Aus St.Gallen – topaktuelle News: Diversification Preferences in the Theory of Choice

Dieser Bericht bringt es zielgenau auf den Punkt!

De Giorgi, Enrico ; Mahmoud, Ola: Diversification Preferences in the Theory of Choice : SSRN, 2015. — Diversification represents the idea of choosing variety over uniformity. Within the theory of choice, desirability of diversification is axiomatized as preference for a convex combination of choices that are equivalently ranked. This corresponds to the notion of risk aversion when one assumes the von-Neumann-Morgenstern expected utility model, but the equivalence fails to hold in other models. …


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Wir sind schon sehr auf die nächsten Artikel zu diesem interessanten Thema gespannt!

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Frisch aus St.Gallen – Topnews: Asylzentrum Sonnenberg bewilligt

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

In Vilters-Wangs wird das sechste feste Asylzentrum des Kantons St. Gallen eröffnet. Die Gemeinde hat die Baubewilligung erteilt. Wann die ersten Bewohner ins einstige Institut Sonnenberg einziehen, ist offen.

100 bis 150 Asylbewerber sollen so bald wie möglich in dem ehemaligen Internat Sonnenberg in Vilters-Wangs einziehen. «Ich hoffe, dass dies noch in diesem Jahr der Fall sein wird», sagt Urs Weber vom Migrationsamt des Kantons St. Gallen. Denn bereits 2014 hat der Kanton seine Pläne bekannt gegeben, im «Sonnenberg» ein festes Asylzentrum in Betrieb nehmen zu wollen. Aufgrund von Rechtsmittelverfahren hat sich die Eröffnung seither stetig verzögert. Mit dem Entscheid des Gemeinderates von Vilters-Wangs, die Baubewilligung für die Umnutzung des «Sonnenberg» zu erteilen, ist nun aber ein weiterer Schritt getan. Das Baudepartement ist fortan für die Umbauarbeiten zuständig.

«Zentrum steht nichts im Weg»

«Der Gemeinderat hat die Rechtslage geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass dem Vorhaben des Kantons keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften im Weg stehen», sagt Bernhard Lenherr, Gemeindepräsident von Vilters-Wangs. Es habe beurteilt werden müssen, ob für die Umnutzung überhaupt eine Baubewilligung erforderlich sei. Ausserdem habe das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation dem Vorhaben zustimmen müssen, da es sich um ein Baugesuch ausserhalb der Bauzone gehandelt habe. Die eingegangenen Einsprachen von Anwohnern wurden abgewiesen. Dabei galt es laut Lenherr unter anderem abzuklären, ob die Sonnenbergstrasse genügend erschlossen und die Parkplätze ausreichend seien. Die Einsprecher haben nun die Möglichkeit, innert 14 Tagen Rekurs gegen den Entscheid einzureichen. Die Stimmung in der Gemeinde sei allgemein aber eher als ruhig einzuschätzen, sagt Lenherr.

Rund um die Uhr betreut

Im umgebauten «Sonnenberg» sollen vor allem Personen aus Syrien, Eritrea, Sri Lanka und Afghanistan wohnen, sagt Urs Weber vom Migrationsamt. Die unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden und Kinder werden direkt im Zentrum unterrichtet. Fachpersonen werden die Bewohner rund um die Uhr betreuen. (nar)


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Hoffentlich gibt es bald wieder einenweiteren Artikel zu diesem Topic.

Betrifft St.Gallen: Der Charme der Geschichte

Ein absolut lesenswerter Artikel zum Thema “St.Gallen”

Das Restaurant Rössli in Balgach ist seit 1798 als Gasthof aktenkundig. Jetzt wird es von der Unesco ausgezeichnet: Im kommenden Jahr darf es sich «Historisches Restaurant 2016» nennen.

