News aus St.Gallen: Noch kein Totenschein für das Klanghaus

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

Die St. Galler Regierung will das Projekt Klanghaus Toggenburg nochmals prüfen und die Kritikpunkte analysieren, welche das Projekt im Kantonsparlament zu Fall brachten. Ob es zu einer Neuauflage kommt, ist offen.

ST. GALLEN. Sang- und klanglos hat das St. Galler Kantonsparlament das Klanghaus Toggenburg in der Schlussabstimmung versenkt. Danach setzte das grosse Bedauern ein. Diesem schloss sich auch die Regierung an. Sie will nun die Gründe für das Scheitern des Projekts prüfen. Kulturminister Martin Klöti spricht von einer «grossen Auslegeordnung»; die im Parlament geäusserten Kritikpunkte, die in Leserbriefen vorgetragenen Gegenargumente, die von der Bevölkerung geäusserten Bedenken – sie alle sollen analysiert werden.

Erst dann will die Regierung entscheiden, ob und in welcher Form das Klanghaus-Projekt wieder aufgenommen werden kann. Sie nimmt sich dafür Zeit bis nach den Sommerferien.

Kosten analysieren

Hat die Regierung nicht längst entschieden, das Projekt nicht fallen zu lassen? Ist das angekündigte Vorgehen mehr als ein Pro-forma-Verfahren? Klöti wehrt sich: «Wir stehen heute nicht hin und sagen: <Es geht weiter>.» Das wäre falsch und würde nicht verstanden; die Regierung müsste sich den Vorwurf der Sturheit gefallen lassen.

Fragen rund um die Finanzierung dürften in der neuen Beurteilung im Vordergrund stehen. 19 Millionen Franken hätte der Kanton ans Klanghaus am Schwendisee gezahlt. Die Vorlage rechnete mit einem jährlichen Betriebsdefizit von 325 000 Franken.

«Die Betriebskosten werden wir nochmals genau analysieren», sagt Regierungsrat Klöti, «und auch eine teilweise Drittfinanzierung prüfen.»

Private Trägerschaft?

Kann sich Klöti eine private Trägerschaft vorstellen, die für Bau und Finanzierung zuständig wäre? Der Kulturminister mag der Debatte nicht vorgreifen. Doch er lässt durchblicken, dass dies für ihn «undenkbar» ist – «das widerspricht der Kulturpolitik des Kantons».

Auch die zahlreichen Ideen, das Klanghaus andernorts oder in leerstehenden Kirchen, Restaurants, Hotels zu realisieren, bezeichnet er als «hilflose Ansätze»; das entspreche mitnichten der Idee des Klanghauses, das sich als Klangkörper verstehe.

Nutzen und Zugänglichkeit

Zwei Hausaufgaben hat sich die Regierung – sollte es zu einem neuen Anlauf kommen – bereits selber gegeben: Sie will den volkswirtschaftlichen Nutzen des Klanghauses für die Region und dessen Zugänglichkeit besser aufzeigen. Klöti kann sich einen «Stammtisch» vorstellen – «eine Festhütte, zu der mit dem Allradauto bis vor die Tür gefahren werden kann, wird das Klanghaus aber nie werden».

Nils Rickert, einer der schärfsten Kritiker des Projekts, fühlt sich durch das Vorgehen der Regierung bestätigt. Es zeige, «dass Anpassungen an Projekt und Finanzierung eben doch möglich sind», so der Noch-Kantonsrat der Grünliberalen. Bislang seien entsprechende Vorschläge jeweils «konsequent abgeblockt» worden. Die Grünliberalen hofften, dass es «zu mehr als nur kosmetischen Anpassungen kommt und auch eine private Trägerschaft geprüft wird».

Sollte die Regierung im Sommer entscheiden, das Projekt Klanghaus weiterzuverfolgen, muss das Projekt erneut dem Kantonsparlament vorgelegt werden. Das letzte Wort hätte wiederum das Volk.


Hier: ZUR QUELLE Noch kein Totenschein für das Klanghaus

http://www.tagblatt.ch/4559130Noch kein Totenschein für das Klanghaus

Der Verfasser hat das Topic kurz und doch umfassend beschrieben.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s