Frische St.Gallener – Neuigkeit: Neue HSG-Publikationen – Dezember 2015

Ein lesenswerter Bericht zu St.Gallen.

Hoffentlich kommmt bald wieder ein Bericht zu diesem Thema

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Nachricht aus St.Gallen: Weniger Mietzuschüsse in St.Gallen

Sehr fundierter Bericht, die Lesezeit ist gut investiert.

ST.GALLEN. Wer im Kanton St.Gallen lebt und wenig Geld hat, muss künftig noch knapper rechnen: Anfang 2016 treten neue und veränderte kantonale Gesetze in Kraft. Eine Änderung betrifft beispielsweise die ausserordentlichen Ergänzungsleistungen.

Die Einführung von neuen oder angepassten Gesetzen im Kanton St.Gallen auf Anfang 2016 hat finanzielle Konsequenzen für bedürftige Senioren, Behinderte und Leute mit wenig Einkommen. Ihnen werden verschiedene kantonale Zuschüsse gestrichen oder gekürzt.

Ein Beispiel sind die ausserordentlichen Ergänzungsleistungen (AEL): Mit diesen Zahlungen leistete der Kanton St.Gallen bisher grosszügigere Mietzuschüsse als das Bundesgesetz es vorsah: St.Gallen rechnete mit Mieten bis 1467 Franken statt nur bis 1100 Franken. Jetzt ist diese Regelung gestrichen worden. Wer nach dem 1. Januar 2016 pensioniert wird oder neu eine IV-Rente zugesprochen erhält, muss auf den Zuschuss verzichten und warten, bis der Bund die Mietzinsmaxima an die gestiegenen Wohnkosten anpasst. Das wird frühestens 2017 der Fall sein, denn im National- und Ständerat ist die Vorlage noch gar nicht behandelt worden. Bisherige Bezügerinnen und Bezüger werden diese AEL im Rahmen einer Übergangsregelung aber weiterhin erhalten. Gegen diese Ungleichbehandlung hatte sich die Linke im Parlament heftig, aber erfolglos gewehrt. Im Rahmen des Entlastungsprogramms 2013 hatte sich die bürgerliche Mehrheit durchgesetzt.

Beiträge für Heime gekürzt

Eine weitere Konsequenz dieses Sparpaketes ist die Kürzung der kantonalen Beiträge an mehrere anerkannte Wohnheime und Werkstätten für erwachsene Behinderte. Statt wie bisher Pauschalbeiträge werden neu nur noch Höchstbeiträge ausbezahlt. Damit spart der Kanton 1,2 Millionen Franken. Dieses Modell fördere die Leistungsorientierung und eine grössere Kostentransparenz, erklärte die Regierung, als sie die neue Regelung erliess. Betroffen sind voraussichtlich ein Drittel der Institutionen im Kanton.

Referenzprämie angehoben

Wie jedes Jahr musste das Gesundheitsdepartement auch neu festlegen, wie die Prämienverbilligungen verteilt werden. Anspruch auf eine ordentliche Prämienverbilligung haben Alleinstehende mit einem Reineinkommen, das unter 25 000 Franken im Jahr liegt, Verheiratete, die weniger als 35 000 Franken verdienen oder beispielsweise Familien mit drei Kindern, denen weniger als 75 000 Franken jährlich zur Verfügung stehen.

Diese Zahlen bleiben im Vergleich zu 2015 unverändert. Der Kanton rechnet jedoch mit den erhöhten Krankenkassenprämien und hat die Referenzprämie ebenfalls zwischen 5 und 7 Prozent angehoben. Diese Prämie ist abhängig vom Wohnort und dem Alter der Berechtigten. Je nach der finanziellen und familiären Situation der Berechtigten wird davon wieder ein Selbstbehalt abgezogen. Dieser ist um 0,5 Prozent höher als vergangenes Jahr.

Nur ein Teil der Gelder kann als ordentliche Prämienverbilligung für tiefe Einkommen ausbezahlt werden. Ein weiterer Teil ist fix bestimmt für Rentnerinnen und Rentner, die Anspruch auf Ergänzungsleistungen oder Ersatzleistungen haben. Weil diese beiden Gruppen immer grösser werden, sinkt seit einigen Jahren der Anteil, der für die ordentliche Prämienverbilligung zur Verfügung steht.