Es ist eines der markantesten Gebäude in Balgach im St.Galler Rheintal – und zugleich eines der ältesten: Das Restaurant Rössli ist seit dem 17. Jahrhundert nachgewiesen, seit 1798 wird es als Gasthof geführt. Seither wurde es mehrfach umgebaut und erweitert, die historische Substanz ist aber erhalten geblieben. Im kommenden Jahr darf sich das «Rössli» nun «Historisches Restaurant 2016» nennen. Der Preis wurde gestern von Icomos Suisse im Hotel Waldhaus in Sils Maria verliehen. Das Engadiner 5-Sterne-Haus wurde ebenfalls ausgezeichnet, mit dem «Jubiläumspreis 2016». 2005 führte es bereits den Titel «Historisches Hotel». Ausgezeichnet wurde zudem das Hotel Waldrand-Pochtenalp im bernischen Kiental.

Geschichte erlebbar gemacht

Das Restaurant Rössli in Balgach überzeugte die Jury unter anderem mit dem Zusammenspiel architektonischer Elemente verschiedener Epochen. Dies mache die bewegte Geschichte des Hauses erlebbar, so Icomos Suisse. Der Gasthof sei ein «wegweisendes Beispiel für die pragmatische Wiederbelebung eines Gebäudes».

Dies sei auch der guten Zusammenarbeit zwischen den Besitzern Ina Hinrichs-Sonderegger und Jürg Sonderegger sowie der Geschäftsleiterin Doris Breu zu verdanken. «Es ist eine Ehre für mich, in diesen historischen Mauern zu arbeiten und Teil der langen Geschichte des Hauses zu werden. Die Auszeichnung ist eine grosse Überraschung und Freude für uns», wird Doris Breu in der Mitteilung von Iconos Suisse zitiert. Die Preise sind nicht mit Geldgeschenken verbunden, es handelt sich um reine Auszeichnungen.

Auszeichnung seit 1995

Icomos ist der internationale Rat für Denkmäler und historische Stätten mit Sitz in Paris. Er wurde 1965 als Unterorganisation der Unesco in Warschau gegründet. Ein Jahr später formierte sich in Chur die Schweizer Landesgruppe Icomos Suisse. Die Auszeichnung «Historisches Hotel/Restaurant des Jahres» wurde 1995 aus der Taufe gehoben. (ar)


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Dieser gelungene Bericht behandelt das Thema in unterhaltsamer und doch lehrreicher Art und Weise.

Betrifft St.Gallen: Befragung der Anwohner von möglichen Windparks in der Ostschweiz

Ein lesenswerter Bericht für alle St.Gallen-Interessierten.

Rolf Wüstenhagen, Andrea Tabi, M. Jegen (angewandtes Forschungsprojekt) — Das Ziel dieses Projekts ist es, die gesellschaftliche Akzeptanz von potenziellen Windenergieanlagen im Raum Ostschweiz mit einer Einwohnerbefragung abzuschätzen. Dabei werden Einstellungen, Wahrnehmungen und Präferenzen der Bevölkerung in den betroffenen Regionen in einer standardisierten Befragung erhoben. Die Auswertung dieser Befragung soll den lokalen und kantonalen Entscheidungsträgern…


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Dem Autor ist die Kunst gelungen ein komplexes Thema interessant und lehrreich nahe zu bringen.

Aus St.Gallen – aktuelle Neuigkeit: Boom and Bust Dynamics of Management Tool Implementation

Sehr fundierter Artikel, die für das Lesen investierte Zeit lohnt sich für alle die sich für St.Gallen interessieren.

Schwenke, Markus ; Grösser, Stefan N.: Boom and Bust Dynamics of Management Tool Implementation. In: Proceedings of the 33rd International Conference of the System Dynamics Society. New York : International System Dynamics Society, 2015. – 33rd International Conference of the System Dynamics Society. – Boston,. — This article aims to promote a dynamic perspective on the issues of sustainable managenemt tool innovation. In particular, we concentrate on tool implementation and subsequent rejection, a pattern which often occurs in businesses. Until now, most research on management tools has mainly relied on survey data and has failed to account for the dynamics of implementation and subsequent rejection of a…


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Dem Autor ist die Kunst gelungen ein komplexes Thema interessant und lehrreich nahe zu bringen.

