Aus St.Gallen – aktuelle Meldung: Geschichte aus dem Untergrund

Ein lesenswerter Bericht für alle St.Gallen-Interessierten.

Mit römischen Legionären und Spezialführungen feiert das Historische und Völkerkundemuseum seine neuste Erwerbung: Morgen wird die neugestaltete Abteilung über Archäologie eröffnet. Und am Wochenende stehen die Museumstüren weit offen.

Morgen Donnerstag wird im Historischen und Völkerkundemuseum im Stadtpark die Dauerausstellung «Faszination Archäologie – Schätze aus St. Galler Boden» eröffnet. Sie zeigt auf 380 Quadratmetern archäologische Funde aus dem ganzen Kanton, die eine Zeitspanne von rund 50 000 Jahren abdecken. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt von Kantonsarchäologie und Museum. Rund um die Eröffnung sind diverse öffentliche Veranstaltungen geplant.

Legionäre in Vollmontur

Morgen Donnerstag, 18.30 Uhr, findet die offizielle Eröffnung der neuen Sonderausstellung mit einem Festakt statt. Am Wochenende danach treibt’s das Museum in der Marktgasse, aber auch in den eigenen Räumen bunt und vielfältig. Im Stadtzentrum wird sich am Samstag, 10 bis 16 Uhr, ein ungewohntes Bild bieten: Sechs Mitglieder der elften römischen Legion marschieren nämlich samt Uniformen und Ausrüstung am Infostand des Museums beim Vadian-Denkmal auf. Sie bieten im Sinne experimenteller Archäologie Einblicke in die Welt des römischen Militärs und beantworten Fragen von Passantinnen und Passanten. Am Stand selber wird über die neue Dauerausstellung und die Archäologie im Kanton St. Gallen informiert. Zur Sprache kommen dabei sicher auch die zu den anwesenden Legionären passenden Funde aus der Römerzeit, wie sie in Kempraten bei Rapperswil gemacht wurden.

Reichhaltiges Programm

Im Museum findet am Samstag und Sonntag, 10 bis 17 Uhr, ein «Wochenende der offenen Türe» mit Gratiseintritt und speziellen Führungen statt. Für Städter von speziellem Interesse könnte am Samstag, 12.30 Uhr, der Rundgang zur Archäologie in der Altstadt sein. Das Konzept der neuen Dauerausstellung wird an beiden Tagen, je 15 Uhr, vom Architekten erläutert. Und um 11 und 14 Uhr finden jeweils spezielle Führungen für Familien und Kinder statt. (pd/vre)

zum Original-Artikel:
Ostschweiz – St. Gallen – Stadt St.Gallen

Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema St.Gallen voll und ganz gerecht zu werden.

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Aus St.Gallen – topaktuelle News: St.Galler Präzedenzfall

Ein lesenswerter Bericht zu St.Gallen.

ST.GALLEN. Ob Kopftücher in der Schule verboten werden können, wird wohl das Bundesgericht in einem Leiturteil entscheiden. Im Kanton St.Gallen gibt es zwei Fälle, die dafür in Frage kommen.

Mehrere Vorstösse aus dem St.Galler Kantonsrat beschäftigen sich mit der Frage, ob das Tragen von Kopftüchern in St.Galler Schulen verboten werden kann. Vor der Beratung im Kantonsrat könnten allerdings weitere Entscheide in dieser heiklen Frage gefällt werden: an der Urne, vom Bildungsdepartement und vielleicht auch noch vom St.Galler Verwaltungsgericht. Alle diese Instanzen dürften allerdings bloss vorläufige Entscheide fällen. Das letzte Wort dazu wird voraussichtlich das Bundesgericht haben, das irgendwann in einem Präzedenzfall die Weichen stellen wird. Dieser Fall könnte aus dem Kanton St.Gallen stammen.

Fall in St. Margrethen

Bereits auf dem Weg durch die Instanzen ist ein Verfahren aus St. Margrethen (Ausgabe vom 20.11.2013). Es geht um ein Mädchen, das nach den Sommerferien 2013 mit Kopftuch in die Schule kam. Aufgrund einer Empfehlung des St.Galler Erziehungsrats gibt es in vielen Schulgemeinden im Unterricht ein Kopfbedeckungsverbot. So auch in St. Margrethen. Gegen die Verfügung, dass die Schülerin ohne Kopftuch die Schule besuchen muss, läuft seit dem 12. August ein Rekurs, der vom Bildungsdepartement noch nicht entschieden wurde. Das sei lange, sagt der Rechtsvertreter des Mädchens und vermutet, «dass der Fall auf die lange Bank geschoben wird».

Beschwerde ist entschieden

Abgeschlossen ist allerdings ein zweites Verfahren im selben Fall: In einem am 25. September eingereichten Gesuch wurde verlangt, dass das Mädchen zumindest bis zum Entscheid im Hauptverfahren den Unterricht mit Kopftuch besuchen dürfe. Das Bildungsdepartement lehnte dies am 30. September ab. Dagegen wurde vor dem St.Galler Verwaltungsgericht eine Beschwerde erhoben, die bereits entschieden ist.

