Aus St.Gallen – aktuelle Meldung: Wüst zahlt alles zurück

Ein sehr lesenswerter Text zu diesem topaktuellen und alle St.Gallener betreffenden Thema,

Kehrtwende im Fall Roman Wüst: Der frühere Generalsekretär des Gesundheitsdepartements des Kantons St.Gallen zahlt 220’000 Franken an seinen Ex-Arbeitgeber zurück. Dies, obwohl eine Untersuchung ergeben hat, dass die Abgeltung gesetzeskonform war.

Seit Tagen sorgt der sogenannte “Fall Wüst” für Aufruhr im Kanton St.Gallen. Gesundheitschefin Heidi Hanselmann hatte ihrem ehemaligen Generalsekretär Roman Wüst bei dessen Pensionierung ein volles Jahresgehalt von 220’000 Franken nachgezahlt. Dies, um ihm verpasste Ferien abzugelten – rückwirkend auf 33 Jahre beruflicher Tätigkeit. Nun teilt die St.Galler Staatskanzlei mit, dass Wüst auf die Abgeltung verzichtet.

“Es war rechtmässig”
“Die von der Regierung veranlasste juristische Überprüfung der Abgeltung für Roman Wüst anlässlich seines Übertritts in den Ruhestand kommt zum Schluss, dass diese rechtmässig war”, schreibt die Staatskanzlei in ihrem Communiqué. Die Rechtsabteilung der Staatskanzlei befand, dass sich die Abgeltung auf das geltende Personalrecht des Kantons St.Gallen stütze und rechtmässig sei. “Den Bericht, der auch Empfehlungen zur künftigen Vermeidung solcher Fälle enthält, wird die Regierung nun der Finanzkommission des Kantonsrates im Hinblick auf die Beratung der Rechnung 2015 zuleiten”, so die Staatskanzlei.

“Breites Unverständnis”
Roman Wüst hat sich gemäss der Mitteilung jedoch entschlossen, die an ihn ausgerichtete Entschädigung vollumfänglich der Staatskasse zurückzuerstatten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dies mit Verweis auf das “breite Unverständnis in der Bevölkerung”. Den Betrag habe er bereits überwiesen.

Im St.Galler Tagblatt vom Mittwoch hatten sich die ersten Parteienvertreter aus der Deckung gewagt und Kritik an der Abgeltung für Roman Wüst geübt. Michael Götte beispielsweise, SVP-Fraktionschef und Mitglied der Finanzkommission, sprach davon, es handle sich um einen Fall Hanselmann und nicht um einen Fall Wüst. Das Problem liege bei der Führung. Auch unter Hanselmanns Vorgänger Anton Grüninger hätten sich bei Wüst Ferientage angesammelt, jedoch in einem vertretbaren Rahmen und nie in dem Masse wie unter Hanselmann, so Götte. Reinhard Rüesch, Präsident der FDP-Fraktion, sagte seinerseits gegenüber dem Tagblatt, die Höhe des Betrages habe ihn sehr irritiert – “ich konnte es kaum glauben, als ich es das erste Mal hörte.”

Lob für Wüsts Arbeit
Ihr Communiqué zur Abgeltung für Roman Wüst schliesst die St.Galler Staatskanzlei mit einem Lob für den früheren Generalsekretär. “Die Regierung hält fest, dass der ehemalige Generalsekretär des Gesundheitsdepartements für den Kanton St.Gallen in seiner 33-jährigen Tätigkeit mit hohem Engagement eine grosse und wichtige Arbeit erbracht hat”, heisst es. (red.)


Hier: ZUM VOLLSTAENDIGEN EHERINGETEXT Wüst zahlt alles zurück

http://www.tagblatt.ch/4580817Wüst zahlt alles zurück

Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema St.Gallen voll und ganz gerecht zu werden.

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