Frische St.Gallener – Neuigkeit: Vorläufige Konkursanzeige gegen St.Galler Sportrechtevermarkter

Ein sehr lesenswerter Text zu diesem topaktuellen und alle St.Gallener betreffenden Thema,

MELS. Über den internationalen Sportrechtevermarkter Kentaro AG in Mels ist im Amtsblatt eine vorläufige Konkursanzeige publiziert worden. Die Kentaro AG vermarktete früher unter anderem die brasilianische Nationalmannschaft. Die Firma war in die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen die Fifa involviert.

Die am Dienstag im St.Galler Amtsblatt veröffentlichte Konkursanzeige ist nur vorläufig. Sie ist nicht rechtskräftig, weil sich die Kentaro AG gegen den Konkurs durch mehrere Instanzen wehrt. Das Unternehmen hatte gegen die Konkurseröffnung durch das Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland vom 2. Juli 2015 eine Beschwerde eingereicht, die am 7. August vom Kantonsgericht abgewiesen wurde. Nächste Instanz ist nun das Bundesgericht.

Keine Aktiven feststellbar
In der Begründung des Konkursantrags heisst es zur Kentaro AG, in der Schweiz gebe es gegenwärtig keine Ansprechperson, die dem Konkursamt verbindliche Auskünfte erteilen könne. Man habe keine Aktiven der Kentaro AG in der Schweiz feststellen können, steht im Amtsblatt. Laut Handelsregistereintrag wohnt der einzige eingetragene Verwaltungsrat in London.

Das aktuelle Verfahren hat bereits eine längere Vorgeschichte: Es ist bereits der zweite Versuch St.Galler Gerichte, über die Kentaro AG den Konkurs zu verfügen. 2014 wehrte sich das Unternehmen dagegen bis vor Bundesgericht − und bekam dort im Oktober 2014 Recht. Die Konkurseröffnung wurde danach aufgehoben.

Im Visier der Bundesanwaltschaft
Im Mai 2015 geriet das Unternehmen aus anderen Gründen in die Medien: Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Fifa-Funktionäre hatte sich die Bundesanwaltschaft auch mit der Kentaro AG beschäftigt: Die Firma habe der Bundesanwaltschaft am 27. Mai Informationen übergeben, bestätigte Jürg Blaser, Sprecher der Bundesanwaltschaft, gegenüber der sda.

Die Kentaro AG war eine Zeitlang gross im Fussballgeschäft: Sie vermarktete diverse Grossklubs, unter anderem aus der Premier League. Einige Jahre lang konnte sich die Firma die Rechte an der brasilianischen Nationalmannschaft sichern. Das Unternehmen organisierte vor der WM 2006 das Trainingslager der Brasilianer in Weggis. 2012 war Kentaro Veranstalter des Testspiels Brasilien − Bosnien-Herzegowina in der St.Galler AFG Arena.

Nicht erreichbar
Von der Kentaro AG war am Dienstag niemand zu erreichen: Die Homepage ist nicht mehr in Betrieb, die Mailadresse funktioniert nicht und unter der angegebenen Telefonnummer gibt es keinen Anschluss. (sda)


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Der Autor hat mit diesem St.Gallener-Artikel gute Arbeit geleistet!

Frische St.Gallener – Neuigkeit: «Der Staat kann nicht alles ordnen»

Kompetenter Text, auf den Punkt gebracht.

ST.GALLEN. Wer die individuelle Freiheit bewahren will, muss sich für die Gemeinschaft engagieren, sagt Hubertus Schmid, Präsident der Gemeinnützigen Gesellschaft St.Gallen. Ein Gespräch über Egoismus, Zuwanderung und Frühfranzösisch.