Pauschalbetrag für Bahn

Weitere kantonale Gesetze sind die Konsequenz von geänderten Bundesgesetzen, beispielsweise beim öffentlichen Verkehr. Nach der Abstimmung zur Finanzierung und zum Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) vor bald zwei Jahren, musste auch der Kanton St.Gallen die entsprechenden Gesetze anpassen. Dazu wurden zwei bisherige zu einem neuen Gesetz zusammengeführt: Das «Gesetz zur Förderung des öffentlichen Verkehrs» und das «Einführungsgesetz zum eidgenössischen Eisenbahngesetz» heissen jetzt «Gesetz über den öffentlichen Verkehr». Darin ist festgelegt, dass der Kanton eine pauschale Einlage in den Bahninfrastrukturfonds leistet. Für 2016 wird der St.Galler Anteil 33,4 Millionen Franken betragen, wovon die Gemeinden die Hälfte übernehmen. Neu steht im Gesetz, dass der öffentliche Verkehr nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden müsse. Wie gross die Nachfrage nach dem ÖV-Angebot ist und ob es rentiert, wird jedes Jahr überprüft.


Klick HIER: ZUM GANZEN ORIGINALARTIKEL Weniger Mietzuschüsse in St.Gallen

http://www.tagblatt.ch/4475710Weniger Mietzuschüsse in St.Gallen

Der Verfasser hat das Topic kurz und doch umfassend beschrieben.

Frisch aus St.Gallen – Topnews: Team Boundary Management: Wie man Teams vor Überforderung schützt

Ein topaktuller Bericht zu diesem spannenden Topic!

Leicht-Deobald, Ulrich ; Bruch, Heike ; Mainert, Jakob: Team Boundary Management: Wie man Teams vor Überforderung schützt. In: Zeitschrift für Führung und Organisation (2015), Nr. 5, S. 314-318. — Um flexibler und schneller auf Veränderungen reagieren zu können, entwickeln Firmen verstärkt netzwerkartige Formen der Zusammenarbeit. Um ihre eigene Leistungsfähigkeit zu stärken, müssen Teams die dadurch verschwimmenden Teamgrenzen selbst aktiv aufbauen und managen. Eine empirische Studie des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen bei einem …


Hier: zur lesenswerten Quelle des Textes Team Boundary Management: Wie man Teams vor Überforderung schützt

https://www.alexandria.unisg.ch/Publikationen/246407Team Boundary Management: Wie man Teams vor Überforderung schützt

Dem Author ist es gelungen ein schwieriges St.Gallen-Thema ansprechend und interessant zu besprechen

Aus St.Gallen – aktuelle Meldung: Neue Arbeitsformen: Team Boundary Management in Multiprojekt-Kontexten [Blog]

Lesenswerter Artikel über ein interessantes St.Gallener Topic.

Leicht-Deobald, Ulrich: Neue Arbeitsformen: Team Boundary Management in Multiprojekt-Kontexten [Blog]. URL:http://linux05-14.uo-gmbh.de . LEAD (1.1.2016). — Im Zuge der Einführung neuer Arbeitsformen setzten Firmen zunehmend auf netzwerkartige Formen der Zusammenarbeit. Allerdings beinhalten diese weniger hierarchisch strukturierten Organisationsdesigns auch Herausforderungen, wie z.B. mögliche Rollenüberforderungen, erhöhten Abstimmungsbedarf und Schwierigkeiten bei der gemeinsamen Priorisierung. Unsere Studie bei einem international tätigen …


Hier: ZUR INTERESSANTEN QUELLE DES TEXTES Neue Arbeitsformen: Team Boundary Management in Multiprojekt-Kontexten [Blog]

https://www.alexandria.unisg.ch/Publikationen/246413Neue Arbeitsformen: Team Boundary Management in Multiprojekt-Kontexten [Blog]

Wir sind schon sehr auf die nächsten Artikel zu diesem interessanten Thema gespannt!

Aus St.Gallen – aktuelle Neuigkeit: «Das geht an die Substanz»

Sehr fundierter Bericht, die Lesezeit ist gut investiert.

Vor bald zwei Wochen reiste Sophie à Wengen von St. Gallen nach Samos. Dort kocht sie täglich 500 bis 1000 Portionen Suppe für Flüchtlinge. Ihre Tage sind lang, die Schicksale hart, ihren Einsatz bereut sie aber kein bisschen.

Sophie à Wengen ist in St. Gallen eher nachts anzutreffen: Als Mitverantwortliche der Grabenhalle-Programmgruppe gehört das zu ihrem Job. Seit dem 20. Dezember ist sie als freiwillige Aktivistin für die Organisation Open Eyes Balkanroute auf der griechischen Insel Samos stationiert (Ausgabe vom 17. Dezember).

