. «Man wird staunen, wie schön der Raum wieder zur Geltung kommen wird», sagt Thomas Franck von der Katholischen Administration.

Die physikalischen Gesetze gelten auch für die barocken Engel im Kathedralenhimmel. Das weiss kaum einer besser als Hugo Stössel, Experte für Kirchenreinigungen bei der Firma Fontana & Fontana in Rapperswil-Jona. Über 400 Kirchen in der ganzen Schweiz hat er mit seinem Team schon zu neuem altem Glanz verholfen, derzeit ist die Kathedrale dran.

Die physikalischen Gesetze, eben: «Staub, Russ von brennenden Kerzen, Strassenschmutz, den Besucher hereintragen, und auch deren Ausdünstungen werden in die Höhe gewirbelt mit der warmen Luft. Diese zieht es zu den kälteren Wänden», erklärt Stössel. Die Folge: An Wänden und Fenstern, vor allem aber auch auf Kapitellen, Stukkaturen und Simsen setzt sich Schmutz ab. Grau, schwarz, mehrere Millimeter dick teilweise.

Dreiteiliges Paket

1997 wurde das Innere der Kathedrale zum letzten Mal einer solchen Reinigung unterzogen. Seit Ende Januar ist Stössel mit seinem vier- bis fünfköpfigen Team an der Arbeit, nach dem Schiff ist nun der Chor an der Reihe, wo sich die Reinigung wegen des Chorgestühls und der Altäre aufwendiger gestaltet. Im Juni soll die Reinigung abgeschlossen sein.

Sie ist Teil eines Pakets, das das Katholische Kollegium im November genehmigt hat. Die Kosten belaufen sich auf 1,4 Millionen Franken, wie Thomas Franck, Verwaltungsdirektor der Katholischen Administration, auf einem Rundgang ausführt. Für die Reinigung sind gut 450 000 Franken veranschlagt, 660 000 Franken kostet die Erneuerung der Beleuchtung und elektrischen Installationen, 166 000 Franken die Sanierung der Orgel.

Betrieb kaum beeinträchtigt

Mit der Reinigung, bei der auch Risse und kleinere Beschädigungen ausgebessert werden, können laut Franck aufwendige und teure Restaurierungsarbeiten um Jahrzehnte hinausgeschoben werden. Die letzte grosse Innenrenovation der Kathedrale wurde in den Jahren 1963-1968 vorgenommen.

«Wir haben die Reinigung und die Erneuerung der Beleuchtung bewusst zeitgleich terminiert», sagt Franck. «So können wir wesentlich effizienter und kostengünstiger arbeiten, weil die Handwerker parallel arbeiten und die gleiche Infrastruktur der Hebebühnen benützen können.» Der Einsatz von mobilen Hebebühnen anstelle eines Baugerüstes hat auch den Vorteil, dass der Betrieb in der Kirche kaum beeinträchtigt wird. Nur die Werktagsgottesdienste am Morgen müssen in die Schutzengelkapelle verlegt werden.

10 Kilometer Kabel

Dringend nötig war auch die Erneuerung der elektrischen Installationen und der Beleuchtung. Sie gehen auf die letzte grosse Restauration zurück und genügen heutigen Energiestandards und Sicherheitsvorgaben nicht mehr. «Die rund fünfzig Jahre alten Kabel sind teilweise bis auf das Kupfer durchgeschliffen», sagt Gerhard Näscher von der St. Galler Elektrofirma Stampfl, die die Arbeiten ausführt. Rund zehn Kilometer Kabel müssen neu verlegt werden, gegen 400 Leuchten mit modernster und energiesparender LED-Technik werden montiert.

Die neue Beleuchtung verfolgt aber auch ästhetische Ziele. Entworfen hat sie der St. Galler Lichtdesigner Charles Keller. Mit der neuen Anlage kann das Licht individuell gesteuert werden, die ganze Kathedrale, Teile davon oder einzelne Kunstobjekte können stufenlos ausgeleuchtet werden. Für die Feinjustierung der einzelnen Leuchten sind im Mai Nachtschichten vorgesehen. «Man wird staunen, wie schön die einzelnen Figuren wieder zur Geltung kommen werden», sagt Franck.

Orgelsanierung nach 28 Jahren

Den Abschluss der Arbeiten bildet die Sanierung der grossen Domorgel. Sie beginnt nach dem Ende der Saison der Domorgelkonzerte im September und soll bis zum Advent abgeschlossen sein. Die 1968 erbaute und 1988 letztmals sanierte Orgel wird dabei vollständig demontiert, gereinigt, restauriert und neu intoniert.


Click: zum ausserordentlich tollen Eheringe-Bericht Mehr als nur ein Frühlingsputz

http://www.tagblatt.ch/4596753Mehr als nur ein Frühlingsputz

Dem Author ist es gelungen ein schwieriges St.Gallen-Thema ansprechend und interessant zu besprechen

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