Herr Schmid, wir leben in einer Zeit, in der es jedem zuerst um sich selber geht. Immer weniger Menschen engagieren sich freiwillig. Was stimmt Sie zuversichtlich?

Hubertus Schmid: Die Tatsache, dass individuelle Freiheit und Gemeinwohl sich gegenseitig bedingen. Nur geht das schnell vergessen. Was bedeutet dieses Spannungsverhältnis für den sozialen Zusammenhalt in der Schweiz? Mit dem GGK-Forum wollen wir einen Raum schaffen, wo dies zurück ins Bewusstsein gerufen wird. Wo differenzierte Auseinandersetzungen geführt werden. Auch über Tabus, über die wir nicht gerne nachdenken.

Die Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons St. Gallen (GGK) wurde 1819 gegründet. Heute sind Freiheit und Gemeinwohl selbstverständlich. Sind die Forderungen der GGK nicht altmodisch?

Schmid: Nein. Im Gegenteil, sie sind von aktueller Brisanz. Klar, die GGK wurde in der Zeit der Industriellen Revolution gegründet, mit dem Zweck, die materielle und geistige Wohlfahrt zu fördern. Die Menschen verliessen ihre Umgebung und gingen in die Städte, wo sie sich neu organisieren mussten. Wie damals gibt es auch in der heutigen Zeit viele gesellschaftliche und kulturelle Bruchstellen. Darüber braucht es einen Diskurs. Das war der Anstoss für das Forum.

Sie sprechen von den Folgen der Migration?

Schmid: Ja, der Verlust an Heimat ist eine solche Bruchstelle. Heute läuft alles immer schneller. Alles wird multikultureller. Davon sind Städte genauso betroffen wie Berggegenden. Man braucht nur an den Tourismus zu denken. Dies führt dazu, dass sich die Menschen zurückziehen und die Belange der Gesamtgesellschaft immer weniger beachten.

Woran machen Sie das fest?

Schmid: Die Abstimmungsresultate wie etwa jene der Initiativen zur Masseneinwanderung, zur Raumplanung oder zu den Zweitwohnungen sind eindeutige Zeichen. Dabei zeigt sich ein weiteres Problem. Krisen werden oft nur ökonomisch und politisch angeschaut. Aber dahinter verbirgt sich mehr. Das Ganze, die gesellschaftliche-kulturelle Dimension, geht oft vergessen.

Ist die Zuwanderung also ein Problem?

Schmid: Meine Aufgabe ist definitiv nicht, die Zuwanderung zu bewerten. Sondern die Frage zu stellen, was es braucht, um das soziale Zusammenleben zu gewährleisten. In der Schweiz ist jeder fünfte Einwohner Ausländer. Es geht um die Frage, wie die Integration dieser Bevölkerungsgruppe gelingt und wie sie für den freiwilligen Dienst gewonnen werden kann. Das birgt ein enormes Potenzial.

Auch ein dringend benötigtes Potenzial?

Schmid: Eindeutig. Derzeit verzeichnen etwa die Bereiche Behörden und Politik mit 65 Prozent den stärksten Rückgang seit 1997. Es wird immer schwieriger, Personen zu finden, die bereit sind, sich in einem Gemeinde-, Schul- oder Kirchenrat zu engagieren. Im caritativen Bereich sind es 25 Prozent weniger. Ich frage also: Wie sollen wir unsere direkte Demokratie bewahren, wenn diese Grundlage wegbricht? Wenn sich die Menschen freiwillig nicht mehr einbringen?

Sie arbeiten im Rahmen des Forums mit Studenten der HSG und der Pädagogischen Hochschule sowie mit Ortsbürgergemeinden zusammen. Wie passt das?

Schmid: Die Ortsbürger unterstützen uns, weil die Förderung des Gemeinwohls ihr Auftrag ist. Und mit Studierenden arbeiten wir, weil wir Junge ansprechen wollen. Dafür brauchen wir auch deren Input. Passenderweise ist das Center for Leadership and Values in Society der Universität St. Gallen Herausgeber des Schweizer Gemeinwohl-Atlas.

