Aus St.Gallen – aktuelle Meldung: Serbe muss in seine Heimat zurück

Ein lesenswerter Bericht für alle St.Gallen-Interessierten.

Hochverschuldet und kriminell: Ein Serbe, Vater von drei Kindern im Alter von 12 bis 17 Jahren, muss die Schweiz nach 24jähriger Anwesenheit verlassen. Das Bundesgericht kennt, wie zuvor die St.Galler Migrationsbehörden, keine Nachsicht.

ST.GALLEN. Der heute 37 Jahre alte Serbe war 1992 im Alter von 13 Jahren mit seiner Mutter und seinen Geschwistern im Rahmen des Familiennachzugs zum Vater in die Schweiz gekommen. Er besuchte hier noch drei Jahre die Realschule. Im Anschluss daran verrichtete er gelegentliche Hilfsarbeiten. Weil er keiner geregelten Arbeit nachging und Schulden gebildet hatte, wurde er im Sommer 2003 erstmals verwarnt. Der Serbe ist mit einer Landsfrau verheiratet, die im Jahr 1998 in die Schweiz kam. Das Paar hat drei Kinder im Alter von 12, 15 und 17 Jahren. Heute lebt das Paar getrennt, wobei die Kinder unter der Obhut der Mutter stehen.

Verlustscheine und Sozialhilfe

Zwischen 2003 und 2013 verübte der Serbe verschiedene Straftaten, darunter zahlreiche Verkehrsdelikte. Im Januar 2012 bestrafte ihn das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland wegen bandenmässigen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und gewerbsmässigen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Zudem sitzt der Serbe auf 22 Verlustscheinen im Gesamtbetrag von 62 000 Franken; er hat offene Betreibungen von 2300 Franken. Aktenkundig ist auch, dass die Familie des Serben in den letzten Jahren mit rund 36 000 Franken von der Sozialhilfe unterstützt werden musste. Im April 2013 entzog das Migrationsamt des Kantons St.Gallen dem Serben die Niederlassungsbewilligung und forderte ihn auf, das Land zu verlassen. Aufgrund mehrerer Beschwerden konnte er die Ausreise bis heute aufschieben.

Sieht sich als Schweizer Bürger

Nun hat aber das Bundesgericht entschieden, dass die St.Galler Migrationsbehörden korrekt gehandelt und den Serben zu Recht zum Verlassen der Schweiz aufgefordert haben. Der Einwand des Serben, er sehe sich als Schweizer Bürger und fühle sich in Serbien «nicht zu Hause», überzeugte das Bundesgericht nicht. Auch die übrigen Einwände – «allerbester Vater» und «bester Papi» – reichen laut dem Urteil aus Lausanne nicht, um das erhebliche öffentliche Interesse an der Fernhaltung des kriminellen, schlecht integrierten und oftmals arbeitslosen Serben zu erschüttern.

Urteil 2C_881/2015


Klick HIER: ZUR VOLLSTAENDIGEN QUELLE DES ARTIKELS Serbe muss in seine Heimat zurück

http://www.tagblatt.ch/4535130Serbe muss in seine Heimat zurück

Ausgezeichnet verfasster Bericht, davon lesen wir gerne mehr!

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