Viel Arbeit, stürmisches Wetter

«Meine Tage sind sehr lang, und wir arbeiten den ganzen Tag draussen, das geht an die körperliche Substanz», sagt die 34-Jährige. Zudem sei es in den vergangenen Tagen stürmisch und kalt geworden. «Einerseits fällt viel Arbeit an, zudem prasseln viele Eindrücke auf mich ein.» So werde sie täglich mit Geschichten und Erlebnissen der Flüchtlinge konfrontiert, und die seien nicht immer leicht zu verkraften. Ausserdem sei mit dem schlechten Wetter auch die Anzahl der neu ankommenden Flüchtlinge aus der Türkei «explodiert». «Ist das Wetter schlecht, verlangen die Schlepper nur die Hälfte für die Fahrt», erzählt à Wengen, die schätzt, dass im Moment täglich 400 bis 500 neue Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt überleben und im Camp ankommen.

Tagebuchschreiben hilft

Die meisten der Flüchtlinge reisen – sobald sie registriert sind und die nötigen Papiere besitzen – mit der Fähre nach Athen weiter. Wenn es mit der Weiterfahrt nicht klappt, bleiben sie auch schon mal sieben bis zehn Tage im Camp. «Das ist aber eher die Ausnahme», sagt à Wengen, die versucht, sich bei ihrem Einsatz vor allem auf eines zu konzentrieren: das Kochen. «Es ist so brutal, ich höre und sehe so viel, all diese Einzelschicksale, mir wird es oft zu viel.» Doch jeder der Aktivisten – momentan sind es zwölf – würden damit anders umgehen. «Ich schreibe viel in mein Tagebuch.» Etwa das tragische Ereignis von dem zwölfjährigen Mädchen, das hier am Hafen überfahren wurde. Oder das Schicksal des jungen Mannes, dem in seiner Heimat eine Bombe die Beine und einen Arm weggesprengt hatte. «Er war voller Mut auf der Flucht, dennoch wurde er an der Weiterreise gehindert.» Ausserdem würden immer wieder Flüchtlinge verhaftet oder verschwinden. Andere errichten Strassensperren, weil sie keine Papiere erhalten. «Es geschehen viele Dinge parallel, und uns fehlen oft Informationen.» Zudem seien ihre Tage mit Einkaufen, Rüsten und Kochen ausgefüllt.

Sophie à Wengen sieht immer wieder Dinge, die ihr zu schaffen machen. «Es werden ständig Sachen an Land gespült, man kann sich zusammenreimen, was auf dem Meer passiert ist.» Auch der Schiffsfriedhof, der ganz in der Nähe sei, jage ihr jeweils einen Schauer über den Rücken. «Es geht immer weiter, es kommen ständig mehr Flüchtlinge, und weil bei schlechtem Wetter die Überfahrt billiger ist, wird die Lage immer prekärer.»

Ende Woche rechnet man in Samos mit Regen. Wie die Aktivisten diesen bewältigen wollen, ist noch unklar. «Bei uns ist die Essensausgabe draussen, und die Flüchtlinge sind oft krank oder barfuss.» Und auch wenn die Aktivisten bescheiden leben – sie schlafen allesamt in der Küche -, fallen Ausgaben in der Höhe von rund 20 000 Franken pro Monat an, weshalb sie dringend auf Spenden angewiesen seien.

Wohltuende Feste mit Tanz

Trotz all dem Leid – in Sophie à Wengens Alltag auf Samos gibt es auch Lichtblicke: «Wir haben eine Musikbox aufgestellt, und oft wird getanzt und gefeiert.» Diese Feste seien wohltuend für alle, insbesondere für die vielen Kinder. «Es ist schön, die Menschen feiernd zu sehen, grundsätzlich ist die Stimmung im Camp aber ruhig und eher gedrückt. Aber manchmal ereignen sich auch lustige Geschichten», erzählt à Wengen. Etwa die des syrischen Nationalschwimmers, der die gefährliche Route von der Türkei nach Samos schwimmend bewältigte. «Als man ihn aus dem Wasser fischen wollte, hat er sich geweigert und ist weiter geschwommen.»


Klick HIER: Zur Ganzen Textquelle «Das geht an die Substanz»

http://www.tagblatt.ch/4475615«Das geht an die Substanz»

Dem Verfasser des Artikels ist es gelungen das Thema kompetent zu behandeln.