Topaktuelle St.Gallen – Nachricht: Verschiedene Parteien, ähnliche Positionen

Sehr fundierter Bericht, die Lesezeit ist gut investiert.

Wer macht das Rennen beim zweiten Wahlgang am 24. April für den letzten freien Sitz in der St.Galler Regierung? Beim Tagblatt-Podium in der Olma-Halle 9 ist den vier Kandidierenden am Mittwochabend auf den Zahn gefühlt worden. Und dabei hat sich gezeigt: Weit auseinander gehen die Meinungen nicht.

ST.GALLEN. Marc Mächler (FDP), der im ersten Wahlgang das absolute Mehr knapp verfehlte, hat mit einem zweiten Wahlgang gerechnet. “Deshalb gehe ich jetzt voller Elan in die zweite Runde.” Der ehemalige Pfader (sein Taufname war Smile) ist guten Mutes, nun den Sprung in die Regierung zu schaffen.

Ebenfalls wieder ins Rennen steigt Andreas Graf (Parteifrei), der im ersten Wahlgang einen Achtungserfolg erzieltet. Der frühere Grüne wäre gemäss eigenen Aussagen nicht überrascht, wenn er am 24. April gewählt würde. “Meine Basis ist das Volk, und im Volk hat es viele Leute, die mitdenken”, sagt Graf.

Die Neuen: Friedli und Ammann
Neu dabei ist Esther Friedli (SVP). Die Lebenspartnerin von SVP-Präsident Toni Brunner ist überraschend nach dem Rückzug von Herbert Huser für die Partei in die Bresche gesprungen. Die Bernerin könnte den tiefen Frauenanteil in der Regierung – Heidi Hanselmann (SP) ist derzeit die einzige Frau – erhöhen, will aber auch mit ihrem Engagement in der Bildungspolitik punkten.

Im zweiten Wahlgang tritt auch Richard Ammann (BDP) an, der bei den Kantonsratswahlen seinen Sitz verloren hat. Der ehemalige Eishockeyspieler hat durch den Sport viel gelernt, wie er sagt: Er könne etwa mit Niederlagen und mit Siegen umgehen, so der Lehrer aus Abtwil.

Lieber Bildungs- als Asylpolitik
Während ihres Wahlkampfes in den vergangenen Wochen sind die Kandidaten im ganzen Kanton herumgekommen. Was hat die Leute am meisten beschäftigt? Esther Friedli: “Ganz klar die Asylpolitik.” Dem stimmt Marc Mächler zu. Hinzu komme die derzeitige Wirtschaftslage. Auch die Integration der Flüchtlinge sei ein Thema, sagen Richard Ammann und Andreas Graf unisono. Doch darüber scheinen die Kandidaten vorerst nicht diskutieren zu wollen, zu heiss ist das Eisen. Lieber widmen sie sich der Bildung und der Innovation: Innovationspark, Maturitätsquote, Bürokratieabbau und die Stärkung des dualen Bildungssystems sind die Stichworte – und hier scheint man sich in weiten Teilen einig.

Der verweigerte Händedrück
Dann kommt das Thema Integration aber doch noch zur Sprache. Und zwar bei dem Thema, das in den letzten Tagen – nebst den Panama Papers – die Schlagzeilen beherrscht hat: Der verweigerte Händedruck moslemischer Schüler gegenüber ihrer Lehrerin. Dieser gehöre zu unserer Kultur und sei ein Zeichen des Respekts, man könne sich nicht im Namen der Religion über gesellschaftliche Normen hinwegsetzen, heisst es unisono.

Frauenförderung mit Quote?
Und was sagen die Kandidaten zum Thema Frauenförderung? Esther Friedli bedauert etwa, dass die Frauenzentrale nicht zu 100 Prozent hinter ihr steht. Und sie sieht es durchaus als Aufgabe der Parteien, Frauen zu fördern. Auch Andreas Graf macht sich für die Frauen stark – und pflichtet Esther Friedli bei. Marc Mächler ist es ein Anliegen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, damit Frauen wie Männer in Beruf und Politik reüssieren können. Richard Ammann geht sogar noch einen Schritt weiter: Er spricht als einziger für eine Frauenquote aus – und liefert damit Esther Friedli einen Steilpass: “Dann kann ich ja mit ihrer Stimme rechnen, oder?” (sg)

…folgt mehr


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Gut geschriebener Artikel! Wir wünschen uns mehr Artikel zu diesem Topic!

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