Die nach 1980 Geborenen zählen zu den sogenannten Digital Natives, der ersten Generation, die mit der Technik des digitalen Zeitalters aufgewachsen ist. Ziehen sich die Menschen zunehmend in die digitale Welt zurück?

Schmid: Wir machen dazu gerade eine Umfrage. Allgemein lässt sich sagen, dass es den Jungen zu einem grossen Teil um das eigene Wohl geht. Aber etwas lässt Hoffnung aufkommen: Umweltschutzorganisationen etwa haben keine Mühe, genug Mitglieder zu mobilisieren. Auch in der Kultur sind die Jungen sehr aktiv. In beiden Bereichen geht es um etwas Ideelles, das die junge Generation anspricht und motiviert, sich freiwillig in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen.

Freizeit und Familie sind heute mindestens so wichtig wie der Beruf. 100-Prozent-Jobs gelten als unattraktiv. Ein weiteres Zeichen für den grassierenden Egoismus?

Schmid: Im Gegenteil. Das ist eine Riesenchance. Vieles, was wir in unserer Freizeit tun, kommt anderen zugute. Man braucht nur an Open Source zu denken – unzählige Menschen stellen ihr Wissen im Internet gratis zur Verfügung. Das ist doch unglaublich.

Sie waren Präsident der Schweizer Industrie- und Handelskammer, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell, Direktor bei Helvetia und Anwalt. Hatten Sie da noch Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten?

Schmid: Ich muss gestehen, ich war viele Jahre kein Vereinsmensch und nicht ehrenamtlich tätig, abgesehen von meiner Zeit als nebenamtlicher Richter und meiner Mitgliedschaft im Wildpark Peter und Paul. Als ich aber vor acht Jahren gefragt wurde, ob ich das Amt als Präsident der GGK übernehmen will, fand ich, es sei an der Zeit, etwas zurückzugeben. Zudem ist das Verhältnis zwischen individueller Freiheit und Gemeinwohl gewissermassen mein Lebensthema. Seit meinem Studium hat mich dieses Thema fest im Griff. Ich suche seither nach Antworten in der Staatslehre, der politischen Philosophie und der Ökonomie.

Nennen Sie ein Beispiel.

Schmid: Nehmen wir die Abschaffung des Französisch an den Primarschulen: Zu der Zeit als ich in Weinfelden aufwuchs, gehörte es zum guten Ton, dass man nach der Volksschule eine Weile in die Westschweiz geht. Heute scheint das überflüssig geworden zu sein. Jetzt könnte man argumentieren, rein ökonomisch betrachtet sei es richtig, Französisch abzuschaffen. Etwa, weil Englisch wichtiger ist. Aber das ist nicht der Punkt.

Sondern?

Schmid: Gerade in einem Land mit vier Sprachregionen geht es um das gegenseitige Verständnis und um Wertschätzung. Fehlt dies, werden die verschiedenen Landesteile einander gegenüber gleichgültig. Man lebt sich auseinander. Schwierig wird das dann, wenn es etwa darum geht, wie sich die Schweiz in der europäischen Staatengemeinschaft neu orientieren soll.

Gemeinwohl, Freiheit, Blick aufs Ganze – will die GGK den Geist der Aufklärung heraufbeschwören?

Schmid: Hinsichtlich der grossen Herausforderungen unseres Landes ist das nötig. Vergessen wird nicht, dass der Staat nicht alle Lebensbereiche ordnen kann. Wir sind auf eine starke Zivilgesellschaft angewiesen, auf den Gemeinsinn der Bürger. «Die Anstrengung der Sorge für das Ganze auf sich nehmen», sagte einst der Zürcher Professor Karl Schmid. Das drückt am besten aus, worum es mir geht.


Hier: zur spannenden TEXTQUELLE «Der Staat kann nicht alles ordnen»

Dem Autor ist es gelungen den Text kurz und doch umfassend zu verfassen.