Im Urteil vom 7. November wird festgehalten, dass es sich beim Kopftuchverbot «um einen (schweren) Eingriff in die Glaubens- und Gewissensfreiheit» handle. Die Situation sei für das erst zwölf Jahre alte Mädchen fraglos sehr belastend. Der Gerichtspräsident befand, der Schulrat von St. Margrethen habe nicht dargelegt, inwiefern das Tragen eines Kopftuchs den geordneten Schulalltag tatsächlich störe, und hiess die Beschwerde gut. Damit darf das Mädchen vorläufig mit Kopftuch den Unterricht besuchen.

Die entscheidende Frage, ob die Schulordnung eine ausreichende Grundlage für den Eingriff in die Glaubensfreiheit darstellt, wird dann allerdings erst im Hauptverfahren geklärt.

Urnengang in Au-Heerbrugg

Ebenfalls vor Gericht landen könnte ein ähnlicher Fall in der Schulgemeinde Au-Heerbrugg, über den im Juni breit berichtet worden war. Damals hatte der Schulrat in der Schulordnung den Passus mit dem Kopfbedeckungsverbot aufgehoben. Gegen die Änderung der Schulordnung ergriff die SVP-Ortspartei erfolgreich das Referendum. Am 9. Februar kommt es deshalb zu einem Urnengang über das Kopftuchverbot. Er sei überzeugt, dass diese Frage in einem Gesetz auf Kantons- oder Bundesebene geregelt werden müsste, kommentiert Schulratspräsident Walter Portmann. Auch ein Rechtsgutachten sei zu diesem Schluss gekommen, ergänzt er.

Portmann erwartet, dass ein Urnenentscheid für ein Kopftuchverbot vor Gericht angefochten und dann der Fall aus seiner Schulgemeinde durch alle Instanzen bis vor das Bundesgericht gezogen würde.

zur Quelle des Berichtes:
Ostschweiz – St. Gallen – Kanton St.Gallen

Dieser gelungene Bericht behandelt das Thema in unterhaltsamer und doch lehrreicher Art und Weise.

Nachricht aus St.Gallen: Biber breitet sich im Rheintal aus

Dieser Artikel bringt Licht ins St.Gallener Dunkel!

BALGACH. Seit ein paar Jahren ist der Biber zurück im Rheintal. Und er weitet sein Gebiet aus. Am Binnenkanal fällte er kürzlich Alleebäume. Das geht nun doch etwas zu weit.

In den vergangenen Wochen hat der Biber im mittleren Rheintal wieder einmal eindrücklich auf sich aufmerksam gemacht und im Gebiet Dreibrücken kurzerhand drei stattliche Eichen gefällt. Diese gehörten zu einer Allee entlang des Binnenkanals. Wildhüter Mirko Calderara empfahl den Gewässerbauern, die Alleebäume mit Drahtgitter zu schützen.

Seit der Binnenkanal bei Balgach etwas natürlicher gestaltet wurde, hielt prompt der Biber wieder Einzug. Das ist eigentlich ein gutes Indiz für die Natur.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 29. Dezember.

Link zum Artikel:
Ostschweiz – St. Gallen – Kanton St.Gallen

Dem Verfasser des Berichtes ist es gelungen dem Thema St.Gallen voll und ganz gerecht zu werden.

Frisch aus St.Gallen – Topnews: Tätlichkeiten, Beschädigungen und Betrunkene im Kanton St.Gallen

Ein lesenswerter Bericht für alle St.Gallen-Interessierten.

ST.GALLEN. Im Kanton St.Gallen haben in der Silvesternacht Tätlichkeiten, Beschädigungen und Betrunkenen die Polizei beschäftigt, allerdings nicht mehr als bei früheren Jahreswechseln. In St.Gallen musste eine Person ins Spital, die von einem Raketenstab getroffen und leicht verletzt worden war.

Tausende Menschen hatten sich am Dienstag vor Mitternacht auf dem Klosterplatz in St.Gallen versammelt, um den Jahreswechsel zu feiern. Die Stimmung sei sehr schön gewesen, meldete die St.Galler Stadtpolizei am Mittwoch. Nur wenige Unverbesserliche hielten sich nicht ans Feuerwerksverbot. Vier Personen wurden deshalb angezeigt.

Weil jedoch aus umliegenden Gassen Raketen in Richtung Klosterplatz abgefeuert wurden, wurde eine Person leicht verletzt. Sie war von einem fallenden Raketenstab am Kopf getroffen worden. Stadtpolizisten brachten sie zur Behandlung ins Spital. Der Verursacher des Vorfalls blieb unerkannt.

Insgesamt verlief der Jahreswechsel in der Stadt St.Gallen ruhiger als in anderen Jahren. Für die Kantonspolizei bewegte sich die Arbeit in ähnlichem Rahmen wie in den Vorjahren, wie sie ebenfalls am Mittwoch mitteilte.

Angehörige der Kantonspolizei mussten mehrmals einschreiten, weil alkoholisierte Menschen aneinandergeraten waren. Ernsthaft verletzt wurde bei den Streitereien niemand. Ein 22-jähriger Mann, der in der Stadt St.Gallen die Scheibe einer Türe eingetreten hatte und sich gegenüber der Polizei sehr renitent verhielt, wurde festgenommen. (sda)

zum Original-Text:
Ostschweiz – St. Gallen – Kanton St.Gallen

Der Verfasser hat das Topic kurz und doch umfassend beschrieben.